Beiträge von Tintifax

    Mein Senf:

    Mensur: Sauschwer. Dazu ist Painter oft gerade zu Turnierbeginn oft sehr stark. Hammerlos und auch die Straße danach wäre sehr hart. Runde 2 vincent ok ist lösbar, dann schon wohl Barney...
    Aber so weit darf man gar nicht denken.

    Jyhan: Mardle ist ohne wenn und Aber sportlich ein Traumlos. Allerdings schafft er das nur dann wenn es ihm gelingt in einem sehr schwierigen Umfeld seine beste Leistung abzurufen. Die crowd ist klar auf der Seite von Wayne, so etwas wird Jyhan noch nie erlebt haben. Damit umzugehen ist nicht einfach- er soll Stresssituationen simulieren. Aber auch sportlich muss er schon so Avg. 85 bringen, denn das hat auch ein schwacher Mardle drin.
    Wenn es nicht klappt ist das kein Beinbruch- dieses Spiel wird ihn mehr helfen als zig gewonnene andere spiele zusammen.

    Shorty: Hat das beste Los erwischt. Ovens ist ein Floorking, auf der Bühne geht er meistens schnell sang- und klanglos unter. Außerdem ist es ja doch schon seine 3. WM, der wird nicht zum Zittern beginnen auf der Bühne. Aber wie für Jyhan gilt auch für ihn: Er muss ein oberstes Level abrufen, solider Durchschnitt ist gegen Ovens zuwenig.

    Andre: Vom deutschen Trio das schwerste Los- voriges Jahr dachten wir ja auch dass Dudbridge net ganz so drauf ist, Mensur den locker schlagen kann...
    ...Ergebnis ist bekannt. Dudbridge ist (mit ausnahmen) gegen Ende des Jahres meistens gut drauf und auch heuer zeichnet sich ein Formschub gegen Saisonende ab. Andre hat nur kleine Chancen- die er freilich nützen kann.

    Im SOD-Forum wurden die Detailergebnis veröffentlicht- na wenn der Junge nicht Luft nach oben hat, dann geht es schnell zurück ins kalte russland...

    Last 16
    (64.11) Roman Konchikov 6 V 1 Dimitri Schepkin (59.01)
    (67.26) Maksim Kolobkov 6 V 3 Igor Dzasokhov (62.22)
    (72.18) Andrei Ratnikov 6 V 2 Dmitri Maslennikov (68.85)
    (71.82) Stanislav Megerya 6 V 2 Aleksey Pigarev (63.72)
    (70.74) Vladimir Ovchinnikov 6 V 3 Marina Sherhukova (69.54)
    (74.40) Vladimir Lavrentiev 6 V 5 Yuri Salev (77.64)
    (72.18) Vadim Burikin 6 V 5 Vladimir Salnikov (74.16)
    (74.73) Anastasia Dobromyslova 6 V 4 Sergei Suvchik (69.54)

    Quarter Final
    (77.16) Roman Konchikov 6 V 1 Maksim Kolobkov (70.29)
    (68.73) Andrei Ratnikov 6 V 1 Stanislav Megerya (60.24)
    (73.02) Vladimir Ovchinnikov 6 V 5 Vladimir Lavrentiev (71.82)
    (77.46) Anastasia Dobromyslova 6 V 5 Vadim Burikin (75.81)

    Semi Final
    (76.59) Roman Konchikov 7 V 4 Andrei Ratnikov (73.62)
    (78.33) Anastasia Dobromyslova 7 V 2 Vladimir Ovchinnikov (71.28)

    Final
    (78.87) Roman Konchikov 7 V 3 Anastasia Dobromyslova (74.31)

    Ich unterscheide bei mir mit bzw. ohne dartitis geplagt.

    Mit Dartitis kann ich mich auf bestenfalls 45 raufquälen bzw. raufsaufen.

    Ohne Dartitis ist das natürlich auch formabhängig, wobei ich dann schon selten unter 55 runterfalle, aber auch selten höher als 65 halten kann.

