Acht Deutsche auf einem ET Event dürfte doch auch die höchste Teilnehmerzahl sein?
Beiträge von DazGuile
-
-
Das ist natürlich das Pech der Ungesetzten.
Da gibt es natürlich öfter mal einen dicken Brocken zum Auftakt. Das ist für die neuen Leite auf der Tour irgendwo unvermeidlich, aber Pikachu und Gaga haben sich das leider selbst zuzuschreiben.
Wenn man aus den Top 32 der Pro Tour rausfällt, ist das ziemlich ärgerlich. Besonders wenn man über eine lange Zeit immer vermeintlich einfache Gegner zum Auftakt hatte und das trotzdem nicht nutzen konnte.
-
Die Pro Tour startet am Montag. Kann natürlich sein, dass er die DT auslässt, um nicht 6 Tage am Stück Turniere zu spielen.
Vielleicht hat er die Möglichkeit, vor Ort zu trainieren.
-
Gut, dass nicht alle Spieler sich wie Roboter verhalten. Der Sport und insbesondere Darts lebt von Emotionen und manch einer lebt die eben mehr als, weil er sie nicht so gut kontrollieren kann. Wäre wirklich traurig, wenn hier jeder ohne Gefühlsregung seine Darts wirft.
In einer Welt, in der Sportler immer nur das „Richtige“ sagen und vieles dafür tun, um so wenig wie möglich anzuecken und niemanden auf den Schlips zu treten, sind Spieler wie Menzies und Price mal ganz erfrischend.
-
Es ist auch irgendwo nachvollziehbar, dass die Spieler, die in der Pro Tour Rangliste oben mit dabei sind, weitaus stärker einzuschätzen sind, also die Spieler, die wirklich nur über die Main Order of Merit gesetzt sind.
Ein Nijman, Van Veen, Schindler, Ross Smith oder Ryan Searle, würde ich aktuell immer vor van den Bergh, Aspinall, Michael Smith oder Peter Wright sehen.
Drei der vier Spieler werden nur aufgrund eines Major Titels, der bereits mehr als ein Jahr zurückliegt in den Top16 gehalten, andernfalls wären sie schon längst aus den Top 20 raus.
Früher oder später wird das passieren und dann kann es kann schnell bergab gehen, wenn keine Quali mehr geschenkt wird und man in der Pro Tour um Platz 40 steht.
-
Tim Wolters:
- 1x Erwartungen übertroffen (T64 Niederlage gegen Gian van Veen)
- 2x Erwartungen erfüllt (T128 Niederlagen gegen Ryan Meikle und Ricky Evans)
- 1x Da war mehr drin (T128 Niederlage gegen Bradley Brooks)
- 4x DNP
Es ist schwierig hier Tim Wolters zu bewerten. Er hat die Hälfte der Turniere, teils krankheitsbedingt, ausgelassen und wenn er gespielt hat, waren die Leistungen da, was man von einem Tour Card Holder erwarten kann, der bis dato kaum Preisgeld gewinnen konnte. Die Tour Card wird er nicht verteidigen, man kann eigentlich schon jede Teilnahme als Erfolg verwerten.
Lukas Wenig:
- 1x Erwartungen übertroffen x3 (T16 Niederlage gegen Michael van Gerwen)
- 1x Erwartungen übertroffen (T64 Niederlage gegen Martijn Dragt)
- 2x Erwartungen erfüllt (T128 Niederlagen gegen Scott Williams und Richard Veenstra)
- 4x Da war mehr drin (T128 Niederlagen gegen Darius Labanauskas, Radek Szaganski, Jitse van der Wal und Dom Taylor)
Mit „Da war mehr drin“ kann man die Zeit von Lukas Wenig auf der Tour wohl ganz gut zusammenfassen. Die Auslosung meint es meistens ganz gut mit ihm, aber die Siege wollen dabei nicht immer rausspringen, obwohl die Leistung vom Average her grundsätzlich gut ist. Um die Tour Card zu halten, muss noch einiges passieren, daher sehe ich ihn im nächsten Jahr eher wieder in der Q School. Aber im Gegensatz zu Wolters sollte er sich die Card direkt wieder zurückholen können. Die WM Qualifikationen sehe ich trotzdem als machbar an, wenn er sich noch ein bisschen steigern kann.
