Beiträge von The Master of Darts

    Natürlich ist das Theorie. Es müsste ein totales umdenken stattfinden. Ich meinte das eher so (ich nehme mich als Beispiel): Ich werde meine Kinder nicht taufen lassen und auf eine humanistische und säkulare Schule schicken. Desweiteren werde ich mit ihnen nicht über Politik reden, bis sie sich selber eine Meinung gebildet haben. Neutraler kann man sie doch nicht erziehen, trotzdem sorge ich für sie. Ich meinte das nicht so, dass man die Kinder in eine Kiste sperrt und abwartet.

    Ich erachte meine Moral nicht für die beste. Ich weiß nicht ob das jetzt zu tief ins Fach geht, aber ich lebe nach den Grundwerten des evolutionären Humanismus. Humanismus heißt Menschlichkeit. Ich lebe nach den Grundsätzen der Menschlichkeit und ich denke, dass diese auch die besten für den Menschen sind.

    Die deutschen Frauen (und auch andere westliche Frauen) die in andere Kulturkreise einheiraten sind nicht wegen der Kulturkreise glücklich, sondern sie sind glücklich weil sie ihre Liebe heiraten dürfen. Die Liebe ist so stark, dass die eigenen Rechte auch mal zurück treten müssen. Andererseits muss man auch Zweifel anmelden dürfen, ob die Frauen nicht einfach nur sagen das es ihnen gut geht, weil sie es müssen. Es ist kein Vorurteil, dass insbesondere islamische Familien sehr patriarchalische geprägt sind.

    Ich urteile nicht über andere Menschen. Ich bin der Meinung, dass die Natur des Menschen in diesen Ländern unterdrückt wird. Es ist einfach nicht natürlich Homosexuelle vor eine Mauer zu stellen damit ein Panzer sie zum Einsturz bringt und der "Sünder" darunter begraben wird (eine besonders krative Art der Todesstrafe). Das ganze Verhalten dieser Kulturkreise basiert auf religiöse Indoktrination.

    Ich beziehe mich auf oms.

    Das ist ein guter Beitrag und ich respektiere deine Ansichten. So ganz Teilen kann ich sie aber nicht.
    Wie ich im vorigen Beitrag geschrieben habe sind viele Anthropologen und Biologen der Meinung, dass es eine angeboren Grundethik bzw. Grundmoral ist.
    Wir gehören nun mal alle derselben Rasse an, ob wir nun Araber sind oder Deutsche oder Afrikaner ist egal, wir alle haben (meiner Ansicht nach !) dieselbe Grundmoral und Grundethik. Und diese ist meiner Meinung nach auch die Beste, das weiß ich, weil sie am wenigsten Leid verursacht. Religionen verursachen Leid (Kreuzzüge, Hexenverbrennung, Israel-Konflikt, ganz aktuell Mali, die Liste könnte noch ein paar Seiten weiter gehen). Ja sogar die "Intellektuellen-Religion", der Buddhismus, hat Schattenseiten. Und für mich kann Leid nie der richtige Weg sein und ich denke da werden alle Menschen mit klarem Verstand zustimmen.

    Das mit der Frage nach der Vollstreckung eines Todesurteils tut mir leid, da habe ich dich völlig falsch interpretiert.
    Ich bin kein Philosoph und deswegen kann ich dir natürlich auch nicht beantworten, was es heißt ein Mensch zu sein etc.
    Mit den Ersatzreligionen hast du natürlich absolut Recht. Dieses Problem versuchen kluge Atheisten und Philosophen schon seit Jahrhunderten zu lösen.
    Ich weiß, dass meine Vorstellungen utopisch sind. Sie werden nie komplett in Erfüllung gehen. Doch nach einer Utopie zu streben kann Verbesserungen bringen.

