Wo Barrel aufbohren lassen oder wie selbermachen?

  • Ich stehe vor dem folgenden Problem. Ich habe vor kurzem einen Barrelsatz gekauft, mit dem ich ganz gut zurecht komme. Ich habe jetzt bei einer Gewichtsüberprüfung festgestellt, das ein Barrel ca 0,4g schwerer ist als die anderen.

    Umtausch scheint schwierig, die Barrels sind ja auch schon benutzt. Deshalb dachte ich nun das schwerere Barrel aufzubohren, bis das gewünschte Gewicht erreicht ist. Leider habe ich keinen Bohrständer oder ähnliches und ich habe Angst das Gewinde zu beschädigen. Wer kann so etwas machen?

    Den Gedanken es selber zu machen, habe ich dnnoch nicht ganz aufgegeben. Ein Dremel ist vorhanden. Ich habe mir überlegt eine Art Hülse mit in das Barrel zu stecken, um so das Gewinde vor evtl. Beschädigungen zu schützen. Ideen hierzu?

    Grüße, Chris

  • Chris,
    das Bohren ist weniger das Problem.
    Einmal müßtest Du das Barrel genau senkrecht aufspannen. Das nächste ist das genaue Tiefenbohren.
    Mit einem 4mm Bohrer machst Du das Gewinde nicht kaputt, das Kernmaß vom 2BA ist 4,2mm.
    Mit einem 4mm Bohrer sind es über den Daumen geschätzt 0,3mm. Die Tiefe ist aber abhängig vom Material, bzw. dessen Wichte. Bei 80% Tungsten ist es nicht das selbe wie bei 95% Tungsten.
    Dazu kommt noch, daß eine Ständerbohrmaschine immer elastisch aufgehangen ist. Damit meine ich, daß die nachfedert und ein genaues Tiefenbohren damit sehr schwierig ist.
    An einer Drehmaschine ist das kein Problem.
    Ich habe hier aber irgendwo gelesen, daß jemand das prof. macht. Hat sich doch letztens jemand E-Darts auf Steel oder umgekehrt machen lassen.

    [align=left] Grüße

    Buko,

    Die billigen Tricks sind oft die preiswertesten.
    Verdorbener Spaß muß nicht sofort weggeworfen werden.
    Zwei accounts kosten nicht das doppelte sondern Nerven.
    Hat die Sache einen Haken, hänge ein Dartboard dran.

  • Basteltipps kann ich dir leider keine geben, trotzdem reklamieren, spielt keine Rolle , ob gebraucht oder nicht. Mehr als " Neinsagen" kann der Händler nicht.

    Toleranz ist 0,3 g , bei einigen Taylor Darts findet man die Aufschrift mit den Hinweis von 0,1 Toleranz.
    ( Angaben ohne Pistole )


    Gruss Kenshi

    P.s Profis bohren ohne Schlag :duw:

  • Toleranz ist 0,3 g

    Mein Händler, der Radi, meinte unter 0,5g Abweichung brauch er bei McCoy erst gar nichts versuchen. Da jetzt den Harten rauszukehren von wegen versteckter Mangel etc :vertrag: ist nicht so mein Ding. Vielleicht gibt es ja eine praktikable Lösung.

    P.S. Die Toleranzen bei meinen Phase 5 sind wirklich vorbildlich. Schwankt so zwichen 0,01 und 0,02g :respekt:

    Grüße, Chris

  • Also das McCoy gerne mal beim Gewicht schummelt kann ich bestätigen. Meine 26g Marksman hatten gerade mal 25,3g. Aber JEDER exakt gleich dieses Gewicht!!!
    I.d.R. sollte jeder Dart-Händler der in gewisser Weise Custom anbietet Dir schnell helfen können.
    Bei uns in DO ist ja der JIMMY, da dieser auch Billard-Service anbietet (Tische beziehen, Koes bearbeiten usw.) ist der handwerklich fit-ok dafür hat er ein zwei andere Mä...egal ;-). Soeiner macht das während du noch da bist!

    Das ist keine große Sache. Ich habe mir abgewöhnt die Dinger nachzuwiegen wenn sich gut anfühlen. Das wird doch erst dann ein Problem wenn man es weiß!!! (Kopfsache)

  • Nun, daß Barrel vom Nenngewicht abweichen, habe ich schon oft erlebt.
    Bsw. die Sigma, mit 23g bestellt, kamen mit 23,5g und waren auch so beschriftet.
    Meine McCoy weichen bis zu 0,4g vom Nenngewicht ab aber haben alle nur Abweichungen von 0,03g pro Satz untereinander.
    Wenn Du wirklich auf Deinen Barrel mit 0,4g Differenz hängen bleibst und es Dich wirklich so stört, würde ich das für Dich machen. Aber versuche bitte erst die anderen Wege und die Profidartflüsterer.

    [align=left] Grüße

    Buko,

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  • Also das McCoy gerne mal beim Gewicht schummelt kann ich bestätigen. Meine 26g Marksman hatten gerade mal 25,3g. Aber JEDER exakt gleich dieses Gewicht!!!

    Damit hätte ich kein Problem. Das aber ein Barrel so ca 0,44g mehr wiegt wie die beiden anderen stört mich dann doch.

    Grüße, Chris

  • Hast Du das von Anfang an auch definitiv beim spielen gemerkt??? Oder erst nach dem Blich auf die Waage?

    Bei Unicorn hatte ich das "weight-watched"-Phänomen bei den Lowe in 21g geordert und in 20,2g erhalten. ABER auch so auf dem Dart beschriftet!

    NUN wiege ich nicht mehr nach! Das schadet den Darts definitiv nicht!

  • Nein, ich habe es nicht beim Spielen bemerkt, sondern erst auf der Waage. Das ist ja auch nicht ganz so einfach, denn wenn ein Dart mal nicht genau neben dem anderen landet, ist das bei mir zumindest nichts ungewöhnliches.

    Das Schlimmste war aber dann nach dem Wiegen. Dadurch das man weiss, das ein Dart schwerer ist, macht man sich unnütz Gedanken und das Spiel wird erst richtig schlecht, bzw ich habe mit dem Set nicht mehr gespielt.

    Generell denke ich das jeder unterschiedliche Ansprüche hat, was die Toleranz des Gewichtes angeht. Phil Taylor wird vielleicht mit allem was über 0,02g ist als unspielbar bezeichnen. Bei mir ist die Schwelle sicher deutlich höher. Allerdings ist eine Abweichung von knapp einem halben Gramm zu viel des Guten.

    Grüße, Chris

  • Ich habe jetzt mit viel Mühe das Barrel 0,15g leicher bekommen. Liegt es daran, das die Bohrer die ich verwende nichts taugen? Ich habe normale HSS Metallbohrer.

    Edit: So wie es aussieht habe ich diese hier. Taugen die nichts? Sollte ich Schneidöl verwenden?

    Grüße, Chris

    Einmal editiert, zuletzt von Chriz (20. Juli 2011 um 17:17)

  • Viel Mühe heißt mit viel Kraft?
    Das liegt zum Einen am Schliff des Bohrers (Querschneide gespitzt?), und zum Anderen ob man vorbohrt oder nicht.
    Öl ist auf jeden Fall besser. Zur Not geht auch Olivenöl.
    Langsamere Drehzahl, etwa 500-600 1/min.
    Zwischendurch das Barrel immer mal auskühlen lassen. Das Material ist ähnlich zäh wie VA und kurzspanend.
    Es gibt da für die Industrie durchaus Bohrer für solche Zwecke und Materialien (Anbohrer), die da durchgehen wie Butter. Sind im Homebereich aber eher unüblich.

    [align=left] Grüße

    Buko,

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  • Wenn man die Arbeit an der Drehbank macht, ja.
    Trotz dem dieser Fräser eine Schneide über Mitte schneidend hat, empfiehlt sich bis zu einer Tiefe von 1x Fräserdurchmesser Vorbohren. Sonst rattert der Fräser möglicherweise, weil er noch keine Führung hat.
    Ansonsten sind Bohrer aber völlig ausreichend, da die Barrel ja hinten schon zentrisch gebohrt sind und der Bohrer sich darin ausrichtet.
    Ganz ehrlich, ich würde es nicht mit dem Fräser machen. Die Gefahr von Schwingungen ist einfach zu groß und schnell hat man das Barrel von außen durch die Aufspannung vermackt.
    Es ist übrigens nicht leicht, 4mm Fräser mit längeren Schneiden zu finden. 5-6mm sind meist schon die 2BA Gewinde tief.

    [align=left] Grüße

    Buko,

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  • ich würds auch nicht mit dem fräser machen. geh in ein fachgeschäft und kauf die einen HM bohrer. etwas teuer aber erfüllt den zweck zu 100%. wobei ich die idee hätte eine dreherei bzw einen werkzeugbau in deiner nähe aufzusuchen und es für ein paar kaffee machen zu lassen.

    ihr lacht über mich weil ich anders bin, ich lache über euch denn ihr seit alle gleich !!

  • Danke euch allen für die sehr guten Tips. Ich habe die Gewichte der Barrel nun weitestgehend egalisiert. Die Aktion wurde auch direkt mit einer 180 belohnt :vic:

    Grüße, Chris

  • Ich hätte da mal eine, hm reusper, wahrscheinlich blöde Frage: Wenn ich Barrels hinten tiefer ausbohre, werden sie ja leichter. Wandert dadurch auch der Schwerpunkt ein wenig nach vorne? Ich würde meinen, ja. Kann mir das einer von den Barrelselbstausbohrern/drehern beantworten?

    :dart: :lach:
    Mein Nick entspricht übrigens nicht meinem Alter, sondern meinem ... äh ... :whistling: (jeder Darter hat mal klein angefangen, oder?!)

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  • Nun, es kommt auf das Verhältnis an.
    Was wiegt der Barrel und wieviel % davon möchte man reduzieren?
    Bei einem 22g Tonnenbarrel, den man auf 21 g bringt, macht das je nach Form des Barrels eine Verschiebung des Schwerpunktes von etwa 1-1,5 mm aus. Je länger der Barrel, desto mehr verschiebt sich auch der Schwerpunkt.
    Die Änderung des Schwerpunktes wird man in den meisten Fällen garnicht bemerken. Das verminderte Gewicht schon.

    [align=left] Grüße

    Buko,

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  • Hi Buko,

    Danke schonmal, dass Du dich der Frage angenommen hast :daumen: .
    Darf ich bei meinen Überlegungen etwas konkreter werden? Vorweg, ich bin absoluter Laie und könnte das auch nicht selber machen mangels geeignetem Werkzeug.
    Ich habe einen Target Perfect Storm 25g Barrel.
    http://www.dartworld.de/images/article…d98ab743c_5.jpg
    http://www.dartworld.de/images/article…4ccc9c6466a.jpg

    Bei dem liegt der Schwerpunkt im hinteren Drittel der Rillung. Damit ist die Rillung tendenziell zu weit vorne, da mein Daumen am bis knapp hinter den Schwerpunkt greift.
    Meine Theorie ist die, dass wenn sich der Schwerpunkt um ca 2-3mm nach vorne verschieben würde, mein Daumen mittiger zur Rillung zum liegen kommt anstatt wie jetzt am Übergang zur glatten Fläche. Abgesehen davon, muss der Barrel nicht 25g wiegen, 23g reichen völlig. Nur gleich schwer müssen se sein :) .
    Ich hoffe ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt :S .
    Klar, ich könnte mir auch ein anderes Barrel kaufen, nur gar nicht so einfach, was pasendes zu finden :whistling: .

    :dart: :lach:
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