Beiträge von Charis

    Erst habe ich mich ja über zwei so schwachsinnige Kommentare nur geärgert...

    Aber dann hab ich gedacht, dass vielleicht das Ganze nicht so verständlich ist, wenn man sich mit diesem Thema nicht wirklich auseinander gesetzt hat. deswegen erklär ich, hoffentlich verständlich, warum ich persönlich es so interessant finde.

    Im Prinzip geht es einfach darum, wie ich von einem ganz normalen Fun-Darter vielleicht doch zu einem echten Profi werden könnte bzw. wie ich mich unter anderen Profis behaupten könnte. Wenn man sich so die ganzen PDC Top Spieler anssieht, fällt einem immer wieder auf, dass es doch ziemlich schwierig zu sein scheint. jahrelang konstant seine Leistung halten zu können. Da sich wahrscheinlich weder das Talent noch das Training dieser Spieler grundsätzlich ändert, muss es ja doch irgend einen Grund dafür geben.

    Taylor ist eine große Ausnahme - wahrscheinlich ist er ohnehin etwas Besonderes und darüber hinaus hat er wohl durch seine wirklich intensive Auseinandersetzung mit dem Thema herausgefunden, was er tun muß.

    Oder schaut Euch doch bei uns in Deutschland oder auch in anderen Ländern außerhalb Großbritanniens um - warum können denn unsere Top Darter einfach nicht so richtig mithalten? Am Talent kann es ja nicht liegen, irgendwie scheint alles mit dem Training und mit Wettkampferfahrung, vielleicht auch mit der Einstellung zusammen zu hängen.

    Paul Gillings Ansatzpunkt ist jetzt der, dass er sagt, vielleicht fehlt so etwas wie ein professionelles Training.

    Wenn Ihr Euch die deutsche Fußball Nationalmannschaft anschaut und ihre Vorbereitung auf ein Turnier, stellt man fest, dass da auf jeden Fall ein Trainer dabei ist, der eine entsprechende Ausbildung hat. Aber das ist nicht nur ein Trainer dabei, da gibt es Physiotherapeuten, einen Koch, Ernährungsberater, diverse Psychologen.... Es wird nach den neuesten Methoden und Erkenntnissen der Sportwissenschaft gearbeitet und das dürfte bei allen anderen Nationalmannschaften ähnlich sein.

    Paul Gillings ist nun ein solcher Sportwissenschaftler - er hat ja gerade den Bereich Fussball studiert und könnte auch als Trainer arbeiten, die Zulassung dafür hat er. Fußballfachleute gibt es aber schon relativ viele, während bisher noch kaum ein Sportwissenschaftler sich jemals mit Darts auseinandergesetzt hat.

    Paul meint nun, warum sollte man nicht auch im Dartsport mit sportwissenschaftlichen Methoden Erfolge erzielen können. Anthony hat sich selbst schon mit solchen Themen auseinandergesetzt und so haben die beiden beschlossen, dass man das doch einfach einmal ausprobieren könnte.

    Ob das nur wirklich etwas bringen wird, wissen die beiden ja selbst noch nicht. Warum sollte es aber ausgerechnet im Dartsport nicht funktionieren, wenn es doch in vielen anderen Sportarten funktioniert? Sicher ist Dart eine Individualsportart, aber deshalb sollte es doch trotzdem so etwas wie ein effektives Training geben - beim Fußball dürfte es ja wohl auch so sein, dass auf die Fähigkeiten der einzelnen Spieler eingegangen wird und man versucht aus jedem das beste herauszuholen.

    Inwiefern das letztlich für den normalen Durchschnittsdarter hilfreich sein wird, kann man auch noch nicht abschätzen. Es gibt ja ohnehin genügend, die einfach nur ihren Spaß haben wollen und kein Interesse daran haben, so gut zu werden, wie sie nur werden könnten. Für die ist es ja auch vollkommen uninteressant.

