Beiträge von Horst Girtew

    Für die Scheibe selbst ist das unproblematisch. Praktischer insgesamt ist es sicherlich eine größere Menge gleicher Darts zu haben. Hat man viele unterschiedliche Darts und irgendwann kommen mal welche weg, dann hat man nach einer Zeit lauter unvollständige Sets und man fängt immer an, sich die passenden zusammenzusuchen. Hat man 30 gleiche Pfeile in einer Schüssel, nimmt sich jeder drei raus und gut. Da könnte man ja dann zwei unterschiedliche Sorten nehmen. Eine Handvoll etwas leichtere und eine etwas schwerere Sorte, die sich am Besten noch optisch unterscheiden, das macht das Sortieren einfacher. (Wäre meine Idee vom reinen Praktischen her.)

    132 ist aber auch so eine doofe Größenordnung. Der Gelegenheitsspieler denkt noch nicht ans Checken und der Anfänger denkt vielleicht noch nichtmal ans Stellen und denkt sich - hauptsache erstmal unter 100 kommen. Wenn man dann aus diesem Grund auf die T20 geht, dann geht es ja noch nichtmal um Finishwege und deren Wahrscheinlichkeiten. Bzw. geht der Anfänger ja nicht auf T20, sondern auf das 20er Segment in der Hoffnung mit Glück T20 zu treffen. Da muß man sich erst daran gewöhnen, dass man schon ab 350 anfangen kann zu rechnen, bzw. ab der zweiten Aufnahme, wenn es gut läuft.

    So, dann mein vorletztes Spiel:


    Bertso vs. Horst Girtew 6:3

    http://www.pro-darter.com/match-history.…826514251476579

    Video

    Nach einem recht ausgeglichenen Anfang stand es irgendwann 3:3 und alles schien offen. Doch dann kam die berüchtigte Phase, wo meine Pfeile demokratisch mitbestimmen wohin sie fliegen wollen. Da hört man sie dann leise wimmern »Ja, wir wollen auch mal in die kleinen Zahlen fliegen.« und das machen die dann auch prompt. So gewann am Ende Bertso, bei dem ich mich nochmal für das Spiel bedanke mit 6:3.


    und diesmal auch mit Zuschauer vor Ort.

    besuch.jpg

    Fänd ich nicht so klug (also für mich). Wenn das erste Bull klappt und der zweite Versuch wird nur eine 25 ist man mit 57 Rest nicht ganz so flexibel wie bei 52 mit noch einem Dart und wenn der erste von den beiden Bullversuchen schon nicht klappt, würde ich mir kein Bull zum Checken stellen wollen. Ich weiß aber auch, dass ich einer von denen bin, die viel zu spät anfangen, über das Checken nachzudenken. Wobei ich mir sage, wenn man so gut spielt, dass man bei 132 an Checken denkt und das auch in der Regel schafft, dann ist man auch so gut, sich die ungünstigen Reste gar nicht erst zu stellen. Wenn man dann aber trotzdem da landet, muß einem ja ein Fehler passiert sein. Dann ist man deswegen unsicher und überlegt sich einmal mehr, ob man ein riskantes Finish versucht oder sich lieber mit etwas mehr Sicherheit sein Lieblingsdoppel stellt.

    Was wäre denn besser? Also aus reinem Interesse. Ich habe in der Checkout Liste von Richard Ashdown (die bei Winmauprodukten immer beiliegt) noch die Variante 25-T19-Bull gefunden. Ich persönlich würde T20-T20-D6 versuchen, weil ich die D6 recht einfach finde, aber davon ausgehe, dass mir zwei Treble nicht unbedingt gelingen und wenn von den beiden T20 eine daneben geht und eine S20 wird, kann ich mir mit 52 Rest und noch einem Dart mit einem Singlefeld wahlweise eine 40 oder 32 stellen. Hinge natürlich davon ab, wie weit der Gegner ist.

    Das kommt auf die Wand an. Wenn die massiv ist und die »Beschädigung« eher optisch ist und sich auf auf den Plaste-Abrieb an der Wand beschränkt, ist es vielleicht einfacher, falls das Kapitel Dart mal beendet ist, einmal die Wand zu streichen, statt da vorher irgendwelche Abfangkonstruktionen zu basteln. Ansonsten wäre mit dem üblichen Surround ja schonmal ein Ring von ca. 70 cm abgedeckt. Oder man baut gleich eine größere Holztafel vor die Wand, an der dann das Board kommt und diese können die Kinder dann auch noch selbst bemalen.

