Beiträge von Hummel

    Das nächste Video geht heute abend noch online: Eine komplette Basis Analyse (Seite, Front und Blick von oben) mit den Parametern der Videoanalysen. Morgen kommt dann einmal kein Video, und übermorgen möchte ich dann mit einem kurzen Grundlagenvideo für Techniktraining und im Anschluss dann mit den Trainingsvideos zu den Parametern der Videoanalysen beginnen.

    LG


    P.s.: Von einigen, die mir die Videos zugesandt haben, habe ich netterweise die Freigabe bekommen, dass ich sie in einem der Videos besprechen darf. Das kommt ebenfalls noch.

    Hallo Horst,

    das Video habe ich in dem Thread auch schon einmal angesehen. Beim eigentlichen Wurf geht es unmittelbar nicht um den Treffer, sondern um die stabile Basis. Daher wird man von Wurf zu Wurf kaum ein System herausfinden. Dazu gibt es ein altes Experiment von Müller/Loosch (1999) die gezeigt haben, dass Profis ihre Treffergenauigkeit mehr präzisieren als ihre tatsächliche Wurfbewegung. D.h.: Scheinbar stabil ist das Ergebnis, variabel aber die Bewegung. Daher wird von Wurf zu Wurf kaum eine Aussage möglich sein. Wir müssen uns also die Basis der Wurfbewegung ansehen und separat das Trefferbild. Später macht es Sinn die Veränderung des Wurfes unter Druck, Ermüdung, ... zu vergleichen (Da sind aber die Beschleunigungsdaten weil feiner empfehlenswert).

    Du setzt in Deinem Video die Winkel anders als ich, daher habe ich keine Vergleichsdaten. Schick mir einfach das Video, dann trage ich Dir gerne die Winkel ein, so wie es bei meiner Wurfanalyse gedacht ist.

    LG

    Hi, danke erstmal für die Rückmeldungen!

    @Mischka: Danke! Zu Deiner Frage: Ein Wurf entwickelt sich sowohl "von selbst" als auch durch Nachmachen. Kurz gesagt es ist ein bisschen Glück dabei ohne Rückmeldung einen erfolgreichen Wurf zu entwickeln. Meine Erfahrung ist folgende: In Vereinen, die eine Art "Leithammel" also einen guten Spieler in ihren Reihen haben, beginnen sich auch in den Teilbereichen die Würfe der anderen mit der Zeit zu ähneln. Ich habe einmal einen guten österreichischen Spieler gemessen (spielte auch schon im Qualifier und bei den Austrian Darts Open) und seinen Lehrer (ebenfalls ein sehr guter Spieler), bei den beiden war es sehr stark zu sehen, wie sich ihre Stile ähnelten.
    Was ich auch immer wieder sehe, wenn Spieler nach einer Analyse zur Kontrolle kommen, dass sich gute Aspekte der Wurfbewegung (an denen man nicht arbeiten musste) ebenfalls als Nebenwirkung oder von selbst parallel zum Techniktraining der anderen Parameter weiter entwickelt haben.
    Und so nebenbei: Leider verfestigt sich auch der nicht optimale Wurfstil mit zunehmender Spielerfahrung. Auch nicht optimale Teile des Wurfes werden immer ausgeprägter. Und dann kommen irgendwann die Zweifel dazu.

    Gurdi: Danke! Ja geplant ist es täglich, habe schon für drei Tage einmal vorgefilmt, und werde jeden Tag etwas reinstellen.

    Hallo Forumsgemeinde,

    ich war einige Zeit nicht aktiv im Forum, da ich beruflich mit meiner Offline Arbeit in meiner Praxis sehr eingespannt war. Aktuell sitze ich, wie viele von euch, zuhause mehr oder weniger fest.
    Ich möchte die Zeit nutzen um interessierten Spielerinnen und Spielern ergänzend zu meinem Buch (Harald Jansenberger: Darts-Sport sportwissenschaftliche Leistungsdiagnostik und Trainingsansätze, Hofmann Verlag) die von mir entwickelte Wurfanalyse und später darauf aufbauend Techniktraining näher zu bringen.

