Schwächephasen im Training

  • Hallo miteinander :)

    Da mir dieses Forum außerordentlich gefällt, würde ich gerne mal eure Meinungen oder Tipps zu meinem Anliegen hören.

    Kurz zu mir, ich spiele seit ca. 2 Jahren Steeldarts, und habe immer mal wieder Trainingsphasen gehabt, in denen ich jeden Tag ca. 1h gespielt habe, dann aber auch mal 2 Monate pausiert habe.

    Grundsätzlich war ich eigentlich die letzten 1,5 Jahre damit beschäftigt meine Wurfhaltung zu finden, den entsprechenden Griff der sich für mich gut anfühlt, und natürlich die passenden Darts. Zu Beginn habe ich die typischen Fehler gemacht, den Arm nicht "durchzuziehen", den Unterarm und Ellbogen nicht in einer Linie zu halten (fiel immer nach rechts ab) allerdings fanden auch hier immer wieder Darts die anvisierten Felder, so das die schlechten Gewohnheiten mehr und mehr Einzug hielten.

    Seit 3 Monaten in etwa versuche ich jeden Wurf konzentriert zu Ende zu bringen, lasse mir Zeit und achte sehr auf die Wurfhaltung. Entsprechende Erfolge für mich als "Neuanfänger" kamen auch mit der Zeit, so dass ich inzwischen relativ vernünftig die Felder treffe die ich auch anvisiere, und die "schlechten" Angewohnheiten verbannt habe :)

    Nun aber zum eigentlichen Problem:

    Im Moment trainiere ich täglich ca. 1-2 Stunden, und habe hier eigentlich immer nach ca. 30 Minuten das Problem das es sich für mich anfühlt, als würde die Kraft fehlen den Wurf ordentlich zu beenden. Ich merke wie ich teilweise die Schulter nach vorne "werfe" und nicht nur die Darts aus der Armbewegung werfe, was eben zur Folge hat das ich eigentlich fast nichts mehr treffe. Teilweise rutschen Darts richtig "kraftlos" aus der Wurfbewegung, so das ein anvisiertes z.B. T19 im D19 Feld landet. Eigentlich bin ich nicht schwächlich gebaut, habe also schon entsprechende Kraft, daran sollte es nicht liegen.

    Manch einer wird lachen, aber ich habe vor kurzem auch meine Wurfbewegung gefilmt, und eben genau das Problem erkannt, das meine Schulter und der halbe Oberkörper übertrieben gesagt den Wurf vollenden, und nicht der Arm.

    Nun die Frage, hat einer von euch ein ähnliches Phänomen, was kann ich dagegen tun? Einfach weiter trainieren oder stimmt bei mir grundsätzlich was nicht? 8|

    Vielen Dank vorab für eure Antworten :)

  • Ich hatte auch ein ähnliches Problem als ich angefangen habe Darts zu spielen. Es war damals für mich auch deprimierend nie wirklich das zu treffen, was ich angezielt habe, aber ich denke so ging es jedem bei seinen ersten Versuchen. Seit mittlerweile 1,5 Jahren habe ich das aber so weit wie möglich in den Griff bekommen.

    Ich denke man verliert exakt durch die Bewegung des Oberkörpers viel Kraft für den Wurf. Damals habe ich glaube ich ein Video mit Simon Whitlock gesehen, der einem geraten hat bei seinem Wurf darauf zu achten, dass sich nur der Unterarm/Hand bewegegt. Ich habe mir damals diesen Tipp zu Herzen genommen, und mir vorgestellt, dass mein ganzer Körper außer dem Unterarm aus Stein ist ^^ Am Anfang war das natürlich total ungewohnt aber schon nach relativ kurzer Zeit hab ich gemerkt, wie mein Wurf schwungvoller und auch präziser war.

    Wichtig dafür ist aber eine Haltung zu finden, bei der man sich wohl fühlt und nicht neben dem Versuch nicht den Körper zu bewegen auch noch verkrampft. Das gelingt mir bis heute nicht immer perfekt.

    Im Endeffekt ist es aber nur eine Sache von Training und ständiger Wiederholung. Mittlerweile beherrsche ich es meistens gut den Oberarm und Oberkörper komplett still zu halten, und muss darüber auch nicht mehr nachdenken.

    Wie gesagt, versuch am besten dir einfach mal vorzustellen das dein gesamter Körper außer dem Unterarm aus Stein oder unbeweglich ist. So hab ich zumindest meine "Tänzerei" am Oche halbwegs in den Griff bekommen.

  • Hast Du mal kurze Trainingspausen ausprobiert? Spiele mal ein paar Sätze, dann mach 5 Minuten Pause. Setz Dich hin, leg die Darts aus der Hand, trink nen Schluck Wasser...Nach 5 Minuten weiter spielen. Dann wieder ein paar Sätze spielen...dann das gleiche. Und beobachte mal, wie sich dein Körper verhält. So ein defizit KANN körperlich sein...Kann aber auch psychisch sein (Konzentrationsmangel).

    :unsch: LEBE NICHT UM ZU ARBEITEN, ARBEITE UM ZU LEBEN!!! :unsch:

  • Wie gesagt, versuch am besten dir einfach mal vorzustellen das dein gesamter Körper außer dem Unterarm aus Stein oder unbeweglich ist. So hab ich zumindest meine "Tänzerei" am Oche halbwegs in den Griff bekommen.