    Kind? Kind? Kind? – da war doch was – Ich habe das Kind auf das Karussell gesetzt und dem Karussellmann 100 Euro gegeben. Dann bin ich zum Bierzelt.
    Mist, das war Montag. Ich hab mich auch schon gewundert, warum das hier so ruhig ist.


    Nee, aber ich rechne auch schon. Das ist alles ganz schön knapp im Mittelfeld, wenn man bei denen mit etwas weniger Punkten die noch fehlenden Spiele berücksichtigt. Das ist eine echt spannende Sache. Kaum größere Überlegenheiten und es entscheidet einfach, wer einen besseren Tag erwischt und wer nicht. Das macht wirklich Spaß. Gibt es eigentlich einen Absteiger wenn man einen Aussteiger und einen verwarnten Wackelkandidaten nicht mehr in Saison 3 dabei haben sollte?


    Sieht für mich so aus, als wenn häufiges Teilnehmen mehr belohnt wird als zu gewinnen.

    Also eher wie bei der Formel1 - hauptsache durchkommen.

    Es geht immer darum, möglichst viel Geld zu verdienen. Ein Turnier ist immer attraktiver, wenn möglichst viele hochklassige Teilnehmer dabei sind. Bei Qualifikationsturnieren besteht der »Zwang« darin, dass man ein Turnier ja nicht sausen lässt, wenn man sich schonmal qualifiziert hat und es sozusagen eine Ehre ist teilzunehmen, weil nicht jeder mitmachen darf. Bei prestigeträchtigen Veranstaltungen kommen die Besten von selbst. Dann gibts noch die Möglichkeit der Pflichtveranstaltung (das trifft ja auch auf die Formel 1 zu) und bei den betreffenden Ranglistenturnieren werden die Favoriten eben gezwungen an möglichst vielen Veranstaltungen teilzunehmen, weil sie sonst von den Vielspielern eingeholt werden könnten. Sonst könnten die ja in der ersten Hälfte den Sack zumachen, kommen nicht mehr und dann gibts in der zweiten Hälfte kaum noch Zuschauer. In welchem Verhältnis nun ein Sieg zu einer Vielfachteilnahme mit geringerer Platzierung steht, lässt sich dann durch die Punkteverteilung regeln.

    Bei der Formel 1 ist es ja so, dass entweder ein Fahrer besonders hervorsticht, ein Team ein besonders gutes Auto gebaut hat oder Beides der Fall ist und dann gibt es eine Dominanz, der man begegnen will, um die Saison trotzdem möglichst lange spannend zu halten. Kommt dann eine Saison, wo vorn drei Teams auf einem ähnlichen Niveau sind, ist es ja von ganz alleine spannend. Dann funktioniert das gar nicht mehr. Da ist das schon sehr speziell auf die jeweilige Situation abgestimmt (bzw. man verucht es abzustimmen. Manche Regel stellt sich ja auch als Murks heraus.) so dass man das schwer vergleichen kann.

    Wobei ich denke, dass eine E-Dart-Scheibe mit den integrierten Spielen für jemanden, der sonst nicht spielt, einen größeren Reiz hat und mehr Interesse weckt. Eine Steeldartscheibe könnte vermehrt die ansprechen, die privat bereits spielen, die bringen dann beim nächsten Mal aber ihr eigenen Pfeile mit und dann hat man doch die Stahlspitzen in der Schule.

    Naja, sämtliche Hürden, die mit dem Leistungsniveau oder irgendwelchen Qualifikationen zu tun haben, ließen sich ja zumindest theoretisch auch mit 11 bewältigen, aber mit 11 Jahren 16 zu sein, ist nicht zu schaffen. Von daher ist das dann schon die schwerste Hürde. In diese Richtung soll die Aussage wohl gehen.

    Also ich für mich sehe den Nutzen darin, dass man einen schönen Vergleich hat. Fährt man zu realen Turnieren, beschränkt sich das bis zu einem gewissen Niveau auf einer regionalen Ebene. Man fährt ja nicht mit einem 45er Avg zu einem Turnier, 800 km weit entfernt, um nach einem Spiel wieder nach Hause zu fahren. Hier kann man solch einen Vergleich theoretisch weltweit machen, wobei sich das praktisch dann ja auf den deutschsprachigen Raum beschränkt, wenn man von den Forenmitgliedern ausgeht. Mit den Punkten kann man zunächst Leute binden. Also man nimmt ja eher am nächsten Turnier wieder teil, wenn man sich in irgendeiner Form der Gesamtwertung damit besser positionieren kann und ein Nutzen für den Spieler ergibt sich dann, wenn das mit der Setzliste machbar ist. Ansonsten einfach mit ganz viel Optimismus gucken, wohin die Reise geht.

