Posts by Fish&Chips

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    Ich komme nochmal auf das ursprüngliche Thema dieses Threads zurück. Die Ausholbewegung.

    Es gibt ja hier zwei grundsätzliche Meinungen: "Länger ist besser" vs. "Kürzer ist besser"

    Unter Trainern findet man aber häufiger die Meinung, das ein kürzerer Backswing weniger fehleranfällig ist, schlicht weil man weniger Gelegenheit hat Fehler zu machen.


    Ich persönlich habe eine sehr weite Ausholbewegung (bis fast zur Schulter, wie Hopp) und dachte auch immer, dass ich anders nicht gut zurecht komme. (Habe dem aber nie wirklich eine Chance gegeben)

    Da ich aber experimentierfreudig bin, habe ich nun auch mal einen deutlich reduzierten Backswing ausgetestet.

    Dabei bin ich schnell auf das Problem gestoßen, es nicht konsistent hinzubekommen. Mal war er etwas länger, mal etwas kürzer.

    Also habe ich mir einen festen Endpunkt gesucht: Meine Stirn. Sehr ähnlich wie Ryan Joyce.

    ´

    Ich hatte eigentlich wenig Erwartung aber es klappte (nach einer Eingewöhnungsphase) recht schnell ganz gut. Natürlich musste ich den "Speed" etwas anpassen aber dann haben die Darts eigentlich gut gruppiert.


    Ich werde das mal 2-3 Tage testen und der Sache zumindest mal eine Chance geben.

    (EDIT: Allerdings stecken die Darts jetzt horizontal leicht schief. Das Heck zeigt etwas nach rechts)

    Hier aber noch ein paar kleine Fragen an euch.

    Kann mir jemanden erklären, wie der Unterschied ist zwischen Daumen zeigt eher gerade nach oben, oder nach hinten?

    Der Griff ist so ziemlich das individuellste was es beim Darts gibt. Es gibt sehr viele verschiedene Griffarten und keine davon ist prinzipiell besser oder schlechter.

    Sondern nur besser oder schlechter für dich und deinen Wurf geeignet.

    Finde einen Griff, der sich natürlich anfühlt und der vor allem leicht reproduzierbar ist. Wenn du jedes mal neu suchen musst, wenn du den Dart greifst, dann ist das suboptimal. Ansonsten einfach mal rumtesten. Viele sagen, dass der Griff mit dem man instinktiv, ohne nachzudenken einen Dart greift eine gute erste Wahl ist.


    Es gibt also auch keinen zwingenden Grund, den Daumen so stark nach hinten zu biegen, auch wenn man das bei vielen Spielern sieht. Ich habe den Daumen auch eher senkreckt. Spieler die mehr Druck zwischen Daumen und Zeigefinger haben/brauchen, biegen ihn wohl oft nach hinten. ("pinch-lastiger" Griff) Bei mir liegt er eher locker zwischen den Fingern.

    Also beim Dart sollte man nicht wechseln weil es Monate Dauert eine gescheite Muscle Memory aufzubauen. Du musst jedes mal die Wurfgeschwindigkeit, Release usw anpassen.


    Die Aerodynamischen Eigenschaften ändern sich bei jedem Barrel und auch wenn die Shaft Länge oder die Flights geändert werden (nicht nur Größe und Form auch das Material). Daher sollte man wie eigentlich jeder Profi einen festen Barrel inklusive Setup spielen und nichts ändern.

    Ich bin voll bei dir: es gibt mehr Vorteile sich strikt einem Darts als SpielDarts zu definieren und dabei zu bleiben!

    Am dart selbst, insbesondere am Gewicht, würde ich (im Hinblick aufs Treffen des anvisierten Ziels) tatsächlich die Meinung vertreten, bei einem Gewicht und auch Setup zu bleiben.

