Entwicklung der deutschen Tourcard-Holder

  • Du sagst verkorkst...

    Ich sage sie spielen einfach ihr Potential...

    Man sollte halt nicht mehr erwarten.

    Der beste Indikator ist für mich immer der 3-Avg bei den Players Championship Turnieren und da stehe die genannten ungefähr auf den Plätzen die sie auch in der OOM einhemen und dass eigentlich jetzt schon konstant in den letzten 3 Jahren...

    Naja, aber alle 4 haben, zum Teil punktuell, zum Teil aber eben auch über einen langen Zeitraum, bereits gezeigt dass sie es besser können:!:

    Die "Ausrede" dass sie es 'einfach nich besser können' lasse ich daher einfach nicht gelten ?(

    Und Spieler anderer Nationen schaffen es, teilweise sogar deutlich, zu verbessern! Warum gelingt dass (derzeit) keinem Deutschen? das müsste man meiner Meinung mal anständig diskutieren können statt die Spieler (ohne fundierte Fakten) einfach per se das Leistungsvermögen der Spieler schlecht, und somit die Ergebnisse schön, zu reden:thumbdown:

    Ich wäre wirklich ein erstklassiger Dartspieler der es mit jedem auf der Welt aufnehmen könnte!
    Wenn nur dieses blöde Pfeile schmeißen nich so kompliziert bzw. die Felder nich so furchtbar klein wären...

  • Ich finde es bisher eine der besten Diskussionen seit langem hier.

    Ich finde das Thema echt komplex.

    Einerseits stagniert die Entwicklung der Deutschen Spieler seit einiger Zeit - und wir nehmen die Entwicklungen anderer Spieler wahr.

    Was mir dazu einfällt: ich glaube für viele nicht deutschen ist Riccardos Entwicklung genau so eine gewesen - jetzt heißt es diese zu bestätigen, oder geht noch mehr?

    Und auch Martins Siege letztes Jahr sind für mich schon der Erfolg einer Entwicklung.

    Von daher: mich würde es sehr freuen wenn Martin es dauerhaft schafft da oben anzugreifen - traue ihm auch den Schritt in die Top 16 zu.

    Für mich können Riccardo und Gabriel dauerhaft die Top 32 halten - wobei das bei der immer stärkeren Breite nicht einfacher wird.

    Am meisten Entwicklung traue ich in der nächsten Zeit Niko zu....

    Flo und Kai halte ich für Spieler die sich stabil im Tourcard-Bereich halten können - dazu braucht Kai aber noch ein zwei Schritte vorwärts....

    Und ich glaube das ist sehr hart - denn wenn wir Entwicklungen von anderen sehen: dann ist das 1 von ca 60/70 aus dieser Region der OoM....die anderen haben die Entwicklung nicht in diesem Ausmaß

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Man muss über die Leistungen auch mal nüchtern diskutieren können.

    Ich denke, dass wir allen deutschen Spielern nur das Beste wünschen und uns als Fans einfach Spieler wünschen, die sich dauerhaft in den Top 16 etablieren können.

    Diesen Schritt konnte bis dato noch niemand gehen und ich sehe aktuell auch niemanden, dem ich das in den nächsten beiden Jahren zutraue.

    Wenn wir ganz ehrlich sind, haben unsere Jungs bis 2023 am Meisten von der ehemaligen Host Nation Regeln auf der European Tour profitiert.

    Zusätzlich dazu hat Gabriel Clemens auf der Pro Tour vor ein paar Jahren sehr stabile Leistungen und sogar auch mehrfach das Finale erreicht. Mir machen bei ihm weniger die fehlenden Runs in den Majors Sorgen, sondern die fehlenden Ergebnisse auf der Pro Tour.

    Es mag sein, dass Gaga vielleicht vom Average her nicht schlechter spielt, als vor zwei Jahren, aber dann muss man eben feststellen, dass sich die Konkurrenz verbessert hat und Clemens leider nicht.

    Spieler, die ich da gerne zum Vergleich ranziehe sind für mich Jermaine Wattimena oder auch Cameron Menzies, die im letzten Jahr einen großen Sprung nach vorne gemacht haben und das Niveau bis hierhin auch halten konnten. Menzies schafft regelmäßig in den PCs tiefe Runs, während bis auf wenige Ausnahmen von den deutschen Spielern es kaum bis ins Viertelfinale geht.

    Niko Springer würde ich jetzt mit Gian van Veen oder Wessel Nijman in eine Kategorie werfen. Beide haben bereits relativ früh auf der Pro Tour hohe Averages gespielt, haben aber auch im ersten Halbjahr Lehrgeld gezahlt und erst später im Jahr tiefere Runs hingelegt. Da scheitert es aktuell noch an der Konstanz und ein wenig an der Doppelquote.

    Wenn wir uns einen deutschen Spieler bauen müssten, der die Top16 erreicht, dann bräuchte er das Scoring von Springer, die Doppel von Pikachu und das konstante Grundniveau von Martin Schindler.

    Das Potenzial dazu hat meiner Meinung nach nur Niko Springer. Ob er es schafft, wird die Zeit zeigen.

