Die PDC macht ihre Riesengewinne mit dem Verkauf der Tickets. Die wird nicht gegen den Besoffenenzirkus und das Ballermanngejohle vorgehen, sondern überlässt es den Spielern, sich entsprechend anzupassen - eine tatsächliche "Professionalisierung" des Sports ist in diesem Sinne nicht in ihrem Interesse (im Snooker versuchen die Hearns ja seit Jahren einen vergleichbaren Weg zu gehen, da wehren sich allerdings sowohl Spieler als auch Zuschauer).
Gerwyn Price z.B. hat das mittlerweile verstanden und legt sich einfach nicht mehr mit dem Publikum an, weil es in der Konsequenz seine Leistung mindert und damit seine Einkünfte. Er lobt das Publikum mittlerweile bei jeder Gelegenheit, lächelt brav und wirft seine Däumchenhochs gen Gejohle. Er spielt halt mit, notgedrungen (ich bin mir ziemlich sicher, dass es in ihm immer noch brodelt, aber er unterdrückt es auf der Bühne bzw. kanalisiert es anders, wenn man es etwas positiver formulieren möchte).
Littler hat ein vielköpfiges Team um sich, das ihn schon jetzt bei jedem persönlichkeitsbedingten PR-Unglück wie nach dem Cross-Match intern zurückpfeift. Man konnte seine Zurückhaltung danach ja hübsch beobachten.
Die Konsequenz wird das fortschreitende Glattgebügele der Außendarstellung der Spieler vor Publikum sein. Kann man gut finden oder nicht. Letzten Endes geht es den allermeisten Beteiligten darum, möglichst viel Geld aus dem erfolgreich installierten Kirmessystem zu pressen.