    Aber es gibt eben auch genügend Dartspieler, die gerne besser würden, aber nicht so recht wissen wie. Wenn man bloß stundenlang seine Darts aufs Board wirft, ist das noch lange kein wirkungsvolles Training. Für solche Spieler fällt vielleicht bei so einem Projekt auch die ein oder andere Erkenntnis ab, vielleicht entwickelt sich ja tatsächlich ein Trainingskurs für Jedermann daraus. Oder die beiden halten so wie es manchmal Fußball Camps gibt eben Dart Camps ab. Oder man kann Trainerstunden bei ihnen buchen. Da gibt es sicherlich genügend Möglichkeiten.

    Vielleicht versteht Ihr jetzt, warum ich es für ein interessantes Projekt halte, dass ich gerne vorstellen wollte - es geht weder darum die Darts zu verkaufen, wovon Anthony ja momentan ohnehin nichts hätte noch um leistungssteigernde Drogen - lediglich um erfolgsversprechendes Training.. ... :dart:

    Möglicherweise erinnern sich manche hier an einen Thread von "inthemadhouse" Anfang des Jahres. Ich habe damals einen Blick auf die Seite geworfen und mit Paul Gillings Kontakt aufgenommen, dem die Internetseite gehört. Es ging um eine Studie über "Leistungssteigernde Drogen im Dartsport".

    Das Ergebnis der Studie kenne ich immer noch nicht, weil Paul Gillings inzwischen mit etwas ganz anderem beschäftigt ist, was mir so interessant erschien, dass ich es hier in der deutschen Dartszene auch einmal vorstellen wollte.

    Paul Gilling, studierter Sportwissenschaftler, arbeitet jetzt mit einem jungen Dartspieler auf dem PDC Pro Circuit zusammen. Es ist noch vollkommen unklar, wie das Projekt verlaufen wird und welche Auswirkungen es haben wird, aber ich habe die beiden kürzlich interviewt, weil ich mehr darüber erfahren wollte.

    Das Interview findet Ihr hier:

    http://www.globaldarts.de/globalDartsDE/…andAnthony.html

    8-Darter - es ging ja hier eigentlich mehr darum, dass Gordon kein Mod ist und trotzdem anscheinend Zugang zu den IP Adressen hat...

    Und es geht darum, dass hier mit IP Adressen als Beweisen jongliert wird obwohl IP Adressen zum einen überhaupt juristisch (Danke Force!) gar nicht als Beweise anerkannt werden und zum anderen auch keine 100 % sichere Aussage über die Person, die unter der Adresse gepostet hat, zulassen. So gesehen hilft also Gordons IP Adressen Jonglage im hier diskutierten Fall überhaupt nicht weiter und kann auf keinen Fall die Lage wirklich klären. Ganz im Gegenteil - die Beschuldigten könnten den Spieß sogar herumdrehen und ihrerseits jetzt gegen Gordon wegen Verleumdung und Zugriff auf nicht öffentlich zugängliche Daten vorgehen.

    In meinen Augen relativert Gordons Kolumne eher das was im DDV gelaufen ist - mit so einer Kolumne kann ich niemanden zwingen irgendwelche Konsequenzen zu ziehen sondern stehe möglicherweise auf einmal selbst im Kreuzfeuer...

    IP Adressen sollten meiner Ansicht nach nicht so ohne weiteres an andere Mitglieder in einem Forum weitergegeben werden. Und ich denke, wenn ich als "einfaches" Mitglied hier gesagt hätte: Du Echse, der so und so geht mir auf die Nerven und greift mich persönlich an - sag mir doch mal, wer ist denn das - hätte ich wahrscheinlich auch keine Auskunft bekommen. Ich hoffe zumindest, dass das in einem Forum so gehandhabt wird.

    Und von der Polizei erhoffe ich mir eigentlich ähnliches...

    Außerdem möchte ich hier auch anmerken, dass selbst trotz anscheinend eindeutiger IP Lage das kein 100 % sicherer Beweis ist. Ich bin selbst Mod in einem amerikanischen Dartforum und es kommen bezüglich der IP Adresse auch immer wieder ganz merkwürdige Dinge vor, die nicht geklärt werden können.

