Beiträge von DazGuile

    Leute, jetzt ist aber echt mal gut. Man muss Littler nicht mögen und sein Verhalten erst recht nicht. Aber diese Diskussion ist unterm Strich ein echtes Luxusproblem. Diese Welt hat echt andere Sorgen.

    Wobei ein Darts Forum doch der richtige Ort für diese Diskussion ist. Die anderen Sorgen dieser Welt haben hier beispielsweise weniger was verloren und das ist auch gut so.

    Und da Luke Littler derjenige ist, der diese Diskussion ganz einfach beenden könnte, das jedoch offensichtlich nicht möchte und dafür weiter Zündstoff liefert, gibt es auch weiterhin eine gute Grundlage für diese Diskussion.

    Hier vielleicht nochmal eine weitere Lösung für die European Tour.

    1. Die European Championship wird um einen Tag verlängert und auf insgesamt 48 Teilnehmer erhöht.

    2. Die Top 16 der Main Order of Merit werden für das Turnier automatisch qualifiziert.

    3. Die restlichen 32 Teilnehmer ergeben sich aus der European Tour Order of Merit.

    4. Die Setzliste ergibt sich ausschließlich aus der European Tour Order of Merit. Die dortigen Top 16 erhalten in der 1. Runde ein Freilos. Rang 17 bis Rang 48 steigen in der 1. Runde ein.

    5. Die Turniere der European Tour kehren zum alten Modus zurück. Die Top 16 der Pro Tour sind für den Samstag gesetzt und die restlichen Teilnehmer müssen durch die Qualifikation.

    Somit müssten sich die Premier League Spieler keine Gedanken darüber machen, sich für die European Championship zu qualifizieren, werden aber in der Setzliste für das Turnier nicht bevorzugt.

    Weiterhin werden diejenigen belohnt, die sich im gesamten Jahr in die Top 16 der European Tour gespielt haben.

    Schlussendlich wird die Pro Tour wieder aufgewertet und der Zugang für die Tourcard Inhaber auf die European Tour wird wieder erleichtert. Bei 48 Teilnehmern der European Championship haben auch Qualifikanten mit zwei guten Runs eine Chance sich zu qualifizieren.

    Ich glaube, bei ihm liegt aktuell der Fokus eher auf der Premier League. Da scheint er sich wohl was auszurechnen und will sich seine Kräfte etwas einteilen.

    Vielleicht will er auch ein drittes Match in der ersten Runde gegen Adam Lipscombe vermeiden.

    Das Gute bzw. das Schöne am Darts ist doch aber auch, dass du nicht in einem Verein spielen musst.

    Du hängst dein Board an die Wand und spielst. Turniere kannst du auch online spielen. Daher halte ich dagegen, und denke, dass die Zahlen hier mit Tennis, etc. nicht vergleichbar sind, da du Tennis außerhalb eines Vereins kaum ausüben kannst.

    Wenn ich alleine meinen Freundeskreis nehme, haben dort inzwischen mehr als die Hälfte eine Dartsscheibe zu Hause hängen und spielen regelmäßig. Ob diese anekdotische Evidenz auf das gesamte Deutschland übertragen werden kann, sei mal dahingestellt, aber besonders im Vergleich zu anderen Ländern in Europa ist das bestimmt eine höhere Prozentzahl an Dartsspielern innerhalb der Bevölkerung, wenn man die Insel und die Niederlande ausklammert.

    Aber ich gebe dir Recht, es ist im Sinne des Breitensports noch sehr viel Potenzial vorhanden.

    Es wäre doch für Max Hopp ein gutes Beispiel, dort wieder zu stehen, wo er 2018/2019 mal gestanden ist?

    Sicherlich kann man die Beispiele miteinander nur bedingt vergleichen und da spielen noch ganz andere Faktoren hinein.

    Schlussendlich wollte ich damit sagen, dass ich aktuell keinem deutschen Spieler einen ähnlichen Sprung im Niveau zutraue und ich es schade finde, dass unsere drei nominell besten Spieler gleichzeitig in einer Formkrise stecken.