    Falls sich jetzt hier einige fragen was denn jetzt diese ominöse Grundethik und Grundmoral ist: Das haben Philosophen schon erläutert bevor es irgendeine (angeblich) heilige Schrift gab. Befragt euch doch mal selber, kein Mensch braucht dazu Religion.
    -Füge keinem Menschen Leid zu
    -Die Freiheit der Person endet erst da, wo die Freiheit des anderen beschnitten wird
    -Was du nicht willst was man dir tut, füge auch keinen anderen zu
    usw.
    -Lass andere Menschen ihre Sexualität so ausüben wie sie es wollen, das ist Privatsache
    Es gibt sogar die Humanistischen zehn Gebote.

    Das kommt aus keiner Religion, sondern aus dem Menschen selbst. Wenn es diese "menschlichen Grundwerte" nicht gäbe, würden wir nicht existieren. Den Menschen gibt es etwa 100000 Jahre, wir leben nur knapp 2000 Jahre mit Religionen. Wie sind wir nur die 98000 Jahre ohne Religion ausgekommen? Warum haben wir uns ohne Religion nicht einfach gegenseitig den Schädel eingeschlagen, bis es keine mehr von uns gibt?

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    Moral ist alles, aber nicht überall gleich. Je nach äußeren Einflüssen hat hier jeder seine ganz eigenen Moralvorstellungen. Wenn Du das negierst braucht man über den ganzen anderen Rest nicht reden.

    Um mit jemand anderem zu diskutieren muss man erst mal akzeptieren das der eine andere Meinung hat - und die nicht per Definition falsch ist, nur weil sie eben anders ist.

    Ich respektier doch deine Meinung. Natürlich ist die Moral nicht überall gleich, denn sie wird überall anders beeinflusst.

    Ich glaube ganz persönlich (und das sehen viele Anthropologen auch so), dass es eine universelle Ethik und Moral gibt. Wenn ein Kind völlig neutral aufwächst, ohne religiöse oder politische Indoktrination, hat es trotzdem eine Ethik bzw. Moral. Es wird nicht plötzlich anfangen Leute umzubringen nur weil ihm das keiner verbietet. Edit: Übrigens würde das Gegenteil eintreten, es hätte wesentlich weniger Gründe anderen Menschen schade zuzufügen. Man denke da nur an den Hass auf andere Religionen. Es gäbe keinen Grund zum Fanatismus, was wäre das für eine Welt :rolleyes:
    Viele bekannte Biologen (darunter Richard Dawkins) führen die Ethik und Moral sogar auf die Evolution zurück.
    Deswegen glaube ich, dass es sich lohnt dafür zu kämpfen (natürlich nur im übertragenen Sinne) diese "angeborenen" Werte endlich wieder zu entfalten, überall auf der Welt.

    Ich bin Atheist und bin in einer liberal-katholischen Familie aufgewachsen. Mir hat keiner die Werte eingeprügelt und trotzdem weiß ich was sich gehört.


    Diese Frage hat mit dem, was ich sagte nichts zu tun. Mir gehts darum, dass "der zivilisierte Europäer" seine Überzeugungen als überlegen erachtet und dem Rest der Welt seine Ansicht "aufzwingt" (sehr interessant, wie das auch in der arabischen Welt ankommt, schau Dir da für eine grobe Orientierung nur den "Orientalismus" Artikel auf Wikipedia an; Saids Werke kann ich da nur wirklich empfehlen). Ich kann meine (rethorische) Frage nur wiederholen: wer sind wir, dass wir uns ein Urteil über die Prinzipien anderer Kulturen anmaßen?
    Aber, um Deine Frage zu beantworten: Nein, aber ich hätte überhaupt kein Problem, in Saudi-Arabien zu leben. Ich bin nämlich tatsächlich der Meinung, dass "die" einiges schon ganz richtig machen und wir auch von "denen" lernen können. Natürlich ist es für einen im Westen aufgewachsenen Menschen hart, das erste Mal eine Enthauptung am Stadtplatz live mit zu erleben. Aber egal, welcher Meinung ich persönlich bin (nebenbei: das Recht, meine Meinung äußern zu dürfen bedeutet auch, dass ich mich vor unwillkommenen Meinungen schützen darf): ich habe die Gesetze und Regeln der Gesellschaft, in der ich mich bewege zu respektieren und habe nicht das Recht, die Menschen wegen Ihrer Einstellungen oder ihrer Kultur zu verurteilen. Und auch in Saudi-Arabien kann ich äußern, dass ich ein Gegner der Todesstrafe bin. Das ändert aber nichts daran, dass weite Teile der Gesellschaft das befürworten.
    Selbstverständlich gelte ich in Saudi-Arabien als "Ungläubiger". Allerdings hat noch kein Saudi versucht, mich zu bekehren. Dass Europäer aber versuchen, Saudis zu bekehren, habe ich selbst schon erlebt.
    Edit: Tornado: Ich glaube, dass da doch ein entscheidender Unterschied ist. Der Islam kann -streng genommen- zwischen Religion und Staat gar nicht trennen, weil die Religionsgemeinschaft den Staat konstituiert

