Posts by Doc Dart

ACHTUNG: Neu-User Registrierung vorrübergehend gesperrt Da wir momentan leider unzähligen SPAM-Attacken ausgesetzt waren, haben wir die Neu-Anmeldung vorrübergehend auf "manuell" umgestellt. Alle die gerne bei uns im Forum Mitglied werden möchten, bitten wir eine Email an contact@dartn.de mit gewünschtem Username zu schreiben und diese werden dann von uns angelegt.


    Damit hat er natürlich Recht, man sollte die Aussage trotzdem etwas differenzierter betrachten. MvG (oder wer auch immer) meinte damit ganz klar das Verhalten im laufenden Spiel. Im Training kann und sollte man natürlich immer wieder auf seinen Wurf achten, den Fokus internalisieren und ggf. auch immer wieder mit den verschiedenen Parametern eines Wurfes experimentieren. Es passiert so leicht, dass sich kleine Fehlerchen einschleichen, die man nur mit extremem Aufwand wieder los wird, wenn man sie zu spät bemerkt und sich daran gewöhnt hat.

    Kann sein, dass er es auf ein laufendes Match bezogen hat. Den Kontext der Aussage hatte ich nicht mehr auf dem Schirm. Trotzdem bleibe ich dabei, dass ich in diesem Satz auch sehr viel Wahres für andere Aspekte des Darts sehe. Und natürlich hast du Recht damit, dass man insbesondere im Trainingshintergrund nicht einfach stumpf die Birne ausschalten sollte - vor allem dann nicht, wenn es weniger gut läuft. Aber dennoch sehe ich auch in meinem bescheidenen Amateurumfeld immer wieder, dass diejenigen Spieler, die sich augenscheinlich am wenigsten Gedanken machen, am Ende nicht selten die erfolgreicheren sind.

    Ich glaube, generell macht man sich als Amateur oft viel zu viele Gedanken über Änderungen, Optimierungen und Anpassungen bei solchen Faktoren wie Stand zum Oche, Wurfbewegung, Wurfstil, Griff, Armhaltung, Schulterposition etc.. Mich selbst nehme ich davon übrigens nicht aus, ganz im Gegenteil. Ich verliere mich fälschlicherweise oft regelrecht in einer zu "verwissenschaftlichten" Denkweise über das für mich beste Setting. Ich behaupte mal, dass die Weltstars vor allem deshalb Weltstars sind, weil sie - neben ihrem außergewöhnlichen Talent - es komplett geschafft haben, sich auf Intuition und Automatismen zu verlassen. Weiß nicht mehr genau, wer Folgendes gesagt hat (ich glaube van Gerwen): Wenn man beim Darts anfängt nachzudenken, hat man schon verloren. An diesem Satz ist auf mehreren Ebenen einfach extrem viel Wahres dran.

    Mal abgesehen davon, dass ich deine Erklärung gerade nicht so wirklich nachvollziehen kann, würde ich mal behaupten, dass nicht zwangsläufig die Spitze des Darts in der Hand die Richtung vordergründig bestimmt, sondern vor allem der Schwung des Wurfarms. Und der geht bei nach innen geneigtem (rechten) Wurfarm nun mal tendenziell nach links.

    Das wäre für den deutschen Dartsport wirklich schön. aber auf der anderen Seite ist da keiner in wirklich bestechender Form. Heißt natürlich nicht, dass es keine Überraschungen geben kann, aber bis ins Finale sehe ich da wenig Chancen.

    Hoffen wir einfach mal das Beste und auf gute Auslosungen :)

    Gilding war meiner Erinnerung nach damals vorher auch nicht "in bestechender Form". Als relativer Außenseiter brauchst du bei den UK Open verschiedene Faktoren, die zu deinen Gunsten verlaufen: Eigenes Losglück, möglichst früh eliminierte Topspieler (durch Lospech ihrerseits und den einen oder anderen Ausrutscher) und dann eben noch eine gute Tagesform. Trifft all das ein, ist eine im Vorfeld "bestechende Form" nicht nötig. Aber ich will auch nichts zwanghaft herbeiphantasieren. Einen deutschen Turniersieg halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Aber wie gesagt: Wenn,dann derzeit am ehesten bei einem ungewöhnlichen Event wie eben den UK Open.

    Ich habe bei mir ein ähnliches Problem festgestellt (bin allerdings Rechtshänder). Wurfunterarm etwas nach innen geneigt, dadurch Tendenz, die Darts eher "nach links" loszulassen und hierdurch wiederum häufige Ausreißer in das 5er oder - in Extremfällen - 12er Segment. Die perfekte Lösung habe ich noch nicht gefunden, allerdings deuten sich erste positive "Gegensteuerungen" durch a) einen veränderten Griff und b) ein Zurückziehen des Unterarms beim Ausholen neben das rechte Auge an. Plus eventuell c) eine wirklich starke Konzentration auf b) und zunächst weniger auf das Board (was sich langfristig idealerweise natürlich noch ändern sollte).

    Wird mal wieder Zeit für einen neuen Gilding oder Edhouse. Und ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass auch im Luke-Zeitalter sowas gerade bei den spezielleren Turnierformaten noch möglich ist. Vielleicht erleben wir ja auch noch das aktuell fast völlig Undenkbare und ein Deutscher macht den Andrew.

    Doets ist in bestechender Form, ja, und ich sehe ihn vielleicht schon in diesem Jahr die Top25 angreifen. Trotzdem: Wie oft hat man Pietreczko schon aufgrund vorheriger Leistungen bei Majors unterschätzt? Ich denke nach wie vor, dass der Kerl das gewisse Etwas hat, das ihn für jeden Spieler der Tour zu einem brandgefährlichen Gegner macht - insbesondere für diejenigen, die sich selbst vielleicht unterbewusst in der Favoritenrolle sehen, aber denen auf der Bühne noch der ganz große Wurf fehlt.

    30 % finde ich ehrlichgesagt auch zu wenig. Aber man muss auch sagen, dass Mensur erstens eklig zu bespielen ist und es ist auch wahr, dass Mensur schon einige gute Averages and Board gelegt hat in diesem Jahr. Der ist also auch gut in Form. Mensur weiß, wie man an solche Spiele ran geht

    Für mich aktuell daher ein 55 : 45 pro Mensur, aber das Match ist völlig offen.

    Kann ich mit sehr viel Wohlwollen noch mitgehen. Aber in gar keinem Fall diese klare Unterlegenheit von 30 %.

    Clemens und Pietreczko übrigens ähnlich. Mit demselben Argument wie oben für Suljovic - Stichwort Bühnenerfahrung - kann man es hier Clemens zugute halten. Und dass der Major-Pietreczko mitunter ein anderer ist als der Floor-Pietreczko, ist eigentlich auch klar. Auch hier in beiden Fällen eine 50/50-Angelegenheit.

    Keine Ahnung, woher man die lediglich 30-prozentige Siegchance von Wenig nimmt. Ist seit dem Saisonendspurt im letzten Jahr klar auf dem aufsteigenden Ast, Bühnenerfahrung eines im Spätherbst der Karriere befindlichen Suljovic hin oder her. Für mich allenfalls ein 50/50-Match mit Tendenz zu Wenig.