    Ein sehr glaubwürdiger Mod wurde von einem User immer wieder in die Pfanne gehauen, der unter der IP Adresse des Mods postete - und in diesem Fall handelte es sich ganz eindeutig nicht um einen Zweit - oder Dritt Account. Wir haben nie klären können, wie das möglich war. Oder in einem anderen Fall waren es tatsächlich mehrer Personen, die unter der gleichen IP Adresse posteten - es war kein Mehrfach Account aber der Computer stand an einem für mehrere Personen zugänglichen Ort.

    Selbst im eigenen Haus könnten theoretisch sämtliche Familienmitglieder einschließlich Freunden und Putzfrau oder was immer man für Angestellte hat unter der gleichen IP Adresse auf dem selben Computer posten - deswegen erschien mir damals die Jörg Birkhof Geschichte nicht von vornherein als unglaubwürdig.

    Und dann gibt es ja noch diese floatenden IP Adressen, bei denen sich die IP ein und des selben Nutzers von selbst immer wieder ändert.

    Deshalb sind für mich IP Adressen - ohne dass ich jetzt hier die ganze Casi/Mischke Affäre in Frage stellen würde - keine eindeutigen Beweise.

    Terminüberschneidungen wird es wahrscheinlich immer wieder einmal geben, da muss man sich dann wirklich entscheiden, was man denn spielen will. Erpressung finde ich kein gutes Mittel - das ist aber schon wieder vom Tisch.

    Aber ich möchte hier doch darauf eingehen, dass Tight End meint, das wäre unverschämt und deutsch kleinkariert - ich denke, dass die Regelung in Deutschland inzwischen sehr liberal ist, soweit ich das mitbekommen habe dürfen auch die deutschen Spieler, die bei der PDC Weltmeisterschaft mitgespielt haben, die DDV Turniere trotzdem mitspielen - das war vor ein paar Jahren noch anders. Dass Spieler sowohl PDC Europe als auch DDV spielen war soweit ich mich erinnern kann ohnehin nie ein Problem. In wie weit das bei der Nominierung für die Nationalmannschaft eine Rolle spielt, weiß ich nicht genau.

    In manchen andern Ländern wird das viel strenger gehandhabt - in Australien muss man sich wirklich entscheiden, ob man den DFA(also WDF) oder den DPA (also PDC nah) Circuit mitspielt und wehe man nimmt eine Einladung zur PDC Weltmeisterschaft an, Simon Whitlock war obwohl DFA Mitglied anschließend für den DFA Circuit gesperrt und den DPA Circuit durfte er auch nicht spielen, weil er ja noch DFA Mitglied war...Das geht sogar soweit, dass ein Bekannter von einem DFA Turnier ausgeschlossen wurde, weil er in einem Unicorn T-Shirt antrat...

    Es kann schon sein, dass in England eine andere "Alkoholkultur" existiert, wobei es dann doch sehr überraschend ist, dass solche Veranstaltungen wie eine Snooker Weltmeisterschaft doch vor einem vollkommen anderen Publikum stattfindet als ein Dartturnier....Das konnte man ja nun neulich erst stundenlang im Fernsehen beobachten. Auch die Snooker WM schien ausverkauft zu sein und die Zuschauer schienen sich trotz des mangelnden Alkohols zu unterhalten. Es könnte natürlich sein, dass sich das unter Barry Hearns Einfluss auch ändern wird.

