Beiträge von DazGuile

    Michael Smith, der bis dato noch nicht einmal für das World Matchplay qualifiziert ist? Den sehe ich definitiv nicht in Australien am Start.

    Peter Wright geht international grundsätzlich immer, aber ich kann mir auch vorstellen, dass man je nach Verlauf der nächsten Turniere vielleicht auch mal Josh Rock die Chance gibt. Oder man testet mal Martin Schindler vorab ohne den ganz großen medialen Druck, wenn man ihn tatsächlich mal für die Premier League auf dem Zettel hat.

    Er meinte, dass die Anreise mit einem finanziellen und zeitlichen Mehraufwand verbunden wäre, da die TCH Qualifier immer direkt an die Pro Tour anschließen und der eine Tag viel einfacher mitzunehmen ist, als separat zu einem HNQ anzureisen. Außerdem sei die Konkurrenz beim deutschen Qualifier ähnlich hoch, wie auf der Pro Tour.

    Wird zwar nicht passieren, aber die WM abwechselnd in verschiedenen Ländern innerhalb von Europa stattfinden zu lassen, wäre schon eine Überlegung wert, wenn man inzwischen mit dem Ally Pally abgeschlossen hat und definitiv nicht mehr dorthin zurückkehren will.

    Wenn der Austragungsort an sich nicht mehr ikonisch ist, dann würde es sich doch anbieten, die WM auch mal in Cardiff, Glasgow, Dublin, Belfast, Amsterdam, Berlin, etc. stattfinden zu lassen.

    Ein Glück, dass ich inzwischen herausgefunden habe, dass man hier auch User blockieren kann. Schon traurig, wenn man nichts besseres im Leben zu tun hat, als selten dämliche Nachrichten in einem Online Forum zu posten.

    Ich bin mal gespannt, wie die endgültige Teilnehmerliste aussieht. Ich gehe eigentlich davon aus, dass außer Littler niemand absagen wird.

    Die PL Spieler mit Playoff Ambitionen werden da eher auf Rosmalen verzichten und nach der Pause am letzten Wochenende wieder angreifen. Auch Gary Anderson wird den Titel verteidigen wollen, jetzt da er im ET Ranking nur noch knapp über dem Cut steht.

    Inwiefern will man denn bei den Majors sehen, dass Martins aktuell überbewertet ist?

    Es gibt 32 Teilnehmer an World Matchplay und World Grand Prix sowie European Championship. Martin steht aktuell auf Rang 18 der Weltrangliste, also ist er eigentlich schon mit jedem Sieg im Bonus.

    Es hängt im Darts zu viel von der Auslosung ab. Direkt gegen Luke Littler antreten zu müssen oder gegen Damon Heta, Peter Wright oder Dave Chisnall, ist ein großer Unterschied.

    Es sagt hier niemand, dass Schindler jetzt die ganze PDC dominieren wird, aber bei guter Auslosung und passender Form, ist definitiv mehr als ein Viertelfinale drin. Aber ein „Muss“ ist das bei Weitem nicht.

    Wobei ich zumindest der Meinung bin, dass Buhrufe beim Walk-On und ein stetiger Buhton aus dem gesamten Publikum im Hintergrund bzw. Jubelrufe bei verfehlten Check Darts tatsächlich noch vertretbar sind.

    Was aber definitiv in Zukunft unter Kontrolle gebracht werden muss, sind die einzelnen Pfiffe, die gezielt Spieler beim Wurf irritieren sollen. Das müssen weder die Spieler noch der Veranstalter akzeptieren und wenn man anfangen würde, diese Leute ohne weiteres Ermahnen rauszuwerfen, wäre das wirklich ein Gewinn.

    Wenn der MC einmal vor der ersten Partie am Abend deutlich äußert, kann sich auch niemand beschweren.

    Lustlose Auftritte bei der PC Turnieren sind da in letzter Zeit schon sehr gehäuft aufgetreten.

    Ballermann Fraktion in Deutschland finde ich noch immer vollkommen übertrieben. Das Darts Publikum in Deutschland, England und den Niederlanden ist sich sehr ähnlich.

    Beim Grand Slam, als Mike de Decker das Spiel verpfiffen wurde, hat der sich auch nicht hingestellt und gesagt, dass er jetzt nicht mehr in England spielen wird.

    Littler hat das Glück, von seinem Talent her, sehr privilegiert zu sein. Er muss nicht jedes Turnier mitnehmen, aber sich so auf das deutsche Publikum einzuschießen, finde ich dämlich. Besonders weil es am letzten Wochenende vergleichsweise harmlos war.

    Er sollte sich da mal ein Beispiel an van Veen nehmen. Der hat ohne große Theatralik Martin Schindler rausgenommen und trotz des Publikums das Spiel gezogen.

    Vier Teilnehmer über den HNQ ausspielen zu lassen, ist einfach zu viel. Am Ende ist das nur Kanonenfutter für die Pro Tour Qualifikanten, wenn wir nicht gerade in Deutschland oder den Niederlanden sind.

