Hallo zusammen,
also ich habe bisher diese ganze „Diskussion“ mitgelesen, aber eine Diskussion kann man dies jawohl kaum noch nennen. Polemik, Anschuldigungen und persönliche Angriffe in Unsachlichkeit, anstatt sich mit dem eigentlichen Thema zu befassen.
Ich konnte leider aus gesundheitlichen Gründen nicht zu den Sitzungen nach Friedberg reisen, hatte aber die Zahlen, welche im Finanzausschuss geprüft werden sollten im Vorfeld gesehen. Da gab es für mich auf den ersten Blick eine Ausgabeposition, welche mir sofort auffiel und da habe ich meinen Vertreter (das Los eines Vize, dass er immer Vertreter ist) drauf hingewiesen, dass er bitte da nachharkt. Da werden Zahlen seitens der DDV-Schatzmeisterin vorgelegt, wo eine Ausgabeposition JEC 2010 aufgeführt ist.
Was war beim JEC 2006 in Kalkar? Der DDV hat die Ausrichtung dieser Veranstaltung an eine externe Firma gegeben [der selben wie jetzt in 2010], so dass der DDV keinerlei finanzielles Risiko eingeht. Man hat nichts mit der Ausrichtung zu tun, egal ob der Ausrichter Verlust oder Gewinn macht, man vergibt die Ausrichtung extern.
Jetzt mögen Einige wieder schreiben, wenn der Ausrichter aber einen Gewinn macht, dann würde dem DDV ja ein Schaden entstehen. Welcher Schaden? Natürlich kann man solche Verträge auch so aufsetzten, dass der
externe Ausrichter im Falle des Gewinnes einen %-Anteil an den DDV abführt/spendet, aber dann ist es auch im Gegenzug üblich, dass sich der Vergebende an einem möglichen Verlust in entsprechenden %-Umfange beteiligt. Dies vermeidet man aber, wenn man die Ausrichtung komplett extern vergibt.
Genau dies ist mit dem JEC 2010 ja auch geschehen. Die Ausgaben des DDV waren korrekt, diese entstehen ja auch, wenn der DDV zum JEC irgendwo ins Ausland reist, da können die Kosten dann sogar entsprechend höher
ausfallen. Diese Ausgaben haben aber nichts mit der Ausrichtung/Durchführung des JEC zu tun. Aus diesem Grunde wurde diese Ausgabeposition ja auch nichtbemängelt.
Ob es besonders klug ist, dass man die Ausrichtung an eine Firma vergibt und der DDV-Präsident dann dieser Firma bei der Ausrichtung des JEC hilft, mag in Frage gestellt werden, es ist aber nicht verboten. Auch wenn
hier ein fader Beigeschmack bleibt. Das finanzielle Risoko lag immer auf Seiten der Firma.
Die Ausgaben zum JEC 2010 des DDV waren korrekt. Der DDV hat aber kein Recht die Unterlagen eines externen Ausrichters einzusehen, dieser ist ausschließlich dem zuständigen Finanzamt gegenüber verpflichtet eine
ordnungsgemäße Abrechnung mit Versteuerung zu erstellen. Wer jetzt für diese Firma welche Einnahmen und Ausgaben getätigt hat, ist steuerrechtlich auch vollkommen egal, verantwortlich ist ausschließlich die Firma und wie sie ihre Bücher/Abrechnungen führt.
Das DDV-Präsidium ist am Wochenende in Friedberg entlastet worden. Damit ist auch die Sache JEC 2010 abgeschlossen. Wenn zukünftig plötzlich Fakten bekannt werden, die bisher trotz Prüfungen nicht bekannt waren, dafür gilt diese Entlastung nicht.
Man sollte jetzt unter diesem Kapitel endlich mal einen Schlussstrich ziehen und nach vorne sehen.
Und was ist da? Ein außerordentlicher Verbandstag und Keiner stellte sich zu Wahl. Zeit genug im Vorfeld mit möglichen geeigneten Kandidaten in/aus den eigenen Reihen zu suchen/sprechen war jawohl ausreichend gegeben.
Wenn dann auch noch auf dem HAS beschlossen wird, dass man die Ausrichtung des EC2012 zurückgibt, weil man nicht weiß ob die Neuen zukünftig in der Lage sind ein solches Großereignis zu stemmen, dann finde ich
dies schon ziemlich beschämend. Das scheidende Präsidium hat die Vorarbeit geleistet, man traut Neuen aber nicht zu diese Arbeit fortzusetzen.
Was ist der nächste Schritt? Der DDV wird im DOSB aufgenommen, wofür vom scheidenden Präsidium genug Arbeit geleistet wurde. Aufnahme im DOSB bedeutet aber nicht, „hallo hier sind wir, schickt mal die Kohle rüber“,
traut man dem neuen Präsidium zu, dass es diese zukünftige umfangreiche Arbeit leisten kann und wird? Oder ruft man dann auch danach, dass man ja wieder aus dem DOSB austritt, weil man den Neuen nicht zutraut, diese Arbeit zu leisten?
Man sollte jetzt endlich aufhören in der Vergangenheit rumzuwühlen, stattdessen lieber darüber nachdenken wie es zukünftig weiter geht. Findet sich im Januar 2011 ein neues Präsidium oder verlangt man dann die Auflösung des DDV, weil Keiner bereit ist die Arbeit zu machen?
Mit dartsportlichen Grüße
Bodo
P.S.: Ich habe in keinem Forum mehr als 1 Acount und schreibe nie unter einem Nick