  • Bei Schindler fehlt zu den Top 16 primär die Leistung bei den Majors. Die zwei ET-Siege waren super und entsprechen vom Preisgeld dem Finaleinzug bei einem der kleineren Ranking-Majors, aber Martin erarbeitet sich durch seine Leistungen viele Qualis und nutzt sie nicht.

    Immer mal ein paar Runden überstehen und dann kommt er auch in die Top 16, beim Aus in der ersten Runde wie es meist passiert klappt das nicht,

  • Ja, die 1. Jahreshälfte 2024 war echt vielversprechend von Martin, aber leider hat er diese Leistungen bei den mitlerweile doch zahlreichen Majorteilnahmen danach nicht (annähernd) bestätigen könnenX/

    Und seine Leistungen auf der ProTour sind darüber hinaus auch deutlich schwächer geworden (mit dem ET-Sieg in der Schweiz als einzige Ausnahme) :(

    Ich will den teufel wie gesagt auch nicht an die Wand malen, aber irgendwie erinnert diese Stagnation um Platz 20 in der Weltrangliste doch stark an Hopp & Gaga=O

    Ich wäre wirklich ein erstklassiger Dartspieler der es mit jedem auf der Welt aufnehmen könnte!
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  • Ja, die 1. Jahreshälfte 2024 war echt vielversprechend von Martin, aber leider hat er diese Leistungen bei den mitlerweile doch zahlreichen Majorteilnahmen danach nicht (annähernd) bestätigen könnenX/

    Und seine Leistungen auf der ProTour sind darüber hinaus auch deutlich schwächer geworden (mit dem ET-Sieg in der Schweiz als einzige Ausnahme) :(

    Ich will den teufel wie gesagt auch nicht an die Wand malen, aber irgendwie erinnert diese Stagnation um Platz 20 in der Weltrangliste doch stark an Hopp & Gaga=O

    Schindler hat letztes Jahr 2 ET Turniere gewonnen und war auf Platz 1 der Euro Tour Rangliste.

    Seine letzen ET Ergebnisse waren folgende:

    ET 13: 1/8 Finale

    ET 12: Sieg

    ET 11: 1/8 Finale

    ET 10: Auftaktspiel verloren

    ET 9: Viertelfinale

    ET 8: Viertelfinale

    ET 7: Halbfinale usw.

    PC 23: war er im Halbfinale

    PC 27 und PC 30 nochmal im 1/8 Finale.

    Grand Prix 1/8 Finale

    PC Finals 1/8 Finale

    2025 hatte er bei PC 2 ein 1/8 Finale und jetzt auch bei den UK Open ein 1/8 Finale.

    Für mich sind das durchaus starke und konstante Leistungen ohne den ganz großen Run bei den Majors, wobei 3x 1/8 Finale jetzt auch nicht ganz verkehrt sind.

    Ich weiß ja nicht was du so erwartest aber gerade die Euro Tour war doch durchgehend

    stark.

    Schindler hat sich seit er seine Tourcard zurückerobert hat jedes Jahr verbessert.

    Im Tourcard Race für 2026 steht er auf Platz 19 und selbst im year to Date nach den paar Turnieren steht er mit Platz 20 über seiner OoM Rangliste.

    Mir ist nicht ganz klar wie man bei solchen Ergebnissen und einem stetig steigenden Verlauf in den Ranglisten darauf kommt, dass ein Spieler stagniert bzw. die Befürchtung hat, dass er wie hopp oder Clemens abstürzt.

    Laut allen Ranglisten ist doch genau das Gegenteil der Fall, er steigt stetig und er robbt sich doch laut Rangliste immer näher an die Top16 ran.

    Jetzt ist halt die Frage was die Erwartungen sind. Top10 seh ich tatsächlich als sehr schwierig an aber Top 16 absolut im Bereich des möglichen.

    Das ganze ist doch auch absolut null zu bewerten zum jetztigen Zeitpunkt.

    Es wurden 2 Major gespielt und 4 PC Turniere.

    Die Euro Tour hat noch nichtmal begonnen.

    Und selbst wenn ET 1-3 schief gehen würden mache ich mir beim Schindler keine Sorgen, da jeder Spieler in seiner Kategorie schwächere Phasen hat und dann jederzeit explodieren kann.

  • Mir ist nicht ganz klar wie man bei solchen Ergebnissen und einem stetig steigenden Verlauf in den Ranglisten darauf kommt, dass ein Spieler stagniert bzw. die Befürchtung hat, dass er wie hopp oder Clemens abstürzt.

    Laut allen Ranglisten ist doch genau das Gegenteil der Fall, er steigt stetig und er robbt sich doch laut Rangliste immer näher an die Top16 ran.

    Jetzt ist halt die Frage was die Erwartungen sind. Top10 seh ich tatsächlich als sehr schwierig an aber Top 16 absolut im Bereich des möglichen.

    Einen Absturz (wie bei Hopp) habe ich auch keinesfalls prophezeit, sondern nur dass er (erstmal) um Platz 20 rum hängen bleibt!