    Nachdem mich meine Nachbarin fragte, ob ich denn gar nicht mehr spiele oder mein Hobby sogar aufgegeben hätte, scheint meine Schalldämmung ja gut zu funktionieren und dann kommen auch spätere Uhrzeiten infrage. Das ist schonmal gut.
    Wegen der Setzliste ist es vielleicht sinnvoll, eine Saison mal durchzuspielen und sich dann die Quote anzugucken, wieviele von denen die infrage kämen, überhaupt noch weitermachen wollen bzw.noch da sind. Es wird ja so ähnlich sein wie in den Ligen.

    Da muß ich ja mal eine Lanze für die Forenbelegschafft brechen, denn ich meine hier noch nicht gelesen zu haben, dass sich jemand abfällig über das Dartset eines Anderen geäußert hat. Also im Sinne von normaler Kritik wie »Die hatte ich auch probiert, aber ich kam damit klar.« schon, aber nicht so »Ha, ha ,ha ist ja albern, mit was du da spielst.« Ich habe ja selbst mit Schraubspitzen an Softdarts angefangen und finde das auch nicht schlimm. Am Ende entscheidet ja das, was man trifft.

    Ich denke mal das ist aber auch sehr individuell, wie lange jemand braucht, um grundsätzlich erstmal in den Rhythmus zu kommen, wenn man an dem Tag frisch startet. An den Tagen wo mal so gar nichts läuft kann ich mir auch vorstellen, dass man da dann nach zwei Stunden schon das erste Mal frustriert ist, bevor es überhaupt losgeht, aber an normalen Tagen fände ich es unproblematisch über 2 Stunden lang locker zu werfen, um in den Rhythmus zu kommen oder auch ein spezielles Warmwerfprogramm abzuspulen. Naja und wem 20 Minuten reichen, den zwingt ja keiner.

    Hab jetzt noch nicht die Real-Liga-Erfahrung, aber kann ja mal schreiben, wie ich mich prinzipiell aufwärme. Hab ja schonmal geschrieben, dass ich grundsätzlich Around the clock auf die Doppel zum Aufwärmen werfe, habe das aber inzwischen etwas spezialisiert. Ich werfe zunächst eingige Darts auf die T20 um ein Gefühl für Alles zu bekommen. Dabei beobachte ich meine Streuung. Dann werfe ich Around the clock auf die Doppel oder meine spezialisiertes Around the clock auf die ganzen Segmente, wobei dann aber alle drei Darts einer Aufnahme das Segment treffen müssen, um weiter zu rücken. Welche Variante ich benutze hängt davon ab, wie gut das Werfen auf die T20 lief. Bei der Variante auf die Segmente spiele ich das bis 14 durch und ab 15 Spiele ich dann nur noch alle weiteren Felder nach Cricket-Regeln zumachen. Das Ganze schließe ich ab, indem ich nochmal mit allen drei Darts einer Aufnahme das 20er Segment treffen muß und einmal Bullseye. Bin ich zeitlich eingeschränkt, begrenze ich das auf Around the clock auf die Doppel, soweit ich eben komme. An einem normalen Tag merke ich dabei, dass ich bei der ersten Runde Around the clock (ich spiele immer zwei) so ungefähr bis 12, 13, 14 werfen muß, dann bin ich halbwegs drin.

    Beim klassischen Einwerfen mit 9 Darts gehts ja nur darum ein Gefühl zu kriegen, das hat mit Warmwerfen ja nichts zu tun. Wenn ich das simuliere ist es ja egal auf was man zielt. Man muß ja jeden Punkt treffen können, wenn man den braucht. Da probiere ich dann so sachen wir drei Darts auf T4, drei Darts auf T13 und dann noch drei Darts auf T5, um den Gegner erstmal in der Ungewissheit zu lassen, ob das Absicht war oder ob ich an dem Tag nicht gut drauf bin.


    Das klingt jetzt für einige sicherlich nach ein bißchen zu viel Gedenken machen für jemanden in meiner Situation, aber ich möchte, wenn ich dann demnächst mal rausgehe, auf alles Mögliche vorbereitet sein, was ich mir jetzt schon einfällt.