Beiträge von Fish&Chips

    Wenn es bei nur 10,- pro Set bliebe, wäre das sicherlich für die meisten kein allzu großes Problem.
    Bei 20,- würde es dann schon spürbarer. Insbesondere bei den günstigeren Einsteiger-Sets.

    Harrows hatte die neuen Supergrip ja schon um 10,- angehoben, als der Tungsten-Preis noch nicht ganz so hoch war, wie jetzt. (Und der wird ja noch weiter steigen)

    Schau mer mal... :)

    Wie seht ihr die Preisentwicklung bei Tungsten (Wolfram) im Bezug auf unser Hobby?

    Anfang 2025 lag der Preis bei ca. 40 $/kg

    Mittlereile (März 2026) liegt er bei über 200 $/kg

    Die einhellige Meinung der Experten ist, dass der Preis noch weiter ansteigen wird.

    Das wirkt sich natürlich auf den Preis der Dartsets aus.

    Momentan merkt man davon noch nicht ganz so viel, weil die Lagerbestände noch gefüllt sind, aber zumindest Harrows hat ja schon an der Preisschraube gedreht.

    Andere dürften nachziehen und das u.U. deutlich.

    Wie groß, glaubt ihr, wird die Preissteigerung bei den Darts sein?

    Deckt ihr euch nun noch schnell mit neuen Sets ein?

    Wird Brass (Messing) evtl. wieder im Anfängerbereich mehr verbreitet sein?
    Oder denkt ihr, das ist alles nur Panikmache und der Markt beruhigt sich genauso schnell wieder?

    Ich ordne das mal (gemäß dem Threadtitel) unter "Kuriosität" ein:

    Ich habe festgestellt, dass die Farbe des Flights bei mir einen Unterschied macht. :huh:

    Bei ansonsten gleichen K-Flex-Flights, sind meine Gruppierung am besten, wenn ich die leuchtend roten nehme, welche die Boardbeleuchtung stark reflektieren.

    Klar kann man das als Placebo-Effekt oder Einbildung abtun, aber mein Blick wird von dem tollen Rot geradezu angezogen und das scheint meinem Fokus zu helfen.

    Was mich persönlich mehr interessieren würde:

    Spürt ihr den Unterschied von 1g beim Wurf?

    (Bei zwei ansonsten identischen Sets)

    Oder ab welchem Gewichtsunterschied merkt ihr da was signifikantes?

    Je besser man ist und je genauer man wirft um so eher wird man ja wohl den Unterschied sehen/spüren.

    Schau dir Phil Taylor an der war auch Kreuz dominant und hat es exakt so gemacht wie ich es beschrieben habe.

    Da hast du nicht alles gelesen, was ich geschrieben habe.

    Ja. Kreuzdominanz alleine wäre noch kein Grund neben dem Kopf zu werfen. Aber Phil Taylor konnte sein Gewicht und damit seinen Körper auf seinen rechten Fuß verlagern und somit die rechte Hand leichter vor das linke Auge bekommen. Das kann ich nicht.

    Neben dem Kopf zu werfen ist extrem unvorteilhaft

    Nein, nicht notwendigerweise. (Sonst wäre Michael Smith nicht Weltmeister geworden)

    Es kann sogar vorteilhaft sein für Leute die Probleme haben mit dem (wichtigen und notwendigen) externen Fokus, weil der Dart so nur in der Peripherie des Sichtfeldes erscheint.

    Ich habe mich über beides mit erfahrenen Trainern ausgetauscht.

    Den Wurf finden ist eine eigenartige Vorstellung du wirst nicht morgen Aufwachen und auf einmal läuft alles.

    Wer hat das behauptet?

    Halt den Dart vor dein dominantes Auge, schau durch den Dart und dein Arm/Handgelenk aufs Ziel und zieh den Arm voll durch (follow trough). Dieser Ablauf ist am allerwichtigsten 99% der Profis machen das. Wie locker man den Dart hält wie weit zurückziehen usw sollte man meiner Meinung komplett ignorieren.