    Und für mich sah es halt bis Sommer 2024 stark danach aus dass Schindi zeitnah in die Top16 einzieht und das ist derzeit nun doch (noch) ein ganzes Stück weg...

    Dass die Euro-Tour-Saison von ihm insgesamt phänomenal war seh ich auch absolut genauso! Aber die Frage ist halt ob er dass auch (2025) wiederholen kann? Für mich sieht es eher danach aus dass seine Erfolge auf der EuroTour der Ausreißer nach oben waren als dass ein Großteil der Floor-Turniere sowie die Major-Ergebnisse alle die negative Ausnahme...

    Und dass auf dem Floor ab und zu mal ein ordentlich bis gutes Ergebnis dabei ist bestreite ich auch nich. Allerdings hebt er sich da von seiner direkten Konkurrenz (um Platz 16) keinesfalls ab, sondern verliert da über die letztern 15 Monate tendentiell eher an Boden!

    Von daher ja, klar ist die Haupt-Frage was man als Maßstab für ihn nimmt. Aus meiner Sicht hat er in der 1. Hälfte 2024 einen großen Schritt nach vorn gemacht, von daher ist das für mich die Messlatte und ich glaube er sieht das absolut genauso!?

    Das heißt nicht dass ich von ihm jetz jedes Jahr mehrere Turniersiege erwarte oder dass er auf der EuroTour wieder ganz vorn landet! Aber (deultich) bessre Floor-Ergebnisse und zumindest mal einen richtigen Run bei einem Major darf man sich von ihm glaub schon erhoffen!?

    Weil das "Problem" ist wenn das nich bald kommt dann ist seine schöne Ausgangsposition in die Top16 (was ja laut u.a. auch direkt Runde 2 auf der EuroTour bedeutet würde) erstmal wieder futsch...

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  • Wieso ist er von den Top16 ein ganzes Stück weg?

    Schindler ist im Tourcard Race auf Platz 19. genau 19k hinter Gary Anderson auf Platz 16.

    Im Year to Date steht er nach 6 Turnieren auf Platz 20 genau 6k hinter O‘Connor auf Platz 16.

    Das sind die Fakten die man bewerten kann. Alles andere ist doch reine Spekulation.

    Es stimmt, dass er auf dem Floor im letzen Jahr gegenüber der direkten Konkurenz etwas abfällt. Dafür war er dieser Konkurenz auf der Euro Tour weit voraus.

    Und das der Run bei den Major Turnieren noch nicht da war ist auch richtig, da finde ich es aber umso bemerkenswerter, dass er trotzdem knapp hinter den Top16 steht. So viele sind also insgesamt auch nicht besser/kontanter.

    Die Form mag evtl. aktuell nicht überragen sein.

    War sie zum Saisonstart letztes Jahr aber auch nicht.

    Da hatte er folgende Ergebnisse

    PC 1: L64

    PC2: L128

    PC 3: L64

    PC4: L64

    UK Open: L32

    ET1: zum Auftakt verloren

    PC 5: L128

    Ab PC 6 kamen die Ergebnisse.

    Rein von den Fakten her ist er also durchaus eher auf dem Weg Richtung Top 16 anstatt davon weg.

    Aber es bleibt zum aktuellen Zeitpunkt reine Spekulation, niemand weiß wie sich die Form entwickelt.

  • Ich bleib dabei: Vor nem halben Jahr war die Tendenz besser und ich glaube seitdem sind nicht nur die Ergebnisse nicht mehr ganz so gut, sondern eben auch die Leistungen nicht mehr auf dem Niveau eines Top16-Spielers

    Ich wäre wirklich ein erstklassiger Dartspieler der es mit jedem auf der Welt aufnehmen könnte!
    Wenn nur dieses blöde Pfeile schmeißen nich so kompliziert bzw. die Felder nich so furchtbar klein wären...

  • Zu Martin Schindler würde ich ergänzen, dass er vor allem auf der European Tour im deutschsprachigen Raum mit dem Publikum im Rücken seine besten Leistungen abrufen kann.

    Das zeigt, dass das Niveau zwar grundsätzlich vorhanden ist, er es aber aktuell noch nicht auf den Floor oder die Major Turniere übertragen kann.

    Dahingehend würde ich auch eher sagen, dass die Ergebnisse auf der ET die Ausreißer nach oben sind und er ansonsten zwischen Platz 17 und 32 in der Weltrangliste seinen Leistungen entsprechend genau richtig einsortiert ist.

    Der nächste Schritt sind konstant gute Ergebnisse auf dem Floor, die Spieler wie Dobey, Searle, Noppert, Anderson und Heta regelmäßig bringen. Ich denke, dass Martin diesen Schritt schon gehen kann, aber dafür fehlt noch immer die Konstanz, dauerhaft dieses hohe Niveau gehen können.