    Spielen tu ich seit 15 Jahren - meine beste Zeit hatte ich nach drei Jahren (und einem Jahr intensiven Training), da konnte ich schon eine hohe 60 halten bzw. im einen oder anderen Turnier auch die 70iger-Marke überschreiten. Ich glaube auch, dass ich völlig frei von Dartitis damit "ausgereizt" bin, d.h. 70 dürfte meine persönliche grenze sein.

    Die Avg. werden überschätzt- hier ganz richtig angemerkt und die Avg.-Jagd kann Spielern an deren Entwicklung hindern. Letztlich entscheidet nicht der Avg. über den erfolg, sondern wieviele Pötte und schecks der spieler holt und sei das mit einem Avg. von 50...

    Oder anders gesagt: Sieg ist Sieg und persönlich freue ich mich auch über einen sieg mit Avg. 20 wenn ich weiterkomme und die Möglichkeit habe mich gleich zu verbessern.

    Meine avg-Einteilung, wenn wir schon dabei sind:

    167+ Science Ficton Klasse (Alles 9-Darter, das + steht wenn man verlieren sollte, weil der andere einen 9er macht... :!D )
    100+ Extraklasse (wer außer Taylor wirft denn das bitte regelmäßig?)
    90+ Weltklasse
    80+ Weltklasse Damen, internationale Klasse Herren
    70+ Nationale Klasse
    60+ Überraschungen auf nationaler ebene möglich
    50+ Reife für den regionalen Ligabetrieb gegeben, regionale Überrschungen möglich
    40+ Auch mit 40+ kann man Spiele - auch gegen an sich bessere Spieler gewinnen...

    Trainingsleistungen zählen da nicht dazu. Nur Spiele im Ligabetrieb, Turniere etc. Ich kenne viel zu viele Trainingsweltmeister und viel zu wenig Spieler die das dann wenn es drauf ankommt umsetzen.

    Treble1

    Ein Blick auf die BDO-County-Avg. genügt um die durchschnittlich bessere Wurfausbeute zu verifizieren. Das mit dem Raumdenken ist auch mitnichten hanebücherne Halbwissenschaft sondern empirisch wie gesagt Stand der dinge. Klassiker dabei sind

    Rod-and-frame-Test (Witkin et al.1962)
    Wasserlevel-Test (Inhelder u. Piaget 1958)

    Hier schneiden Männer besser ab.

    Wie gesagt das ist immer nur ein Mittelwert. Wenn Part meint er spiele zweidimensional dann ist das kein Widerspruch per se- auch die reduktion von Drei- auf Zweidimensionalität ist eine Abstraktionsleistung, die (soferne stimmt was Part sagt) nicht jeder oder jede beherrscht...

    Halwissenschaftlich agiert eher der Feminismus der Geschlechtsunterschiede von Haus aus bestreitet- also seine Arbeit darauf ausrichtet solche Erkenntnisse von Haus aus zu delegitimieren.

    Hamski

    Die autorin ist eine Vertreterin des feministischen Gender-Mainstreaming und damit auch eine Anhängerin der Geschlechtskonstruktions-Theorie, d.h. es gibt "natürlich" nix männliches und weibliches sondern zu Mann und Frau wird man durch Erziehung gemacht.

    Bis zu einer gewissen Reichweite ist das auch durchaus diskutabel- leider artet das auf den Unis geradezu grotesk aus, ich wurde jahrelang damit richtiggehend genervt und verlor jegliches Verständnis für den Feminismus.

    Für unsere Diskussion tut das nichts zur Sache- dass Männer im Mittel etwas besser als Frauen werfen ist common sense der scientific community genau aus den im vorher angeführten biogenetischen Gründen. Die Gegenstimmen aus dem radikalkonstruktivistischen (ich weiß eine schlimme wortwurst) Lager sind getrost vernachlässigbar.

    Edit: Die Autorin bringt das "Dartsbeispiel" als Zitat.

