... Ich weiß auch, dass ich einige Fehler in meinem Wurfstil habe, die mich daran hindern irgendwann mal einen 9-darter zu werfen und die ich nicht richtig abstellen kann. Aber das ist etwas anderes.
Ich bin ein Befürworter für eine optimale Technik. Das ist aus meiner Sicht ein Stil, der schnörkellos, geradlinig und auf das einfachste ausgelegt ist. Das heißt aber nicht, das jemand mit einem technisch sehr "intensiven" Wurfstil nicht gut bis sehr gut werfen kann. Hier wird zu oft das Optimum oder Ideal gesucht, das aber nicht immer möglich ist. Es muss der persönlich optimale Stil entwickelt werden.
Problemzonen zu beseitigen ist machbar, aber das muss man immer im Gesamtzusammenhang sehen.
Auch ist es nicht jedem möglich sich an Leitbildern oder Vorbildern zu orientieren. Da seine persönliche motorische und Koordinative "Grundausbildung" das nicht mehr zulässt. Wenn du in deiner Jugend nicht die Grundlagen gelegt hast, wird es schwer werden.
Ich habe allerdings keinen Tiefpunkt, der über ein ganzes Jahr geht. Das könntest du vielleicht auch nochmal näher beschreiben. Bei mir ist es so, dass ich im Gegensatz zu anderen kaum Warmwerfen benötige, aber nach ca. 45 Min.ist es vorbei. Die ganzen 180er, die ich hier im Forum poste, werfe ich in der Regel innerhalb der ersten 20-30 Min. Danach treffe ich nichtmal mehr die Single 20. Und oft auch keine 5 oder 1 mehr. Es kommt auch vor, dass ich nicht mal mehr die 12 treffe, sondern die 9. Das ist schon erstaunlich. Denn wenn ich mich ärgere und mir sage, komm ziel mal auf die z.B. doppel 4 oder doppel 12 oder doppel 7 usw., dann treffe ich meistens direkt mit dem ersten Dart.
Hier kommen wir zum wichtigsten Punkt im Dart. Konzentration, mentale Stärke und Aufmerksamkeit. Warum sollte man i die 9 werfen und dann im nächsten Augenblick wieder sein Ziel so hervorragend treffen? Magie?
Nein, du bist unkonzentriert, dein Fokus ist irgendwo und du haust daneben. Jetzt kommt deine Selbstanweisung dich zu konzentrieren und setzt den Fokus auf dein Ziel und schon klappt es! Das ist mentale Stärke!
Lösung: ich höre auf solange es noch klappt und nehme das Gefühl mit in den nächsten Tag, das hilft. Auf keinen Fall den Fehler machen im schlechten Zustand zu versuchen krampfhaft weiter zu spielen....
Wenn ich immer nur meine Komfortzone bediene, werde ich kaum die Möglichkeit erarbeiten eine Leistungssteigerung zu erzielen. Öfter mal in den Grenzbereich und dann Pause machen, ist der effektive Weg. Aber klar, trainiert wird oft 2-4 Stunden und das jeden Tag. Das kann bei dem einen oder anderen zu Problemen führen, da weder physisch noch psychisch eine Regeneration erfolgt.
Was soll ich sagen!? Ich werfe eine 100 nach der anderen und denke: super, bin gut drauf. Dann mach ich mal den Dartbot auf 70 und los geht's. Und schon ist alles vorbei. Glaubst gar nicht wie das beim Turnier dann läuft....
Das ist derselbe Fall wie oben. Ein mentales Problem. In meinem neuen Kurs habe ich das auch als Beispiel, weil es mir auch so geht. Du bist locker und gut drauf, hast das optimale Aktivierungsniveau und kannst an deiner oberen Leistungsgrenze spielen.
Jetzt nimmst du die "Challenge" auf und veränderst die Situation zu einer Wettkampfähnlichen. Der Druck erhöht sich und du kommst aus deiner "Zone" heraus. Das kann man selten durch mehr Spielen und mehr Turniere verbessern, sondern durch geeignete mentale Programme. Es geht nur darum die Wertigkeit der neuen Situation zu erfassen und so seine Gedanken zu strukturieren, dass wir im persönlich optimalen Bereich bleiben. Das kann man mit unterschiedlichen Maßnahmen erreichen.