Beiträge von offy

    Och menno, wer will denn hier auf die Debatte den Decken drauf machen? Dann komm ich ja zu spät zur Rangelei ;)

    Habe das Match gestern Abend als Re-Watch gesehen und war in meiner Meinung bestätigt. Den Hype um Gary konnte ich nie wirklich nachvollziehen. Tolles Spiel, aber eine seltsame Diva. Mir imponiert irgendwie, wie Leute so selbstsicher und souverän sein können, dass Buh-Rufe und Reibereien auf der Bühne einfach abprallen. Diesen Tunnel braucht jeder Spieler ... egal, wie man ihn nutzt. Gary hatte ihn definitiv nicht, obwohl er vermutlich der bessere Spieler war an dem Abend.

    Glückwunsch an Gerwyn! Hoffentlich bleibt der Spaß erhalten, damit es nicht wieder so eine lustlose Premier League Season wird - das fand ich weitaus ätzender als sein Auftritt am Sonntag.

    Und Glückwunsch nochmal an Unterbuchner fürs Erreichen des Viertelfinale.

    Mist, jetzt bin ich hier reingegangen, obwohl ich gerade auf DAZN zeitversetzt gucke. Egal, dann freu ich mich einfach auf eine geile Partie zwischen Smith und v.Gerwen.

    Wie krass, dass Unterbuchner Wade geschlagen hat. Das freut mich in mehrfacher Hinsicht! Einerseits schön für Darts-Deutschland, andererseits für den "BDO-Underdog" und irgendwie ist es auch Genugtuung, wenn Wade verliert. Ich werde einfach nicht warm mit seiner Bühnen-Kälte.

    Witzig ist auch, dass ich erst zum Grand Slam überhaupt mehr über Unterbuchner erfahren habe. Ich bin ja selbst aus Landsberg am Lech und so groß ist das nicht (30.000 EW), aber ist hier irgendwie trotzdem gar kein Thema...

    Ergänzende Erklärung zu dartblogs tolle Antwort:

    Sportarten, in denen eine Bewegung präzise ausgeführt werden muss, haben fast immer eine Aushol-, eine Treffer-/Release- und eine Ausschwungphase. Ich bin ausgebildeter Tischtennistrainer und kann es dir da zumindest bestätigen. Ich schätze, beim Billard, beim Bowlen etc. ist es überall das gleiche.

    Physikalisch wirken wir auf das Sportgerät nur in der Trefferphase (Tischtennis), bzw Releasephase (Darts, Bowling) ein. Beim Darts ist vielleicht noch die Besonderheit, dass der Schwung vor dem Loslassen sich auch auf die Flugbahn auswirkt. Aber rein theoretisch (!) könntest du vorher mit deinem Arm wilde Achterbahnen fahren. Wenn du ihn nur im richtigen Moment loslässt, fliegt er wunderbar gerade aus, denn erst im Moment des Loslassens, kann er die Flugbahn vollführen, die man ihm mitgibt.

    Dieses Phänomen machen sich in anderen Sportarten Leute zu Nutzen, die unter Zeitdruck stehen. Im Tischtennis macht man das Anfängertraining so, dass es eine übertrieben lange Aushol- und eine saubere Ausschwungphase geben muss. Die Profis verzichten dann aber immer mehr daraus und konzentrieren sich auf die Trefferphase, weil das natürlich einen Zeitvorteil verschafft.

    Beim Darts haben wir keinen Zeitdruck und können so werfen, wie wir das möchten. Mit viel Ausholbewegung (z.B. Wade, Smith) oder wenig (z.B. Anderson, Gurney). Trotzdem ist es so, dass eine Bewegung "sauberer" wird, wenn sie gut vor- und nachbereitet wird.

    Ich hab dir das mal als Bild angehängt. Der grüne Pfeil in der Mitte ist der "ideale" Wurf. Beim Ausholen (unten) und beim Ausschwingen (oben) haben wir jeweils eine gewisse Toleranz, aber der Zeitpunkt des Abwurfs muss jeweils identisch sein. Eine Abweichung bei einer längeren Ausholbewegung (orange) resultiert in einer geringeren Streuung am Ende, als wenn die gleiche Abweichung bei einer kürzeren Ausholbewegung passiert (rot). Vorraussetzung ist natürlich, dass man den Wurf nicht in der Mitte korrigiert, was aber extrem schwer ist. Normal nimmt man beim Schwung eine geradlinige Bewegung auf und zieht sie bis zum Ende durch.