    Würdest du denn auch ein Freiwilliger sein, der bei einer Steinigung das Urteil mit vollstreckt? Das ist echt ne tolle fröhliche Angelegenheit. Da wird einer (z.B weil er fremdegegangen ist) eingebuddelt das nur noch der Kopf raushängt. Dann stellen sich Freiwillige um ihn herum und werfen solange mit Steinen auf seinen Kopf bis er völlig zermatscht ist. Echt ne tolle Kultur die du da verteidigst.
    Was sollen wir denn von den Saudis lernen? Das Frauen kein Auto fahren dürfen.

    Die Ethik und Moral der Menschen ist überall gleich! Diese Länder mißachten die Grundregeln unserer Natur. Der Grund dafür ist Jahrhundertelange religiöse Indoktrination. Das hat sich keiner mal aus Spaß ausgedacht, weil es zur Menschlichkeit gehört, dass Leute umgebracht werden wenn sie Homosexuell sind. Das kommt alles aus der Scharia.
    Das Christentum war genauso barbarisch, ich darf nur an Hexenverbrennungen erinnern. Desto säkularisierter die westliche Welt wurde, desto menschlicher wurden ihre Moralvorstellung.

    Es geht nicht um Moralimperialismus, es geht nicht um westliche Werte, sondern um menschliche Werte. Und diese menschlichen Werte darf man auch für die arabische Welt einfordern.

    Ich möchte einfach nicht auf einer Welt leben, in der noch Menschen wegen geringster Rechts-oder Moralverletzung gehängt, zerhackt, gevierteilt und verbrannt werden. Wir leben hier auf einer Welt, wir sind alle Menschen; zu dieser Denkweise müssen wir kommen.

    Auf irgendwelchen unbewohnten Inseln sollten in letzter Zeit vermutlich keine Menschenrechtsverletzungen passiert sein.


    Ich finde es immer wieder putzig, wenn die Demokratie und christliche Werte als Optimum angesehen werden.
    Muslime die so ihre Werte vertreten, werde in Europa als Haßprediger genannt.

    Die einzige Möglichkeit diese Mißstände zu ändern, ist eine weltweite Angleichung der Gesetzte gemäß UN-Menschenrechtskommission.
    Religion hat in der Politik auch nichts zu suchen.

    und nun schlagt mich

    Absolute Zustimmung. Ich bin Atheist, also weiß ich auch das unsere demokratischen und ethischen Grundsätze von den alten Philosophen stammen. Die derzeitigen Menschenrechte wurden in der Aufklärung gegen die Kirchen erkämpft.
    Besonders die christliche Kirche behauptet einfach sie hätte die Menschenrechte erfunden.

    Muslime die uns ihre Werte aufzwingen wollen werden Hassprediger genannt, keiner hat was gegen Muslime die ihren Glauben privat ausüben!

    Also ich antworte mal chronologisch auf deine Beiträge.