    Dominantes Auge, Sichtlinie, follow trough und extrem aufs Ziel starren.

    Das mit dem Dart vor dem dominanten Auge geht z.B. bei mir gar nicht.

    Aufgrund von Fußproblemen muss ich komplett aufrecht stehen und bin zudem noch kreuzdominant. Da würde mein Unterarm extrem schräg stehen.

    Also ist Werfen neben dem Kopf angesagt und den Dart habe ich nur im peripheren Blickfeld. Geht aber auch.

    Wenn man den grundlegenden Ablauf einmal raus hat...

    Ja.Wenn.

    Aber bis dahin muss man halt schon mal das eine oder andere ausprobieren bis man seinen eigenen, individuellen Wurf gefunden hat.

    Ich bin zwar noch ein eher schlechter Spieler, aber ich antworte trotzdem mal:

    (Falls es unerwünscht ist, einfach ignorieren ;))

    1) griffstärke: Welchen druck fühlt ihr in etwa auf einer Skala von 1 (minimaler Druck so dass der dart fast rausrutscht) und 10 (richtig fest zusammendrücken)?

    eher gering (3-4), deshalb brauche ich auch Darts mit ausreichendem Grip

    2) verlauf des griffdrucks: fühlt ihr einen gleichmäßigen Druck vom Zielen über zurückziehen und release oder ändert sich das?

    Gleichmäßig

    3) bei welchen fingern fühlt ihr den hauptdruck?

    Daumen und Zeigefinger. Etwas weniger der Mittelfinger.

    1) Tempo des zurückziehens: eher langsam und geführt oder eher "ballistisch", also die Hand quasi "zurückfliegen" lassen?

    Langsam und kontrolliert. Deutlich langsamer als beim Throw

    Kleine Pause am umkehrpunkt oder eher dynamisch von zurückziehen zum Wurf Übergang?

    Keine Pause, fließende Umkehr

    2) Wurf tempo: eher fest und direkt oder locker und gefühlvoll im leichten Bogen ?

    Ich brauche etwas "Schmackes", sonst wird die Streuung zu groß

    3) beschleunigungsverlauf: eher gleichmäßig geführt oder dynamische Beschleunigung zum Release hin?

    Schwer zu sagen. In-between

    4) wo ist euer gefühlsfokus beim Wurf? (...)

    ...externer Fokus auf den Kontakt des darts mit den fingern und das bewegen des darts auf das Ziel hin?

    Das ist m.E. kein externer Fokus, sondern auch ein interner.

    Ich versuche ihn mittlerweile rein auf dem Board zu halten, also extern, was mir aber noch nicht immer gelingt

    5) fühlt ihr die "teilbewegungen" des wurfs, also erst unterarm und arm ende beim Release den "snap" im Handgelenk, oder fühlt ihr eine flüssige Bewegung als eine Einheit?

    Flüssig

    Interessant, dass du keine Frage zum Follow-Through gestellt hast.

    Der macht bei mir viel aus.

    Generell kann ich sagen:

    Seit ich aufgehört habe meinen Wurf zu beobachten und zu "zeranalysieren" und ihm einfach vertraue, läuft es besser.

    Ich kann mich nun auf Fokus, Rhythmus und Reproduzierbarkeit konzentrieren.

    Die Krux war, dass ich hier das Barrell gedreht habe und die Gewichtsverteilung des Darts somit sehr hecklastig ist.
    (...)

    Aus Testzwecken hab ich das Barrell wieder auf seinen Ursprung gedreht...

    (...)

    Und siehe da - die Darts fliegen wesentlich ruhiger und die ständigen Bouncer sind erstmal ade. Auch der Steckwinkel hat sich zum positiven entwickelt.

    Du bist also mit dem Auto die ganze Zeit rückwärts gefahren und stellst jetzt fest, dass es vorwärts viel besser ist. ^^:S

    Wenn man mal erkannt hat woran es liegt, kann man es auch akzeptieren.