    Der Vorteil einer langen und sauberen Aushol- und Ausschwung-Bewegung ist also, dass Abweichungen weniger stark ins Gewicht fallen, als bei kürzeren Bewegungen. Dafür, denke ich, ist das Risiko größer, dass der Wurf nicht geradlinig bleibt. Trotzdem würde ich sagen: erst sauber ausholen und ausschwingen und später mal (wenn du gut bis sehr gut spielst), kannst du die Bewegungen verkürzen, wenn dir das mehr Sicherheit gibt.

    Auch wenn benne hier wohl eher auf der Esoterikschiene reitet, gebe ich ihm in gewisser Weise recht. Rituale können helfen, die eigenen Nerven zu beruhigen. Gerade Spieler, die zu Nervosität neigen, können sich an einem gewohnten Ablauf festhalten. Es geht ja meistens darum, das bewusste Denken zurückzufahren und stattdessen die unbewussten Entscheidungen zu forcieren. Und das geht sehr gut über Rituale.

    Schwierig wird es eben dann, wenn das Ritual zum Zwang wird und du keine Möglichkeit mehr hast zu improvisieren oder innezuhalten, sondern nur noch von einem Tick in den nächsten rennst. Hier braucht es eben eine gesunde Mischung.

    Das van Gerwen'sche Sockenhochziehen ist ein toller Beweis für einen Mentaltrick. Anderson mit seinem Fuß gegen das Oche, Rob Cross mit dem Lächeln und Hand abwischen an der Hose vor dem Wurf aufs Doppel.

    WEis jemand, was Adrian Lewis, gegen M.Smith gemacht hat? ist schon 2-3 Tage heer,....??

    Was meinst du denn? Lewis hat gut gespielt und der Bully Boy hatte ein paar Probleme auf die entscheidenden Doppel. Vom Scoring her waren beide richtig krass unterwegs. Toll hat mir gefallen, dass Lewis konzentriert schien. Mal wieder richtig gut in der Spur.

    Das mit Mensur ist bitter, aber das ist eben das mit dem Set-Modus. Machts halt auch spannender, finde ich. Habt ihr auch schon so Vorfreude auf die WM?

    Ich denke, man will sich nicht wieder vielversprechende junge Leute kaputt machen. De Swaan, Van den Bergh, ... da gibt es wirklich eine große Auswahl, aber ich schätze, die müssen sich alle erst einmal dauerhaft beweisen. Barney ist nach dem Taylor-Abgang wichtig. Der macht Zuschauerquoten und bringt der PDC Geld, egal welchen Platz er am Ende belegt.

    Zum Thema Wandhalterung kann ich nicht viel sagen - ich spiele im Büro und habe dort einen Computer und notfalls mein Smartphone. Natürlich ist es so, dass ein größeres Tablet auch mehr Strom braucht. Aber du brauchst auf jeden Fall kein teures Gerät. Aber so ein Tablet ist schon praktisch, z.B. wenn du in den Urlaub fährst. Ich würde es also definitiv nicht fest installieren oder so. Elegant ist es sicher, wenn das Ladekabel dezent versteckt ist.

    Zum Thema Schallschutz: hinter der Scheibe habe ich gar keinen. Die Mieter über und unter uns behaupten, man hört nichts - und ich spiele wirklich jeden Tag seit fast 2 Jahren.

    Am Boden habe ich über unserem Laminat einen Korkboden verlegt. Das sieht gut aus, riecht fein und da sieht man die Löcher auch fast überhaupt nicht. Finde ich schöner als einen Teppich, aber das ist wohl auch Geschmackssache.

    Es scheint als ob ich wieder einen Schritt weiter gekommen bin. Aus den letzten 8 Spielen auf wda mit einem Schnitt von ~70 und bei bei 47 Legs genau 47 x 100er und 27 x 140 geworfen.

    Das ist bislang die längeste Serie wo ich diesen Schnitt aufrecht halten konnte.
    Mal sehen wie es weiter geht

    Vor einem Jahr hätte ich gesagt: mit genug Übung kommt man da schon irgendwie hin. Inzwischen weiß ich aber, dass dieser Sprung in Richtung 60-70er Average richtig richtig schwer ist. So ein einmalige 60er Schnitt fühlt sich für mich schon brutal gut an, da denkt man, man hat quasi ALLES getroffen. Aber das ganze dann konstant zu spielen ist schon eine starke Sache. Ich drücke die Daumen, dass du da dranbleiben kannst!