  • Mal unabhängig von konkreten Namen: Ich halte es für vollkommen normal, dass nach Leistungssprüngen bzw. damit einhergehenden Erfolgen erstmal ein kleiner Stillstand oder gar ein Einbruch erfolgt. Hat man alles in vielen Sportarten bei vielen Einzelspielern und Teams schon beobachten können. Die physische und mentale Anspannung lässt etwas nach, man muss sich erstmal selbst sortieren, die Gegner stellen sich anders auf mich ein. Insofern bin ich da bei Schindler gar nicht so pessimistisch. Klar hat man als Außenstehender seit seinen beiden ET-Titeln irgendwie mehr erwartet. Aber dennoch weiß er und wissen nun alle, zu was er grundsätzlich imstande ist, und wenn er diesen oben genannten Stillstand überwunden hat, dann denke ich durchaus, dass er Potenzial hat, die Top16 der OoM anzugreifen und vielleicht auch bei den Majors zukünftig eine bessere Rolle zu spielen.

  • Der nächste Schritt sind konstant gute Ergebnisse auf dem Floor, die Spieler wie Dobey, Searle, Noppert, Anderson und Heta regelmäßig bringen. Ich denke, dass Martin diesen Schritt schon gehen kann, aber dafür fehlt noch immer die Konstanz, dauerhaft dieses hohe Niveau gehen können.

    Da würde ich widersprechen, denn Schindler hat das die letzten Jahre schon gezeigt, sonst wäre er nicht bei Matchplay und Grand Prix vertreten gewesen. Was die von dir genannten leisten ist vielleicht noch ne Stufe darüber, bringt aber hinsichtlich der Top 16 gar nicht so viel. Man muss schon sehr viele Titel auf dem Floor und der ET gewinnen um wirklich weit nach vorne zu stoßen. Chisnall ist da ein gutes Beispiel die letzten beiden Jahre, denn er hat "nur" ein VF der WM aktuell in der OoM und sonst nichts "tieferes" bei einem Major.

    Und genau da haperts bei Schindler, ähnlich wie bei einem Searle oder mit etwas abstrichen einem Guerney. Alle haben als tiefsten Majorrun ein einziges VF auf ihrer aktuellen OoM.

    Ein Noppert stand die letzten drei Jahre jeweils 14K, 9K und 18K vor Schindler im Matchplay Race bei der Pt OoM, in den meisten Fällen so 4-5 Plätze, also jetzt nicht wahnsinnig viel. Aber Noppert liegt in der Zeit trotzdem immer in den Top16 weil er einfach jedes Jahr mind. ein Halbfinale in einem Major erreicht (und trotz bei ihm eher schwachen WM-Teilnahmen).

    Selbst wenn Schindler dieses Jahr schlechtere Ergebnisse auf der PT einfährt (was bei zwei ET-Titeln letztes Jahr, zu erwarten ist), wird sich daran nicht entscheiden wo es bei ihm hingeht, solange er gut genug ist sich für die Majors zu qualifizieren. Da muss er mehr zeigen. Wenn er es schafft da seine Form der ET mal für ein Halbfinale in einem Major mitzunehmen, dann kann es auch was werden mit den Top 16.

  • Ich bin bei Schindler gespannt, ob er den nächsten Schritt schaffen kann und es ihm vielleicht dieses Jahr gelingt bei einem Major Turnier einen tiefen Run hinzulegen. Man könnte ihn momentan als "deutschen Ian White" bezeichnen: Auf Pro Tour top, bei den Majors flop. Einziger Unterschied, dass Martin auf der European Tour noch ein wenig stärker einzuschätzen ist als auf dem Floor. Ansonsten kann er sich zwar durch seine PT Leistungen meist für (fast) alle Major Turniere qualifizieren - dann ist aber in der Regel spätestens im Achtelfinale Schluss.

    Kurz zusammengefasst: Er ist dabei. Hört sich jetzt härter an als es sollte, denn so konstant wie er ist kein anderer Deutscher dabei. Sei es nun Clemens, der seit WM 2023 ziemliche Probleme hat, oder Pietreczko, der sich nun 1 Jahr für die meisten Majors qualifizieren konnte und damit den Nachweis der Konstanz erstmal noch erbringen muss.

    Langfristig sehe ich das bei Schindler einfach noch nicht, dass er Deutschlands Nummer 1 bleibt und den Sprung in Top 16 schafft. Denn grade für letzteres wären zumindest mal 1-2 Major Viertelfinals notwendig, die es bis jetzt noch viel zu selten gab.

    Clemens Reise in der Rangliste geht vermutlich weiter nach unten und ich wüsste auch nicht, warum dieser Abwärtstrend in naher Zukunft stoppen sollte. Die Averages sind bei ihm grundsätzlich meistens nicht verkehrt, aber grade in wichtigen Spielen läuft dann auf den Doppeln seit einiger Zeit sehr wenig. Abgesehen von 2 Halbfinals ist seine Major Statistik insgesamt ähnlich ernüchternd wie die von Schindler und aktuell muss er sich für diese auch erstmal qualifizieren. Im Worst Case könnte es erneut DNQ für WMP und WGP heißen, was es zusätzlich erschwert in der Rangliste signifikant nach oben zu kommen.

    Pietreczko ist für mich so eine Wundertüte und daher auch schwer einzuschätzen. Letztes Jahr sah es zwischenzeitlich auch gar nicht gut aus, bevor er dann plötzlich im September im Finale eines ET stand. Eine wirkliche Konstanz fast gar nicht vorhanden, was auch durch die fehlende Qualifikation für PCF deutlich wurde. Und über seinen Auftritt bei der letzten WM wurde ja bereits hinreichend diskutiert...

