Ich denke gerade die doch recht unglückliche Kombination der Aussagen z.B. in diesem Interview mit seiner aktuellen Leistung ist das was viele dazu bringt ihn aktuell sehr kritisch zu sehen.
Mein Durchbruch ist nur eine Frage der Zeit.
Kann gut sein, er ist noch einer der jüngsten auf der Tour, das spricht sicher für ihn.
Spielerisch gesehen ist es bisher meine beste Saison, im Training habe ich schon viele Neun-Darter geworfen und kratze bei meinen Matches oft am dreistelligen Average. Das ist mir lieber als mich mit einem 92er-Average durchzumogeln.
Na ja, Trainingsweltmeister kennt wohl jeder von uns. Gehen wir mal davon aus das die Topguns im Training auch noch mal eine ganze Schippe druaflegen können. Wenn der den 92er regelmäßig spielen würde hätte er mehr Siege, zumindest gefühlt liegt sein Ave aber meist 5 Punkte tiefer. Das sind Welten...
Ein Umzug ist für mich keine Option, aber eine Art Trainingszentrum mit mehreren Darts-Spielern wäre super. Logistisch gesehen ist das allerdings problematisch
OK, muss jeder selber wissen. Meines Wissens nach bilden so ziemlich alle Spieler die es nach oben schaffen Trainingsgruppen oder versuchen auf höchstem Niveau zu Trainieren. Wenn er das für nicht nötig hält ist das seine Entscheidung. Ob man die für schlau hält muss jeder selber wissen. Schaden würde seiner Leistung mehr Training auf höchstem Niveau vermutlich nicht. Ich denke mal in Kottengrün gibt es nicht so viele Weltklasse-Dartspieler?
Uns wurden viele Plätze weggenommen
Ja, stimmt. Aber gegenüber anderen Nationen hat er immer noch sehr viele verhältnismäßig einfache Möglichkeiten sich zu qualifizieren. Er ist nicht unbedingt in der Situation benachteiligt zu sein oder sich beschweren zu können. Hört sich an wie ein Kind das bei jedem Besuch von Opa 100€ zugesteckt bekommt und sich dann lauthals beschwert wenn es mal nur 50€ kriegt...
Da rechnest du Matches zwischen Leuten, die Brass-Darts für neun Euro spielen. Dann stehst du da 45 Minuten und bist völlig aus deinem Rhythmus. Am nächsten Tag hast du deinen Walk-On mit eigenem Song, da bist du wieder Maximiser und die 3.000 Fans jubeln dir zu.
Spätestens an der Stelle hebt er ab. Selbst wenn der Kerl mit Nägeln aus dem Obi aufs Board wirft geht es darum was man trifft. Ich denke mal auch dort schreibt der Verlierer? Sorry, aber wenn das zu hart für ihn oder er sich dafür zu fein ist sollte er vielleicht doch einen anderen Job machen. Klar ist es netter wenn man auf der Bühne bejubelt wird, aber dafür ist die Voraussetzung eben das man sich qualifiziert und dann am besten auch noch gewinnt.
Die Erwartungshaltung allgemein die sich aus diesem Interview herauslesen lässt ist von seiner Seite aus ganz schön hoch, das was er bereit ist zu investieren ist auch einiges, hat aber auch deutliche Grenzen. Ob das in der Kombination funktioniert?
Selbst die Topguns beschreiben ja immer wieder das es eben nicht nur aufs Talent ankommt sondern eben auch viel Arbeit hinter dem Erfolg steckt. Ich glaube was der junge Mann noch nicht ganz verstanden hat ist das die Arbeit auf jeden Fall zuerst kommt. ob es dann auch zum Erfolg reicht steht noch mal auf einem anderen Blatt. Profisportler zu sein ist vermutlich (S)ein Traumjob, aber einer zu werden eben hauptsächlich harte entbehrungsreiche Arbeit. Wenn er nicht bereit ist das zu machen sollte er seine Zeit und Energie vielleicht lieber in eine Ausbildung stecken.
Ich denke auch das sein Management wenn es seinen Job ernst nimmt das Interview im Vorfeld gelesen und autorisiert hat. Dann hätte ich die eine oder andere Formulieren anders gewählt.
Aber jeder ist selber seines Glückes Schmied, wenn das sein Weg ist muss er ihn gehen.
Just my 2 cents... 