    OK. Ich habe nochmal drüber nachgedacht und ihr habt mich überzeugt. Ich denke ihr habt da recht. :)

    Möglicherweise war das auch einer der Punkte, die meinen Fortschritt verzögern. Das häufige Wechseln der Darts. (Gibt halt zu viele schöne, mit denen ich gerne werfe :))

    Ich werde mich nun auf ein Set festlegen. (Im Prinzip habe ich ja passende Form, Gewicht und Setup inzwischen gefunden)

    Ich persönlich bin der Ansicht, dass es in praktisch allen Bereichen Menschen gibt, die mehr Talent/Begabung für eine Sache haben oder eben weniger.

    Wir alle haben unterschiedliche Körper, Physiologie, Gehirnstruktur und Prägung Da ist das eigentlich sogar selbstverständlich.

    Eine klare Grenze zwischen "talentiert" und "untalentiert" wird man wohl selten ziehen können, das ist fließend.

    Es geht dabei auch nicht immer um das was jemand letztlich erreichen kann, sondern in erster Linie auch darum wie leicht er/sie es erreichen kann oder wie schwer es ihr/ihm fällt.

    Wie sieht danach euer Training aus?

    Da zitiere ich mich einfach mal (leicht modifiziert):

    Mein Repertoire umfasst im Wesentlichen:

    • Werfen von Bonbons oder Holzdübeln in eine Kiste (die etwa auf der gleichen Höhe wie das Dartboard steht). Nur Wurf fühlen. Keine Pfeile.
    • Gruppierungen werfen auf das abgedeckte Board
    • RTC im Uhrzeigersinn (Single, immer drei Pfeile auf die gleiche Zahl - Double, immer sechs Pfeile) Immer alle Pfeile auf die Zahl, egal ob Treffer oder nicht.
    • Doppelwege (32, 16, 8, 4, 2, 1 - 20, 10, 5 - 12, 6, 3)
    • 301 oder 501 je nach Fokus (Scoring oder Checkout), Lust und Laune.
    • Stupides Werfen auf Zahlen (99x), meist die 20 (Ja, warum auch nicht)
    • Fun-Spielchen. (Cricket, Split-Score, Eliminator)

    Aber alles nicht verbissen, als strukturierter Trainingsplan, der abgearbeitet werden muss, sondern immer das wozu ich gerade Lust habe.

    Und wenn ich mal gar keine Lust habe, dann bleiben die Pfeile eben weg. "No pressure"

    Ich will in erster Linie Spaß daran haben und mich nicht zu irgendetwas zwingen, nur um irgendwelche Ziele zu erreichen.

    Dazu ist mir meine Lebenszeit (Ü60) inzwischen zu kostbar. (Carpe diem - Der Weg ist das Ziel)

    Auch reines "Spielen" kann durchaus Trainingscharakter haben.
    Wenn ich in Dartsmind z.B. Spilt-Score (Half-It) spiele, dann macht das nicht nur Spaß sondern trainiert auch. (Wechsel der Zahlen auf dem Board, Double, Triple) Und RTC ja sowieso.


    Das Wichtigste ist für mich aber der oben fett hervorgehobene Satz. Ich muss Spaß daran haben, sonst kann ich mich nicht motivieren.

    Und ich muss ja nichts. Ist ein Hobby für mich, ohne große Ambitionen. Wer mehr will muss da halt anders rangehen und durch das Trainingstal der Tränen.

    Oder gibts wirklich Menschen die einfach kein Talent haben zum Darten?

    Ja, die gibt es. Mich zum Beispiel ^^


    Aber auch mit wenig Talent kann man gute Fortschritte erzielen.

    Allerdings dauert das. Das mit der Verbesserung im Darts ist eine zähe Sache. Du darfst im ersten Jahr nicht zu viel erwarten. Auch ich bin erst seit gut drei Monaten dabei und mein Average ist noch nicht viel besser als 35. Die erste 180 ist zwar inzwischen gefallen, aber alles ist noch sehr unkonstant.


    1-2 „gute“ Tage mit Matches von 35-40 und dann wieder tagelang teils Spiele mit 25 und niedriger.