    Horst Gitew: Da hast du absolut Recht. Seit dieser Kuriosität klappen generell die unteren Zahlen (19, 3, 17) richtig gut. Und ich finde Around The World eh ziemlich schwierig. Die Quote ist eigentlich IMMER schlechter als im Spiel, obwohl man ja sogar fröhlich in die große Zahl werfen kann ohne dafür bestraft zu werden. Ich glaube das liegt einfach daran, dass man nach einem guten Leg viel fokussierter ist auch zuzumachen, während man bei 100-200 Würfen auf Doppel irgendwann ein bisschen den Drive verliert.

    Ich nutze auch gerade DAZN. Wenn ich abends zu müde bin oder meine Freundin jammert, dann schau ich es irgendwann später mal an. Es ist ungekürzt und wirklich eine 1:1 Kopie des Live-Events. Der Vorteil ist, dass Darts in den großen Medien nicht präsent genug ist um versehentlich gespoilert zu werden. Ich schau einfach bis dahin nicht ins Forum und dann kann man sich das anschauen und es fühlt sich an wie live. Noch ein Vorteil: die Unterbrechungen (Satzpause, Spielpause) kann man einfach überspringen und so bekommt man die Ladung sehr geballt.

    Zum Turnier: ich bin fasziniert, wie kreativ die Profis dabei sind, Doppelfelder für Double-In auszuwählen. Lewis mit seinen Würfen irgendwo in Richtung D15/D10, Cross der mit D18 lange Zeit super reinkam und trotzdem immer mit D16 gecheckt hat, Barney der nicht wahrhaben wollte, dass die D14 für ihn gut funktioniert, ...

    Wenn sich sowas durchsetzen sollte, wird es Zeit für mich die Darts ganz schnell an den Nagel zu hängen.

    Sowas würde nur passieren, wenn es Top-Down vermarktet wird. Wenn also die Profis solche Systeme nutzen und sie dann auch für Hobbyspieler angeboten werden. Aber das Calling hat im Darts so einen hohen Stellenwert, dass sowas wohl eher nicht passieren wird. Man reagiert höchstens auf Marktwünsche einiger Weniger. Kaufs einfach nicht und dir wird nichts passieren, glaub mir ;)

    Hi zusammen,

    wenn ein Darts-Spieler den ersten Pfeil etwas außerhalb des Doppels versenkst, dann hört man vom Kommentator oft "den kann er anwerfen!" oder auch "den kann er als Bande benutzen". Die Theorie ist, dass der nächste Pfeil am ersten entlang direkt ins Doppel rutscht. Tja und das verwirrt mich echt sehr.

    Wenn ein Pfeil etwas oberhalb der T20 liegt, gehen die meisten Profis direkt runter auf die T19. Zu groß ist die Angst davor, dass er abgelenkt wird. Wieso soll das beim Doppel denn anders sein?

    Ich versteh es, wenn wir im unteren Drittel der Scheibe sind, z.B. D16. Wenn er da etwas außerhalb liegt, kann ich den anderen quasi "drauf legen". Aber es liegt ja in der Natur der Sache, dass der Pfeil kurz vor dem Board entweder in die Waagerechte geht, oder sich sogar leicht nach unten senkt (RvB, Anderson, ...). Wenn ich dann versuche den äußeren Pfeil "anzuwerfen", dann ist es doch klar, dass der irgendwie abgelenkt wird.

    Gibts dazu irgendeinen Trick oder verstehe ich das schlichtweg falsch? Wenn bei mir einer außerhalb steckt, versuche ich sogar bewusst etwas weiter rechts oder links zu werfen, damit die beiden sich nicht in die Quere kommen ...

    Letztlich ist es egal, ob man an der "26", der "7 / 11" oder der "41 / 45" leidet. Die Antwort ist einfach: du hast zu viel azimutale Streeung und ist am Ende immer eine Frage der Präzission. Natürlich wäre es wünschenswert immer schön brav im 20er-Segment zu bleiben. Das hebt den Matchaverage locker von 40-50 auf 60. Aber dieser Sprung ist eben auch brutal schwer. Und ich gebe zu, ich habe ihn selbst noch nicht geschafft. Aber ich habe mich davon verabschiedet zu glauben, dass es doch "nicht schwer sein kann" einfach die blöde 20 zu halten. Doch, ist es. Und genau deshalb sollte man daran eben konstant arbeiten durch Üben, üben, üben.

