Beiträge von Jürgen173

    Ich möchte mal zum Ausgangspunkt des Beitrages zurückkommen, indem – wenn ich es richtig verstandenhabe – vielen Dartsportlern eine „Andersfeindlichkeit“unterstellt wird, die sich insbesondere in Frauenfeindlichkeit bzw.Sexismus, Homophobie und Ausländerfeindlichkeit äußert.

    Das kann man so sehen, wenn man jeden Spruch auf die Goldwaage legt und alles so hindreht, dass die eigenen Vorurteile bestätigt werden.

    Beim Thema Frauenfeindlichkeit ist mir, seit seit 25 Jahren Dart spielt, etwa neu, dass die 26 bundesweit als Schlampe bezeichnet wird. Fakt ist für mich, dass viele Frauen Dart
    spielen, ohne dass es mit den Männern grundsätzlich Probleme gibt. Dass viele Männer ungern gegen Frauen spielen, weil es besonders peinlich ist, gegen eine Frau zu verlieren und gerade diese Angst dazu führt, dass man dann erst recht verkrampft und schlecht spielt, mag sein, ist aber sicher kein Problem von Frauenfeindlichkeit. Man mag sich auch mal die Namen von Frauen-Dartmannschaften ansehen, wie etwa „Die Thekenschlampen“. Ansichtssache ist etwa auch, ob es richtig ist, eigene Frauenturniere auszutragen, denn darin lässt
    sich bei der nötigen Böswilligkeit auch eine Ausgrenzung von dartspielenden Frauen sehen.

    Ich habe selber mehrere Jahre in einer Kneipe mit einem schwulen Wirt Dart gespielt. Ich achte nicht auf die Farbe der Dartpfeile meiner Gegner. Aber wenn ein Spieler mit lila
    Flights wirft, sollte er sich über dumme Bemerkungen nicht wundern. Jedenfalls bestreite ich, dass es eine ausgeprägte Schwulenfeindlichkeit unter Dartspielern gibt. Blöde Bemerkungen über Schwule gibt es natürlich auch beim Dart, aber gerade die schwulen Dartspieler, die ich kenne, stehen darüber. Aufregen tun sich wohl eher die nichtsnutzigen Schwulenfunktionäre bzw. Schwulenbeauftragten, aber nicht die Betroffenen.

    Was Ausländer angeht, so spielen in meiner Mannschaft Türken und Araber, die Alkohol trinken und noch nie eine Moschee von innen gesehen haben. Überspitzt formuliert sind
    das die integrierten Ausländer, mit denen Dartspieler keine Probleme haben. Dass Asylanten und radikale Moslem von vielen Dartspielern – darunter auch solchen mit Migrationshintergrund – abgelehnt werden, mag sein, muss aber ja nicht unbedingt negativ gesehen werden.


    Alles in allem meine ich, dass es im Dart keine nennenswerte Andersfeindlichkeit (das Wort kennt übrigens mein Duden nicht) gibt. Deshalb gibt es auch kein systemisches
    Problem, das beseitigt werden müsste.


    :award:

    Man kann die politische Korrekheit auch überteiben. Ich werde nicht anfangen, beim Dart jedes wort auf die Goldwaage zu legen. Vieles ist auch Ansichtssache. Wenn ertwa Gordon Shamway meint, dass man Frauen keine Startplätze bei der WM schenken sollte, sondern diese sich über die üblichen Turniere qualifizieren sollten, hat dies nichts mit Frauenfeindlichkeit zu tun. Wenn ich gegen eine Frau verliere, muss ich halt das Echo - das im Übrigen auch von Frauen kommt - ertragen. Und wenn einer wie ein Schwuler wirft, dann ist das halt so. Man kann halt auch Probleme sehen, wo keine sind.

    Stein ist aber auch mega sympathisch, hätte es ihm auch gegönnt.

    Ich fand alle sympathisch. Aufgrund der sportlichen Leistung finde ich es in Ordnung, dass Sascha sich nicht qualifiziert hat. Meines Erachtens redet er seine Leistung schön. Wer schlecht spielt und dann durch Doppelpech des Gegners und durch eigenes Glück am Doppel trotz sehr bescheidenem Average gewinnt, der sollte dies nicht mit "Ich war im entscheidenden Moment da" beschönigen. Auf Dauer gewinnt man so nicht, wie sich bei Sache insbesondre am letzten Samstag gezeigt hat.