    Der Dartssport ist in Deutschland längst in der Breite angekommen, aber da kommt bei 15 Tourcard Inhabern doch irgendwann die Erwartung auf, mehr als nur einen Spieler in den Top 32 zu haben.

    Das ist auch kein Vorwurf an die Spieler persönlich. Ich geh stark davon aus, dass jeder von Ihnen gerne in den Top 16 landen würde.

    Aber je weiter der Sport in den Fokus rückt und desto mehr deutsche Spieler dabei sind, desto höher steigen die Erwartungen der Fans.

    Ich möchte vielleicht einmal den Vergleich mit den Niederländern wagen.

    In den letzten Jahren sind dort mehrere Spieler, die eher zum Mittelmaß der Tour gezählt haben, den nächsten Schritt gegangen und zählen derzeit zu den erweiterten Top 20, wenn man das aktuelle Niveau nimmt.

    Hierzu würde ich Jermaine Wattimena, Niels Zonneveld und Kevin Doets nennen wollen, wobei der erstgenannte Wattimena diese Entwicklung bereits vollständig durchlaufen hat und inzwischen schon zum World Matchplay die Top 16 erreicht hat.

    Weiterhin haben auch die beiden größten Talente Wessel Nijman und Gian van Veen den Schritt in die absolute Weltspitze geschafft. Während der eine auf der Pro Tour alles in Grund und Boden wirft, ist der andere Vizeweltmeister geworden.

    Während wir in Deutsche zwar immer mehr Spieler auf die Tour bekommen, ist dort aber derzeit nicht ersichtlich, dass einer einen Schritt wie Wattimena, Doets oder Zonneveld nach vorne machen wird.

    Ganz im Gegenteil, der Spieler, der bisher in ähnlichen Sphären unterwegs war (Florian Hempel), ist inzwischen von der Tour geflogen. Lukas Wenig fehlt die Konstanz auf hohem Niveau und hätte ohne die Sternstunde beim Grand Slam auch die Tourcard verloren.

    Ricardo Petreczko und Gabriel Clemens werden sich irgendwo zwischen den Plätzen 40 und 50 einpendeln, da sieht es erstmal danach aus, als ob der Zenit überschritten ist.

    Niko Springer und Martin Schindler sind aktuell in einem Formtief, aus dem sie sich auf der Euro Tour herauskämpfen müssen und glücklicherweise auch dürfen.

    Aber dahinter kommt qualitativ nicht viel. Lediglich Max Hopp ist auf einem konstant aufsteigenden Ast, der ihm hoffentlich am Ende des Jahres zum Verbleib auf der Tour reichen wird.

    Ich würde mir einfach wünschen, dass wir mehr auf den Pfad der Niederlande wandeln können und uns weniger auf dem der Belgier bewegen.

    Es würde vermutlich weniger daraus gemacht werden, wenn es das erste Mal gewesen wäre, dass er sich daneben benommen hat.

    Es wäre vermutlich weniger daraus gemacht worden, wenn es nicht absolut heuchlerisch gewesen wäre, dass ausgerechnet die Person das Publikum im spielentscheidenden Moment gegen seinen Gegner aufstacheln wollte, der aufgrund des Publikums keine Euro Tours mehr in Deutschland spielt.

    Es wäre vermutlich weniger daraus gemacht worden, wenn er nicht auf Instagram noch einen drauf gelegt hätte.

    So wird absolut zurecht die ganze Sache mal ins Brennglas gelegt und Littler muss damit leben, dass Fans nicht nur Wert auf sein Spiel, sondern auch auf sein Verhalten legen. Er ist inzwischen seit drei Jahren auf der Tour dabei und sollte wissen, wie der Hase läuft.

    In meinen Augen hat van Veen komplett übertrieben reagiert. Littler hat ihn ja nicht während eines Wurfs auf Doppel rausgebracht. So wie Cross mal gegen MvG vor ner Zeit.

    Persönliche Einschätzung die nicht stimmen muss, aber wenn Littler nicht die Nummer 1 wäre und gleiches Verhalten an den Tag legen würde, wären die Aufschreie nur halb so laut.

    https://x.com/connoronthisapp/status/2039829932017103014

    Das, was auf den TV Kameras nicht zu sehen war, ist da schon eindeutig. Van Veen dreht sich ja erst so richtig um, als er mitbekommen hat, dass Littler das Publikum nach seinem Fehler auf der D15 ein bisschen feiert und im Anschluss das Publikum aufheizt.