    Momentan liegt meine Hoffnung definitiv auf Niko Springer. Es ist viel Licht und Schatten, was er in seinem ersten Monat mit TC präsentiert hat - aber das Potential ist ja nun schon seit Jahren da und in Teilen (hohe Averages, 2x ET Quali) konnte er dies ja auch bereits bestätigen. Wenn er seine Doppelquote in den Griff bekommt und konstanter wird, dann sehe ich ihn definitiv als Top 32, wenn nicht gar Top 16 Spieler und damit dann auch deutsche Nummer 1.

    Einmal editiert, zuletzt von Shadow (6. März 2025 um 17:49)

  • Ich sehe Potential vor allem bei schindler, Clemens und Springer.

    Die breite an guten Spielern in Deutschland die so mitte 80 an einen normalen Tag und Anfang 90 an nem guten Tag spielen können hat zugenommen, aber die weltspitze ist auch besser geworden.

    Man muss einfach regelmäßig über längere Distanzen hohe 90 oder gar 100 spielen können und am besten auf an nem durchschnittlichen tag noch 93-94 oder so spielen wenn man wirklich vorne mitmischen will und das Potential dazu sehe ich momentan nur bei den genannten 3. Klar springer muss noch besser im finish und wenn es drauf ankommt werden, aber das sollte schon werden.

  • So, beinahe vergessen, aber ich wollt die Diskussion mal mit ein paar Fakten/Zahlen 'füttern':

      

      

    Die Daten stammen halt aus allen Tunrieren auf Dartconnect (EuroTour fehlt also) und sind, wie immer, zwar nicht 100-ig korrekt gemittelt, aber weichen vom wahren Wert nur geringfügig ab.

    Ein paar Erkenntnisse die ich beim Überfliegen schon erlangt habe:

    - größter Schwachpunkt ist auf alle Fälle das Finishing, dass insgesamt einfach viel zu schwach ist

    - bei manchen muss natürlich auch das Scoring besser werden

    - Springer, Clemens und Wenig haben schlechtes Timing bzw. eine schwache Effizienz

    Ich wäre wirklich ein erstklassiger Dartspieler der es mit jedem auf der Welt aufnehmen könnte!
    Wenn nur dieses blöde Pfeile schmeißen nich so kompliziert bzw. die Felder nich so furchtbar klein wären...

    Einmal editiert, zuletzt von God_of_Darts (15. März 2025 um 21:49)

  • Da in den verschiedenen Threads und auch hier immer von Erwartungshaltung gesprochen wird, wollte ich mich an einer fairen Einordnung für alle deutschen Spieler mit einer Tour Card versuchen.

    Hierbei nehme ich die Platzierung in der Order of Merit und den Gegner zur Berücksichtigung, gegen den der jeweilige Spieler verloren hat. Nach inzwischen 8 gespielten Turnieren auf der Pro Tour kann man inzwischen von einer guten Bewertungsgrundlage sprechen.

    Ich werde mit den 6 neuen Spielern auf der Tour starten. Für diese Jungs ist jeder Sieg in der Runde der letzten 128 bereits als Erfolg zu werten. Eine Niederlage in der Runde der letzten 128 gegen einen Spieler aus den Top 64 gilt für mich als „Erwartung erfüllt“. Eine Niederlage gegen einen Spieler, der ebenfalls außerhalb der Top 64 steht, würde ich als „da war mehr drin“ bezeichnen. Gleiches gilt für Lukas Wenig und Tim Wolters.

    Für Florian Hempel und Gabriel Clemens ist natürlich aufgrund ihrer Position in der Order of Merit die Top 64 das Mindestziel. Eine Niederlage in den Top 128 erfüllt die Erwarungen nicht. Für Martin Schindler und Ricardo Pietreczko setze ist das Boardfinale als Standardleistung an. Da beide auch bei jedem Turnier in der Setzliste stehen und daher vor dem Boardfinale nicht gegen andere gesetzte Spieler ran müssen, ist jegliche Niederlage davor als eine Enttäuschung vertretbar. Ein „Da war mehr drin“ vergebe ich auch hier, wenn in der Standardrunde gegen einen gleichwertigen Gegner verloren wurde.

    Dominik Grüllich:

    - 1x Erwartungen übertroffen (T64 Niederlage gegen Thomas Lovely)

    - 4x Erwartungen erfüllt (T128 Niederlagen gegen Ritchie Edhouse, Ricky Evans, Dylan Slevin und Gian van Veen)

    - 3x Da war mehr drin (T128 Niederlagen gegen Tommy Lishman, Tytus Kanik und Bradley Brooks)

    Grundsätzlich kann sich Dominik Grüllich nicht über die Auslosung beschweren. Andere haben es deutlich schwerer getroffen. Ich würde es bei ihm als holprigen Start auf die Tour bezeichnen, aber mit der Quali für Göttingen am Wochenende gab es ja auch schon einen zusätzlichen Erfolg zu verzeichnen.