    Ich denke, dass es hier einfach zwei unterschiedliche Ansichten gibt, die einander ziemlich unüberwindlich gegenüber stehen - die einen finden die Feier- Atmosphäre der Premier League toll und wären auch gerne dabei, weil sie einmal so richtig einen draufmachen wollen, die anderen finden, dass das die Grenze jetzt einfach überschritten hat und dass die Leute zum Feiern vielleicht auch wo anders hingehen könnten, zumal das Interesse an dem was da auf der Bühne passiert nicht unbedingt besonders ausgeprägt ist. Und das ist genau der Punkt, der mich so stört - ich finde das einfach den Spielern gegenüber respektlos ganz gleichgültig, ob man Darts nun als Sport betrachtet oder nicht. Ich war auch in Halle - das kann man nun wirklich nicht mit der Premier League vergleichen - die Leute waren überwiegend deshalb da, weil sie sich die Darter und die Spiele ansehen wollen und das ist bei der Premier League eben einfach nicht mehr so. Mit "guter Atmosphäre" oder "Stimmung" hat das in meinen Augen nichts mehr zu tun. Ich habe auch schon genügend Boxkämpfe im Fernsehen gesehen, ich war auch schon bei Fußballspielen, beim Sechs-Tage-Rennen und bei Leichtathletikveranstaltungen - da ist es auch laut, da wird auch gebuht oder gepfiffen und beim Sechs-Tage-Rennen fließt ebenfalls jede Menge Alkohol - aber bei all diesen Veranstaltungen steht doch der Sport im Mittelpunkt und den Sportlern wird der ihnen gebührende Respekt entgegengebracht und die Zuschauer verfolgen mit Interesse was sich so tut. Und genau das fehlt bei der Premier League...

    Und insofern kann ich jemanden wie Mervyn King auch verstehen - natürlich war seine Reaktion nicht gerade hilfreich, aber wenn jemand da oben während der Premier League auf der Bühne steht, ist er ein Spitzenspieler oder Spitzensportler und so sollten die Leute auch behandelt werden. Das ist jetzt meine ganz persönliche Meinung, ich habe allerdings auch durchaus von anderen "Dartpuristen" das Gleiche gehört. Das richtet sich nicht gegen das bißchen Show außen herum oder die Walk-on-Girls, wobei ich als Frau logischerweise nicht ganz so begeistert auf sie reagieren wie die männlichen Dartfans.

    Und diese ganze WDF/BDO - PDC Diskussion finde ich persönlich immer sehr schwierig - die PDC will bzw. wollte bisher den ganz gewöhnlichen Durchschnittsdarter ja gar nicht erreichen - auch Herr von Moltke hatte das ganz klar und deulich zum Ausdruck gebracht, dass es ihm nur um die Spitzenspieler geht. So schrecklich viele davon hat Deutschland freilich nicht aufzuweisen. Also müssen wir anderen uns irgendwie mit denen auseinandersetzen, die sich tatsächlich um unsere Belange kümmern. Im Amateursport sprudelt das Geld nun eben nicht gerade -und momentan schon überhaupt nicht - und so kann der DDV nur das wieder ausgeben, was er über die nicht allzu hohen jährlichen Mitgliedsbeiträge einnimmt. Würde er versuchen die zu erhöhen, wäre der Widerstand auch groß. Das mit dem Sponsoring ist ja immer ganz schön und man könnte vielleicht auch noch mehr versuchen, aber selbst die PDC scheint für manche ihrer größeren Turniere zumindest vorübergehend ohne Sponsor dazustehen - die UK Open sind dieses Jahr einfach die UK Open nachdem der bisherige Sponsor ausgestiegen ist. Im Amateurbereich - also beim DDV - denke ich, dass allgemein der Alkohol dann doch dem Image schadet - wer sponsert denn schon eine Sportart, bei der es bei Turnieren so zugeht, wie das hier beschrieben wurde? Der Sponsor erhofft sich doch auch etwas vom Sponsoring - wer bekommt den schon durch betrunkene Dartspieler mehr Kunden? Insofern denke ich, kann man das Thema "Alkohol" nicht einfach so abtun, wie Gordon das macht. Sicher gibt Dinge die man beim DDV verbessern oder verändern könnte und vielleicht auch sollte, aber man kann dem DDV nicht vorwerfen, dass er nicht die PDC ist. Genauso kann man auch sehr viel an der BDO und am WDF kritisieren - irgendwie scheinen die Verbände sich seit der Gründung nicht sehr viel weiter entwickelt zu haben. Allerdings sollte man auch nicht immer so hochnäsig auf Olly Croft und Co herunterschauen - er hat sich zwar schon gar nicht weiterentwickelt, aber das was er getan hat Mitte der 70ziger Jahre war schon eine bewundernswerte Leistung. Es waren ja nur eine Handvoll Leute damals, die daran beteiligt waren und es war wahrscheinlich schon sehr viel Einsatz nötig, so etwas wie den WDF und die BDO überhaupt zu einem Erfolg zu machen. Es wäre nur nötig gewesen spätestens zu Zeiten des Splits zu erkennen, dass sich die Zeiten eben gewandelt haben und sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen.

