• Hallo Kollegen, seit ca. 3 Monaten intensiven Trainings fällt mir immer mehr auf das ich anscheinend 2 Wurfarten habe. Der eine ist vor allem beim Scoren auf 20er, auf 19 und 18er Felder auffällig. Da wird der Wurf sehr konsequent zu Ende durchgestreckt und mit Abklappbewegung beendet. Die Flugkurve ist wirklich eine Kurve und die Pfeile stecken nach unten. Die 2.te Bewegung findet vor allem beim Stellen auf tripple, eher in der unteren Boardhälfte und beim Werfen auf die Doppel statt. Diese Bewegung endet eher Katapultartig und ohne Abklappbewegung. Die Flugkurve ist sehr linear und die Pfeile stecken wesentlich gerader im Brett.

    Ich möchte jetzt gar nix groß ändern die Frage ist nur gibt es ähnliche Erfahrungen und stellt man sich irgendwann auf eine Art um ? Soll man das bewußt herbeiführen. Wenn ich das im Moment versuche verstört es mich eher :cursing: Für jeden tipp oder Meinung bin ich dankbar :dartfriend: danke lg

  • Hi,

    nach Deiner Beschreibung kann ich mir irgendwie immer noch gar nicht vorstellen, wie Dein Wurf/Deine Würfe aussieht/aussehen.

    Egal: Du hast Dir offenbar eine "innere Komfortzone" aufgebaut, weil Du unmittelbar auf diese Art vermeintlich am besten triffst. Der Schein trügt aber auf lange Sicht. Sicherlich ist es, wie gesagt auf lange Sicht, effizienter, auf alle Segmente mit gleichem Wurfstil zu werfen. Da sollte man den benutzen, der einem für sich als am natürlichsten erscheint und an diesem arbeiten. Ich hoffe für Dich, dass das der geradlinige ist. Ich persönlich bin eher Fan von geradlinigen Darts, weil ich glaube, es ist bei starken Flugkurven schwieriger, immer den gleichen Winkel und Kraft zu finden, allerdings gibt es genug Darter, die auch das großartig beherrschen.

    Warum habe ich "auf lange Sicht" betont? Der Knackpunkt ist die innere Sicherheit. Du spielst ja jetzt so, weil Du Dich im Augenblick damit sicher fühlst. Die Arbeit liegt darin, diese innere Komfortzone zu verlassen und sie sozusagen auf einen immer gleichen Wurfstil zu verlagern. Dazu musst Du aber Deine aktuelle Komfortzone erstmal loslassen bzw verlassen. Dadurch ist es nicht unwahrscheinlich, dass Du Dich im ersten Moment nicht mehr so sicher fühlst, dementsprechend können zunächst die Ergebnisse ausfallen. Es gilt, sich davon nicht beirren zu lassen.

    Überlege Dir doch mal die Ursache, wieso Du das machst. Hast du mal auf die Art gut getroffen und es dann einfach übernommen? Spielst Du so, weil Dir das in Drucksituationen (z.B. stellen, checken) vermeintlich sicherer vorkommt? Ersetze diese Ambitionen mit dem Leitgedanken: Mein natürlicher Wurfstil ist wie ein zu Hause. Das ist mein Ding, nur ich treffe damit am besten. Das hört sich n bisschen bescheuert an, zugegeben. Aber was ich meine ist: Man muss dem, was man sich selbst irrtümlicher Weise jetzt eingebläut hat, aktiv widersprechen.


    Übrigens eine Kleinigkeit noch: Wenn Deine Darts hängen, fallen sie gerne öfter aus dem Board, insbesondere, wenn man dann besser wird. Darter, die so spielen, findest Du eher selten...und wenn, dann steckt der Dart eher gerade. Bei geschätzt 90% aller Spieler steht der Dart sogar nach oben, bei manchen leichter, bei manchen stärker. Es liegt eine gewisse Wahrscheinlichkeit darin, dass Du kleine oder dünne Flights und/oder relativ lange Shafts spielst. Du kannst beeinflussen, wie die Darts stecken, indem Du Dein Setup etwas veränderst. Ich würde da mal mit etwas breiteren Flights starten. Solltest Du schon breite Flights spielen, kannst Du es mit kürzeren Shafts versuchen.


    Back to practice board...viel Spaß! :thumbup:

  • Habe jetzt daran weitergearbeitet. To make a long story short: Ich habe jetzt EINEN Wurf. Ich "schmeisse" jetzt nicht mehr auf die Doppel und Tripple sondern werfe wie auch auf die Tripple 20. Wenn's interessiert, habe ich folgende Routinen jetzt am Start.

    10-15 Minuten Wurf auf Tripple 20 (ohne Vorgaben) Warm up
    10 Min. Pfeil 1 auf D20 Pfeil 2 auf Triple 20 Pfeil 3 auf Bull
    10 Min. Pfeil 1 auf D20 Pfeil 2 auf Bull Pfeil 3 auf Doppel 3


    Nach dieser Routine habe ich alle Höhen am Board durch und bin in der Höhenachse sehr sicher.
    Anschließend setzte ich zB mit Finish 41-52 durch (immer mit Pfeilen, wenn Doppel ausgemacht nächste Zahl) damit bekomme ich langsam Routine was bei 41 zu tun ist wenn der die Single 9 nicht getroffen wird.


    Durch diese Routine Warm Up hat sich mein Wurf extrem stabilisiert.
    Lg aus Wien

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