Beiträge von offy

    Ich denke, das Problem kennt hier wirklich jeder, der nur ansatzweise mehr ist als ein Party-Darter.

    Wenn es läuft, dann hat man das Gefühl, nie wieder einen schlechten Dart zu werfen. Dann fühlt es sich einfach super leicht an und man sitzt dem Irrglauben auf jetzt ENDLICH genau zu wissen, wie man zu werfen hat. Dabei ist der gute Lauf eigentlich eher ein Resultat ganz vieler einzelner Faktoren, die zusammen das ergeben, was man in der Psychologie einen "Flow" nennt. Nächstes Mal sieht die Welt aber vielleicht schon ganz anders aus. Die Darts fliegen nicht mehr gerade und stecken schräg im Board. Und wenn manv ersucht das zu korrigieren, wird es nur schlimmer statt besser. Wenn das nur eine kurze Phase war, habe ich das Training immer noch mit ein paar einfahcen Spielchen abgerundet und dann die Pfeile wegglegt. Wenn die Phase länger dauert, habe ich sie genutzt um meine Technik wieder ein wenig umzustellen und bin nach einiger Zeit immer besser rausgekommen, als ich in die "Krise" reingegangen war.

    Als Naturwissenschaftler sehe ich das ganze immer aus Sicht der Statistik. DIe Leistungskurve ist nicht monoton steigend, sondern eigentlich eine periodisch schwankende Linie, die Stück für Stück nach oben klettert. Trotzdem macht sie aber immer diese Bewegung nach oben und unten. Und dass man besser wird erkennt man daran, dass die "Krisen" irgendwann bessere Averages erzeugen, als früher die Hochs... sich aber anders anfühlen.

    Was tun wir denn eigentlich? Wir werfen Pfeile auf eine Holzschreibe. Und das tausend- und millionenfach. Was treibt uns also immer wieder zurück zum Board? Es ist die Suche nach dem perfekten Wurf, nach dem geilen Gefühl zu treffen. Und wenn wir einmal daran schnuppern durften, so einen Flow zu erleben, wollen wir da immer und immer wieder hin. Und wenn wir das nicht schaffen und sogar schlechter werden, fühlt sich das furchtbar an, ist doch klar.

    Schwer das ohne körperliche Assistenz zu beschreiben, aber ich versuchs mal:

    Der ruhende Ellenbogen wird deswegen oft empfohlen, damit die Wurfbewegung von so wenig Störbewegung wie möglich begleitet wird. Je mehr Muskeln, Sehnen etc am Gesamtprozess beteilgt sind, desto schwieriger ist es, die Bewegung zu reproduzieren (und darum geht es ja im Darts). Eine gleitende, simple und reproduzierbare Wurfbewegung bekommt man meiner Meinung nach allerdings NICHT, wenn man den Oberarm im 90° Winkel zum Körper hält und dann ausschließlich über die Drehachse Ellenbogen den Unterarm kreisen lässt. Wichtiger ist eiher, dass die Wurflinie möglichst wenig gekrümmt ist. Mit Wurflinie meine ich den Bogen, den der Pfeil beschreibt, bevor er losgelassen wird (z.B. aus Sicht eines Zuschauers, der von der Seite auf Spieler und Board blickt).

    Deshalb sieht die tatsächliche Bewegung so aus, dass der Unterarm zuerst zum Halbkreis ansetzt (Startpunkt ist meistens Auge, Nase, Kinn oder Hals) und etwa zum Zeitpunkt des Release beim Durchstrecken des Arms der Ellbogen sogar ein Stückchen nach oben geht. Um das auszugleichen, knickt er kurz VOR dem Release ein bisschen nach unten ab. Man sieht das z.B. bei Dimitri van den Bergh. Er zieht seinen Wurf voll durch und streckt dabei nach Abwurf den Arm durch. Um aber dabei nicht zu hoch zu kommen, senkt sich (kaum merklich) der Ellenbogen kurz ab: https://www.youtube.com/watch?v=E6eJWZneMUo

    Das ist aber womöglich gar nicht das Problem, das du meinst. Du meinst wohl eher den Wurf von Max Hopp von vor 1 - 2 Jahren (inzwischen hat er das stark verbessert). Der hat erst mit geradem Ellenbogen gezielt und dann kurz vor dem Wurf den Ellenbogen um locker 5 - 7cm abgesenkt und dann erst rausgeschleudert.