    Je mehr Konstanz im Wurf ist, desto geringer deine Range. Deshalb gilt wie immer: such dir einen Wurf, mit dem du dich wohlfühlst und hämmer ihn 10, 100, 1000, 10000 mal ins Bord. Vergiss aber nicht, dass Scoring nicht alles ist - die Doppel zu üben ist mindestens genauso wichtig.

    Ich würde an deiner Stelle auch mal eine Weile versuchen auf T11 und T6 zu zielen. So kannst du herausfinden, ob es ein "rechts-links" oder ein Azimut-Problem ist (mit Azimut meine ich die Winkelabweichung, also der Winkel des "Tortenstücks" mit Bull's Eye als Mittelpunkt).

    Wenn du mal in einem Match bist, wo es gar nicht klappt, geh ein Stück nach oben und ziel etwas unterhalb der D20, dort ist das Feld größer. Das mache ich aber nur in seltenen Fällen, denn selbst gelegentliche T20-Treffer sind wertvoller als einigermaßen konstante S20-Treffer. Außerdem trübt das Scoring oben ein bisschen darüber hinweg, wie gut deine horizontale Konstanz wirklich ist.

    Sorry, aber der Kommentator auf dazn ist ziemlich schwach. Damit meine ich nicht subjektive Ansichten oder sowas, sondern dass der scheinbar ein ziemlicher Anfänger ist. Dass man ihn so schlecht versteht, liegt nur an ihm. Der brabbelt schüchtern irgendwas vor sich hin und spricht dann wieder einzelne Worte total laut. So einen kann man nicht wirklich gut regeln. Außerdem kommentiert er fast nichts zum Spiel, zur Taktik, irgendwas. Also da hab ich lieber den Kommentar von sky oder Elmar...oder gar keinen


    Was heißt denn für dich Häppchen ? Es ist alles live. Was zahlt man denn bei Sky für das Sportpaket ? Was erwartest Du denn hier noch alles für 10,- ?

    Diese Geiz ist geil Mentalität geht mir sowas gegen den Strich und trägt noch zur Ausbeutung unser Welt bei, mal ganz abgesehen von dem Thema hier.

    Absolute Zustimmung. Nichts ist umsonst. Wenn wir Sport im TV schauen, zahlen wir auch dafür - nur eben anders. Dazn ist ein absolut faires Angebot. Ich weiß wofür ich zahle und nutze das, was ich bekomme. Ich schaue mir heute nochmal den ganzen gestrigen Tag an. Wenn ich heute Abend zu müde bin, sehe ich mir morgen die Partien von heute an. Dazu noch jede Menge anderen geilen Sport. Ich bereue keine Sekunde, dass ich das Abo abgeschlossen habe.

    Und weil ich eh schon alle damit genervt habe, dass ich die Diskussion wieder aufgreife, mach ich beim Publikum gleich weiter: ich will den Ton nicht ausmachen, sondern guten Dartsport mitsamt Kommentar und Stimmung in der Halle bekommen. Die Stimmung war auch echt richtig geil, aber ich fände es halt schön, wenn das auch ohne Auspfeifen ginge. Allerdings denke ich nicht, dass es ein deutsches Problem ist, sondern einfach ein Nicht-Großbritannien-Problem. In Holland ist es ja nicht anders und in Österreich vermutlich auch nicht. Aber die Profis dulden das, weil sie den Markt hier kennen und nicht müde werden zu betonen, wie gerne sie nach Deutschland kommen $.$

    Und zum Sportlichen: absolutes Highlight war für mich gestern das Spiel der Belgier. Diese entfesselten Emotionen von Huybrechts und die spielerische Klasse des van den Bergh war einfach gigantisch. Traumfinale wäre für mich Belgien gegen Niederlande.

    Zur Thematik Österreich: ich war auch überrascht, wie "The Gentle" mit der Situation umgegangen ist. Man würde sich wünschen, dass er seinen Partner aufbaut und die richtigen Worte findet. Aber die Sache ist halt auch, dass man die Dynamik im Team ja nicht kennt. Vielleicht wollte Zoki auch nicht angesprochen werden, sondern sich da selbst wieder raushieven, nur als Beispiel. Mensur hat eigentlich gut gespielt, aber alleine konnte er gegen die starken Japaner nix reißen. Und wenn ich ehrlich bin, finde ich, dass das gerade auch mal den Reiz des World Cup ausmacht. Der Modus mit dem Doppel gefällt mir total gut :)

    Heute Abend hoffe ich vor allem darauf, dass Martin ein paar Erfolgserlebnisse auf der Bühne sammeln kann. Und dass die beiden Spaß haben zu spielen, so wie letztes Jahr!