Ich glaube, was beim Darts werfen da im Hirn abläuft, ist ähnlich wie 10-Finger tippen. Ich mache das beruflich andauernd und bin über die Jahre recht flott geworden. Aber wenn Du mich fragst, wo auf der Tastatur ist eigentlich das "Ä", könnte ich das nicht adhoc beantworten. Ich müßte dann einfach - zumindest geistig - ein Wort wie "Änderungen" tippen, damit mein Betriebssystem mir dann mitteilt "Ä= rechter, kleiner Finger einen nach rechts und dann Anschlag". Da die Finger üblicher weise auf ASDF JKLÖ liegen, könnte ich demanch ableiten, dass das Ä rechts neben dem Ö auf der Mittellinie liegt.
So ist das bei mir auch...ich könnte das auch nicht adhoc sagen. Es ist mit dem Werfen aber nicht vergleichbar, da ich immer mit den Fingern von ein und derselben Stelle ausgehe. Aus diesem Grunde sind auch auf dem F und dem J so kleine Erhebungen, das man die beiden Tasten immer mit den Zeigefingern wieder findet. Ich musste jetzt auch genau gucken auf welchen Tasten das ist..
Hier hat man also auch eine Orientierungshilfe. Nimmt man diese weg, glaube ich, dass es mit dem 10-Finger blind tippen schnell vorbei ist. Man wird immer wieder hinuntergucken und seine Finger neu ausrichten. Erst dann erfolgt der aufgrund von Training und Erfahrung gewünschte Bewegungsablauf.
So was ähnliches findet m.E. auch beim Darten statt, wobei dabei allerdings eine Art "Eichung" über die Optik vorgenommen wird. Durch Fokussieren eines Zielpunktes, errechnet das Gehirn - aus Erfahrungswerten! - eine kombinierte Schätzung für den gewünschten Bewegungsablauf, die es dann umzusetzen versucht.
Das ist eine super Formulierung für das Zielen im Dartsport. Im Internet bekommt man ja keine genaue Definition des "Zielens", hier ist lediglich mal beschrieben, das es sich um das "Lenken eines Gegenstandes in eine gewisse Richtung" handelt. Aber Deine Definition ist viel besser. Ich möchte deutlich auf das Fokussieren eines Zielpunktes hinweisen. Das ist m. E. das "Zielen" im Dartsport.
Oder peilt hier tatsächlich jemand das Ziel über den Dart hinweg an, so im Stile von Kimme und Korn? 
Der Hinweis auf die Brille sollte nicht bedeuten, dass man besser über Kimme und Korn zielen kann, sondern lediglich darauf hinweisen, dass man hierdurch sich besser auf das "Fokussieren eines Zielpunktes" konzentrieren kann, weil alles störende der Umgebung ausgeblendet wird. Genauso wie es mit der Einschränkung des Sichtfeldes bei dem Versuch geschah. Kimme und Korn gibt es beim Darts natürlich nicht. 
Ich glaube nur nicht der Behauptung, dass es beim Darts nicht ums Zielen geht, sonder der Arm irgendwann weiß, was er zu machen hat. Das geht m. E. nicht. Als Versuch rate ich dann immer sich vor das Board zu stellen, sich auszurichten, die Darts in die Hand zu nehmen und sich dann die Augen verbinden zu lassen. Dann alle drei Darts auf die T20, ein Kollege holt die drei Darts dann und gibt sie einem wieder in die Hand und man wiederholt den Wurf. Nach ein paar Versuchen dürfte schnell klar sein, dass der Arm nicht so viel weiß wie man fälschlicherweise annimmt.