    Das ist jetzt alles sehr theoretisch und ich stimme auch Automatenschrauber zu: wenn du lange genug übst, kommst du mit jeder Wurfbewegung zurecht. Allerdings verstehe ich, wenn man technisch möglichst sauber arbeiten will.

    Ja, also als Tipp: lass ruhig zu, dass der Ellbogen ein klein wenig nach unten abhaut, bevor du den Arm ganz durchstreckst. Leg deinen Fokus lieber auf die Geradlinigkeit deines Wurfs. Versuche so zu werfen, dass der Arm so gut wie möglich vom Rest des Körpers entkoppelt ist und der Dart exakt dem Bogen folgt, den du ihm vorgibst - dass also keine anderen Bewegungen in deinem Arm stattfinden, die du auf den letzten Zentimetern korrigieren müsstest. Aber trainiere das immer locker und entspannt. Wenn du merkst, dass du verkrampfst, dann mach eine Pause oder wirf auf ein Triple im unteren Segment oder so.

    Ich denke nicht, dass die Doppelquote sich ändert, je nachdem wie ehrlich man zu sich ist. Da gibt es garantiert von der PDC vorgeschriebene Regeln, damit die Turniere untereinander auch vergleichbar sind. Wenn man eine App programmiert, sollte das schon stimmig sein.

    mdt: ich stand vor exakt dem gleichen Problem. Automatisch KANN man die Doppel-Attempts nicht berechnen. Entweder man geht den konservativsten Weg ("kürzest möglicher Weg", das habe ich auch schon bei anderen Apps gesehen), oder man verlangt vom User die Eingabe der verfehlten Doppel. Ich bin genau deiner Meinung: eine falsche Doppelquote ist schlechter, als überhaupt keine zu haben. Kannst du das bestätigen, dass man nur EINEN Fehlversuch auf Doppel zugeschrieben bekommt, wenn man sich mit dem ersten Dart überwirft (z.B. S20 statt D1)?

    Ich schau mir gerade die ganze erste Session auf DAZN an (toller Service, finde ich!).

    Die Stimmung in Frankfurt war ja echt mal richtig gut! Bislang fand ich, dass Dart Deutschland in den Events zu viel auf Quantität und zu wenig auf Qualität gelegt hat (siehe Gelsenkirchen). Aber hier der World Cup, der kann sich echt sehen lassen. Sprechgesänge für den Underdog, für einzelne Spieler usw - sehr schön, gerne mehr davon! Nur bitte nicht wieder die Gegner der Deutschen ausbuhen, da muss ich mich fremdschämen.

    Danke, GermanDartsFan, für deine Antwort!

    Lustigerweise bin ich jetzt genau dort verunsichert, wo ich vorher noch felsenfest davon überzeugt war zu wissen, wie gezählt wird. Ich war mir total sicher, dass man fürs Überwerfen auf Doppel auch noch die anderen als Fehlversuche drauf bekommt. Falls das nicht der Fall ist, sähe meine Doppelquote ja viel besser aus als gedacht :D

    Hi zusammen,

    ich glaube, ähnliche Themen gab es schon ein paar Mal und ich dachte eigentlich, dass ich inzwischen genau Bescheid weiß ... aber jetzt bin ich doch wieder unsicher. Ich habe ein paar Szenarien aufgestellt und wüsste gerne, wie viele Checkout-Attempts hier gezählt werden würden:

    a) 8 Rest: ich verfehle D4, treffe S18 (mit dem ersten Dart) -> 3 Fehlversuche auf Doppel
    Szenario a) ist relativ klar. Wenn ich mich mit dem ersten gleich überwerfe, zählen die anderen beiden ebenfalls als gescheiterte Doppel-Versuche.

    b) 90 Rest: S20, S20 und dann bei 50 Rest verfehle ich das Bulls-Eye -> gilt das als Fehlversuch? Auch beim verfehlten Bulls Eye?

    c) 7 Rest: ich verfehle die S3 und treffe stattdessen die S19 (mit dem ersten Dart) -> bekomme ich hier (analog zu a)) verfehlte Doppelversuche angerechnet? Streng genommen habe ich mich ja beim Stellen über Single überworfen. Bekomme ich trotzdem 2 Doppelversuche in die Statistik?

    d) 80 Rest: ich möchte D20+D20 spielen, werfe den ersten aber übers Board. Gilt das als gescheiterter Doppelversuch? Im Englischen heißt es ja "Checkout Attempt" und der erste ist ja noch kein Checkout, also zählt er auch nicht in die Statistik, richtig?

    e) 20 Rest: ich verfehle D10 und lande in der S6. Die 14 Rest mache ich mit einem Dart in die D7 aus. Bekomme ich die S6 einen Fehlversuch? Wer will nachvollziehen, ob nicht D7 eigentlich mein Lieblingsdoppel ist und der so beabsichtigt war - entscheidet das irgendein Referee oder so?