Florian Hempel:
- 1x Erwartungen übertroffen x3 (T8 Niederlage gegen Chris Dobey)
- 1x Erwartungen erfüllt (T64 Niederlage gegen Damon Heta)
- 2x Da war mehr drin (T64 Niederlagen gegen Martin Lukeman und Matthew Dennant)
- 4x Erwartungen nicht erfüllt (T128 Niederlagen gegen James Hurrell, Ryan Searle, Owen Bates und Richard Veenstra)
Ein ewiges Auf und Ab ist das immer mit Florian Hempel. An seinem guten Tagen ist er immer für einen tiefen Run gut, aber an schlechten Tagen kann der Average schnell in die unteren Bereiche der 80er gehen. Es fehlt die Konstanz, die hat aber auch schon immer gefehlt. Bleibt festzustellen, dass Florian Hempel die Qualität eines Top 32 und eines Challenge Tour Spielers in sich vereint und daher in den Top 64 ganz gut aufgehoben ist. Die WM Quali wird auch in diesem Jahr eng, aber machbar. Eine Steigerung zu den vergangenen Jahren sehe ich aber nicht.
Gabriel Clemens:
- 1x Erwartungen übertroffen x3 (T8 Niederlage gegen Dom Taylor)
- 1x Erwartungen übertroffen (T32 Niederlage gegen Ryan Searle)
- 1x Da war mehr drin (T64 Niederlage gegen Cam Crabtree)
- 5x Erwartungen nicht erfüllt (T128 Niederlagen gegen Damon Heta, Berry van Peer, Justin Hood, Mario Vandenbogaerde und Michele Turetta)
Gabriel Clemens steht seit der WM nicht mehr in den Top 32 der Welt und seine Leistungen auf der Pro Tour spiegeln das deutlich wieder. Es gibt einen kleinen Ausreißer nach oben, aber ansonsten ist es leider schon ersichtlich, dass der Pfeil weiterhin nach unten zeigt. Der Average mag zwar durchaus stimmen, aber häufig fängt er sich durch schlechtes Timing Niederlagen ein, die für seine Qualität, die er trotz allem noch hat, wirklich ärgerlich sind. Besonders die Niederlage gegen Michele Turetta war absolut unnötig. Er muss wirklich aufpassen, ohne eine Leistungssteigerung ist die WM Quali in diesem Jahr gefährdet.
Ricardo Pietreczko:
- 1x Erwartungen übertroffen (T16 Niederlage gegen Rob Cross)
- 3x Erwartungen nicht erfüllt (T64 Niederlagen gegen Nathan Aspinall, Mike Kuivenhoven und Richard Veenstra)
- 4x Erwartungen deutlich verfehlt (T128 Niederlagen gegen Alan Soutar, Berry van Peer, Kevin Doets und Thomas Lovely)
Wie schon im letzten Jahr ist die Bilanz von Ricardo Pietreczko auf der Pro Tour ernüchternd. Besonders wenn man bedenkt, dass er in jedem Turnier auf der Setzliste stand, sodass die richtig scheren Gegner bis zum Boardfinale ausgeschlossen waren. Auch hier muss eine deutliche Leistungssteigerung her, denn trotz der Qualifikationen für die ET, die er bis dato noch über die Pro Tour Order of Merit erhalten hat, sehe ich die WM in Gefahr. Auch die Qualifikation für das World Matchplay wäre prinzipiell noch in Reichweite. Nur müssen dafür Leistungen folgen. Vielleicht kann er sich auf der Bühne wieder etwas Vertrauen zurückholen. Ich sehe ihn auf Dauer aber eher in den Top 64, als in den Top 32.
Martin Schindler:
- 1x Erwartungen übertroffen x5 (Turniersieg PC8)
- 1x Erwartungen übertroffen (T16 Niederlage gegen Gerwyn Price)
- 1x Da war mehr drin (T32 Niederlage gegen Ryan Joyce)
- 3x Erwartungen nicht erfüllt (T64 Niederlagen gegen Tom Bissell, Kevin Doets und Tavis Dudeney)
- 2x Erwartungen deutlich verfehlt (T128 Niederlagen gegen Jurjen van der Velde und Cam Crabtree)
Die deutsche Nummer 1 heißt seit dem vergangenen Jahr Martin Schindler. Auch in diesem Jahr hat er sich einen Sieg auf einem Event erspielen können und kann damit, sein bis dato eher enttäuschendes Jahr aufpolieren. Der Sieg schiebt ihn im World Grand Prix Race ins gesicherte Mittelfeld und das World Matchplay ist aufgrund des vergangenen Jahres nicht gefährdet. Sofern Martin Schindler auch in diesem Jahr wieder seine Leistungen auf der ET Bühne bringt, bleibt er weiterhin für jedes Major Turnier qualifiziert. Den nächsten Karriereschritt kann er auch nur dort zustande bringen. Die Top16 kann er nur über tiefere Runs bringen großen Turnieren erreichen. Ich hoffe der Sieg bringt den Schub ins Selbstvertrauen, dass die Höhen des vergangenen Jahres wieder erreicht werden können.