    Ich habe dazu vorgestern einen Youtube Kanal Bewegungsanalyse Darts (Link zum Kanal) gestartet. Mein Ziel ist den Spielern und Spielerinnen eine Analyse selbständig zu hause zu ermöglichen. Dazu mache ich die ersten Videos jeweils auf einen Parameter der Wurfbewegung beschränkt zweigeteilt (1. Teil kurze Erklärung zum Parameter, 2.Teil Videoanalyse mittels Kinovea mit Erklärung, wie die Winkel eingesetzt werden müssen.)

    Ihr benötigt dazu nur ein Smartphone oder eine Actioncam, eine Möglichkeit die Kamera 90° neben euch zu platzieren (Stativ, Möbelstück) und das Analyseprogramm kinovea (kostenloser Download: https://www.kinovea.org/)

    Das alles ist kostenlos. Mein Beweggrund: Ich möchte meine Pause nutzen, um die Messungen zum Thema Darts weiter zu verfolgen. Bislang habe ich knapp 300 Spielerinnen und Spieler getestet. Aktuell geht das leider offline nicht. Daher würde ich mich freuen, wenn ihr mir eure Aufnahmen zukommen lassen könntet (z.b. über wetransfer bei großen Dateien). email: harald@jansenberger.at

    Bei Fragen bitte einfach melden gerne auch hier im Forum.

    LG Hummel/Harald

    P.s.: Achtung: Die Selbstanalyse ist noch kein Training - D.h. der Parameter wird nur einmal erhoben, die Trainingsempfehlungen kommen dann bezugnehmend auf die einzelnen Aspekte, wenn wir mit allen 6 Parametern durch sind.


    Gerade werfen kann man unterschiedlich. Wie dartblog gerade geschrieben hat, kommt es auch auf den Stand an. Wenn ich den Arm in Neutralstellung (da ist beim hängenden Arm der Daumen vorne) hochnehme und den Ellbogen mt dem Dart in der Hand beuge, dann kommt die Hand zur Schulter. Das ist auch die Möglichkeit den Dart aus einem kleinen Ellbogenwinkel heraus bis zum Release lange in der Hand zu halten. Zusätzlich erhöht das das Bewegungsausmaß, da ich mit dem Dart am Kopf vorbei komme.
    Wenn man den Dart zum Auge oder zur Stirn führt wird der Ellbogenwinkel beim Start größer, vor allem muss man im Schultergelenk eine Innenrotation einnehmen.
    Je nach Position zum Board und auch abhängig von der eigenen Beweglichkeit in der Schulter bzw. von der Haltung kann ersteres als angenehmer empfunden werden oder eben letzteres. Beides kann aber zu einem erfolgreichen Wurf führen.
    Bei Spielern, die eher frontal zum Board stehen, ist der Unterschied zwischen den beiden Möglichkeiten größer. Spieler, bei denen Schultergürtel und Oberarm des Wurfarms eher eine Linie bilden, haben einen geringeren Unterschied.
    Von der "Berechnung" des Wurfes gibt es bei beiden Varianten keine nennenswerten Unterschiede. Die Hand-Auge-Koordination lebt vom Feedback über Erfolg und Misserfolg: Sprich, die durch Training erarbeitete und wiederholte Strategie wird zum Erfolg führen.

    Der Fokus aufs Ziel ist mit Abstand das Wichtigste (wie Dir die vorigen Antworten auch zeigen) bei der Sache. Wie Du den Dart zur Ausholbewegung führst ist, wie Mad house richtig bemerkt hat, kein leistungsbestimmendes Merkmal. Wo viele erfolgreiche Lösungen existieren, hast Du freie Hand.
    Ich würde da auch nur etwas ändern, wenn Dich Deine aktuelle Wurftechnik im Fokus (z.B.: Bei langen Dartabenden siehst Du nicht mehr "durch" die Hand sondern Du siehst die Hand vor Dir) wirklich stört. Denn wenn Du beginnst den Ausgangspunkt Deiner Wurfbewegung zu verändern, muss Dein kompletter "Wurf" neu berechnet werden. Und das wieder zu automatisieren dauert! Ich habe das aus Interesse letztes Jahr selbst probiert (Thread hier).
    Viel Erfolg!

    Hallo Mike,


    Sinnvoll sind Aufnahmen von der Seite (90° und in Brust- bzw. Schulterhöhe des Spielers), von vorne (möglichst gerade) und von oben (mögl. vertikal). Videoaufnahmen mit min. 120 bis 240 fps (Bilder pro Sekunde) sehr empfehlenswert. Für scharfe Aufnahme des Auslasszeitpunkts (der ist aber ohnehin sehr individuell) 480 bis 1000fps.