    Hintergrund ist der, dass bei meiner Scoring-App am Handy alles als Fehlversuch gewertet wird, was theoretisch ein Checkout hätte sein können. Gebe ich bei 60 Rest den Wert 40 ein, bekomme ich 2 Fehlversuche, weil er davon ausgeht, dass ich mit dem ersten auf D20 stelle und dann wohl 2x verworfen habe. Ich schreibe gerade meinen eigenen Bot und Statistik-Zähler und möchte es da gerne besser machen (der Nutzer gibt ein, wie viele Versuche an Doppel vorbei waren, aber beim Bot muss ich es ja automatisieren).

    Komme inzwischen immer besser auch mal in die High-Finishes rein. Mein letztes war allerdings etwas kurios...
    134 Rest und ich wollte auf T20 bleiben um dann die 74 mit T18 und D10 zu löschen. Leider verziehe ich den ersten Wurf in die D20 und muss erst mal zu rechnen anfangen. 94 Rest? Ok, T18. Treffer. Und wieder zurück zur D20 wo schon einer steckte...den letzten einfach direkt daneben gesetzt. Hab erst nochmal nachgerechnet, bevor ich mich gefreut habe. 134 mit D20, T18, D20 zu löschen - das haben vor mir vermutlich noch nicht so viele Leute versucht :D

    Und dann hab ich seit 3 Monaten keine 180er mehr geworfen und war schon ein wenig deprimiert. Meine Freundin kommt ins Zimmer: "wann kommst du rüber?" und meine (scherzhafte) Standardantwort "gleich, muss noch ne onehundredandeighty werfen". Bam, bam, bam. Sie: "super, geht doch". Ich: :vic:

    Hi Smiler,

    schön von deinem aktuellen Stand zu lesen. Ich möchte allerdings zu bedenken geben: wenn du aufs Board wirfst mit der Absicht zu zählen, wie viele davon richtig und wie viele falsch stecken, wirst du (unbewusst) wesentlich schlechter werfen, als wenn du z.B. auf Punkte gehst und nur sekundär beobachtest, wie sie stecken. Sobald du meinst, das Problem erkannt zu haben, akzeptiere, dass du es besitzt und nimm dir vor, es nicht mit der Brechstange, sondern mit Geduld zu lösen. Der Grund ist nämlich ab dann fast nur noch das Verkrampfen. Also locker bleiben, Spannung in den Fingern abbauen und den Kopf freimachen. Analysieren kannst du dann danach.

    Wichtig ist doch, dass man Spaß hat. Mit schlechter Laune Darts ins Board zu pfeffern bringt niemandem etwas. Wenn du deinen Spaß dadurch findest, dass du dir keine Gedanken mehr über Korrekturen, neues Material oder neuen Wurfstil machen möchtest, dann ist das 100% legitim. Wer sich selbst in diesem Teufelskreis wiederfindet ("treffe nicht mehr, verliere Lust am Spielen, muss was Neues probieren, treffe nicht mehr, verliere Lust am Spielen, ..."), der ist gut beraten, sich deinem Rat anzuschließen :)

    Mir macht ein Sport z.B. dann Spaß, wenn ich viel ausprobiere und immer weiter lerne. Ich werde bis zu meinem Tod keine perfekte Wurfbewegung finden. Wahrscheinlich wäre ich in 10 Jahren besser, wenn ich es wie du handhaben und einfach einen bestehenden Wurfstil über Übung für MICH perfektionieren würde. Aber cooler finde ich es, immer wieder mal etwas zu verändern. In anderen Sportarten ist das bei mir anders, aber im Darts wo man ja eh ständig das gleiche macht ("Duk, duk, duk...zähl...rechne...darts hol....duk, duk, duk") ist mir die Abwechslung nicht ganz unwichtig.
    In jeder anderen Sportart würde ich dir übrigens widersprechen, denn man kann zwar mit einer falschen Technik gut werden, aber ab einem gewissen Punkt hat man keine Möglichkeit mehr besser zu werden und ist dann womöglich frustriert, dass man es nicht von Klein auf richtig gemacht hat. Aber im Darts, wo es keine 100%ig richtige oder falsche Technik gibt, hat man das Problem nicht.