Abschließend würde ich nochmals festhalten wollen, dass rein von der Rangliste her folgende Ergebnisse auf der Pro Tour zu erwarten waren:
16 mal Top 32
16 mal Top 64
Erreicht wurde bis dato:
1 mal Turniersieg
2 mal Top 8
4 mal Top 16
8 mal Top 32
18 mal Top 64
Wenn ich mich nicht verrechnet habe, sieht die Bilanz doch ganz gut aus und unsere Jungs haben im Gesamtpaket die Erwartungen übertroffen. Positiv sind eindeutig Niko Springer und Martin Schindler zu nennen, während Ricardo Pietreczko und Gabriel Clemens eher enttäuschen. Den neuen Tour Card Besitzern muss man einfach noch ein bisschen Zeit geben, dann werden bessere Ergebnisse folgen. Bei Kai Gotthardt und Max Hopp scheint es schon langsam zu funktionieren.
Zum Abschluss noch die Angstgegner der deutschen Vertreter. Bis dato können mit drei Siegen gegen unsere Jungs folgende Spieler glänzen: Cameron Crabtree, Tavis Dudeney, Thomas Lovely und Martin Lukeman.
-
Da in den verschiedenen Threads und auch hier immer von Erwartungshaltung gesprochen wird, wollte ich mich an einer fairen Einordnung für alle deutschen Spieler mit einer Tour Card versuchen.
Hierbei nehme ich die Platzierung in der Order of Merit und den Gegner zur Berücksichtigung, gegen den der jeweilige Spieler verloren hat. Nach inzwischen 8 gespielten Turnieren auf der Pro Tour kann man inzwischen von einer guten Bewertungsgrundlage sprechen.
Ich werde mit den 6 neuen Spielern auf der Tour starten. Für diese Jungs ist jeder Sieg in der Runde der letzten 128 bereits als Erfolg zu werten. Eine Niederlage in der Runde der letzten 128 gegen einen Spieler aus den Top 64 gilt für mich als „Erwartung erfüllt“. Eine Niederlage gegen einen Spieler, der ebenfalls außerhalb der Top 64 steht, würde ich als „da war mehr drin“ bezeichnen. Gleiches gilt für Lukas Wenig und Tim Wolters.
Für Florian Hempel und Gabriel Clemens ist natürlich aufgrund ihrer Position in der Order of Merit die Top 64 das Mindestziel. Eine Niederlage in den Top 128 erfüllt die Erwarungen nicht. Für Martin Schindler und Ricardo Pietreczko setze ist das Boardfinale als Standardleistung an. Da beide auch bei jedem Turnier in der Setzliste stehen und daher vor dem Boardfinale nicht gegen andere gesetzte Spieler ran müssen, ist jegliche Niederlage davor als eine Enttäuschung vertretbar. Ein „Da war mehr drin“ vergebe ich auch hier, wenn in der Standardrunde gegen einen gleichwertigen Gegner verloren wurde.
Dominik Grüllich:
- 1x Erwartungen übertroffen (T64 Niederlage gegen Thomas Lovely)
- 4x Erwartungen erfüllt (T128 Niederlagen gegen Ritchie Edhouse, Ricky Evans, Dylan Slevin und Gian van Veen)
- 3x Da war mehr drin (T128 Niederlagen gegen Tommy Lishman, Tytus Kanik und Bradley Brooks)
Grundsätzlich kann sich Dominik Grüllich nicht über die Auslosung beschweren. Andere haben es deutlich schwerer getroffen. Ich würde es bei ihm als holprigen Start auf die Tour bezeichnen, aber mit der Quali für Göttingen am Wochenende gab es ja auch schon einen zusätzlichen Erfolg zu verzeichnen.