    Maximilian Czerwinski:

    - 1x Erwartungen übertroffen x2 (T32 Niederlage gegen Ricardo Pietreczko

    - 3x Erwartungen erfüllt (T128 Niederlagen gegen Callan Rydz, Mensur Suljovic und Danny Noppert)

    - 4x Da war mehr drin (T128 Niederlagen gegen Rusty-Jake Rodriguez, Karel Sedlaczek, Justin Hood und Berry van Peer)

    Auch hier war der Start auf die Tour eher holprig, wobei man Maximilian Czerwinski zu Gute halten muss, dass für ihn der Gewinn der Tour Card eher eine Überraschung war, sodass man bei ihm auch keinen Raketenstart erwartet hat. Und zumindest einmal hat sich ja auch schon ein kleiner Run ergeben. An einem guten Tag ist auch zukünftig immer mal wieder ein Sieg drin.

    Leon Weber:

    - 1x Erwartungen übertroffen (T64 Niederlage gegen Stephen Bunting)

    - 5x Erwartungen erfüllt (T128 Niederlagen gegen Peter Wright, Florian Hempel, Martin Lukeman, Mickey Mansell und Gabriel Clemens)

    - 2x Da war mehr drin (T128 Niederlage gegen Tavis Dudeney und Adam Paxton)

    Für Leon Weber lief nach dem Auftaktsieg auf der Tour im ersten Turnier leider Sand ins Getriebe. Schwierige Auslosungen verknüpfen sich mit knappen Niederlagen und somit steht nur der eine Sieg zu Buche. Aber auch hier stimmt die Leistung grundsätzlich und es werden bei entsprechender Auslosung bei den kommenden Turnieren mehr Siege folgen. Das Talent ist definitiv da.

    Max Hopp:

    - 1x Erwartungen übertroffen x2 (T32 Niederlage gegen Daryl Gurney)

    - 3x Erwartungen übertroffen (T64 Niederlage gegen Jermaine Wattimena, Michael van Gerwen und Kai Gotthardt

    - 4x Da war mehr drin (T128 Niederlage gegen Karel Sedlaczek, Tavis Dudeney, Christian Kist und Sebastian Bialecki)

    Nachdem aus den ersten vier Turnieren nur ein Sieg herausgesprungen ist, konnte sich Max Hopp deutlich steigern und ich den nächsten vier Turnieren ebenso viele Siege einfahren. Der Pfeil zeigt nach oben und Max Hopp kann mit dem Start ins Jahr grundsätzlich zufrieden sein. Vielleicht springt ja demnächst noch eine Qualifikation für die ET raus.

    Kai Gotthardt

    - 2x Erwartungen übertroffen x2 (T32 Niederlagen gegen Gary Anderson und Nick Kenny)

    - 1x Erwartungen übertroffen (T64 Niederlage gegen Damon Heta)

    - 2x Erwartungen erfüllt (T128 Niederlagen gegen Andrew Gilding und James Wade)

    - 3x Da war mehr drin (T128 Niederlagen gegen Cam Crabtree, Connor Scutt und Tim Wolters)

    Ich denke, dass inzwischen auch bei Kai Gotthardt der Pfeil nach oben zeigt. In den letzten drei Turnieren wurde zweimal das Boardfinale erreicht. Davor gab es ein paar Startschwierigkeiten, aber über die Saison hinweg wird sich das Talent von Kai Gotthardt immer mehr durchsetzen und dass er den Willen hat, ist mehr als deutlich.

    Niko Springer:

    - 1x Erwartungen übertroffen x3 (T16 Niederlage gegen Dirk van Duijvenbode)

    - 2x Erwartungen übertroffen x2 (T32 Niederlagen gegen Wessel Nijman und Sebastian Bialecki)

    - 2x Erwartungen übertroffen (T64 Niederlagen gegen Raymond van Barneveld und Martin Lukeman)

    - 2x Erwartungen erfüllt (T128 Niederlagen gegen Luke Woodhouse und Luke Littler)

    - 1x Da war mehr drin (T128 Niederlage gegen Thomas Lovely)

    Ich denke, diese Liste spricht für sich. Niko Springer ist trotz häufig sehr schweren Losen sehr schnell auf der Tour angekommen. Es wurden viele Siege und Erfahrungen gesammelt. Dazu gesellen sich noch zwei Qualifikationen für die ET. Ich denke, dass man sich hier einig sein kann, dass Niko Springer aktuell das größte deutsche Talent auf der Tour ist und das Potenzial, dass sich bereits in vielen Spielen schon gezeigt hat, mit etwas mehr Erfahrung und Konstanz in noch häufigere und tiefere Runs ummünzen wird.

  • Tim Wolters:

    - 1x Erwartungen übertroffen (T64 Niederlage gegen Gian van Veen)

    - 2x Erwartungen erfüllt (T128 Niederlagen gegen Ryan Meikle und Ricky Evans)

    - 1x Da war mehr drin (T128 Niederlage gegen Bradley Brooks)

    - 4x DNP

    Es ist schwierig hier Tim Wolters zu bewerten. Er hat die Hälfte der Turniere, teils krankheitsbedingt, ausgelassen und wenn er gespielt hat, waren die Leistungen da, was man von einem Tour Card Holder erwarten kann, der bis dato kaum Preisgeld gewinnen konnte. Die Tour Card wird er nicht verteidigen, man kann eigentlich schon jede Teilnahme als Erfolg verwerten.