    Ist schon jeden passiert und wem es noch nicht passiert ist, dann ist es nur eine Frage der Zeit. Wenn jemand Shortlegs spielt, ist das Geschlecht auch völlig unerheblich- es ist schwer zu gewinnen.

    In Kärnten habe ich dem Verband schon zweimal vorgeschlagen, dass es bei den Ranglistenturnieren einen offenen und einen damenbewerb geben soll- um die besten Mädels in ihrer sportlichen Entwicklung stärker zu pushen. Denn das Gefälle zwischen spitze und Herausforderer ist bei den Damen schon um einiges größer, was nicht an der geringeren Anzahl von Spielerinnen, sondern einfach am erwähnten geschlechtsspezifischen Unterschied beim zielgerichteten Werfen liegt. Allerdings ist dieser kleine Unterschied lediglich eine statistische Größe, d.h. es gibt genügend Männer mit geringem Raum-Motorik-Verständnis umgekehrt genügend Frauen mit sehr stark ausgeprägten Fähigkeiten. Die BDO- Damen-Weltklasse beweist das- sie könnten auch problemlos bei den Männern mitspielen. Ein paar Ebenen weiter drunter sieht es ähnlich aus- es ist allerdings immer nur eine schmale Schicht an Spielerinnen, keine breite Bewegung.

    Der Nachweis, dass eine Frau an der absoluten PDC-Spitze mithalten kann, steht allerdings noch aus. Ich bin mir aber überzeugt, dass es einmal eine geben wird- definitiv aber nicht Anastasia. Vielleicht das englische Mädel dass den Jugendbewerb bei der Winmau gewonnen hat und von dem ich schwer beeindruckt war...

    Caris bei der PDC-WM?
    Kaum klinkt man sich mal für ein-zwei Monate aus der Szene aus und schon passieren Sachen mit denen man nicht rechnet...

    Wenn Caris so spielt wie bei der winmau, hier insbesondere gegen Bunting dann ist je nach auslosung die eine oder andere Überraschung drinnen...

    Anastasia hat es nicht geschafft- sie verlor im Finale gegen einen gewissen Roman Konchikov doch recht klar mit 3-7.
    Ich will keinen staub aufwirbeln, aber mein Eindruck, wonach es sich bei Ana nicht um eine Jasmin Ouschan (3. bei der Billard-WM Anm.) des darts handelt hat sich damit nun bestätigt. Sie war sicherlich favoritin in diesem Bewerb, hat zumindest jede Menge Erfahrung von ganz großen turnieren, da muss man so was einfach derpacken, wenn man wirklich ernsthaft eine Rolle spielen will.

    Die PDC bringt das nur kurz- klar die russische Quali war ja eine Lex Anna, würde mich nicht wundern, wenn jetzt der Chinese zB plötzlich krank werden würde...
    Wenigstens weiß ich jetzt aber, dass dieser Wettbewerb keine Farce war- was ich ehrlich gesagt befürchtet habe.

    http://www.pdc.tv/page/WorldCham…1889220,00.html

    Gestern war wieder ein Meisterschaftsabend an dem ich eingesetzt wurde und ich habe in den letzten beiden Monaten Fortschritte gemacht- obwohl ich mich sicherlich nicht als geheilt bezeichnen kann.