    Hallo Oli,

    wenn du länger am Ball bleibst, wird sich dein Wurfstil vermutlich immer wieder verändern, bis du dich auf eine verlässliche Technik einpendelst. Dabei wirst du auch feststellen, dass sich deine Problem- und Vorzugszonen mitunter fröhlich austauschen werden. Ich hatte zunächst auch Probleme mit den hohen Feldern, war aber auf D16 und D10 eine Bank. Momentan treffe ich D20 dafür super gut (und D1, was wirklich von Vorteil ist im Notfall), dafür hakt es bei D16.

    Im Prinzip steuerst du bei Darts fast nichts über Kraft. Jeder Mensch (sogar ein Kind) hat genug physikalische Kraft im Körper um einen wenige Gramm schweren Wurfgegenstand knappe 3m zu schleudern. Es kommt einzig und allein auf die Technik an, d.h. auf das Zusammenspiel der einzelnen Muskelpartien, damit du den Schwung bzw. deinen Krafteinsatz auch optimal steuerst.

    Die Höhe kannst du prinzipiell über drei Faktoren steuern:
    1) Kraft: je "fester" du wirfst, desto stärker überwiegt deine Beschleunigung gegenüber der Schwerkraft und desto weniger weit fällt der Pfeil nach unten, bevor er ins Board trifft. Wie ein Stein, den man mit halber oder voller Kraft wirft.
    2) Ellbogenhöhe: Setzt du den Ellbogen weiter oben an, hast du ein Höhenplus gegenüber einem tieferen Ansatzpunkt
    3) Release-Zeitpunkt: dazu hab ich dir eine Grafik angehängt. Deine führende Hand macht eine halbkreisförmige Bewegung. Lässt du den Pfeil im Zenit los (Bild oben), erfolgt die Beschleunigung nur geradeaus, weshalb der Pfeil unmittelbar nach dem Release absackt. Lässt du ihn ein Stückchen vorher schon los, wird er zusätzlich ein wenig nach oben beschleunigt. Lässt du ihn noch früher los, fliegt er einen richtigen Bogen. Bei entsprechendem Schwung wird dieser Bogen durch das Board unterbrochen und der Pfeil steckt kerzengerade drin

    Welche der drei Methoden zum Zielen auf unterschiedlichen Boardhöhen verwendet wird, dafür gibt es hier irgendwie auch schon Diskussionsfäden. Ich selbst versuche immer mit der gleichen Kraft und gleicher Ellbogenstellung aufs Board zu werfen und variiere deshalb nur den Abwurfzeitpunkt. Bei den ganz tiefen Zahlen (z.B. D3) lasse ich erst im Zenit los, bei D20 schon weit vorher (im Aufschwung).

    Zum Thema Spitze: Die zeigt bei mir immer in die gleiche Richtung wie meine Beschleunigung. D.h. du kannst die Pfeile in der Grafik sowohl als "Kraftvektoren" als auch als Dartorientierung interpretieren. Früher habe ich auch damit experimentiert, den Pfeil beim Ausholen zwischen Daumen und Zeigefinger zurückzuziehen und so die Spitze immer im gleichen Winkel zum Board zu halten, aber das hat mir zu viel Unruhe in den Wurf gebracht.

    Wenn du sagst, dass deine Darts-Spitze beim Ausholen nach unten zeigt, dann klingt das für mich nicht ganz optimal. Die Orientierung der Spitze muss dann quasi per "Strudeln" in der Luft oder (noch schlimmer) während der Wurfbewegung korrigiert werden und ich würde vermuten, dass das einiges an Präzission raubt und eine zufällige Komponente ins Spiel bringt. Zumindest so lange, bis du diesen Wurf so perfekt beherrscht, dass du die Ausgleichsbewegung perfekt vorhersehen kannst (wie bspw. bei Kyle Anderson, dessen Wurftechnik nur über Übung und nicht über phsyikalische Gesetze erklärbar sind :wacko:). Probier doch mal einfach verschiedene Ausholbewegungen. Pieks dir einmal vor Abwurf mit dem Flight in die Augen, einmal in die Nase, einmal ins Kinn und einmal auf die Brust. Versuch auch mal gezielt den Draht bei der "20" zu treffen und arbeite dich dann vorsichtig nach unten - beobachte dabei, wie sich dein Wurf verändert.