    1.Beitrag:

    Natürlich wirst du in der Regierung der USA kein Schwein finden der sagt, dass Guanntanamo gegen Menschenrechte verstößt. Die Republikaner, die in der Opposition sind, wollen das Ding natürlich behalten. Die sind ja Hartliner wo sie nur können. Deswegen bin ich kein Freund des 2-Parteien-Systems. Das wär ja ein Schuss ins eigene Bein und deswegen klagt auch keiner vor dem Surpreme Court. Aber frag mal die Bevölkerung, die schämt sich nämlich in großen Teilen für Guantanamo. Man sollte jetzt nicht in Texas fragen wo die meisten die Republikaner wählen. Obama hat am meisten bei den Umfragewerten verloren, als er gesagt hat das Guantanamo offen bleibt. Die UN verurteilt Guantanamo aufs schärfste. Jetzt dürfen wir aber nich vergessen, dass die USA das mächtigste Land der Welt ist und keiner sich es mit denen verscherzen will. Da mischt man sich nicht gerne in die Innenpolitik ein und nimmt Guantanamo lieber zähneknirschend hin. Außerdem will ja auch nach einer Schließung kein westliches Land Häftlinge aufnehmen, auch Deutschland weigert sich ja. Das ist natürlich feige aber weit davon entfernt, dass sich wegen Guntanamo alle auf die Schulter klopfen. Es wird von allen als das verurteilt was es ist: Ein Schandfleck in der, ja ach so kultivierten, westlichen Welt.
    Wo habe ich die Todesstrafe verteidigt? Ich bin ein absoluter Feind der Todesstrafe. Hier wird natürlich eindeutig ein Menschenrecht gebrochen, aber die Leute die die Todesstrafe gut finden tun das ja (aus ihrer Sicht!) mit guten Absichten. Sie denken sie würden Menschen abschrecken Straftaten zu begehen. Ich finde, so pervers es ist, dass man ihnen das zugute halten muss.
    Aus moralischer und ethischer Sicht ist es für mich natürlich auch ein Verbrechen wenn man einen Mehrfachmörder vergaßt, oder auf den Stuhl setzt. Für mich macht es dennoch einen Unterschied ob man in der Todeszelle sitzt weil man 30 Frauen erwürgt hat, oder ob man in der Todeszelle sitzt nur weil man seinen Glauben abgelegt hat (darauf steht nämlich in nicht wenigen arabischen Ländern die Todesstrafe). Das Erste ist ein skandal, das Zweite so pervers, das ich dafür keinen Ausdruck finde.
    Das "es wird strafrechtlich verfolgt" bezog sich nicht auf Guantanamo oder die Todesstrafe sondern auf Menschenrechtsbrüche in der westlichen Welt im Allgemeinen.

    2.Beitrag:

    Erstmal arbeite ich deinen Katalog ab.

