Hab gestern bei uns mal wieder FTS gespielt.
Hier sehe ich ein riesiges Verbesserungspotenzial, nicht, um neue Spieler an den Sport heran zu führen, aber um die noch frischeren Spieler zu motivieren und die alten Säcke bei Laune zu halten. Vorab, als ich zum ersten Mal ein FTS gespielt habe, war die Verwirrung groß. Wofür der Euro, was für Punkte, hä? Rangliste? Wo werde ich landen, wenn ich nur ein mal an einem FTS-Turnier teilnehme? Wer steckt dahinter?
Mittlerweile habe ich das System ja verstanden. Wirklich attraktiv ist es aber nicht und: kaum jemand bringt es mit dem NWDV in Verbindung. Ist doch eher eine Sache des ausrichtenden Vereins. Ein nettes Turnier, bei dem man noch FTS-Punkte mitnehmen kann und eventuell am Ende sogar noch ein NWDV-Turnier mit finanziellen Anreizen bestreiten kann. Dies führt dann teilweise dazu, dass Leute 3 mal in der Woche FTS-Turniere spielen, damit sie genug Punkte für die Rangliste ergattern.
Mein Gedanke: Der NWDV wird durch eine Turnierserie mehr in den Vordergrund gerückt. DIese die FTS-Serie nicht ersetzenden Turniere finden flächendeckend in NRW an identischen Tagen vielleicht ein oder 2 Mal im Monat statt. Sozusagen regional begrenzt. Zuvor werden vom NWDV die Spielorte ausgeschrieben. Der Ausrichter hat sich um einen problemlosen Ablauf vor Ort zu kümmern, freut sich aber bestimmt über die zusätzlichen Einnahmen. Die Örtlichkeit muss natürlich passen. Ich denke hier vornehmlich an die Vereinsheime beispielsweise Duisburg-Marxloh. Wenn man also für die Saison (vielleicht 8-9 Monate) feste Spielstätten hat, müssen sich die Spieler in der Region ihres Wohnorts anmelden. Die Meldung ist bindend. Pro Spieltag wird ein Startgeld fällig, vielleicht 4,-- €. Je nach Platzierung erhält man Punkte. Die meinetwegen 5 bestplatzierten Spieler am Ende der Saison aus jeder Region spielen eine Art Championsleague an einem Spieltag aus ( also bei vier Regionen 20 Spieler).
Der NWDV bekommt von dem Startgeld einen Euro, 25 % (1 €) geht in einen Topf, der am Spieltag ausgeschüttet wird, 25 % (1 €) am Saisonende und 25 % (1 €) gehen in die Championsleague. Hintergedanke ist, dass die Spieler am Spieltag eine höhere Motivation haben sollen. Jemand, der nicht genau weiß, ob er jemals ein weiteres FTS-Turnier spielen wird und aufgrund dessen mit den Punkten nicht soviel anfangen kann, hat eine andere Moivation als der Spieler, der die Chance hat, Geld zu gewinnen. Die Verteilung müsste man vielleicht sehr weit runterbrechen, je nach Teilnehmerzahl.
Die Regionalität soll kurze Wege ermöglichen. Es müssen sich natürlich genügend Austragungsorte finden. Allein hier in Duisburg sind aber drei oder vier mögliche Orte vorhanden, wobei ja wohl mindestens einer einmal im Monat für ein Turnier zur Verfügung stehen dürfte.
Die Bindung an die Region dient dazu, dass nicht auf einmal ein Verdrängungskampf stattfindet. Spieler A findet, bei ihm sind nur starke Spieler, deshalb spielt er nicht mehr in x sondern fährt, günstig gelegen, bisschen weiter nach y. In y fragt sich Spieler B, warum er neuerdings vom starken Spieler A immer auf die Nase bekommt und fährt deshalb schon bisschen weiter nach z, wo er gewinnt. Dort wundert sich Spieler C......
Der feste identsiche Spieltag dient ebenfalls dazu, doppelte Turnierteilnahmen zu vermeiden und der Regelmäßigkeit.
Die Motivation für die Neulinge besteht darin, durch kurzfristige Erfolge die Möglichkeit zu haben, Geld zu gewinnen. Die alten Hasen haben die Möglichkeit, durch langfristige Erfolge noch mehr Geld zu gewinnen. Durch die Regionalität und die Bindung an den Wohnort haben die besseren Spieler aber nicht mehr die Möglichkeit, an Orte abzuwandern, an denen vermeintlich Schwächere spielen.
Dass Ganze noch ein wenig durch den NWDV vermarktet, schon hat man eine attraktive Turnierserie, die sowohl kurzfristig als auch langfristig die Motivation aufrechterhalten kann.
Was haltet Ihr davon?
Uli