    Lukas Wenig:

    - 1x Erwartungen übertroffen x3 (T16 Niederlage gegen Michael van Gerwen)

    - 1x Erwartungen übertroffen (T64 Niederlage gegen Martijn Dragt)

    - 2x Erwartungen erfüllt (T128 Niederlagen gegen Scott Williams und Richard Veenstra)

    - 4x Da war mehr drin (T128 Niederlagen gegen Darius Labanauskas, Radek Szaganski, Jitse van der Wal und Dom Taylor)

    Mit „Da war mehr drin“ kann man die Zeit von Lukas Wenig auf der Tour wohl ganz gut zusammenfassen. Die Auslosung meint es meistens ganz gut mit ihm, aber die Siege wollen dabei nicht immer rausspringen, obwohl die Leistung vom Average her grundsätzlich gut ist. Um die Tour Card zu halten, muss noch einiges passieren, daher sehe ich ihn im nächsten Jahr eher wieder in der Q School. Aber im Gegensatz zu Wolters sollte er sich die Card direkt wieder zurückholen können. Die WM Qualifikationen sehe ich trotzdem als machbar an, wenn er sich noch ein bisschen steigern kann.

    Florian Hempel:

    - 1x Erwartungen übertroffen x3 (T8 Niederlage gegen Chris Dobey)

    - 1x Erwartungen erfüllt (T64 Niederlage gegen Damon Heta)

    - 2x Da war mehr drin (T64 Niederlagen gegen Martin Lukeman und Matthew Dennant)

    - 4x Erwartungen nicht erfüllt (T128 Niederlagen gegen James Hurrell, Ryan Searle, Owen Bates und Richard Veenstra)

    Ein ewiges Auf und Ab ist das immer mit Florian Hempel. An seinem guten Tagen ist er immer für einen tiefen Run gut, aber an schlechten Tagen kann der Average schnell in die unteren Bereiche der 80er gehen. Es fehlt die Konstanz, die hat aber auch schon immer gefehlt. Bleibt festzustellen, dass Florian Hempel die Qualität eines Top 32 und eines Challenge Tour Spielers in sich vereint und daher in den Top 64 ganz gut aufgehoben ist. Die WM Quali wird auch in diesem Jahr eng, aber machbar. Eine Steigerung zu den vergangenen Jahren sehe ich aber nicht.

    Gabriel Clemens:

    - 1x Erwartungen übertroffen x3 (T8 Niederlage gegen Dom Taylor)

    - 1x Erwartungen übertroffen (T32 Niederlage gegen Ryan Searle)

    - 1x Da war mehr drin (T64 Niederlage gegen Cam Crabtree)

    - 5x Erwartungen nicht erfüllt (T128 Niederlagen gegen Damon Heta, Berry van Peer, Justin Hood, Mario Vandenbogaerde und Michele Turetta)

    Gabriel Clemens steht seit der WM nicht mehr in den Top 32 der Welt und seine Leistungen auf der Pro Tour spiegeln das deutlich wieder. Es gibt einen kleinen Ausreißer nach oben, aber ansonsten ist es leider schon ersichtlich, dass der Pfeil weiterhin nach unten zeigt. Der Average mag zwar durchaus stimmen, aber häufig fängt er sich durch schlechtes Timing Niederlagen ein, die für seine Qualität, die er trotz allem noch hat, wirklich ärgerlich sind. Besonders die Niederlage gegen Michele Turetta war absolut unnötig. Er muss wirklich aufpassen, ohne eine Leistungssteigerung ist die WM Quali in diesem Jahr gefährdet.

    Ricardo Pietreczko:

    - 1x Erwartungen übertroffen (T16 Niederlage gegen Rob Cross)

    - 3x Erwartungen nicht erfüllt (T64 Niederlagen gegen Nathan Aspinall, Mike Kuivenhoven und Richard Veenstra)

    - 4x Erwartungen deutlich verfehlt (T128 Niederlagen gegen Alan Soutar, Berry van Peer, Kevin Doets und Thomas Lovely)

    Wie schon im letzten Jahr ist die Bilanz von Ricardo Pietreczko auf der Pro Tour ernüchternd. Besonders wenn man bedenkt, dass er in jedem Turnier auf der Setzliste stand, sodass die richtig scheren Gegner bis zum Boardfinale ausgeschlossen waren. Auch hier muss eine deutliche Leistungssteigerung her, denn trotz der Qualifikationen für die ET, die er bis dato noch über die Pro Tour Order of Merit erhalten hat, sehe ich die WM in Gefahr. Auch die Qualifikation für das World Matchplay wäre prinzipiell noch in Reichweite. Nur müssen dafür Leistungen folgen. Vielleicht kann er sich auf der Bühne wieder etwas Vertrauen zurückholen. Ich sehe ihn auf Dauer aber eher in den Top 64, als in den Top 32.