Maximilian Czerwinski:
- 1x Erwartungen übertroffen x2 (T32 Niederlage gegen Ricardo Pietreczko
- 3x Erwartungen erfüllt (T128 Niederlagen gegen Callan Rydz, Mensur Suljovic und Danny Noppert)
- 4x Da war mehr drin (T128 Niederlagen gegen Rusty-Jake Rodriguez, Karel Sedlaczek, Justin Hood und Berry van Peer)
Auch hier war der Start auf die Tour eher holprig, wobei man Maximilian Czerwinski zu Gute halten muss, dass für ihn der Gewinn der Tour Card eher eine Überraschung war, sodass man bei ihm auch keinen Raketenstart erwartet hat. Und zumindest einmal hat sich ja auch schon ein kleiner Run ergeben. An einem guten Tag ist auch zukünftig immer mal wieder ein Sieg drin.
Leon Weber:
- 1x Erwartungen übertroffen (T64 Niederlage gegen Stephen Bunting)
- 5x Erwartungen erfüllt (T128 Niederlagen gegen Peter Wright, Florian Hempel, Martin Lukeman, Mickey Mansell und Gabriel Clemens)
- 2x Da war mehr drin (T128 Niederlage gegen Tavis Dudeney und Adam Paxton)
Für Leon Weber lief nach dem Auftaktsieg auf der Tour im ersten Turnier leider Sand ins Getriebe. Schwierige Auslosungen verknüpfen sich mit knappen Niederlagen und somit steht nur der eine Sieg zu Buche. Aber auch hier stimmt die Leistung grundsätzlich und es werden bei entsprechender Auslosung bei den kommenden Turnieren mehr Siege folgen. Das Talent ist definitiv da.
Max Hopp:
- 1x Erwartungen übertroffen x2 (T32 Niederlage gegen Daryl Gurney)
- 3x Erwartungen übertroffen (T64 Niederlage gegen Jermaine Wattimena, Michael van Gerwen und Kai Gotthardt
- 4x Da war mehr drin (T128 Niederlage gegen Karel Sedlaczek, Tavis Dudeney, Christian Kist und Sebastian Bialecki)
Nachdem aus den ersten vier Turnieren nur ein Sieg herausgesprungen ist, konnte sich Max Hopp deutlich steigern und ich den nächsten vier Turnieren ebenso viele Siege einfahren. Der Pfeil zeigt nach oben und Max Hopp kann mit dem Start ins Jahr grundsätzlich zufrieden sein. Vielleicht springt ja demnächst noch eine Qualifikation für die ET raus.
Kai Gotthardt
- 2x Erwartungen übertroffen x2 (T32 Niederlagen gegen Gary Anderson und Nick Kenny)
- 1x Erwartungen übertroffen (T64 Niederlage gegen Damon Heta)
- 2x Erwartungen erfüllt (T128 Niederlagen gegen Andrew Gilding und James Wade)
- 3x Da war mehr drin (T128 Niederlagen gegen Cam Crabtree, Connor Scutt und Tim Wolters)
Ich denke, dass inzwischen auch bei Kai Gotthardt der Pfeil nach oben zeigt. In den letzten drei Turnieren wurde zweimal das Boardfinale erreicht. Davor gab es ein paar Startschwierigkeiten, aber über die Saison hinweg wird sich das Talent von Kai Gotthardt immer mehr durchsetzen und dass er den Willen hat, ist mehr als deutlich.
Niko Springer:
- 1x Erwartungen übertroffen x3 (T16 Niederlage gegen Dirk van Duijvenbode)
- 2x Erwartungen übertroffen x2 (T32 Niederlagen gegen Wessel Nijman und Sebastian Bialecki)
- 2x Erwartungen übertroffen (T64 Niederlagen gegen Raymond van Barneveld und Martin Lukeman)
- 2x Erwartungen erfüllt (T128 Niederlagen gegen Luke Woodhouse und Luke Littler)
- 1x Da war mehr drin (T128 Niederlage gegen Thomas Lovely)
Ich denke, diese Liste spricht für sich. Niko Springer ist trotz häufig sehr schweren Losen sehr schnell auf der Tour angekommen. Es wurden viele Siege und Erfahrungen gesammelt. Dazu gesellen sich noch zwei Qualifikationen für die ET. Ich denke, dass man sich hier einig sein kann, dass Niko Springer aktuell das größte deutsche Talent auf der Tour ist und das Potenzial, dass sich bereits in vielen Spielen schon gezeigt hat, mit etwas mehr Erfahrung und Konstanz in noch häufigere und tiefere Runs ummünzen wird.