    Hatte ich auch mal... das Problem, dass die Darts unregelmäßig schief drinstecken. Wollte einen sauber-geraden Wurf wie MvG hinkriegen. Bei mir lag es am Daumen, der zu dominant gedrückt hat beim Release. Sobald ich die Fingerspitzen locker lasse, aber nötige Tension im Handgelenk, fliegen sie fröhlich geradeaus.

    Die Spitze bleibt drin beim wiegen.
    Und was die Identifikation angeht, poste doch einfach ein Bild vielleicht weiß jemand was.
    Ansonsten stand der Name eben auf der Packung..
    Ist doch auch ziemlich irrelevant oder suchst du ähnliche Barrel wie deine jetzigen?

    Entschuldige, ich bin gerade erst auf diesen >> Wer kennt diesen Steel-Dart? << Thread gestoßen.
    Danke aber für die Hilfe fürs Wiegen!

    Eine Packung habe ich nicht bekommen. Die Darts direkt eingesteckt. Klar, so wichtig ist es nicht, aber...bin es vom Sport gewohnt, dass ich mein Material kenne. Wenn sich Leute unterhalten, was sie spielen, mag ich irgendwie mitreden können (wenigstens den Hersteller und das Gewicht).

    Waldner: Gerne :)

    Ja, ich schließe mich den Vorrednern an. Wurfstil super und seine Finishes aus den unmöglichsten Stellungen heraus sind wirklich grandios. Aber wenn er verliert, ist er wie ein trotziges Kind. Ich glaube, er hat nur noch nicht aufgehört, weil Taylor ja noch da ist. Und weil er sich denkt "ach komm, nächstes Jahr schaff ichs schon". Wenn du ein Jahr lang nur für ein einziges Event trainierst, dann KANN das ja nur in die Hose gehen, oder? Daran kannst du nicht festmachen, ob ein Jahr erfolgreich war oder nicht. Naja, lassen wir ihn mal ausdampfen, dann sehen wir weiter. Könnte mir vorstellen, dass er Taylor mit 2 - 3 Jahren Abstand auch in den Ruhestand folgt.

    Gibt es eigentlich das interview von barneveld auch mit übersetzung ins deutsche,hätte gerne mal gewust was er gesagt hat bei dem interview was auf youtube zu sehen ist.

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    Interviewer: "Was geht Ihnen gerade durch den Kopf im Moment?"
    RvB: "was kann ich sagen...ich habe keine Erklärung. Ich weiß es nicht. Es ist immer schwer, den Verlierern Fragen zu stellen - klar - weil am Ende ist es schwer zu sagen, was genau falsch gelaufen ist. Wissen Sie, Michael hat mich bestraft. Jedes Mal, wenn ich meine Doppel verfehlt habe, hat ER sie getroffen. 88er, 84er, oder .... jedes Mal war er zur Stelle um mich zu bestrafen und deshalb hat er gewonnen."

    Interviewer: "Wann gab es für Sie diesen Wendepunkt? War es 4:3 oder 4:4? oder... "
    RvB: "Es gab keinen Wendepunkt. Das ganze Match hindurch gab es keinen einzigen Moment, wo es sich komfortabel anfühlte. Einige Aufnahmen, die ich da hatte... wissen Sie, die 121 hatte ich, oder die 84 und die Doppel-11, die ich hatte....wofür? Am Ende verlierst du 5:4. Ich würde eher 5:0 verlieren wollen als 5:4, wenn du deine Chancen hattest...auf die 5 [Sätze] wieder heranzukommen...wozu das alles? Die sitzen alle daheim und meinen 'du warst großartig!'. Ja, naja. Großartig. Ich fahr' morgen heim."

    Interviewer: "Sie fahren heim und schauen sich das Match dort an, oder? Im Fernsehen..."
    RvB: "Nein, das kann man diese Woche nicht von mir verlangen."

    Interviewer: "[...] das Match noch anzusehen [...]?"
    RvB: "Nein, kein Darts mehr für mich diese Woche. Nein..."

