Beiträge von Kasselaner87


    Dann hast du aber ein völlig falsches Bild davon, welche Einnahmen die PDC hat. Der Gesamtumsatz für den Zeitraum 07/2012 bis 06/2013 hat gerade mal 13 Millionen Pfund betragen.

    Eben. Die Sponsoren- und TV-Geld-Einnahmen sind einfach nicht so, dass man da großen Reibach mit machen kann. Beim Tennis bekommt der Sieger größerer Turniere, also etwa der Grand Slams, mittlerweile weit mehr als 1 Mio. € Preisgeld, also weit mehr, als bei der PDC-WM insgesamt an Preisgeld ausgezahlt wird. Bei Wimbledon sind es z.B. 1,6 Mio. Pfund allein für den Sieger der Herren und 22,5 Mio. Preisgelder insgesamt (Quelle). Das zeigt, in welchen Dimensionen man sich dort mittlerweile bewegt und wie klein Dart trotz aller Fortschritte der PDC immer noch ist.

    Ich denke eher dass es eher eine fragee der finanziellen mittel ist. wir hatten hier schon mal die diskussion warum wir keinen deutschen spieler in den top 64 haben. für alle nicht inselaner ist es eben eine teure angelegenheit erstmal die reisekosten zu stemmen (natürlich kann man dass 1-2 mal machen aber wenn man regelmäßig dabei sein will muss man seinen lebenmittelpunkt richtung england verlagern). dann kosten auch die teilnahmegebühren mehr als ein appel und ein ei usw. jmd hier im forum hatte das mal zusammengerechnet und der betrag war nicht ohne. wenn ich mich nicht irre kostet allein zB die teilnahme an dem qualifikationstunier in leipzig über 100€ (ja ist ein großes event, aber das wird auch viele ambitionierte spieler abschrecken) . ohne sponsor schafft man das echt nicht als otto normal verbraucher.

    Ja, so sieht's aus. Für diejenigen, die nicht zu den Spitzenspielern gehören, ist so eine Saison schon verdammt teuer. Zumal die Preisgelder zwar auf den ersten Blick verlockend sind, aber die sind ja nur brutto, sodass noch Steuern abgehen, und wenn man sich regelmäßig im UK wegen irgendwelcher Turniere aufhält, kommen noch die Kosten für Unterbringung, Verpflegung, usw. hinzu, und die sind bei den Lebenshaltungskosten im UK auch kein Pappenstiel.


    Naja, als eine echte "Weltrangliste" wie in anderen Sportarten kann man die diversen Ranglisten im Darts auch nicht ansehen...dafür ist das Turniergeschehen der PDC zu sehr auf Großbritannien und Mitteleuropa konzentriert, und der WDF-Bereich ist zu sehr regionalisiert (sprich, die weltweit besten WDF-Spieler treffen nur selten aufeinander).

    Im z.B. Golf ist das grundsätzlich auch nicht anders, da sind es die USA, die einen großen Vorsprung in der Spielerzahl haben. Aber im Golf sind halt die Preisgelder so hoch, dass es sich für deutlich mehr Spitzenspieler lohnt, dorthin zu gehen, wo es die dicksten Preisgelder zu verdienen gibt - und am Ende hat man dann eine Tour, in der (grob gesprochen) die US-Amerikaner immer noch die Mehrheit stellen, aber eben viele andere Länder jeweils ein oder zwei Spieler "beitragen", und in der Masse können die es dann mit den Amerikanern aufnehmen. Darts ist preisgeldmäßig von diesem Zustand weit entfernt, und deshalb bleiben halt viele gute Spieler, die vielleicht auf Weltniveau spielen könnten, in ihren regionalen Bereichen hängen.

    Dazu kommt dann noch, dass speziell in Asien und den USA eher E-Darts die Vormachtstellung innehat.

    Ja, die Preisgelder sind in den meisten Fällen immer noch zu gering, um eine Profi-Karriere zu ermöglichen, insb. wenn man nicht aus dem UK oder den Benelux-Staaten, sondern von weiter weg kommt und somit schon ein Großteil für die Reisekosten draufgeht, da alle großen Turniere nun mal im UK stattfinden. Folglich ist insbesondere für Spieler aus Übersee kaum eine Profi-Karriere möglich, obwohl es in Nordamerika, Australien, Asien und Südafrika bestimmt einige gute Spieler gibt. John Part fliegt ständig zwischen Amerika und Europa hin und her, Whitlock wohnt mittlerweile in England, usw..
    Und die geringen Preisgelder resultieren wiederum daraus, dass Darts eben einfach weltweit nach wie vor weltweit gesehen eine Randsportart ist, als Profi-Sportart kaum wahrgenommen wird und deshalb zu wenig Sponsoren- und TV-Gelder bekommt - ganz im Gegensatz zu anderen Individualsportarten wie dem bereits genannten Golf oder auch Tennis. Selbst hier in Deutschland haftet Darts trotz guter TV-Quoten immer noch ein "Kneipen-Image" an. Ich denke, es ist noch ein sehr weiter Weg, bis der Dartsport mit anderen Individualsportarten auch nur annähernd mithalten kann, falls das überhaupt je möglich sein wird.

    Der Reporter gefällt mir auch richtig gut, sehr angenehme Stimme und fachlich absolut im grünen Bereich.

    Ja, der Kommentar ist sehr angenehm - sehr kompetent, sachlich und neutral, sich nicht ständig wiederholend - so macht das Spaß.:respekt: Und finde es auch gut, dass Eurosport jetzt häfiger BDO-Turniere übertragen wird, das kann der BDO nur gut tun. Zumal die TV-Situation gerade in Deutschland dann auch sehr gut wäre: Die großen PDC-Turniere auf Sport1 und die BDO auf Eurosport, was will man mehr? :thumbup:

    Schade, Fallon nach gutem Anfang doch ziemlich abgefallen, sodass Anastasia relativ mühelos noch drehen konnte. Sie mag zweifelsohne grundsätzlich Talent haben, aber an der Konstanz muss sie noch arbeiten. Und es ist auch etwas fraglich, ob sie dem Druck auf der Bühne wirklich gewachsen ist, zum Ende hin hat sie doch ziemlich Nerven gezeigt und wirkte beinahe verzweifelt, und das sollte bei einem Profi möglichst nicht vorkommen.

    Sicher sind die Preisgelder marginal, aber Können vor Lachen. So locker sitzt der BDO das Geld anscheinend nicht mehr, sonst würden sie sicher auch mehr auszahlen. Aber prinzipiell ist es ja begrüßenswert, dass sie trotzdem neue Majors etabliert und dabei vermehrt auch internationalen Spielern die Chance gibt, Punkte fürs BDO-Ranking zu sammeln. :thumbup: