So eine unbedeutende Randsportart wie Darts kommt so manchem Sportjournalisten wohl ganz recht, wenn man sich selbst mal ein bisschen inszenieren will. Gibt ja genug Leser, die von Dart keine Ahnung haben und denken, der Autor hätte voll den Durchblick. So was nennt man dann wohl "eine Meinung der Bevölkerung aufnehmen und in Worte fassen" (oder wie Printmedien das auch immer nennen). Ist klar, Herr Meuren! Über Themen wie Fußball zu schreiben, ist ja so langwelig jetzt in der Winterpause.
Und wenn dann zurecht Kritik von echten Kennern kommt, rudert man eben auf einer Facebookseite zum Thema Dart zurück. Genau da, wo nur eben diese es lesen. Und die Leser, denen man eventuell mit dieser Stimmungmache das Gehirn gewaschen hat, bekommen davon schön nichts mit. Abgezocktheit der ganz üblen Art ...
"Ist ja alles gar nicht so gemeint, wie es im Text steht." Wenn das die Position eines Autors zu seinem eigenen Text ist, frage ich mich ernsthaft, wie der Kerl eigentlich seinen Job bekommen hat. Seriöse Berichterstattung sieht jedenfalls anders aus.
Randsportarten haben es echt nicht leicht in deutschen Medien. Die einen verschweigen sie komplett (und berichten nur mal, wenn man einen Bezug zu Deutschland herstellen kann), die anderen nutzen sie dank der Ahnungslosigkeit der meisten Leser aus, um sich selbst in Szene zu setzten.
Und trotzdem gibt es umfangreiche Übertragungszeiten und hervorragende Einschaltquoten. Man hat manchmal den Eindruck, genau dies sei einigen deutschen Sportjournalisten ein Dorn im Auge ...