Beiträge von Herr Senkmann

    Hallo vermutlich erst baldiger DartsprofiEuWest! Das wird dir keiner sagen können, musst du ausprobieren. Spitzenlängen würde ich komplett vernachlässigen und evtl später mit experimentieren. Da gehts wohl eher um mehr Platz im Triple und Steckwinkel/Feinbalance denke ich. Falls du das Zusammenstellen bei MyDartpfeil machen wolltest - lass es lieber, zahlste drauf. Vielleicht suchste dir ein paar Leute, deren Darts du mal ausprobieren kannst. Oder kaufst dir 2-3 verschiedene günstige Tungstendarts und ein paar noch günstigere Schäfte und Flights in verschiedenen Längen und Formen.

    edit: und nen Flightlocher! Das würde ich jedenfalls im Nachhinein gleich machen, hätte ichs geahnt. Außer du magst eh gleich die teuren Flight/Shaft-Systeme spielen (kennichnich). Ich spiele übrigens erst 2 Jahre, bin daher vielleicht näher dran an deinem Standpunkt, aber weit weg von erfahren 😊

    3. Darts kann man im jeden Alter hochklassig spielen

    Wird auch damit begründet, dass es keine großen körperlichen Voraussetzungen für das Dartspielen gibt. Also, mich plagt seit einigen Jahren die Weitsichtigkeit und mit dem Alter nimmt z.B. auch die Sensibilität in den Fingern ab, generell auch die Feinmotorik. Das soll keinen Einfluss auf meine Treffgenauigkeit haben? Ja, es gibt Brillen und Kontaktlinsen, trotzdem gibt es nur wenige Top-Spieler, die weit jenseits der 50 sind, oder? (Ja, ich kenne Paul Lim. Und sonst?).

    Meine Hypothese hierzu aus der kalten Hose, basierend auf Selbst- und Umfeldwahrnehmung (edit: auch und vor allem abseits des Darts) sowie den von dir schon beschriebenen Verhältnissen im Spitzenbereich: Der überdominierende Ich-Anteil in uns treibt uns zu persönlichen Spitzenleistungen, er nimmt aber beim Reifen (meistens) ab. Das Wir überwiegt dann irgendwann. Würde mich nicht wundern, wenn der bei Männern stetig sinkende Testosteronspiegel da stark dran mitwirkt. Vermute, dass das nachlassende Unbedingtgewinnenwollen beim Darten noch schwerer wiegt, als der altersbedingte physische Abbau.

    edit: wäre interessant, wie das halbgreise Langzeitdarter hier bei sich wahrnehmen und was die blanken Zahlen über all die Dekaden zu sagen haben

    Stimme Herr Senkmann zu. Ein paar der letzten Beiträge greifen etwas zu kurz, wenn sie versuchen, relativ viele Unterschiede zwischen Männern und Frauen auf eine oder wenige Ursachen zurückführen.

    Meines Erachtens ist in der Sportwissenschaft allgemeiner Konsens, dass Männer zwar im Mittel besser beim Dart sind als Frauen (also "besser treffen"), dass diese Unterschiede aber nicht angeboren sind, sondern darin begründet, dass Männer von Kind an sich mehr mit "Werfen" beschäftigen.

    In einer Publikation wurde z.B. (unter anderem) gezeigt, dass die Unterschiede zwischen Mann und Frau verschwinden, wenn man sie mit der falschen Hand werfen lässt, dann werfen die Männer genauso so schlecht, wie Frauen, die mit der falschen Hand werfen. Das nur als interessantes Beispiel mal genannt.

    Wirklich interessant. Aber gibts da nicht auch Unterschiede in der Gehirnhälftenverknüpfung o.ä. bei Frau und Mann? Sollte beim Vergleichen von falschhändigen Würfen doch auch ne Rolle spielen mutmaßlich.

    Ich denke fast alles in dem Artikel stimmt wirklich, außer hierzu müsste man doch eher widersprechen:

    • Zwei Drittel der Kinder mit motorischer Koordinationsstörung sind Jungs.

    Zur Motorik gehört aber auch werfen und zielen und räumliches Sehen. Es ist nunmal kein Klischee, dass Mädchen schlechter werfen und zielen können.

    Damals in der Schule beim "Schlagballwerfen" musste man schon Angst haben, dass manche Mädels den Ball beim Ausholversuch nach hinten werfen:lollol:Wenn die Neanderthalerinnen auf die Jagd gegangen wären, hätte man wohl Angst haben müssen, dass einige davon sich mit dem Speer eher selbst erlegt hätten:lach: Und das schlechtere räumliche Sehen beweist sich darin, dass im Durschschnitt Autofahrerinnen deutlich schlechter beim Einparken sind.

    Daher würde ich den o.g. Punkt in Zweifel ziehen.

