Beiträge von Horst Girtew

    Ich glaube so einen Galgen für eine Webcam bau ich mir auch nochmal. Mein Camcorder macht zwar einen schönen fast unverzerrten Ausschnitt, aber durch die a/d-Wandlung hab ich diese Synchronitätsprobleme, mit denen ich gar nicht zufrieden bin.

    Wie ich in einem anderen Thread schon schrieb, bewerte ich den Avg nicht mehr so über. Bei einer Aufnahme entscheidet manchmal einfach nur ein Millimeter, ob 43 oder 100 Punkte werden. Ja das ist dann eben Glück oder Pech. Natürlich ist es ärgerlich, wenn man dann die 43 wirft und ein betrunkener Anfänger wirft mit 20, 12, 18 mal eben 50 Punkte und das obwohl er auf die 19 gezielt hatte, aber ich bin mit meinem Wurf auf dem richtigen Weg.

    Vor Allem in den Schallschutz-Threads hier, sind ja immer wieder Vorschläge mit Hängekonstruktionen. Ich selbst habe das auch so, dass ich eine Holztafel habe, die aber nicht an die Wand gedübelt ist, sondern an der Decke hängt und nach hinten nur mit Schamstoff abgefangen an der Wand anliegt. So habe ich nur zwei Löcher für die Ösen in der Decke.

    Da habe ich zwar (wie Viele) am Anfang auch ein bißchen diskutiert, aber im Grunde kommt man um die Standardwege nicht drumrum. Die machen das Leben so einfach und im Grunde lässt sich die mathematische Logik dahinter ja auch nicht wegdiskutieren. So richtig habe ich die selteneren, höheren Reste auch noch nicht drauf, aber früher habe ich das immer als Kritik empfunden, wenn dann einer gesagt hat »Hätteste so oder machen müssen.« Heute bin ich da für jeden Tipp dankbar und je länger man spielt, umso öfter klappt das tatsächlich mit den Trebles beim Stellen und in der Kneipe macht jedes Highfinish ordentlich Eindruck.


    …was auch riesig Spass macht 81,82,83,84 über Halbbull anzufangen a.) gutes bulltraining und es gibt nix geileres als 82 mit 50 D16 zu machen oder ne 84 25-57-D1 und wenn man halbwegs Bull kann sollte man sowieso so anfangen 85 86 87 88 89 gibt es eh nur ein Weg (aus meiner Sicht)

    Ich habe an der 70 immer viel Freude. T18 – D8 und wenn es nur eine S18 wird, dann steht man bei 52 und wirft eben T12 – D8 und wenn das nur eine S12 wird hat man trotzdem nur noch 40 und kann D20 werfen und wenn man das auch alles nicht will, kann man vorher bei 52 Rest schon mit ner S20 auf 32 umschwenken. Das ist alles so logisch und dann geht es ja schon vorher los. Wenn man bei 188 steht und hat noch einen Dart, dann geht man auf T18 und trifft man die nicht, sondern nur S18, steht man bei 170. Man muß ja nicht davon ausgehen, dass man ein 170er Finish schafft aber eine 100 ist doch keine Hexerei und schon steht man bei der 70, die so viele Wege offen lässt. Und wenn man diesen Weg drin hat und bei 170 diese 100 klappt, dann spielt man von 188 in 6 oder 7 Darts auf Null runter ohne einmal rechnen zu müssen, weil der Weg einfach drin ist.

    (Wahnsinn, wie schlau sich das im Suff daherredet.)

    Da habe ich echt Glück im Unglück gehabt, dass ich durch die günstige Freilos– und Def–Win Fügung noch zu 14 Punkten gekommen bin und in der vorigen Saison nur auf 12 Punkte kam. Da habe ich mit zwei echt schlechten Spielen noch insgesamt zwei Punkte und einen Platz in der Rangliste gut gemacht.

    Mit irgendwas wie einem Messer den Ring Richtung Gewinde drücken und dann mit einer Drehbewegung runter schrauben. Am Anfang hatte ich das mit dem Fingernagel gemacht, mir aber dabei einen winzigen Alu-Splitter in den Daumen gedrückt. Das tat mittelfristig etwas weh. Dann hatte ich aber keinen Grund mehr die abzumachen und die Ringe mit weggeschmissen, wenn der Shaft kaputt war. Inzwischen spiele ich nur noch die ProGrip.

    Also was ich jetzt im Vergleich zu früher anders mache ist, dass ich keinem Avg mehr hinterher renne bzw. nur noch indirekt. Also wenn ich mit der App trainiere, gucke ich natürlich am Ende, welches war das kürzeste Leg, welches das Längste und dann bedeutet ein 25-Darter ja automatisch ein Avg von 60,12 – aber während des Spiels versuche ich einfach nur so gut wie möglich zu treffen und wenn ich fertig bin, dann bin ich fertig und im realen Spiel versuche ich einfach nur vor dem Gegner fertig zu sein. Früher habe ich mich immer von der Anzeige des aktuellen Avg ablenken lassen und mitgerechnet »Mist, noch eine 41 und ich rutsche unter 50.« Davon lasse ich mich jetzt nicht mehr während des Spiels irritieren, sondern gucke eben nur nach dem Spiel auf die Statistik. Ob es ein besonders kurzes oder langes Leg war, merkt man ja so oder so nebenbei.
    Wenn es nicht läuft setzt man sich ja unter Druck und verschlimmert es damit nur und solche Sachen verstärken den Druck noch zusätzlich.