-
Alles anzeigen
So und wie viele Siege der Deutschen sind heute unsere Erwartungshaltung?
Nach der Auslosung erwarte ich gemäß Ranglistenposition (ProTOur und YearToDate) 4 Siege maximal in Runde 1:
Clemens/Weber ==> da werde ich recht behalten

Hempel ==> sollte King schlagen (wird aber hart)
Schindler ==> sollte von der Rangliste drin sein.
Pietreczko ==> sollte von der Rangliste drin sein.
Wenn ich nach Top64 gehe (wer steht drin ==> der sollte das erste gewinnen um seinen Platz annähernd zu festigen):
dann das gleiche...
Bei allen anderen sagen die Vergangenheitswerte: die Deutschen verlieren...
Das ist die angemessene Erwartungshaltung.
Laut Order of Merit sind 4 Siege in Runde 1 und 2 Siege in Runde 2 standardmäßig erwartbar. Jeder weitere Sieg ist schon ein Bonus.
Das wird auch gerne wieder vergessen, dass für die meisten unserer Spieler schon ein Sieg auf der Pro Tour als Erfolg zu werten ist. Besonders wenn der Sieg noch gegen jemanden geht, der auf einer Setzposition steht.
-
fun fact Klassen hat nach 7 PC
6 Erstrundenniederlagen und ein Finale

Ist damit aber aktuell trotzdem im PC-Finals Race vor allen deutschen Spielern.
Das zeigt doch, dass unseren Jungs ein ganz tiefer Run ausreichen kann, um eine ansonsten enttäuschendes Jahr ganz schnell wieder aufzupolieren, egal wie schlecht es ansonsten gelaufen ist.
-
Die Auslosung ist meistens ein bis zwei Stunden vor Beginn des Turniers auf Dartconnect einsehbar.
Die Setzliste erfolgt nach der Rangliste der Pro Tour Order of Merit. Die Top 32 sind gesetzt, der Rest wird frei gelost.
-
Alles anzeigen
Natürlich ist es ärgerlich, dass Springer dieses Spiel nicht gewonnen hat.
Aber wenn ein Weltklasse-Spieler wie Littler dir im Decider schon den Gefallen tut, eine 40 zu spielen, muss man so eine Vorlage halt auch nutzen und sich bei Rest 214 tief in den Finish-Bereich spielen.
Wenn man dann in diesem Key-Moment aber selbst nur eine 44 spielt und die Steilvorlage des Gegners nicht nutzt, ist die Niederlage zwar irgendwo schade, aber eben auch schlechtem Timing geschuldet, denn bei aller Klasse, die Littler wieder mal gezeigt hat, war die Niederlage unnötig.
Natürlich kommen dann Statements, dass Springer mit dieser Leistung gegen jeden anderen Gegner gewonnen hätte.
Aber Tatsache ist nun mal, dass Springer erst 2,5 K Pfund bei den PC Turnieren eingespielt hat, also gerade mal 3 Siege geschafft hat.
Dabei hat er vom Scoring her fast immer überzeugt, sodass man nachher fast immer gelesen hat, dass die Niederlage schade war.
Aber es liegt halt primär an ihm, sich dann auch zu belohnen. Wenn er die Spiele nicht zubekommt, nutzt das beste Scoring nichts.
Und ich hoffe für ihn, dass es diese Belohnung bald gibt und er den ein oder anderen tiefen Run hinlegen wird.
Natürlich könnte Lokonda04 bereits mehrfacher Multimillionär sein, aber wenn man es in den richtigen Momenten nicht schafft, sein Geld zu investieren, dann hat man eben nichts besseres zu tun, als in Internetforen rumzutrollen. So kann man natürlich auch Lebenszeit verschwenden.
Klasse Leistung von Springer. Wie ich an anderer Stelle schon gesagt habe, das läuft bei ihm wie bei van Veen und Nijman. Auch die sind am Anfang der Pro Tour Karriere trotz guten Spielen gegen hohe Averages rausgegangen. Die Siege und das Preisgeld werden für Niko schon kommen, wenn er konstant solche Leistungen abrufen kann.