    Zur Motorik dürften aber auch rhythmische Disziplinen, balancieren, Spagat machen, zeichnen, sprechen, singen und vieles mehr gehören (ich vermute übrigens nicht räumliches Sehen, das aber häufig hilfreich sein dürfte - z.B. beim Thema dieses Threads). Hab auch keine Ahnung, wie „motorische Koordinationsstörung“ bei Kindern definiert wird. Jedenfalls ist Werfen nicht alles und Einparken wird vermutlich kein Bestandteil der Koordinationsbewertung für Kinder sein 😊

    Kleines Anekdötchen noch: Hab meine steifen deutschen Hüften letzten Sommer mal kurz am Hoolahoop-Reifen ausprobiert und fands eigentlich ganz angenehm, von den anwesenden Damen ermutigt statt ausgelacht zu werden. Wurde dann auch n bisschen besser 🙂

    Zu 2:) Die Intelligenz und generell Fertigkeit in allen Dingen skaliert bei Männern stärker, als bei Frauen. Liegt wohl am Testosteron. Deswegen sind die meisten ADHS Kinder männlich und 2/3 der geistig behinderten männlich, aber es gibt mehr männliche Sportgenies (Dart, Schach...) als weibliche. So einfach ist das. Je nach Sportart weicht die Leistung dann mehr oder weniger ab, beim Fußball um Welten, beim Sprint sehr gut messbar um nur 10%. Wundert mich ehrlich gesagt, dass so etwas nicht in der Schule beigebracht wird. Würde viele Diskussionen erübrigen

    Das liegt nicht am Testosteron sondern an der Fragilität der XY-Chromosomen. Testosteron hilft natürlich erheblich beim Muskelaufbau und wohl auch in puncto Durchsetzungsfähigkeit (vermute auch Konzentrationsfähigkeit/Tunnelblick?), die im Sport und auch sonst in weiten Teilen der kapitalistisch-geprägten Gesellschaftsordnung belohnt wird, die man aber auch aus anderem Blickwinkel als dissozial wahrnehmen könnte. Jungs vor der Pubertät sind wahrlich keine Testosteronbomben, die Unterschiede bei ADHS, Rot-Grün-Sehschwäche usw sind aber dort schon erheblich.

    Hier mal ein flugs zusammengegoogelter, für Nichtexperten wie mich einfach zu lesender Artikel:

    https://www.tagblatt.ch/leben/auf-leis…sind-ld.1464752

    Wie gesagt, bin nicht vom Fach und lasse mich (oder den Artikel) gern korrigieren.

    P.S.: Bitte lieber doch nicht jede Kleinigkeit des ja durchaus arg einäugig verfassten Artikels mit mir durchdiskutieren 😜

    Drücken wir den Jungs die Daumen, mehr können wir auch nicht machen.

    Hatte mir auch erhofft oder gewünscht das es besser lauft für unsere Starter, aber was solls, wir dürfen nicht vergessen das SIE mit Sicherheit nicht absichtlich was versemmelt haben.

    Also drücken wir die Hufe und hoffen für morgen noch das beste.

    Klappt nichts mehr ist es halt so, Mund abputzen und nächste Chancen nutzen.

    Und wir reden ja über Einzelsportler und menschliche Individuen, die sicherlich alle ihr bestmögliches versuchen, das Spiel für sich (und nicht auch für ihr „Volk“ wie bei Nationalmannschaften) zu gewinnen. Genau wie die Jungs und Mädels, die irgendeine seltsame Fremdsprache von ihren Eltern gelernt haben. Ich kriege diesen Sportpatriotismus wohl auch nicht mehr aus mir raus und fiebere mit ihnen, wundere mich aber mitunter hier über so manch empfundenes verbales Nachtreten in der Niederlage. Hoffentlich lesen die dis nich auch noch…

    :welcome:

    Vom mitfiebern her is Q School schon ein cooles Format... so über ne ganze Woche tagtäglich :saint:

    Schade das es morgen schon wieder rum ist.

    Auf einen schönen Abschluss morgen :vic:

    Ja! Ist aber auch irgendwie ganz gut, endlich mal wieder in Ruhe arbeiten gehen zu können ohne um die ganzen winterlichen Dartspiele herumzuplanen 😊

    Als einer, der auch erst 2 Jahre halbwegs regelmäßig spielt und wohl ziemlich ähnliche Fehler machte (verkrampftes Frustdarten), kann ich da ebenfalls heftigst von abraten. Hatte statt Spaß am Spiel viel schlechte Laune und dazu noch einige physische Belastungen im Normalleben (Ellenbogen wegen rabiatem Follow-Through-Versuch, Standfuß, Beckenverwringung). Hab soviel ausprobiert, ahnungslos und ohne Rückmeldung von außen, dass ich irgendwann ein komplettes Durcheinander an Standvarianten, Armbewegung und -haltung, Handhaltung, Griff, Release etc hatte, von denen manche kurzzeitig richtig gut funktionierten, im nächsten Moment aber nicht mehr abrufbar waren (wieder Frust). Und den Resetschalter habe ich auch nicht gefunden. Von dieser Ich-muss-unbedingt-irgendwie-besserwerden-Phase habe ich leider immernoch was…

    Was mir nun hilft, bis mir hier unten mal zufällig ein helfender Experte übern Weg läuft, ist neben der mentalen Komponente (die man imo sehr schön selbst wahrnehmen und auch für den Rest des Lebens lernen kann), den Fokus mehr aufs Ziel zu richten, weniger aufs Ausführen des Wurfes und erst anschließend und entspannt Stück für Stück wahrzunehmen, was gerade richtig oder falsch war (ah ja da haste wieder mitm Bein gewippt, den Ellenbogen nach unten fallen lassen, beim dritten schon aufm Weg zum Rausziehen gewesen, nicht anständig fokussiert bzw noch besser die entsprechenden Positiva, um sie nach und nach ins System zu automatisieren). Quantensprünge gibts nicht und ich erwarte sie auch nicht mehr, ich fühle und lerne aber wieder und hab schmerzfreien Spaß.