    Find ich gut :thumbup: (solange man seine Darts noch selbst holen kann)

    So ein defizit KANN körperlich sein...Kann aber auch psychisch sein (Konzentrationsmangel).

    Bei vielen kommt die Schulter und der Körper extrem in Bewegung wenn sie etwas "erzwingen" wollen.

    Siehe auch Richi Burnett in Druck Situationen

  • da ich Frischfleisch bin und seit nem Monat recht intensiv trainiere kenne ich das Problem. Es mag langweilig klingen jedoch mir hilft es enorm sehr lange den Wurfablauf ohne zu zielen zu wiederholen. Schau auf die 14 am Board, konzentriere dich auf den richtigen Griff, den sicheren und bequemen Stand, auf die komplette und saubere Wurfbewegung, versuch dieses Gefühl nach dem ersten Dart wieder und wieder ab zu rufen. Es ist egal wo die Darts auf dem Board stecken, wichtig ist, das sie nahe beieinander sind, einigermaßen gerade im Board stecken und du nach dem Wurf das Gefühl hast das sich guuuuut anfühlt.

    Wenn ich mich so einwerfe rufe ich automatisch beim Training auf Doppel oder Score die zuvor eingehämmerte Wurfbewegung ab ohne nach zu denken und kann mich ganz auf meinen Zielpunkt auf dem Board und der Flugkurve dahin fokussieren.

    Im Nachhinein haben wir schon alles im Voraus gewußt!!!

  • Vielen Dank für eure Antworten!

    Könnte wirklich bei mir sein das es eine Kopfsache ist, Pausen mache ich eigentlich so gut wie keine, vielleicht sollte ich das mal tun. :)
    Manchmal merke ich selber wie ich den Wurf wirklich erzwingen will, und dann genau passiert eigentlich das Körpergewackle. Vielleicht habe ich da einfach zuviel Ehrgeiz und will unbedingt.

    Wie gesagt die ersten 30 Minuten halte ich den Körper wie von Kev Jay genannt wirklich stabil und werfe die Darts auch nur aus dem Unterarm, so wie es eigentlich "vorgeschrieben" ist, dann allerdings merke ich wie ich nach und nach wieder mit dem Köper beginne zu werfen.

    Ich werde wirklich mal versuchen ein paar Pausen von 5-10 Minuten einzubauen, und sehen was sich ändert, bringt vielleicht doch mehr 20-30 Minuten zu werfen und dann sich wieder zu sammeln :)

    Vielen Dank schonmal.

    Edit:
    @ feinrippslip

    Genau so trainiere ich eigentlich auch, also ich versuche keine 501 zu spielen oder auf den Average zu achten, sondern eben die Darts so nahe wie möglich beieinander sind in dem Feld das ich anvisiert habe, und zudem die gleiche Flugbahn aufzeigen, und eben gerade im Board stecken. Dies funktioniert wie gesagt die ersten 30 Minuten wirklich gut, nur dann lässt es eben extrem nach, ich merke wie sich der Wurf mehr und mehr "ungut" anfühlt.

    Einmal editiert, zuletzt von aenima (24. Januar 2014 um 13:28)

  • Wenn ein PC in der Nähe ist, kann man prima gegen einen Virtuellen Gegner spielen. Mit NO1 oder KP-Darts.
    Den Score vom Computer Gegner abwarten und dann erst selber werfen bedeutet auch, das man eine kleine Pause zwischen seinen Würfen hat und man sich neu konzentrieren kann.
    Finde ich besser, als wenn man seine Darts quasi nacheinander ins Board semmelt, da verfällt man leicht in einen Rhytmus der mit gezielten Würfen nicht mehr viel zu tun hat.
    Noch besser ist natürlich ein richtiges Match gegen echte Spieler, da lernt man am meisten, inclusive kleiner Sticheleien, Verzögerungen etc.....

    Lieblingsspieler: Andy Kröckel

    Einmal editiert, zuletzt von Still_needs_trebles (25. Januar 2014 um 17:20)

  • @still_needs_trebles: dem kann ich nur zustimmen.
    Ich erwische mich auch immer mal wieder dabei wie ich die Pfeile aus dem Board zieh, zurück ans Oche lauf und gleich wieder drauf werfe mit den Pfeilen.
    Das geht mal ein,zwei Runden gut und dann merk ich immer öfter wie ich scheinbar bei manchen Würfen komplett die Kontrolle "verliere".Dann schlingert der Pfeil Richtung Board oder hat ne Abweichung von mehreren Zentimetern.
    Dann kommt noch dazu das mal der Oberarm verkrampft o.ä....

    Spätestens dann muss mal ne Runde durchs Zimmer laufen oder mich bewusst kurz ablenken und neu "sammeln".
    Da ist die Variante mit dem CPU-Gegner nicht verkehrt.
    Meistens klappt das recht gut.

    Wenns dann die nächsten Runden jedoch noch genauso läuft das ich nciht bei der Sache bin überlege ich mir ob es an dem Tag überhaupt sinnvoll ist weiterzumachen oder ob ich es lieber sein lasse :S

    "Es gibt zwei Wörter, die dir im Leben viele Türen öffnen werden: ziehen und drücken."

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