    Ja, das ist leider so im Darts. Das wird auch nicht prinzipiell weggehen. Mit diesen guten und schlechten Phasen müssen wir Darter leben.

    Heute läuft es bei mir z.B prima. Alle Legs mit Average zwischen 40 und 50, aber ich weiß genau, es wird auch wieder schlechtere Tage geben.


    Die Basis ist (neben dem stabilen Stance) ein einigermaßen sauberer, solider und reproduzierbarer Wurf. Ohne den kommt man nicht weiter.

    dartsblog kann ich auch empfehlen. Falls du etwas Geld in die Hand nehmen willst, dann kannst du dir von ihm auch über Videoanalyse deinen Wurf beurteilen lassen (Ich habe mir das gegönnt):

    https://dartblog.de/dart-wurftechnik/


    Spiele viel Cricket/ 501 gegen Bots (Autodarts)

    Ansonstens versuche ich Doppel zu trainieren, also so lange auf 16 bis ich treffe, dann 8, 4 usw. Auch mal mit 20, 10 runter.

    Ein echtes Training ist das allerdings nicht. Da gehört mehr dazu.


    Ich kann dir folgendes empfehlen: Hänge das Board immer mal wieder mit einem Tuch zu und achte nur auf Gruppierungen. Egal wohin der erste Pfeil geht, versuche die nächsten beiden möglichst nahe an den ersten zu bekommen. Das ist ein sehr gutes Training für die Reproduzierbarkeit des Wurfes.


    Gut, um ein Gefühl für den Wurfrhythmus zu bekommen, ist das Werfen von z.B. Holzdübeln in eine Kiste. Ich mache das so:

    https://aradart.de/dl/eukathrow.mp4


    Ich habe bei meinem Wurf drei Dinge gefunden, die zu größerer Streuung führen. Immer wenn ich die in den Griff bekomme, läuft es besser:

    RE: Was zeichnet euer Dartspiel aus?

    Vielleicht hilft es dir ja auf diese Dinge zu achten.

    Gibt's keine Steel Darts, die z. B. aus Edelstahl ...

    Gibt es. Ich habe sogar welche.

    Na sieh mal einer an.

    Ich habe die eben aus Interesse mal wieder rausgekramt und plötzlich fliegen die toll. :huh: Super Score eben damit geworfen. :)

    Tatsächlich komme ich mit den dicken Dingern überraschend gut klar. Offenbar hilft es meinem Wurf, wenn ich ordentlich was fühlbares zwischen den Fingern habe.

    Ich bin ja nur auf Tungsten gewechselt, weil die dünner sind und sich besser gruppieren lassen.
    Aber nun frage ich mich: Wie oft habe ich denn 180er geworfen? Genau einmal bisher. OK, 120+ waren deutlich mehr dabei, aber das geht auch mit diesen dicken Darts.
    Und mit denen werfe ich konstanter mehr 60er und 100er und weniger 26er und 41er.
    Insofern werde ich denen wohl nochmal eine Chance geben.
    (Nein, dicke Tungsten sind nichts, die sind zu schwer. Und ja, ich weiß dass der Umstieg dann später schwerer ist, aber ehrlich gesagt, glaube ich nicht dass ich jemals in Regionen vorstoßen werde, wo das überhaupt nötig ist)

    Hmm das verstehe ich anders, gemäß der Theorie wirst du so ein guter Dart Spieler in diesem Sinne mit vielen verschiedenen Darts gut spielen zu können. Sinnvoller wäre es viele verschiedene Variablen mit einem Setup (Barrel, Shaft, Flight) zu trainieren um dieses Setup zu meistern. Sonst muss jedes Mal die gesamte Muscle Memory für jedes einzelne Setup neu trainiert werden was Monate dauert

    Na, was denn nun? Variation oder Konstanz?

    Dass man nicht immer nur auf die T20 werfen soll ist ja trivial.


    Sehr interessant!


    In diesem Sinne wäre es evtl. auch zu empfehlen, im Training immer auch mal mit anderen Darts zu werfen, oder?

    z.B. unterschiedliche Gewichte.