    1. Also zuallerst mal, ich hab Russland von Anfang an auch als einer dieser Staaten gesehen, die ich die ganze Zeit meine. Man siehe der Edit in Beitrag 23. Also Russland ist für mich einer dieser Schurkenstaaten.
    2. Dass Deutschland Waffen liefert ist eine riesen Schweinerei. Unsere Politiker stilisieren sich als Pazifisten (z.B jetzt in der Sache mit Mali) und verkaufen hintenrum Waffen in mehr als zweifelhafte Länder. Zum Beispiel Panzer nach Saudi-Arabien.
    Oft werden mit diesen Waffen dann demokratische Aufstände niedergeschlagen. Keine Frage, das ist ein Skandal und das kotz mich an und ich demonstriere bei jeder Gelegenheit dagegen. Aber (!) gegen welches Menschenrecht wird da konkret verstoßen? Ich will das nicht runterspielen, wie ich ja schon vorher erläutert habe, aber Menschenrechte werden hier nicht verletzt. Sie beziehen sich immer auf Menschen. Es gibt kein Menschenrecht das Waffenhandel verbietet (ich habe mich gerade extra durch die UN-Charta gewälzt). Die Bundesregierung könnte das doch sonst gar nicht durchziehen, die Opposition wär schon längst vor dem Bundesverfassungsgericht, wenn das so eindeutig wär.
    3. Die Flüchtlingspolitik der EU ist sicher streitbar, aber auch hier muss man immer zwei Seiten sehen. Wenn wir jetzt einfach sagen "kommt mal alle her" dann meckern auch alle. Es ist schwierig da ein Maß zu finden, dass für alle Fair ist. Übrigens lehnt dich kein Europäisches Land ab wenn du eindeutig belegen kannst, dass du politisch oder ethnisch verfolgt wirst. Ich finde man sollte noch die wegen ihrer Sexualität verfolgten mit in den Katalog aufnehmen, aber das ist ein anderes Thema.
    Außerdem werden hier auch keine Flüchtlinge im großen Stil (es gibt immer tragische Einzelfälle) gefoltert. Sie bekommen ein Heim, etwas zu Essen und wenn sie bei dem Asylantrag gelogen haben müssen sie leider wieder gehen. Wo wird da ein Menschenrecht verletzt? Die Staaten üben nur ihre Souveränität aus.
    4. Frontex ist sicher keine tolle Truppe. Warum klagt keiner vor dem Europäischen Gerichtshof? Das hab ich ja gerne, Leute in der westlichen Welt beschweren sich, dass ihre Menschenrechte verletzt werden, vergessen dabei aber ihre eigenen Rechte. Wenn einem was nicht passt geht man zum Verfassungsgericht. Diese Möglichkeiten haben Menschen im arabischen Raum nicht. Es gibt eine Gewaltenteilung. Meckern, aber zu feige sein um die Konsequenzen zu ziehen. Es müsste mir nur einmal hier in Deutschland etwas passieren und ich säß sofort in Karlsruhe. Wir können nicht über etwas meckern, was man auch gerichtlich verbieten könnte, sich aber einfach keiner traut was dagegen zu machen.
    5. Die Kinder- und Jugendarmut verstößt definitiv gegen die Menschenrechte, absolut richtig. Machen die Spanier das absichtlich? Nein! Es ist nicht das Ziel der Spanischen Regierung Kinder in die Armut zu stürzen. Natürlich ist sie Schuld, wegen ihrer völlig fehlgeleiteten Politik und sie muss auch zur Rechenschaft gezogen werden. Es war aber Fahrlässigkeit und nicht die eiskalte absichtliche Verletzung der Menschenrechte, wie sie im arabischen Raum an der Tagesordnung ist.
    6. Rüstungspolitik mehr oder weniger der gesamten EU: siehe 2
    7. Warum jetzt Wirtschaftspolitik gegen Menschenrecht verstößt verstehe ich überhaupt nicht. Natürlich betrifft diese Wirtschaftspolitik manche Menschen negativ, aber Menschenrechte werden verletzt? Ich glaube, dass hier immernoch Menschenrechte und andere Rechte durcheinander geworfen werden.
    8. Natürlich stelle auch ich unsere "demokratischen Länder" stetig auf die Probe. Das sollten wir alle tun.

    Ich habe nie und in keinster Weise behauptet, dass hier alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.

    Mit diesen Erkenntnissen komme ich zu folgendem Schluss: Man kann mit reinem Gewissen in der westlichen Welt Sportveranstaltungen stattfinden lassen. Man muss jedoch immer wieder auch auf die Fehltritte der westlichen Länder aufmerksam machen.
    Der arabische Raum ist in Sachen Menschenrechte aber ein einziger Fehltritt, deswegen dort keine Sportveranstaltungen!

    3.Beitrag: Kannst du mit Beispiele nennen? Hast du geklagt? Wenn ja wie ist es ausgegangen, wenn nein warum hast du nicht geklagt?