    Und das Thema anerkannter Sport oder nicht - natürlich kann ich dabei genausoviel Spaß haben, wenn es keine anerkannte Sportart ist, aber es würde einfach eine Reihe von Vorteilen mit sich bringen, wenn es ein anerkannter Sport wäre. So würden zum Beispiel einfach mehr Fördermittel fliessen, die es jetzt nicht gibt. Oder es wäre so, dass man nicht nur aus Gefälligkeit eines Zeitungsredakteurs mal so ab und an einen Bericht in der Zeitung finden würde - es müsste auf lokaler Ebene berichtet werden. Auch das mit der Anerkennung scheitert freilich am Alkohol....

    Es ist aber von Beiden bekannt, dass sie sich in Fitness-Studios aufhalten.....

    Das Fitness Studio scheinen ohnehin viele der Spieler schon von innen gesehen zu haben, auch Terry Jenkins und Kevin Painter zum Beispiel.

    Damit habe ich aber nicht behauptet, dass all die Spieler nie einen Tropfen Alkhol zu sich nehmen....Und bei der ganzen Herumreiserei wird die Ernährung sicher auch nicht immer so schrecklich gesund ausfallen.

    Gordon - ich denke gegen ein bisschen Show ist nichts einzuwenden, aber die Premier League würde ich nun nicht gerade als leuchtendes Beispiel hinstellen. Was dort zum Teil so abgeht ist jenseits von Gut und Böse und entspricht dem, was Basdart beschreibt, wobei es sich freilich nur um die Zuschauer handelt und nicht um die paar Spieler. Ich habe mir das jetzt schon ein paar Mal angesehen - also insgesamt ist es eher zum Abgewöhnen, zumindest, wenn man lieber eine Sportveranstaltung als ein Massenbesäufnis besuchen möchte.

    Und ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass solche Veranstaltungen dem Dartsport nützen - die Zuschauer gehen ja auch überwiegend nicht dorthin, weil sie Dartsport sehen wollen, sondern um mal selbst im Fernsehen zu kommen oder um sich mit ihrer Clique zu betrinken oder um Mervyn King mal so ein bißchen aufzumischen, wobei wahrscheinlich nur ein Bruchteil der Anwesenden weiß, warum gebuht und gepfiffen wird.

    Zum DDV kann ich nicht viel sagen - ich hatte bisher nicht den Eindruck, dass sich da irgendjemand im Präsidium oder unter den sonstigen Verantwortlichen bereichert, so viel Geld fliesst da nun wirklich nicht. Und falls die Bundesliga ausbluten sollte, wenn es eine PDC Europe Liga geben würde, ist ja nun nicht unbedingt die Schuld des DDV - so eine nationale Organisation ist einfach nicht in der Lage soviel Preisgeld zu bieten wie ein kommerzieller Verein. Allerdings war es ja so, dass die PDC Europe ihre Liga absagen mußte, weil sich zuwenig Teilnehmer gemeldet hatten und nicht, dass die Bundesliga dicht gemacht hat.

    Wenn ich mir so ansehen, was in anderen Ländern läuft, denke ich, dass der DDV schon recht gute Arbeit geleistetet hat und auch leistet - immerhin gibt es überhaupt eine Bundesliga und darüber hinaus hat Deutschland auch noch ein paar hochkarätige WDF Turniere zu bieten. Ich bin schon der Meinung, dass es immer Verbesserungsmöglichkeiten gibt, dass man es aber andererseits auch nicht allen recht machen kann. Dass es hier darüberhinaus noch die Chance einer PDC Europe gibt, macht die Situation für den DDV sicher nicht einfacher.

    Aber wir dürfen auch den nationalen Verband nicht an der PDC messen - das ist einfach unrealistisch und man kann die beiden einfach nicht miteinander vergleichen.