    Martin Schindler:

    - 1x Erwartungen übertroffen x5 (Turniersieg PC8)

    - 1x Erwartungen übertroffen (T16 Niederlage gegen Gerwyn Price)

    - 1x Da war mehr drin (T32 Niederlage gegen Ryan Joyce)

    - 3x Erwartungen nicht erfüllt (T64 Niederlagen gegen Tom Bissell, Kevin Doets und Tavis Dudeney)

    - 2x Erwartungen deutlich verfehlt (T128 Niederlagen gegen Jurjen van der Velde und Cam Crabtree)

    Die deutsche Nummer 1 heißt seit dem vergangenen Jahr Martin Schindler. Auch in diesem Jahr hat er sich einen Sieg auf einem Event erspielen können und kann damit, sein bis dato eher enttäuschendes Jahr aufpolieren. Der Sieg schiebt ihn im World Grand Prix Race ins gesicherte Mittelfeld und das World Matchplay ist aufgrund des vergangenen Jahres nicht gefährdet. Sofern Martin Schindler auch in diesem Jahr wieder seine Leistungen auf der ET Bühne bringt, bleibt er weiterhin für jedes Major Turnier qualifiziert. Den nächsten Karriereschritt kann er auch nur dort zustande bringen. Die Top16 kann er nur über tiefere Runs bringen großen Turnieren erreichen. Ich hoffe der Sieg bringt den Schub ins Selbstvertrauen, dass die Höhen des vergangenen Jahres wieder erreicht werden können.


    Abschließend würde ich nochmals festhalten wollen, dass rein von der Rangliste her folgende Ergebnisse auf der Pro Tour zu erwarten waren:

    16 mal Top 32

    16 mal Top 64

    Erreicht wurde bis dato:

    1 mal Turniersieg

    2 mal Top 8

    4 mal Top 16

    8 mal Top 32

    18 mal Top 64

    Wenn ich mich nicht verrechnet habe, sieht die Bilanz doch ganz gut aus und unsere Jungs haben im Gesamtpaket die Erwartungen übertroffen. Positiv sind eindeutig Niko Springer und Martin Schindler zu nennen, während Ricardo Pietreczko und Gabriel Clemens eher enttäuschen. Den neuen Tour Card Besitzern muss man einfach noch ein bisschen Zeit geben, dann werden bessere Ergebnisse folgen. Bei Kai Gotthardt und Max Hopp scheint es schon langsam zu funktionieren.

    Zum Abschluss noch die Angstgegner der deutschen Vertreter. Bis dato können mit drei Siegen gegen unsere Jungs folgende Spieler glänzen: Cameron Crabtree, Tavis Dudeney, Thomas Lovely und Martin Lukeman.

  • Gute Auswertung. Aber ich bin nicht so ganz sicher ob das mit der checkout percentage als hauptschwäche stimmt.

    Bei Springer und schindler ja, aber wenn man sich allgemein den first 9 average anschaut ist es etwa plus 10 im Vergleich zum average normal

    Zum Beispiel über die letzten 12 Monate:

    F9(average)

    Littler 111(100)

    Humphries 109(98)

    Anderson 107(97)

    Wenn man sich so die Daten anschaut sieht man imo das ein 95/96er first 9 average etwa zu hohen 80 gesamtaverage und mitte 30 checkout passt.

    https://app.dartsorakel.com/stats/player

    Bei Springer würde ich dir da zustimmen (ich glaube da ist es auch eher eine frage der zeit bis der Durchbruch kommt wie auch bei schindler und vielleicht auch Clemens), aber bei den anderen sehe ich Schwächen in allen Bereichen. Schwächen sind natürlich relativ, das sind starke Spieler, aber die weltelite ist halt extrem krass geworden, ein 97er first 9 average liegt über das letzte Jahr gesehen so etwa auf Rang 80-100. Die checkout percentage von Rang 80-100 liegt etwa bei 35-36%.


    Natürlich hat auch so ein Spieler mal einen guten Tag und checkt 45% in nem Match, aber das wäre statistisch gesehen imo schon fast ein wenig overperformance, so was kann man nicht jedes Match abrufen (sonst wäre man ja besser):).

    BTW Springer liegt seit Anfang 2025 auf Rang 17 was den first 9 angeht, auf Rang 21 beim gesamtaverage und auf Rang 68 bei checkouts. Wenn er das anpasst sehe ich ihn schon bald auf top20 Level.

    Einmal editiert, zuletzt von dominik1346 (19. März 2025 um 14:32)

  • Was mir als Frage noch kommt, ist Schindlers aktueller Rang (22) eigentlich der höchste Rang eines deutschen Spielers bisher in der MOoM ? Ich meine mich an Rang 21 zu erinnern (von dem er auch nur 1.000 weg ist). Da er aktuell im TC Race auf Rang 18 steht ist auch da durchaus noch die Möglichkeit zu klettern....

    Und somit ist er mittlerweile dann tatsächlich quasi auf allen Feldern der erfolgreichste / beste deutsche Spieler für den Moment

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