    Vielleicht nochmal ganz Allgemein: Ich mag es nicht mit so schlecht definierten Begriffen wie "Armut" um mich zu werfen. Nach unserer westlichen (konkret der Deutschen) Definition bin ich nämlich auch von der Armut bertroffen, mir geht es aber sehr gut. Ich habe immer genug zu essen, eine Wohnung, ja sogar Luxusgegenstände wie einen Fernseher und einen PC.
    Was ich damit sagen will: Hier in Deutschland verstößt Armut nicht gegen die Menschenrechte. Wer hier offiziell als arm gilt, ist z.B in Somalia reich. Wenn man in solchen Ländern arm ist, kann es sein das man verhungert. Es gibt dort keine sozialen Sicherungssysteme!
    Man sollte aufpassen wenn man sagt, dass in der westlichen Welt wegen der Armut gegen Menschenrechte verstoßen wird.
    Das ist nur ein Beispiel für bestimme Begrifflichkeiten die man nicht gleichsetzen kann, wenn man die westliche Welt mit der arabischen, zentral- und südafrikanischen und südostasiatischen Welt vergleicht.

    Was soll ein Land denn noch machen? Es steht in der Verfassung, es wird strafrechtlich verfolgt.

    Es gibt ja auch haufenweise Leute die den Staat dafür verantwortlich machen, dass Kinder und Jugendliche an Alkohol kommen. Es wird einfach ignoriert das im Strafgesetzbuch steht, dass es verboten ist.

    Außerdem macht es die Taten der anderen Länder besser, wenn auch hier mal was schief läuft?

    Jetzt mal ne einfache Frage an das ganze Forum: Wurden eure Menschenrechte in einem westlichen Land schonmal verletzt? Ich meine ein richtiges Menschnrecht, nicht wenn euch mal was nicht gepasst hat z.B ihr mal geblitzt worden seit.
    Ist die Polizei schon mal einfach in eure Wohnung gestürmt? Wurdet ihr inhaftiert weil ihr eure Meinung gesagt habt? Hat man hier in Westeuropa in den letzten 20 Jahren einen Homosexuellen geköpft? Wird man gesteinigt wenn man Ehe bricht?

    Natürlich gibt es auch in westlichen Ländern Verfehlungen, aber die sind illegal. Die westlichen Länder als Schurkenstaaten darzustellen finde ich fast albern.

    Ich fühle mich in Deutschland jedenfalls frei. Und als ich in Paris war wurde ich auch nicht von der Polizei zusammengeschlagen und gefoltert.

    Also es wurde etwas zu Bunt im Dubai-Thread, deswegen hab ich einen eigenen aufgemacht.

    Der lange Titel des Threads soll nochmal klar machen worum es geht.
    Es geht hier um Länder die ,durch ihre eigene Verfassung legitimiert (z.B das Recht der Scharia in arabischen Ländern), die Menschenrechte die in der UN-Charta festgelegt sind verletzen. Die Menschenrechte sind in jeder Verfassung einer westlichen Demokratie gleich.

    Nochmal für alle die es geschrieben haben: Ich weiß, dass es in jedem Staat auf der Welt Menschenrechtsverletzungen stattfinden.
    Nochmal am Beispiel Guantanamo: Es ist illegal. Die Verfassung der USA deckt diese Einrichtung in keinster Weise. Die Anlage verstößt gegen die Würde des Menschen und die Unverletzlichkeit der Person! Deswegen steht das Ding ja auch auf Kuba.
    Die Verfassung der USA ist einwandfrei, deswegen finde ich es nicht verwerflich dort Sportveranstaltungen zu machen.

    Und jetzt noch ein drittes Mal: Es gibt einen Unterschied zwischen einem Staat in dem gräueltaten zwar stattfinden aber illegal sind und sogar straafrechtlich verfolt werden und einem Staat in denen das Gesetz selbst für die gräueltaten Verantwortlich ist.
    Wenn in Somalia jemand wegen Ehebruch gesteinigt wird ist das dort absolut legal, da liegt der Hase begraben.