    Ich mache das ja und wechsele immer mal im Bereich zwischen 18g und 25g

    Es sind halt alle sehr unterschiedlich. Ich mag zahlen sehr und Daten, wie aussagekräftig die dann letztendlich sind ist jedem selbst beigemessen das zu beurteilen. Der Average ist halt ein super Wert um die aktuelle Leistung zu bewerten. Jeder hat andere Trainings Prinzipien und auch Ansicht das ist klar, wenn dich das runter zieht macht es natürlich keinen Sinn sich zu sehr darauf zu versteifen.

    Ja, wir sind da (zum Glück, sage ich mal) alle sehr unterschiedlich. Was den einen motiviert und zu Höchstleistungen anspornt, erzeugt beim anderen u.U. Stress und bewirkt das Gegenteil. Deshalb sollte man auch alle Tipps und Ratschläge immer kritisch hinterfragen und überlegen, ob es für einen selbst denn überhaupt das richtige ist.


    Was mich interessieren würde, in diesem Zusammenhang:

    Ich möchte halt unbedingt einen gewissen Average spielen und es motiviert mich extrem diese Entwicklung ganz genau zu beobachten

    Wie ist das bei dir, wenn es mal in einem Spiel zunächst gut läuft, dann aber einbricht. Macht dir das mentalen Druck, im Sinne von "Mist jetzt versaue ich mir meinen Average"? Und hat das dann Auswirkungen (positive oder negative) auf den Rest des Spiels?

    Dazu hast du ja selbst kürzlich was geschrieben:

    Ja welche Werte sind das. Bitte poste die genaue Zahl der letzten 100 Legs. Oder aus dem April, März und Februar. Jeweils eine Zahl den richtigen Average. Sonst kann man das einfach nicht einordnen. Ein Gefühl ist wie gesagt nicht der Average. Es muss eine einzige Zahl über eine gewisse Periode geben das ist die Definition von einem Average.

    Ich schaffe auch in jeder Session mehrere Legs mit Average über 50, aber insgesamt liegt er halt noch unter 40.

    Habe ich deshalb effektiv einen 50er-Average-Wurf?

    Nein, denn ich kann ihn nicht konstant abrufen und Konstanz ist meiner Meinung nach ein wesentlicher Skill im Darts.

    Insofern hast du damit aber natürlich recht:

    Es liegt also nicht am können bzw Skill sondern meiner Inkonsistentenz.

    Und es ist doch eigentlich schon mal ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass man es prinzipiell kann.

    Ich bin froh, dass ich inzwischen die Hauptursachen ausgemacht habe, die bei mir persönlich zu größerer Streuung führen:

    Der Fokus und der Follow-Throw. (EDIT: Und der "Speed")


    Wenn ich den Follow-Through nicht wirklich sauber ausführe, so wie ich ihn mir angewöhnt habe, dann landen plötzlich viel mehr Pfeile in der 1.

    Auch wenn ich zu unkonzentriert werfe und keinen richtigen Fokus auf das Ziel habe, fängt es schnell an rumzustreuen.

    (EDIT: Ach ja und der Speed. Mein Wurf ist sehr direkt und braucht ordentlich "Schmackes")

    Sicher gibt es noch mehr Einflüsse, aber diese Dinge machen bei mir mit Abstand das meiste aus.

    Mit vollem Fokus auf die 20, mit "quiet eye" und ohne, dass meine Gedanken woanders sind und mit dem richtigen Schwung und sauberem, flüssigem Follow-Through landen die dann inzwischen auch ziemlich gut in der 20.

    Das hält aber leider nie sehr lange und dann ist der Schlendrian wieder drin. Die Konsistenz fehlt mir da noch.

    Aber ich weiß dann zumindest woran es liegt.


    Ich habe momentan allerdings ein wenig Probleme mit der vertikalen Streuung. Das war mal besser. (Aber immerhin habe ich dadurch eher 100 statt 3xT3 ^^)