    Naja man kann sich über eine 85 freuen, weil es ja immer noch schön viele Punkte sind und man eine Treble 20 dabei hatte, man kann aber auch versuchen zu verstehen, warum der dritte Pfeil in das 5er statt 20er Segment ging, damit man sich später über 100 Punkte noch mehr freuen kann, als über 85. Klar wenn man das übertreibt und dann nur eine 26 wirft (und da spreche ich aus siebenundzwanzigtausendfacher Erfahrung), dann ist derjenige mit seinen 85 im Vorteil, bringt einen aber nicht voran, wenn man nicht nur zufällig mal 100 werfen will. Da muß aber jeder seine Ansprüche für sich festlegen.

    Implantierter Defi in Kombination mit dem schwerbehindertenbedingt steuerermäßigtem Auto, verbietet mir eigentlich die Personenbeförderung. Im Privatbereich sind die Auslegungen zwar etwas schwammig aber man kann es ja erstmal so sagen. Dann ist Fahrer sein schonmal vom Tisch. Ist aber wirklich anstrengend, wenn man einen taumelnden Spieler fast mit Gewalt hindern muß, weiter zu werfen, nachdem er sich bereits überworfen hat.

    Aba mussssdoch D2 werfn? – Nein Du hast eben eine D18 geworfen, die geht nur ganz schwer in deine 20 Rest rein. – Neeeee, hab noch 4. – Nein du hast überworfen. – Watt? Neee.

    Dann hat er es eingesehen und geht zum Board seine Pfeile holen. Bleibt direkt vor dem Board stehen und fängt, von einem Bein aufs Andere wackelnd, genau dort an, sein zerlegtes Sportgerät wieder zusammenzubauen. Könntest du mal einen Schritt zur Seite gehen Player Zwei? – Jaaa doch, lassmir dochma erst dn »Flyer« ranmachen.

    Da lässt man Nerven. Hatte gerade Angst es wird zu offtopic, aber ich zähl das mal unter »Kuriositäten«.

    Alter Schwede, Kneipensport ist anstrengend. Da spielt man mit drei Leuten und einer ist nach der dritten Runde so Hacke, dass die Darts teilweise quer am Board landen und auseinander fliegen. Natürlich trifft ein Teil des Darts dabei das T20-Feld. Bis man dann wieder dran ist, dauert es 10 Minuten, bis er seine Darts wieder zusammengebaut hat. In der ersten Runde gewinnt man dann, aber bis der mit dem anderen Spieler Platz zwei und drei ausgespielt hat, vergehen 20 Minuten. Dann fängt man völlig kalt bei Null wieder an. Während man dann mit 200 Punkten Vorsprung bei Rest 32 steht, fangen die ein Gespräch an, wie man es denn jetzt demnächst mit regelmäßigen Treffen handhaben will und diskutieren 30 Minuten, wie schön das wäre, jetzt einen Verein zu gründen … Ich glaube ich plane meine Dart-Zukunft als Einzelkämpfer.

    Zu der mentalen Seite der Geschichte gibt es auch schon zahlreiche Threads. Hier kommen mit steter Regelmäßigkeit Fragen zu diesem Problem und im Prinzip kennen das alle. Irgendwann trifft man so gut, dass die großen Singlefelder gar kein Problem darstellen. Aus der 57 mit S17 eine 40 zu machen klappt fast immer. Da denkt man (zumindest beim Scoren) dürfte doch ein 60er Schnitt Minimum gar kein Problem sein. Dreimal S20 ist doch keine Hexerei und ab und zu geht einer daneben, dafür trifft man aber auch mal ein Treble. Aber NEIN, man startet mit einer 26, gefolgt von einer 7 und steigert sich von Aufnahme zu Aufnahme so rein, dass man gar nicht mehr trifft. Mir hilft vor Allem (und ich wiederhole mich da) das Wissen darum, dass es Allen so geht und ich versuche für den Kopf ein Ritual zu etablieren, dass ich eine Art Strich ziehen kann und nach einem mißlungenen Wurf mit neuer Konzentration nochmal frisch anfange, als wäre das vorher nicht gewesen. Dann schafft man plötzlich auch sowas, wie einen 1:4 Rückstand noch zu einem 5:5 hinzukriegen. Das gibt mir mental mehr als ein ungefährdeter Sieg. (Für die Tabelle wäre mir natürlich der Sieg lieber.)


    …
    Gleiches dann wenn manche bei 73 Rest weiter auf die 20 werfen oder ähnliches....
    Wenn ich dann gegen so jemanden verliere, ärgert mich das noch mehr. :rolleyes:

    Da für gibt es ja einen Grund. Ich habe es Freitag erlebt. Gegner geht bei 63 auf die 20 und ich sage »Das war jetzt nicht so klug oder?« und die Antwort war »Bei 63 kann man sich noch nicht überwerfen, falls man versehentlich die T20 trifft. Da geht die 20 noch.« Das ist doch mal ein Argument.