-
Schade, dass Wolters wieder nicht am Start ist. Mal sehen, wie viele Turniere er in diesem Jahr überhaupt noch mitnimmt.
Aber wenn dafür Bellmont wieder teilnehmen kann, kann ich gut damit leben. Wenn er sich über die ganze Saison in Stellung bringt und gute Leistung zeigt, kann er wie Plaisier oder Scitt im letzten Jahr über die Pro Tour zu den Finals und zur WM das Ticket lösen.
-
Luke Littler hat alleine mit Preisgeldern innerhalb ein bisschen mehr als einem Jahr fast 2 Millionen Pfund eingenommen.
Dazu kommen Sponsorengelder, etc.
Wenn man das Ganze über 10 Jahre rechnet, dann können da gut und gerne 30 bis 40 Millionen zusammenkommen.
Ich denke, dass man sich davon sehr gut ein Leben in hohem Standard leisten kann, wenn man mit dem Geld sinnvoll umgeht. Kann mir also sehr gut vorstellen, mit 30 die Karriere zu beenden. Kein Stress, einfach das Leben genießen und vielleicht hier und da ein paar Showturniere spielen, wenn es wieder ein bisschen in den Fingern juckt.
-
Was wiederum die Aussage bestärkt, dass Spieler wie Aspinall, van den Bergh oder auch Peter Wright gar nicht erst gesetzt hätten sein sollen.
Matt Campbell musste 6 Spiele gewinnen, um 4.000 auf die Order of Merit für die ET geschrieben zu bekommen. Aspinall und van den Bergh, die ein paar Plätze über ihm in der Pro Tour (Platz 47 und 48) stehen, hätte ein Sieg ausgereicht.
Finde ich noch immer kaum zu begreifen, dass man das auf diese Art und Weise abgeändert hat.
-
Da wären wir bei dem Problem, dass 32 dieser Startplätze “verschenkt“ werden.
Grundsätzlich war das System von vor zwei Jahren schon sehr gut. Und ich hätte es dadurch ausgebaut, dass die HNQ auf 2 Tourcard Holder und zwei Spieler ohne Tourcard fallen. Damit ist garantiert, dass die besten Spieler des Landes und trotzdem auch zwei Underdogs am Start sind. Das wollte ich eigentlich mit dem letzten Post ausdrücken.
16 Seeds über die Pro Tour
2 HNQ TC
2 HNQ ohne TC
1 NB
1 Eastern EU
2 Associate Member
24 Tour Card Qualifikanten
Wahlweise kann irgendwo ein Platz weggenommen werden, um einen Platz für Nathan Aspinall abzusichern.

-
Ich würde mir wünschen, dass die PDC im nächsten Jahr die Host Nation Qualifier überdenkt.
Man gibt hier 4 Plätze für ein ET an Spieler raus, die teilweise vom Niveau her nichts auf der Bühne zu suchen haben, während viele Tourcard Holder in die Röhre schauen müssen, die teilweise drei gute Spiele im Qualifier gemacht haben und trotzdem nicht dabei sind.
2 HNQ ohne Tourcard pro ET reichen vollkommen aus. Die restlichen Plätze sollten wieder mit Tourcard Besitzer der Host Nation aufgefüllt werden. Falls mehr als zwei vorhanden sind, sollte dafür aber ein kleines Qualiturnier gespielt werden und nicht nach der OOM gegangen werden.
-
Zu Martin Schindler würde ich ergänzen, dass er vor allem auf der European Tour im deutschsprachigen Raum mit dem Publikum im Rücken seine besten Leistungen abrufen kann.
Das zeigt, dass das Niveau zwar grundsätzlich vorhanden ist, er es aber aktuell noch nicht auf den Floor oder die Major Turniere übertragen kann.
Dahingehend würde ich auch eher sagen, dass die Ergebnisse auf der ET die Ausreißer nach oben sind und er ansonsten zwischen Platz 17 und 32 in der Weltrangliste seinen Leistungen entsprechend genau richtig einsortiert ist.
Der nächste Schritt sind konstant gute Ergebnisse auf dem Floor, die Spieler wie Dobey, Searle, Noppert, Anderson und Heta regelmäßig bringen. Ich denke, dass Martin diesen Schritt schon gehen kann, aber dafür fehlt noch immer die Konstanz, dauerhaft dieses hohe Niveau gehen können.