    Stein des Antoßes war die PDC-Showveranstaltung in Dubai. Ich denke, dass es mittlerweile um die Frage geht ob man überhaupt Sportveranstaltungen in diesen Ländern statfinden lassen sollte.

    WO dürfen denn dann noch Sportveranstaltungen stattfinden?
    USA? - Menschen werden in Lagern festgehalten ohne Prozess, Menschen werden legal ermordet
    Russland? - Schauprozesse, die neuen Gesetze zur Diskreminierung der Homosexuellen
    diverse andere ehemalige Sowjetrepubliken? - Diktaturen, Einschränkung der Pressefreiheit, Wahlfälschung
    Ungarn? - Dikreminierung von Minderheiten, Einschränkungen der Pressefreiheit durch die neue nationalistische Regierung
    Thailand? - Schauprozesse wegen freier Meinungsäusserung (angebliche Majestästbeleidigung)

    das sind nur die Länder die mir ganz spontan eingefallen sind!

    Les mal die ganze Diskussion, dann weißt du was ich meine. Ich schreib jetzt hier nichts mehr darüber. Meiter Hyperion hat gesprochen :verb:

    :blink:

    Was in Deutschland von unserer Rechtssprechung und unserem Gesetz vorgegeben wird gilt laut europäischem Gerichtshof in teilen als Menschenrechtsverletzung.

    Die USA machen vieles, was deren Gesetze abdecken, aber eben auch sonst als Menschenrechtsverletzung gewertet wird.

    Das ignorierst Du völlig?

    Das geht doch gar nicht. Wir habe die Menschenrechtscharta der UN (nach der sich auch der Europäische Gerichtshof richtet) unterschrieben. Wenn unser Grundgesetzt nicht konform wäre bzw. die Verfassungen anderer westlicher Staaten hätte man uns bzw. sie doch gar nicht reingelassen.

    Die westlichen Länder und auch wir dehnen diese Gesetze aber leider (und glaube mir Dart801 das macht mir noch größere Kopfschmerzen als alles andere) was absolut verwerflich ist. Hier ging es jetzt aber um die Frage ob man Sportveranstaltungen in arabische Länder geben sollte. Als leuchtendes Bespiel sehe ich uns überhaupt nicht.

    Außerdem glaube ich, dass wir gerade Grund- und Menschenrechte durcheinander werfen.

    Menschenrechte sind immer gleich und allgemeingültig, sie sind in jeder Verfassung der westlichen Welt gleich formuliert. Alle nach dem Vorbild der amerikanischen und französischen Verfassung, und diese sind dann in die UN-Menschenrechtscharta aufgenommen worden. Halten wir noch mal fest: Die Menschenrechte sind in jeder Verfassung der westlichen Welt gleich! Die Grundrechte, die du meinst Stefan S, werden in manchen Ländern für die eigenen Zwecke zusammengeschustert.
    Beispiel: Die Freiheit der Person ist kein Menschenrecht, d.h. es kann entzogen werden. Wenn man straffällig wird kommt man in den Knast. Im Knast darf aber mit einem nicht alles gemacht werden, denn die Würde des Menschen ist unantastbar und jeder Mensch hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Das sind Menschenrechte die keinem Menschen entzogen werden können.
    Guantanamo ist übrigens keinesfalls von der Verfassung der USA gedeckt. Es verstößt gegen die beiden Menschenrechte die ich genannt habe und die stehen zu 100% in der Verfassung der USA.

    Jetzt tauchen wir schon in die Staatskunde ein... wir brauchen glaube ich wirlich einen euen Thread :!D

    Du hast aber auch gar nichts verstanden :sorry: Es werden in jedem Land Menschenrechte verletzt, das ist mir schon klar.
    Aber in den westlichen Ländern verstößt alles was du gerade aufgezählt hast gegen die jeweiligen Verfassungen, also gegen die Rechtsnormen. Guantanamo ist illegal, wenn im Iran ein Homosexueller geköpft wird ist das aber in ihrer Rechtsprechung legal, das ist das Perverse!