    Das Thema "Alkohol" sollte man nicht schön reden - es ist schon eine Frage, als was man denn Dart definiert. Es ist einfach so, dass ein echter und offiziell anerkannter Sport sich mit angetrunkenen Sport Ausübenden eben nicht veträgt und auch Barry Hearn versucht ja immer wieder, seinen Profi Darter zum dem Image "Sportler" zu verhelfen. Und wenn man so liest, wie der Tagesablauf vieler Darter aussieht mit mehreren Stunden Training am Tag und zahlreichen Stunden im Fitness-Studio, dann haben die sich die Bezeichnung "Sportler" auch verdient. Es gehört da schon einiges an Disziplin auch dazu. Und ich denke, die Profis möchten auch ernstgenommen werden, was sie auch verdienen. Es ist schade, dass solche Bemühungen immer in all dem - ja, "der Alkohol gehört eben dazu" oder "es wird überall getrunken" untergehen. Es ist schon richtig, dass die DSOB Anerkennung vielleicht kein "Muß" ist, aber mir wäre Darts als Sport schon lieber als Darts als lukrative Show und ich denke, dass wäre auch im Interesse der Profis.

    Ich habe mit dem Eclipse Pro schlechte Erfahrungen, aber auch sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich würde durchaus wieder eines kaufen, zumal ich einfach das Unicorn Sisal am liebsten mag.

    Meine Winmau Blade III Erfahrung war ebenfalls positiv, allerdings fand ich das Sisal sehr hart.

    Mein absolutes Lieblingsboard ist aber momentan das Bulls Advantage - das ist auch nach über einem Jahr nicht abgespielt und immer noch einwandfrei - es wirkt höchstens ein bisschen härter.

    Womit aber die ursprüngliche Frage nicht wirklich beantwortet ist...

    Bisher habe ich noch nie gehört, dass sich Dart-Barrels - gleichgültig aus welchem Material - verformen oder Abnutzen. Die Spitze kann abstumpfen, wobei aber die Spitze ohnehin nicht aus dem gleichen Material ist wie die Barrels, es also deshalb egal ist, welches Barrelmaterial Du auswählst.

    Und die Schäfte können kaputt gehen - aber die haben ja auch ein anderes Material als die Barrel.

    Ansonsten sind Barrels aus Tungsten, wie ja in den Antworten ein paar Mal erwähnt, wesentlich schlanker als die Messing Barrels, so dass sie sich leichter in den Tripel - und Doppelfeldern unterbringen lassen.

    Und es ist auch wirklich so, dass ein zu hoher Tungsten-Anteil die Barrel brüchiger macht, das ist einer der Gründe dafür, warum es auch keine Barrel aus 100% Tungsten gibt. Die könnte man nämlich gar nicht mehr maschinell bearbeiten...Ich denke so mit den üblichen 80% Tungsten bist Du ganz gut beraten, da dürfte den Barrels eigentlich nichts passieren.

    Momentan tummle ich mich gerade ein bißchen in der deutschen Dartgeschichte und bin auf der Suche nach Informationen zu folgenden Spielern:

    Michael Fechner

    Gerorg Egender

    Roland Geuss

    Roland Kaiser

    Vielleicht ja irgendeiner hier schon einmal von ihnen gehört und kann mir weiterhelfen???

    Ich wäre sehr dankbar!!!

    Ich würde jetzt einfach mal sagen, Leute, die nicht einmal wissen ob sie jetzt eigentlich Tony o`Shea meinen oder vielleicht doch Ted Hankey oder vielleicht war es ohnehin überhaupt jemand ganz anderes, dessen Leistung einfach nicht ausreicht - betrachte ich nicht als wirkliche Dart Experten.

    Wenn ich respektiert werden möchte und darüber diskutieren will, wessen Leistung für die PDC ausreicht oder nicht, sollte ich schon wissen über wen ich da diskutiere.....

    Da hast Du vollkommen recht - warum sollte er auch. Der WDF hat nicht nur keinerlei Machtbefugnisse bezüglich BDO, er hat mit der ganzen Angelegenheit über die hier diskutiert wird überhaupt nichts zu tun...