-
Man muss über die Leistungen auch mal nüchtern diskutieren können.
Ich denke, dass wir allen deutschen Spielern nur das Beste wünschen und uns als Fans einfach Spieler wünschen, die sich dauerhaft in den Top 16 etablieren können.
Diesen Schritt konnte bis dato noch niemand gehen und ich sehe aktuell auch niemanden, dem ich das in den nächsten beiden Jahren zutraue.
Wenn wir ganz ehrlich sind, haben unsere Jungs bis 2023 am Meisten von der ehemaligen Host Nation Regeln auf der European Tour profitiert.
Zusätzlich dazu hat Gabriel Clemens auf der Pro Tour vor ein paar Jahren sehr stabile Leistungen und sogar auch mehrfach das Finale erreicht. Mir machen bei ihm weniger die fehlenden Runs in den Majors Sorgen, sondern die fehlenden Ergebnisse auf der Pro Tour.
Es mag sein, dass Gaga vielleicht vom Average her nicht schlechter spielt, als vor zwei Jahren, aber dann muss man eben feststellen, dass sich die Konkurrenz verbessert hat und Clemens leider nicht.
Spieler, die ich da gerne zum Vergleich ranziehe sind für mich Jermaine Wattimena oder auch Cameron Menzies, die im letzten Jahr einen großen Sprung nach vorne gemacht haben und das Niveau bis hierhin auch halten konnten. Menzies schafft regelmäßig in den PCs tiefe Runs, während bis auf wenige Ausnahmen von den deutschen Spielern es kaum bis ins Viertelfinale geht.
Niko Springer würde ich jetzt mit Gian van Veen oder Wessel Nijman in eine Kategorie werfen. Beide haben bereits relativ früh auf der Pro Tour hohe Averages gespielt, haben aber auch im ersten Halbjahr Lehrgeld gezahlt und erst später im Jahr tiefere Runs hingelegt. Da scheitert es aktuell noch an der Konstanz und ein wenig an der Doppelquote.
Wenn wir uns einen deutschen Spieler bauen müssten, der die Top16 erreicht, dann bräuchte er das Scoring von Springer, die Doppel von Pikachu und das konstante Grundniveau von Martin Schindler.
Das Potenzial dazu hat meiner Meinung nach nur Niko Springer. Ob er es schafft, wird die Zeit zeigen.
-
Das Problem an der Sache ist, dass Littler immer schwerer zu schlagen ist, je länger der Spielmodus wird.
Das sieht man an den bisherigen Niederlagen in der Premier League und der World Series ganz gut.
Innerhalb eines BO11 kann Littler selbst bei einem hohen Average rausgenommen werden, wenn der Gegner sein A-Game mit guter Doppelquote bringt. Bei BO19 oder mehr wird das schon deutlich schwieriger, weil nur wenig Spieler so lange konstant ihr A-Game halten können.
Im letzten Jahr hat die Setzliste noch gegen Littler gesprochen und er hat häufiger die ganz großen Gegner früh im Turnier erwischt.
Was dann wiederum zum größten Problem der Attraktivität der PC führt. Die ständig gleiche Setzliste der Top 16 der OOM. Das wird in diesem Jahr mit der European Tour noch schlimmer werden.
Die Dominanz der Topspieler nimmt zu, es kommt immer wieder zu denselben Duellen und aus Spannung wird ganz schnell Langeweile.
-
Auch wenn es in diesem Fall medizinische Gründe für die Absage sind, muss die Tourcard von Tim Wolters doch mit Ausnahme von Corey Cadby die Tourcard sein, die mit am Meisten verschenkt wurde, zumindest in den letzten Jahren.
Da hat ja sogar Christian Perez mehr Events mitgenommen. Da hätte ich mir echt gewünscht, dass er wie Paul Krohne auf den Fortbestand der Tourcard verzichtet hätte.
Ich bin definitiv für so viele Deutsche wie möglich auf der Tour, aber das hinterlässt doch einen faden Beigeschmack, wenn Spieler, die den Sport wirklich leben, deswegen eine Tourcard verwehrt bleibt.
Klar hat Tim Wolters die Card sportlich fair gewonnen und die anderen Spieler eben nicht, aber eine Bereicherung für die Tour ist er definitiv nicht.