bierdimpfe konstant würde ich das, was er macht nicht unbedingt bezeichnen. Gestern schwangten seine Leistungen doch auch hin und her. Ein Spiel ein 88er Ave, dann einen einen 105er - Konstanz ist das sicher nicht.
Man sollte bei diesem Turnierformat eine andere Messlatte anlegen. Ein Spieler muss mindestens 7 Spiele an Tag spielen mit unterschiedlich langen Pausen und unterschiedlich starken Gegnern.
Da ist ein normaler Rhythmus einfach nicht gegeben. Ich glaube, was Bierdimpfe meint, ist seine Gesamtperformance der letzten Jahre. Wade steht nun schon seit mehreren Jahren unter den Top 3 der Welt und wenn Taylor mal früher ausgeschieden ist, war es oft Wade, der die Gunst der Stunde genutzt hat und den Sack zugemacht hat.
Die Konstanz sollte man bei einem Spieler nicht daran messen, ob er an einem Tag CLoD immer denselben Average spielt. Das schafft niemand. Auch Taylor schwankt zwischen 100 und 117, das ist zwar ein höheres Niveau, aber auch nicht konstant.
James Wade hat den World Grand Prix gewonnen, indem er die Legs sicher zugemacht hat. Das heißt, er war sehr sicher auf die Doppel. Das war gestern auch so. Es gab kaum ein Leg, wo er wirklich viele Darts auf Doppel vergeben hat. Ein Beispiel für einen unkonstanten Spieler ist für mich Adrian Lewis. Unbestritten ist er einer der besten Scorer überhaupt, aber was das Checkout betrifft, entscheidet das bei ihm oft über die Qualität eines Turniers für ihn. Dieses Jahr ist er in Blackpool und Dinslaken in der ersten Runde ausgeschieden. In Dublin war er im Finale. Die Anzahl der 180er, die er wirft, ist zwar außergewöhnlich, aber wenn er 10 Darts auf ein Doppel vergibt, helfen ihm auch 12 180er in 10 Legs nicht.
Das ist meiner Ansicht nach bei Wade anders. Der muss nicht immer einen riesen Vorsrung im Leg haben, weil er mit 180 und 140 gestartet ist. Bei ihm reicht meistens eine, manchmal zwei Aufnahmen, um ein Leg zu gewinnen.