    Wenn Littler weiter so ein Kotzbrocken ist, wird er bald von paar mehr Leuten den Spitznamen „The Puke“ abbekommen. Seine Leistungen im Darts sind häufig von einem anderen Stern und immer wieder auf einem unfassbaren Niveau, was man sich sehr gerne anschaut. Aber solche Aussetzer kann man irgendwann nicht mehr aufs Alter schieben. Freunde macht er sich damit kaum und einen Großteil der Fans vergrault er mit der Zeit.

    Entgegen der Leistungen in den beiden vergangenen Tagen, glaube ich heute an drei Qualifikationen für die deutschen Spieler.

    Eine Doppelquali traue ich ehrlicherweise niemanden zu, aber bei Max Hopp sehe ich die überfällige Quali bei seiner aktuellen Leistung kommen und auch Gabriel Clemens wird sich heute mal belohnen. Dazu vielleicht noch eine Überraschung wie Kraft, Hofkens, Weber, Grüllich oder Gotthardt. Das wäre zumindest ein versöhnlicher Abschluss für die drei Tage.

    Wessel Nijman ist einfach der Inbegriff der Konstanz. Konstanz auf einem sehr hohen Niveau.

    Das ist meiner Meinung nach auch, was aktuell allen deutschen Spielern auf der Tour fehlt. Konstanz und hohes Niveau. Weder innerhalb eines Turniers noch über mehrere Turniere hinweg, wird ein konstant gutes Niveau gespielt. Da sind immer wieder Ausreißer nach unten drin und daher geht es auch nur in seltenen Ausnahmefällen über die Top 32 hinaus.

    Martin Schindler bewegt sich aktuell auf dem Pfad von Gabriel Clemens von vor zwei Jahren.

    Noch hat er das Glück, ganz weit oben in der Pro Tour zu stehen. Aber da muss er in den nächsten Wochen auf der Euro Tour liefern. Es sind schon andere Spieler mit größeren Namen aus den gesicherten Quali Plätzen gefallen. Aktuell reicht das Niveau nicht, sich da wieder reinzuspielen.

    Und da muss ich auch mal etwas deutlicher in die Kritik gehen. Aktuell gibt es keinen deutschen Spieler, der Top 32 Niveau spielt. Maximal gerade so.

    Wann war das letzte Euro Turnier ohne nennenswerte Absagen? Meine Aussage war klar so überspitzt gewählt. „Nach Premier League aussehen“, heißt nicht alle 8 Teilnehmer aus der Premier League.

    Die Euro Tour lebt meiner Meinung nach davon, dass auch mal Spieler wie Baetens, Springer, Zonneveld oder andere außerhalb der Top 32 ins Viertel- oder Halbfinale kommen.

    Vielleicht bist du mit der Formulierung „wie jedes x-beliebige Major Turnier“ eher zufrieden?

    Ich ertappe mich dabei, dass ich mich über jegliche Absagen der Top 16 freue, weil es einfach erfrischender wird, auch wieder neue und alte Gesichter zu sehen.

    Ob diese Chance so schnell wieder kommt für Niels ? Da überwiegt jetzt sicherlich die Enttäuschung nach einem erneut so grandiosen Turnier von ihm.

    Schade, hätte ihm diesen erstmaligen Finaleinzug echt gegönnt :(.

    Wenn er weiter so spielt, werden in diesem Jahr noch ein paar Chancen folgen. Ich sehe ihn aktuell spielerisch deutlich vor beispielsweise Martin Schindler, Mike de Decker, Damon Heta und anderen Spielern, die da aktuell in der Nähe oder auf den Setzpositionen stehen.

    Es ist eigentlich die einzig sinnvolle Entscheidung, wenn man die Order of Merit im Blick hat, den frühestmögliche HNQ mitzunehmen.

    Ein guter Run könnte reichen, um in der Pro Tour so weit nach vorne zu rutschen, um bei einem späteren Turnier automatisch qualifiziert zu sein.