    Nichts anderes habe ich die ganze Zeit versucht klar zu stellen. Und deswegen meinte ich auch, man sollte sich vielleicht erst ienmal informieren, bevor man hier alles mögliche mit in den Topf wirft...

    Zitiert habe ich ja gar nicht.... Ich habe nur die Idee von "einem" Dachverband aufgegriffen. Da die BDO gar kein Dachverband ist, sondern der Dachverband der WDF ist, würde es nach einer Übernahme der BDO durch die PDC immer noch zwei Verbände geben, wobei ich denke man kann die PDC eigentlich nicht so recht als einen Dachverband bezeichnen.

    Und noch einmal die BDO organisiert die Weltmeisterschaft in Lakeside, die BDO organisiert die Winmau World Masters - sollte es keine BDO mehr geben, warum sollte der WDF dann nicht eine eigene WM organisieren??? Da der WDF überhaupt nichts hat verlauten lassen oder gar eine Stellungnahme zu dieser Angelegenheit abgeben hat, kann man gar nicht sagen, ob man dort nicht vielleicht sogar froh wäre, wenn man eigene internationale Turniere ins Leben rufen könnte. Ich kann noch nicht einmal ausschließen, dass der WDF glücklich darüber wäre, sollte es keine BDO mit Olly Croft mehr geben...

    Wobei hier dieses Thema auch wirklich überhaupt nicht zur Debatte steht und alles was den WDF in diesem Zusammenhang betrifft reine Spekulation ist. Wir wissen ja noch nicht einmal, ob Barry Hearn jemals mit den WDF Verantwortlichen über dieses Thema geredet hat.

    Hulk - ohne weiter auf Dir herumhacken zu wollen - die Idee mit dem einen Dachverband ist ja schon ganz schön, hat aber überhaupt gar nichts mit dem Übernahmeangebot an die BDO zu tun. Und selbst wenn Barry Hearn irgendwann doch die BDO übernehmen sollte oder falls die BDO sich selbst irgendwie ruiniert, wird die PDC damit nicht automatische Dachverband, woran sie auch überhaupt kein interesse hat.

    Der Dachverband ist der WDF und den kann man weder aufkaufen noch übernehmen und 2 Millionen Pfund wären für so eine Aktion auch viel zu wenig....

    Die PDC hätte gerne die BDO und deren Ligasystem und vielleicht will Barry Hearn auch Olly Croft ein bißchen ärgern und ihm vor Augen führen, dass man es doch sehr viel besser machen könnte, als er es macht. Und ein bißchen Zwietracht innerhalb der BDO will er sicherlich auch säen...

    Aber das ist eine rein englische Angelegenheit und welche Auswirkungen das möglicherweise weltweit haben könnte und ob Barry Hearn daran überhaupt interessiert wäre, kann keiner absehen. Vielleicht hat man sich das ja innerhalb der WDF Führung schon überlegt und auch darüber gesprochen, aber ich kann mir eigentlich kaum vorstellen, dass der WDF, der ja lange genug damit zu kämpfen hatte eine gewisse Unabhängigkeit von der BDO zu erreichen, besonders darauf erpicht ist, dass sich statt dessen jetzt auf einmal Barry Hearn einmischt.

    Ich glaube auch nicht, dass die PDC und der WDF vom Grundgedanken her so richtig zusammen passsen und warum sollte es auch nicht einen Profiverband und einen Amateurverband geben - ich finde das nicht schlecht. Problematisch für die PDC ist lediglich die BDO, die neben ihrer Arbeit im Amateurbereich, die sicherlich auch anerkennenswert ist, wenn auch inzwischen dringend zu modernisieren wäre, gleichzeitig auch im Profisport mitmischt und mitmischen will.

    HulkAfroman - was denkst Du denn eigentlich was der WDF so die ganze Zeit macht??? Vielleicht solltest Du Dir erst mal die Mühe machen und nachschauen, was BDO und WDF eigentlich sind... Es sind nämlich zwei getrennte Verbände und die BDO ist der Verband, der sich auf England beschränkt während der WDF eine internationale Organisation ist, dem die nationalen Dartverbände der ganzen Welt angehören. So ist auch der DDV Mitglied beim WDF, hat aber mit der BDO nichts am Hut.