    Ich würde aber an Deiner Stelle, sofern es bei deiner geplanten Analyse um Deinen Sohn geht, da jetzt nicht großartig weiter ins Detail gehen. Und zwar aus einem einfachen Grund: Der Wurf ist sehr gut, Dein Sohn verändert sich körperlich noch sehr und ihr habt jetzt von einigen Seiten sehr positives Feedback erhalten. Und wie schon geschrieben: Selbstbewusstsein dem eigenen Wurf gegenüber ist (sofern der gut ist - und das ist er!) das Allerwichtigste. Er kann da jetzt locker aufspielen, Spaß haben, noch besser werden, Wettkampferfahrungen sammeln und va. spieltaktisch und mental sicher noch viel lernen.

    LG

    ... und gerne melden, falls es Fragen zu Kinovea gibt.

    as_ATARI, danke zuerst für den Kommentar :) Bzgl. Genauigkeit/Videoqualität: Du hast recht: Eine präzise Analyse ist hier nicht möglich, da aber die Aufnahme von der Seite deutlich genug ist bzw. ziemlich genau im rechten Winkel aufgenommen wurde, und die Bewegung sehr gut ausgeprägt ist, kann man die Messung der Parameter, die auf Anfang- und Endstellung beruhen, vertreten - bei grenzwertigen Bewegungen müsste man in der Beurteilung vorsichtig sein.

    Kann mich den obigen Kommentaren nur anschließen. Ich weiß jetzt nicht wie lange er spielt, möchte aber die paar Parameter, die ich aus den Standbildern des Videos rausmessen konnte, in Relation zu (in Österreich erfolgreichen) Jugendspielern setzen:

    Handgelenküberstreckung zu Beginn der Bewegung mit 118° sehr gut.
    Bewegungsausmaß (Streckung [übrigens inkl. Handbewegung am Ende sehr gut] minus Winkel beim Ausholen) mit 119° sehr gut.
    Oberarmstabilität (für den Umstand, dass er sicher noch wachsen wird) mit grob 12° hervorragend.
    Schulterstabilität (und die ist bei Jugendlichen oft (noch) problematisch) sieht auch sehr gut aus.

    Die Zahlen sind in dem Fall aber nicht wichtig, da sie ja passen!

    Gerade zu Beginn ist ja (sofern der Wurf grundlegend passt) das Selbstbewusstsein dem eigenen Wurf gegenüber entscheidend. Ich hoffe das trägt wie die anderen Posts dazu bei.
    Die Wurftechnik ist sehr gut - darauf kann sich ein Wurfstil entwickeln.

    Viel Erfolg! :)

    Hallo, ich bringe da einmal Licht ins Dunkel. Es ist keine Stehlampe :) Es ist ein Stecksystem, das ich für motorische Tests, Rückmeldung für Bewegungen und Training (z.B.: instabile Unterlagen) entwickelt habe. Gefertigt und vertrieben wird es von der firma pedalo unter dem Namen T.F.T. (Test.Feedback.training). Das gesamte System ist sehr vielfältig einsetzbar, aber es ist fraglich, ob man es sich rein für Darts leisten will (Kosten 399,95€). Eine abgespeckte Darts-Version ist zwar angedacht, aber fraglich, ob das von pedalo vertrieben wird, da ich selbst keinen Verkauf machen möchte. Infos finden sich auf meiner Homepage. Das Video für die Dart-Übungen muss ich aber erst einmal drehen. https://www.jansenberger.at/weitere-angebo…cktraining.html

    LG Hummel (Harald)

    Danke für euer rasches Feedback.
    @Mischka: Ob es "besser" ist, nicht zur Stirn zu ziehen, möchte ich nicht bewerten. Fakt ist, dass sich das Bewegungsausmaß nur bedingt zu einerem spitzeren Ausholwinkel verändern lässt. Es müssen aber nicht alle Faktoren immer einer Norm genügen. Was mich angeht, ich habe beim Zug bis zur Stirn ca. 65° Startwinkel im Ellbogen geschafft (zum Auge etwas weniger) und komme jetzt auf 50°. Aber es gibt definitiv Top und sehr gute Spieler, die den Ausholwinkel größer haben.


    dartblog: Danke auch für Deine Rückmeldung. Ich weiß, dass Du das bereits mehrmals (im Forum und in Deinen Videos) erwähnt hast. Ich sehe das recht entspannt, wer möchte der kann, und wer nicht möchte/kann, der muss auch nicht. ...und so nebenbei: An Deiner Präsentation liegt es sicher nicht, die ist top!