    Mein Oberarm senkt sich beim Backswing ab. (10°-15°)

    Warum macht er das? Weil er in der Ausgangsposition zu hoch ist. (Wenn ich ihn prinzipiell tiefer halte, ist das weg, aber auch die Treffsicherheit)

    Warum halte ich ihn so hoch? Weil ich den Dart in dieser Höhe als visuellen Marker im peripheren Sichtfeld brauche.

    Warum so hoch? Weil ich aufgrund von Problemen mit den rechten Fuß, komplett aufrecht stehen muss und das Gewicht nicht nach vorne verlagern kann.

    Der Swing des Oberarms kommt also von meinem Fuß. ^^

    Sowas wird natürlich von der "Techniklehre" nicht abgedeckt. Ich kenne niemanden der so seltsam steht wie ich.

    Aber es ist ein gutes Beispiel für das was man "Funktionale Individualität" nennt.

    Es ist nach Lehrbuchmeinung technisch "unsauber", geht aber (für mich) nicht anders und funktioniert (weitgehend)

    Und mein System fällt auch immer wieder in diesen Modus zurück, weil er der natürliche für mich ist.

    Update:

    Ich habe inzwischen festgestellt, dass es mir einfach nicht möglich ist, dauerhaft den Oberarm stabil zu halten.

    Es schleicht sich immer wieder und wieder die Ab-Auf-Bewegung ein. Beim Backswing geht er runter (max. 15°) und beim Wurf dann wieder nach oben.

    Dauerhaft kriege ich das einfach nicht raus. (Ich habe es ja inzwischen lange genug versucht)

    Es ist auch so, dass mein Wurf mit diesem leichten "Swing" (Es ist kein aktiver Push, die Schulter bleibt fix) merklich besser werfe. Ich komme dann viel eher in einen Rhythmus. Offenbar ist mein Wurf tatsächlich am solidesten, wenn er diesbezüglich etwas unsauber ist. ;)

    Ich werde die Beobachtung dieses Aspektes nun ganz einstellen und meinem Wurf dahingehend einfach vertrauen. Da arbeite ich lieber an Fokus, Follow-Through und Rhythmus.

    Ich habe ja nicht mehr vor im AllyPally zu spielen. Für meine Zwecke langt es. :)

    Mein Average und meine Doppelquote (10%) sind als Anfänger noch ziemlich schlecht.

    Eben aber 163 auf schräge Weise mit 6 Darts ausgemacht.

    Auf die 20 geworfen und tatsächlich ne 100 (Habe ich auch eher selten)

    Bei 63 dann unvorsichtigerweise einfach weiter da oben geblieben.

    T20. Oh. 3 Rest. Aber tatsächlich dann mit S1 und D1 mit zwei Darts ausgemacht.

    Für einen Profi nichts besonderes, aber für meine Verhältnisse war die 100 und dann 63 unüblich über T20, S1, D1 sofort auszumachen hübsch. :)

    Da du wahrscheinlich deinen Lebensunterhalt nicht mit Darts bestreitest, sondern es nur ein Hobby ist, würde ich es einfach mal eine (längere) Zeit lang sein lassen und andere Dinge tun. Ein Hobby zu dem man sich zwingen muss, macht m.E. keinen Sinn.

    Vielleicht einfach zu lange Zeit zu viel gespielt und geschaut? Bei Dauerbeschäftigung mit ein und der selben Sache hat man es irgendwann satt.

    Ging mir mit Schach so. Das habe ich sehr intensiv betrieben, aber irgendwann war da die Luft raus und ich konnte mich nicht mehr motivieren.

    Ich habe dann drei Jahre gar kein Schach mehr gespielt und irgendwann habe ich dann von ganz alleine wieder Lust darauf bekommen.

    Manchmal treten halt Dinge, die einem lange sehr wichtig waren in die zweite Reihe zurück.