    Diese in Deutschland ausgetragenen Turnier sind DDV Turniere , über die man sich WDF Ranglisten Punkte holen kann und haben mit der BDO überhaupt nichts zu tun, außer dass auch englische Spieler nach Deutschland kommen und daran teilnehmen.

    Und vielleicht solltest Du auch zur Kenntnis nehmen, dass die PDC in keinster Weise daran interessiert ist, den Amateur Dartsport auf der ganzen Welt irgendwie aufzubauen oder unter ihre Fittiche zu nehmen - die PDC ist lediglich an Profi-Dartern interessiert und ich glaube nicht, dass sich das ändern wird. Den Amateursport überläßt sie dem WDF und wie die Situation ohne WDF ausschauen würde, stelle ich mir lieber gar nicht erst vor.

    Und dann wirfst Du noch andere Sachen in einen Topf - die BDO hat mit dem World Cup überhaupt gar nichts zu tun, der World Cup ist genauso wie der Europe Cup oder der America Cup und diverse ähnliche Veranstaltungen ein WDF Turnier. Dafür hat der WDF wieder überhaupt nichts mit der Weltmeisterschaft in Lakeside oder den Winmau World Masters zu tun - das sind von der BDO veranstaltete Turniere.

    Manchmal wäre es schon besser, Ihr würdet Euch die Mühe machen, Euch vorher zu informieren, bevor Ihr hier irgendwelche Aussagen macht, die total daneben sind....

    Was heißt da eigentlich "Wenn so einer das kann, kann es nicht so schwer sein?" Darin Young ist der amerikanische Top Spieler und hat bei seinen beiden Grand Slam Teilnahmen beeindruckende Spiele gezeigt. Vielleicht lehne ich mich da weit aus dem Fenster, aber ich behaupte einfach mal, dass er besser ist als die meisten deutschen Top Spieler.

    Und das Turnier hat in Philadelphia stattgefunden, früher eine Hochburg im amerikanischen Dartsport, und war mit einem Preisgeld von rund $ 25 000 schon ein eher größeres Turnier....

    Also ich denke immer - aber das ist durch nichts bewiesen und nur etwas, was ich mir aus all den Diskussionen zu diesem Thema zusammengereimt habe - dass "Talent" in diesem Bereich vielleicht doch auch wie bei allen anderen Dingen - so etwas wie eine schnelle Auffassungsgabe sein könnte.

    Was dann aber auch bedeutet, dass man zwar überraschende Anfangserfolge erzielen kann - dass diese aber nicht dauerhaft sind. Damit man wirklich gut wird, und zwar dauerhaft gut, ist ziemlich viel persönlicher Einsatz notwendig. Und in dem Punkt wird es schwierig - man muss nämlich herausfinden, was für einen persönlich funktioniert. Das kann für jeden anders sein, es scheint durchaus auch Spieler zu geben, die nie so richtig dahinter kommen. Phil Taylor würde ich meinen, hat wirklich herausgefunden, was er tun muss um sich zu verbessern oder zumindest auf diesem hohen Niveau zu bleiben. Andere, wie zum Beispiel auch Raymond van Barneveld, sind da immer noch am experimentieren. Wobei dazu nicht nur unbedingt das technische Training gehört - da gehört auch die ausgetüftelte Ausstattung dazu oder auch der Bereich "mentales Training". Vielleicht auch die körperliche Fitness und sicherlich auch der Punkt "Glück".

    Und die Motivation spielt sicher auch eine sehr große Rolle - solange man am gewinnen ist, ist es ganz einfach zu motivieren. Aber wenn das einfach nicht so klappt wird es schwierig -da wird es anstregend, diszipliniert weiter zu machen und nicht den Glauben an sich selbst zu verlieren.

    Durchhaltevermögen und Geduld gehören wohl auch zu einem erfolgreichen Dartspieler...