    Horst: Das kann ich nachvollziehen. Es lässt sich auf die Quintessenz zusammenfassen. Bzgl. Abbildung: Ich versuche es etwas deutlicher zu formulieren: Die Skizze ist nur als Anhaltspunkt gedacht. Der (nicht realistische) Idealzustand wäre eine gerade Linie über der Quer-Achse: Also geradlinige Beschleunigung Richtung Board. Jede Abweichung zeigt Unregelmäßigkeiten in der Beschleunigung. Dadurch lassen sich kleine, sehr schnelle und somit nicht sichtbare Bewegungen deutlich visualisieren.Bzgl. Deines Wurfs: Die Ermüdung (muskulär und von der Konzentration her) verändert den Wurf definitiv. Wenn Du dich aber bewusst in eine Position zwingen musst, dann ist das entweder (noch) nicht verinnerlicht, oder zumindest zu hinterfragen. Beeinflusst diese kleine Ellbogenbewegung auch Dein Trefferbild?

    Ich möchte mit dieser kleinen Geschichte die Schwierigkeiten aufzeigen, die bei der Veränderung des eigenen Wurfes auftreten können. Das ist mir deshalb wichtig, da hier im Forum auch oft die Fragen über die Dauer der Wurfveränderung, die Art der Wurfveränderung gestellt werden. Außerdem sollen diese Zeilen auch zeigen, dass manchmal die kleine Veränderung ein neues Problem schafft, und man doch die große Veränderung wählen muss.
    Wenn Spieler zu mir kommen, um ihren Wurf zu verbessern, sage ich immer: Veränderung des Wurfes bedeutet anfangs leistungsbezogen immer einen Rückschritt. Eine deutliche Veränderung des Wurfes macht auch ein neues Verankern der Wurfbewegung notwendig, und das kann ziemlich mühsam sein!

    Ich habe das heuer seit Winter in einem Selbstexperiment am eigenen Leib erfahren:

    Da ich in meinem Leistungsvermögen stagniert bin, habe ich versucht meinen Dartwurf zu optimieren. Nach dem Leistungsmodell (5D+ Dartscreen) habe ich einen recht stabilen Stand, eine stabile Schulter, einen stabilen Oberarm und eine passable seitliche Beschleunigung. Was bei mir Probleme verursachte, waren immer wieder die Wurfkonstanz und das geringe Bewegungsausmaß (vor allem durch einen relativ großen Ellbogenwinkel beim Start der Bewegung).

    Da Wurfkonstanz und Bewegungsausmaß korrelieren und gemeinsam eine wichtige Säule des erfolgreichen Wurfs ausmachen, hatte ich mir Anfang des Jahres 2019 vorgenommen, das Bewegungsausmaß zu optimieren. Da ich den Dart aber zur Mitte der Stirn gezogen habe, war es mir unmöglich das Bewegungsausmaß zu erhöhen, vor allem, da ich den Arm in der Bewegung bereits annähernd durchstreckte (Gelb hinterlegte Wurfaufnahme).

    Daher war es notwendig den Wurf dahingehend zu verändern, dass ich mit meiner Hand einen neuen Startpunkt suchen musste. Als ersten Schritt entschied ich mich, die Hand seitlich zur Stirn, Richtung meines dominanten Auges (Ich bin Linkshänder – links ist mein dominantes Auge), zu ziehen. Das hätte zwar dem Normwert genügt, hat aber nur bedingt Erfolg gebracht. Ich habe zwar erste Verbesserungen im Wurfbild bemerkt, allerdings störte mich, dass ich regelmäßig bei meiner Brille steifte und vor allem, dass beim Auslassen des
    Darts leichte krampfartige Empfindungen in der Nähe des Ellbogens (Ursprung der Fingerstreckermuskeln) nach und nach mehr wurden, und ich Bedenken hatte mir da etwas Problematisches heran zu züchten. Zudem wurde die Wurfkonstanz nicht besser, sondern schlechter (Wurfaufnahmen blau hinterlegt).