    In den arabischen Ländern sind die sogenannten "Rechtsnormen" der Grund für die Menschenrechtsverletzungen. Stichwort Scharia.

    So... :sorry: das ich den Thread so durcheinander gebracht habe.

    Edit: Hast du jetzt eigentlich den russischen Bereich absichtlich als interessant bezeichnet um mich zu provozieren? Jetzt gerade wo man dort Gesetze gegen Homosexuelle erlassen hat.


    Ich denke da überschätzt du den Sport deutlich!

    Das ist deine Meinung.

    Ich glaube an den Sport. Allein wenn ich in einem Fußballstadion bin und sich bei einem Tor völlig wildfremde Leute umarmen, ob weiß oder schwarz oder asiatisch, ob Mann oder Frau geht mir das Herz auf.
    Diese unglaubliche positive Energie gibt es nur im Sport.

    Außerdem prahlen doch alle Sportverbände mit ihrer "Integrationskraft" und ihren sozialen Projekten, aber wenn es mal darum geht die Misstände bei der Wurzel (der Politik) zu packen, kuschen alle. Und wenn ein Sportler mal was sagt kommt das einer Todsünde gleich. Ich verstehe die Welt nicht.

    Ich finde auch mann macht immer das ganz große Thema drauß wenn man irgendwo was öffentliches sagt , dass kann auch mal richtig sein !
    Man sieht es ja an Lance Armstorng , er hätte schon längst was sagen können aber die Medien haben ihm zu viel Druck gegeben
    Die Medien machen eigentlich alle zu Deppen

    Was ist das denn für ein Vergleich? Dieses "Beicht-Interview" bei der knallharten investigativen Journalistin (hust) Oprah Winfrey war doch eine Farce. Antworten und Fragen waren alle gescriptet, er hat keinen einzigen Hintermann preisgegeben und sich nur verteidigt. Das Ganze wurde mal kurz im Urlaub verabredet, es hieß Quid pro Quo: Du darfst dich verteidigen und ich krieg Einschaltquoten für meinen neuen Fernsehsender.

    Lance Armstrong ist ein Depp. Er hat eine ganze Generation von Radsportfans aufs perverseste verarscht.
    Der hätte nicht im Fernsehen reden müssen, sondern im Gerichtssaal.
    Sorry wegen :offtopic: , aber das geht ja mal gar nicht.

    ja schon, die dürfen ja auch nicht entscheiden wo sie hingehen aber ich fende es mal interessant wenn die sich über die verschiedenen Turnieren äusern :tr:

    Wenn man sieht was dabei rauskommen kann sollten die Sportler lieber den Mund halten. Vettel, ein Idol für Millionen, hat die Berichterstattung über die Unruhen in Bahrain als "großen Hype" bezeichnet. Und das obwohl die Bilder von Leuten vorort ins Internet hochgeladen wurden und namhafte Journalisten berichteten. Wenn ein Sportler mal ausrastet kommt die große Moarlkeule und das Vorbildargument, aber das lässt man ihm durchgehen.

    Also ich halte es für einen großen Unfug, dass der Grundsatz gilt: Sport mischt sich nicht in Politik ein.
    Sport hat ein unfassbare Kraft auf den Menschen. Man siehe nur was der Fußball hier in Deutschland für die Integration getan hat. Hätte man in den 80er Jahren jemanden in der Nationalmannschaft bejubelt der Özil oder Gündogan heißt? Oder einen dunkelhäutigen für Deutschland im WM-Finale akzeptiert (Asamoah 2002)?

    Man muss den Sport nutzen um gutes in der Welt zu tun, er hat die Kraft dazu, viel mehr als die Politik!

    Nur wenn sich Sportler äußern, dann bitte nicht welche die die Probleme kleinreden und mit dem Mainstream schwimmen, um nur ja nicht Ärger mit dem jeweiligen Verband zu bekommen.
    Wir brauchen mündige Sportler, die auch kritisch sein dürfen.