    Zwei Qualifikanten sind vollkommen ausreichend. Die beiden anderen Teilnehmerplätze sollte man wieder an die Tour Card Holder des jeweiligen Landes geben. Damit gibt man den Fans vor Ort zumindest eine realistische Chance auf ein Weiterkommen eines Lokalmatadoren.

    Die Abwertung der Pro Tour Rangliste kann durchaus zu einer Abwertung der ETs führen.

    Eine entspannte Qualifikation für Tour Card Besitzer macht eine Absage natürlich viel einfacher. Wenn man keine Angst davor haben muss, schon freitags antreten zu müssen, weil man aus den Top 16 der Pro Tour gerutscht ist oder wie vor zwei Jahren dann sogar noch in den Qualifier musste, dann reicht es ja vollkommen aus nur in etwa die Hälfte der Turniere zu spielen.

    Da will man von Seiten der PDC die Turniere zu kleinen „Majors“ machen, erweckt mit den teils sehr kurzfristigen Absagen auch Unmut.

    Man bucht das Ticket für Graz noch im 2024, erhofft sich einen großen Teil der Stars zu sehen und jetzt sagt die Hälfte der Top 16 ab.

    Sofern die vier weiteren Absagen aus den Reihen der gesetzten Spielern kommen werden, rücken die folgenden Spieler in der Reihenfolge in die Setzliste nach:

    Joe Cullen

    Gian van Veen

    Daryl Gurney

    Ryan Joyce

    Es scheint also zumindest so, als ob Niko Springer weiteren schwierigen Losen aus dem Weg geht.

    Schlimmstenfalls könnte es ihn dann wohl mit Wessel Nijman oder Cameron Menzies treffen.

    Ich bin da eher der Meinung, dass Dimi den World Cup als Wiedereinstieg nutzen wird.

    Ein Turnier, dass er endlich nicht mehr mit Kim Huybrechts, sondern Mike de Decker spielen kann und das grundsätzlich ein entspannteres Format hat, würde sich dafür gut eignen.

    Halte ich zumindest sinnvoller, als wieder auf dem Floor oder der ET einzusteigen, wo er ja in der letzten Zeit die meisten Probleme hatte.

    Ich sehe so langsam bei Luke Littler die Probleme auf ihn zukommen, die sich bereits vor einem Jahr im Anschluss an die WM angedeutet haben.

    Man hat sich ja gefragt, ob das alles zu viel zu früh für ihn sein könnte.

    Sportlich gesehen hat er darauf eine eindeutige Antwort gegeben. Aber mental bin ich der Meinung, dass ihm längere Pausen durchaus nicht schaden könnten.

    Es würde ihm eigentlich locker ausreichen, nur die Majors und die Premier League mitzunehmen. European Championship und PC Finals einfach außen vor lassen. Mit den neuen Regeln für die Quali ist er eh für alles weitere qualifiziert.

    Wenn er sich jetzt schon in einen Darts Burnout spielt, hilft das niemanden weiter.

    Jeder der irgendwo auf einer Bühne steht hat sowohl eine Vorbildfunktion als auch eine Verantwortung. Die Spieler sind natürlich nicht für die Erziehung verantwortlich, es ist aber auch nicht ihr Job diese kaputt zu machen.

    Wenn er provoziert wird, darf er gerne darauf eingehen, sich auch gerne in einem gewissen Rahmen auf einen Streit einlassen. Er sollte die Situation aber nicht weiter zum eskalieren bringen.

    Wie man es richtiger macht, also wie man auf Pfiffe mit einer gewissen Wut aber angebracht reagiert, haben in letzter Zeit ja mehrere Spieler gezeigt.

    Der Dartsport hat es in den letzten Jahren sehr gut hinbekommen weg vom Schmuddel-Kneipensport zu einem ernsthaften Mental-Sport (vom Publikum einmal abgesehen). Ein Scott Williams muss da die Zeit nicht zurückdrehen.

    Vom Publikum einmal abgesehen?

    Man kann doch in der Betrachtung das Publikum doch nicht außen vor lassen.

    Eine Sportart mit knapp 75 Prozent Zuschauer im angetrunkenen und 25 Prozent im volltrunkenen Zustand? In denen regelmäßig Lieder angestimmt werden, die weit über den Mittelfinger hinausgehen? Da brauchen wir uns nicht über Vorbilder unterhalten. Und die wenigsten werden sich Scott Williams als Vorbild nehmen, dazu ist er schlicht und ergreifend einfach zu irrelevant.

    Meines Erachtens hat Williams als Profi auch eine Vorbildfunktion (gerade auch für Kinder und Jugendliche).

    Dann den Mittelfinger ins Publikum zu zeigen ist ein Problem.

    Das geht gar nicht.

    Ein Dartsspieler mit Vorbildfunktion? Da gehe ich auch nicht mit. Man sollte überhaupt von Sportlern nicht erwarten, ein Vorbild für Kinder zu sein. Für Erziehung und Werte sind andere Menschen verantwortlich. Und einen Mittelfinger haben die meisten Kinder doch schon im Kindergarten kennengelernt. Da braucht es keinen Scott Williams für.

    Wenn ich aus dem Publikum provoziert werde, reagiere ich auch darauf. Ob es nun der Mittelfinger sein muss, da kann man drüber debattieren.