    Aus diesem Grund entschied ich mich zu einem deutlichen Schnitt mit meiner Wurftechnik Anfang Juli (grün hinterlegte Aufnahmen). Ich versuchte den Startpunkt weiter
    zu verändern. Diesmal zu einem komplett neuen Ziel, und zwar zur Schulter. Dieser Startpunkt bietet aus dem Blickwinkel, den Dart bis zum Release möglichst lange in der Hand zu halten, die größten Vorteile. Nachteil ist allerdings, dass diese Abweichung des Startpunktes eine komplett andere "Berechnung" des Wurfs darstellt. Nach einem ca. 14 Tage dauernden Abfall des Average um ca. 20 Punkte zeigten sich in den nächsten 14 Tagen die ersten Erfolge. Ich war noch lange nicht auf meiner Konstanz im Winter, aber es zeigt sich bereits, dass der Weg richtig war, bereits nach einer Woche nach Wurfstilwechsel hatte ich eine höhere Trefferquote bei 100 Würfen auf die 20 – und ich bin nie mehr zurückgefallen. Ebenso zeigten sich Verbesserungen beim Wurf auf Doppel.

    Die Wurfkonstanz (vor allem die vertikale Abweichung im Trefferbild - zeigt den unzureichend verinnerlichten Auslasspunkt) war aber katastrophal. Das zeigte sich auch frustrierend bei Liga-Spielen und Vereinsturnieren (Abweichungen über die D20 hinaus). Erst mit Anfang September nahm die Streuung deutlich ab (gut zwei Monate nach Umstellung) und die Verbesserungen im Vergleich zum Winter werden erkennbar.

    Quintessenz: Was will ich mit dieser Geschichte mitteilen? Es ist jedenfalls sinnvoll am eigenen Wurf zu arbeiten, es benötigt aber definitiv Zeit, Geduld und vor allem Vertrauen in die eigene Entscheidung!

    Zu den Abbildungen: Die Bilder zeigen Beschleunigungsmuster meines Wurfes (Kurve nach oben zeigt die Beschleunigung zum Board - Diese sollten möglichst geradlinig sein. Abweichungen nach rechts und links sind genau das in der Bewegung. eine möglichst deckungsgleiche Abbildung zeigt eine hohe Konstanz - es liegen 15 Würfe übereinander). Beim Wurf im November ist der Knick vorne eine seitliche Ausweichbewegung der Hand nach dem Loslassen des Darts. Die anderen Bilder zeigen die Veränderung des Wurfes an. Bild April kurz nach der Umstellung mit einem Rest des Ausweichbewegung. Bild im Juni: Die schlechtere Konstanz. Bild Anfang Juli: Eine Woche nach Start Beginn der neuen Bewegung leichte Ausweichbewegung am Ende. Bild Anfang August: Geradlinige und konstante Bewegung. Bild September: Geradlinigkeit weiter verbessert und ein erstmalig
    sehr zufriedenstellender Wert in der Wurfkonstanz.

    Was grundsätzlich hilfreich ist, ist das teilweise Abdecken des Boards, was auch schon überprüft wurde (Koyuncu, 2011). Das kann man selbst machen, in dem man das Board abdeckt und ein Loch in die Abdeckung reinschneidet. Ich habe bei einem alten Board die Spider entfernt und mit Acrylfarbe (die das alte Board auch stabilisiert ;) ) schwarz bestrichen und klebe dazu für Trainings farbige Markierungen darauf.

    Dazu kann man ja auch schon einige Ideen kaufen. Am bekanntesten sind die Practise rings. Es gibt aber auch die sog. Dart-Trainer Teile oder auch den Treble-Trainer (eine Art Schablone, die (die wichtigsten) Triple und Double Felder ausgeschnitten hat.

    Falls man mit solchen, auch selbstgebastelten (Gummiringen etc.) Zielvorgaben arbeitet, ist es jedenfalls sinnvoll, das restliche Board abzudecken oder durch Farbe zu "neutralisieren", da dann häufig angewandte Strategien bei Nicht-Treffen (z.B.: Wechsel auf die "19") ausgeschaltet werden.

    Was ich noch sehr gut empfinde, aufgrund der Deutlichkeit des Reizes: Einen Laserpointer auf das gewünschte Ziel richten und fixieren, oder auch den Laserpointer am Kopf befestigt auf die Scheibe ausrichten (sieht seltsam aus, ist aber sehr effektiv).