    Interviewer: "....die Finalspiele..."
    RvB: "...Viertelfinale bringt gar nichts, Jungs. Ein Halbfinale bringt nichts. Und ein Finale zu verlieren bringt auch nichts. Gewinnst du das Turnier, dann bist du der König. Hm. Tja, was kann ich sagen."

    Interviewer: "Was werden Sie nächstes Jahr machen? Weil Sie können ja nach wie vor mithalten!"
    RvB: "Ich weiß nicht. Was kann ich machen? Selbst wenn du gegen Michael spielst, wenn er nicht in Topform ist, kannst du ihn nicht schlagen. Was sollst du tun?"

    Interviewer: "Es gibt noch andere Termine, die European Tour..."
    RvB: "Nein. Ich spiele, was ich spielen kann. Aber...sie sind nicht so wichtig, all diese Turniere. Es gibt ein wichtiges Turnier im Jahr und das ist dieses hier. Und wenn du versagst - erneut - worin besteht dann der Sinn, all deine Energie im Rest des Jahres zu verbraten? Du sammelst eben deine Punkte, aber am Ende ist dieses Turnier dasjenige, das dich... und dann wollen plötzlich alle was von dir, alle schreiben dir, alle rufen dich an und am Ende...wissen Sie, ich habe schon an die 500 Nachrichten gekriegt bis jetzt...und heute...habe ich vielleicht 20 bekommen. Weil man ein Verlierer ist."


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    Die Interviewer waren schwer zu verstehen, ist vielleicht etwas freier.

    Hey zusammen,

    ich hab mir Anfang 2017 meine Darts beim Händler gekauft. Hab dort ganz viele verschiedene Kombinationen aus Barrel, Schaft und Flight ausprobiert, bis es perfekt war. Das hab ich dann einfach im Set gekauft. Meine Flights konnte ich sehr leicht im Internet bestimmen lassen, aber den Barrel nicht. Steht das irgendwo eingraviert, bzw wie kriegt man das raus? Und wenn ich das Gewicht des Barrels bestimmen möchte, kann ich dann einfach den Schaft rausdrehen und wiegen, oder müsste ich dazu die Spitze auch rausnehmen?

    Das Rüberklappen vom Ellbogen beobachte ich bei mir auch oft. Vor allem dann, wenn ich etwas ermüde bei langen Matches. Wenn ich meine Wurfbewegung dann beibehalte, landen viele der Pfeile in der 5 statt der 20. Daran merke ich meistens, dass ich korrigieren muss. Entweder nochmal zusammenreißen, oder von Rhythmus-Werfen auf Zielwerfen übergehen.

    Generell würde ich behaupten, dass du durch viele rechte Winkel und geradlinige Körperführung die höchste Präzission erreichst, aber auch am anfälligsten für Schwankungen bist. Wenn sich das Geradebiegen des Ellbogens unangenehm und auch nach längerer Übung nicht "natürlich" anfühlt, dann würde ich den Arm einfach mal locker lassen und sehen, in welchem Winkel er zum Board steht. Mit dem studierst du dann deine Wurfbewegung ein.

    Ich finde eh, dass es am Anfang wichtiger ist, einfach mal auszuprobieren und zu beobachten, wie sich was anfühlt. Kann nicht schaden, ein paar Techniken auszuprobieren, bis man seinen Weg gefunden hat.

    Der spielte aber gegen Cross ;)

    :ohno_ meinte natürlich Lewis.


    Und nochmal zu MvG. Das ist eben seine Art sich in Interviews zu geben. Die würde ich nicht als unsportlich bezeichnen. Wichtig ist der Respekt oben auf der Bühne und der war absolut ok. In Interviews schafft MvG eine Blase der Unverwundbarkeit um sich herum. Jeder Spieler weiß das genau einzuordnen und ich glaube nicht, dass Cross traurig ist zu hören, dass er angeblich schlechter gespielt hat als sein Gegner. Diese Sätze sind nur für Michael selbst und wahrscheinlich der erste Schritt zur Aufarbeitung.

    Wie andere schon geschrieben haben...95% der Spieler bewegen sich in diesem Spannungsbogen. Verweigerte Handshakes, Hustenattacken, Beleidigungen...das gehört nicht ins Darts. Was die Van Gerwens, Taylors und Barnevelds dieser Welt im Interview von sich geben, steht auf einem anderen Blatt.