Beiträge von Kevin Barth

    Das hier wurde eben auf der Facebook-Seite von McDart veröffentlicht:

    Endlich ist es soweit, der Prototyp des Winmau Löwen Darts wurde fertig gestellt. Nach monatelangen Tests verschiedener Deutscher Top Spieler, konnte das Gerät zur Serienproduktion freigegeben werden. Im Frühjahr 2016 startet eine Turnierserie von 8 Veranstaltungen. Angeboten werden an jedem Turnier Wochenende folgende Disziplinen: Herren Einzel und Doppel 501 D.o., Damen Einzel und Doppel 501 D.o., Mixed 501 D.o. und ein Tripple Mixed( 2 Herren eine Dame) 701 D.o. Die Geräte sind für die ersten 8 Turniere freigeschaltet, also kein Münzeinwurf nötig. Das Startgeld beträgt 10 € je Person, Preisgeld je Disziplin 5000 €! Aus den Einzel- und Doppel-Disziplinen, werden Ranglisten für Damen und Herren erstellt. Zurzeit laufen Verhandlungen, das die beiden bestplatzierten einen Startplatz, bei der Darts WM 2017 erhalten. Die ersten beiden Veranstaltungen werden in Köln und Hamburg stattfinden, weitere Infos folgen im Laufe der nächsten Woche.

    In Irland gibt es auch sehr viele Barney-Fans, da dürfte er die Unterstützung wieder auf seiner Seite haben. Bin aber auch skeptisch, ob er das schafft heute, weil er irgendwie bekannt für seine Unkonstanz ist und das einzig berechenbare ist bei ihm seine Unberechenbarkeit.

    Schaut man auf dartsdatabase und rechnet ein Bisschen selber im Kopf mit, dann weiß man, dass Mensur inzwischen die Nummer 33 der Welt ist und mit einem Sieg heute gegen Gilding auf Rang 31 rücken kann (er würde Gilding und Ronny Huybrechts überholen). Das wäre ein Meilenstein für den deutschsprachigen Dartsport, zum ersten Mal ein Spieler in den top 32. Und selbst, wenn ers nicht schafft: Am kommenden Wochenende ist er bei den ersten Players Championships des Jahres zum ersten Mal überhaupt gesetzt. Da könnte dann also auch wieder Preisgeld dazukommen, wenn er dem Großteil der Topspieler zwei Runden lang erst mal aus dem Weg geht.

    Mensur aktuell wie ein Uhrwerk, einfach nur stark. Rowby sucht dagegen nach seiner Form aus 2014 und auch die Deutschen finden keinen Rhythmus. Max hat vor zwei Wochen Freitag mal gezeigt, wie es gehen kann, aber danach kam in den letzten 4 Turnieren (Hildesheim eingeschlossen) leider nicht mehr viel.

    Vor allem die Deutschen müssen sich in meinen Augen einmal folgende Frage stellen: Was macht Mensur anders, dass er schon seit Jahren weit vor allen anderen deutschsprachigen Spielern steht und jetzt sogar Anstalten macht, in die top 32 vorzustoßen? Er hat nicht die ganz großen Trainingspartner, aber hat sich vor allem seit Anfang 2013 enorm gesteigert (auch wenn Wayne Mardle trotzig immer wieder etwas anderes behauptet). Die Deutschen Spitzenspieler argumentieren hingegen immer wieder damit, dass ihnen gleichwertige oder bessere Trainingspartner fehlen und dass es schwierig ist, sich mit den anderen Landsleuten regelmäßig zum Training zu treffen. Bei Mensur sieht man doch aber, dass es auch genau so funktionieren kann? Hat er einfach mehr Talent, als der Rest im deutschsprachigen Raum, oder wie kann man das beurteilen? Natürlich ist Dartdeutschland inzwischen deutlich breiter aufgestellt und wir machen eine gute Entwicklung, aber ein Mensur sticht halt eindeutig aus all dem heraus und da finde ich schon, dass man mal ein paar solche Fragen stellen darf.

    Für mich ist in letzter Zeit ein klarer Unterschied zwischen Mensur Suljovic und dem ganzen anderen deutschsprachigen "Rest" zu sehen. Wenn ein anderer Spieler abgesehen von Mensur mal keinen guten Tag hat, kann sein Average auch unter 80 liegen und reicht damit in 99 % der Fälle nicht aus. Bei Mensur liegt der Ave an einem schlechteren Tag immer noch bei um die 85 oder höher. Er hat vor allem am gestrigen Tag nicht sein A-Game spielen können, aber schafft es am Ende trotzdem ins Halbfinale. Da kann man nur hoffen, dass er dieses Jahr noch einige Turniere spielt. Aktuell ist er bereits auf dem Weg, sich für einige Major-Turniere zu qualifizieren, vor allem das World Matchplay könnte wieder möglich sein. So könnte er dann auch bald die top 32 angreifen, auch wenn von vor zwei Jahren natürlich noch Preisgeld zu verteidigen ist.

    Habe auch zumindest den Verdacht, dass die Super League Eastern stärker ist, als die Deutsche Version. Vor allem nach den Ausstiegen von Artut, Welge, Puls und ein paar anderen ist die Leistungsdichte in der osteuropäischen Variante wohl deutlich höher. Eine kleine Standortsbestimmung war dann auch vielleicht der Qualifier für Gibraltar, wo sich kein einziger Deutscher durchsetzen konnte, aber das kann ja auch nur eine Momentaufnahme sein.

    Rosenauer verliert mit 3:5 gegen Harry Ward, Roith aber mit einem 5:1 Sieg gegen Glenn Spearing unter die letzten 32! Roxy-James Rodriguez heute erneut der beste Österreicher, er spielt grade in Runde Drei gegen Simon Malpass