    Was ich aber jetzt mache:
    - Ich mixe nicht mehr E- und Steeldart. Früher habe ich mich immer bei der e-dartmeisterschaft mit Steel eingeworfen, das mache ich nicht mehr.
    - Ich spiele nicht mehr nach festen trainingszeiten, sondern nur dann wann ich Lust habe UND ich auch merke dass in diesem Moment die dartitis nicht so stark ausgeprägt ist. Das merke ich schon nach ein paar Pfeilen- Lackmustest ist die 19. Wenn die 19 in der Mauer landet, versuche ich es erst gar nicht mehr. In den letzten Monaten hatte ich mehr "Gummiadler" in irgendeiner Kneipe für ein spielchen zwischendurch in der Hand als meine eigenen Pfeile. Wenn ich die dann wieder in die Hand nahm, ging es tatsächlich besser. Negativer Effekt: Beim Mannschaftstraining fehle ich weitgehend.
    - Beim Einspielen ist die dartitis immer latent. Einmal stärker einmal schwächer. Ich werfe mich nicht mit dem eigentlichen wurf ein, sondern verwende einen ganz einfachen 08/15-Wurf. Ich werfe mich alleine ein, bei Steel zuerst die 20 dann langsam zaghafte Versuche mit 2x 20 einmal 19. Erst zum Schluss versuche ich die Doubles. Ist sie schlimm und will trotzdem spielen, werfe ich nur auf die obere Boardhälfte, dann die untere Boardhälfte. Es hat sich auch bewährt von der halben Distanz zu spielen, also nur das board treffen, dann erst auf die Normaldistanz zu gehen. Beim Edart bin ich lange vor meinen Kollegen im Lokal und werfe mich mit zig Spielen 301 open out ein- alleine. Da gibt es dann recht schnell erste Erfolgserlebnisse, beim 501 do würde ich in den ersten Partien mindestens 60-70 Darts oder noch mehr brauchen. Dass das net motivierend ist, brauche ich hier nicht zu erzählen.
    - Werde ich in der Meisterschaft eingesetzt, dann gehe ich am Vormittag in das fitnesstudio, mache Übungen für Unterarm, Schulter, Nacken und Rücken mit extrem leichten Damengewichten. Da steht für mich auch nicht meine Figur (angebermodus/on ich gehöre zu der 2%-Elite der Dartspieler bei denen die Muskulatur, nicht das Körperfett das Trikot spannt angebermodus/off) sondern allgemeine Mobilisation und Lockerung der Muskulatur im Vordergrund.

    Ergebnis: Geheilt bin ich noch lange nicht. Aber immerhin habe ich doch dann und wann wieder ein shortleg geschafft, einmal nach einem 140-135 Finish vor Freude richtiggehend geweint. Die Vorbeeitungszeiten verkürzen sich und Alkohol brauche ich auch nimmer so viel. 5 Bierchen bis zum letzten Spiel haben es gestern auch getan- Negativwert seit einigen Jahren. Gestern spielte ich zwar keinen Shortleg, hatte die gegner aber immer im Griff, ließ nur 2-3 Legdarts gegen mich zu. Die waren zugegebenermaßen schwach, aber noch 2008 hätte ich gegen dieselben Leute wenn überhaupt dann nur mit 3 Bier/Leg und nach einer wahrlichen schlacht mit zig versiebten Matchdarts auf beiden seiten gewonnen. Einmal schaffte ich einen Leg mit einer 5 zu eröffnen, dann folgten 17 Single 20iger in Serie- die Serie endete mit einer 60. Hatte ich auch schon lang nicht mehr und war für mich wertvoller als so manche 180 der 11 und 26 etc. folgten.

    Jetzt habe ich zwei Monate Zeit bis der Ligabetrieb wieder weitergeht, Zeit also die sache zu optimieren. der nächste schritt wird es sein, Darts völlig nüchtern am Morgen zu lernen, ja lernen ist der richtige Ausdruck dafür. Gelingt mir dieser schritt, dann und nur dann nehme ich wieder an Turnieren teil die mitten in der Nacht beginnen.

    Nochmals vielen herzlichen dank für die Tips an dieser Stelle. Es war kein Patentrezept dabei, aber viele kleine Bausteine die ein eindeutig besseres Ergebnis brachten. Ende Jänner werde ich wieder erzählen wie es mit dem nächsten Projekt gegangen ist.

    Ein hochinteressanter Faden mit wenig off-topic auch auf die sonst üblichen Beflegelungen etc. wird angenehmerweise verzichtet.

    Ich war ja auf der Winmau als Beobachter und die Abwicklung ließ mich den Kopf schütteln. das begann mit dem Austragungsort (tut mir leid aber Bridlington ist kein schmuckes Küstenstädtchen sondern ein heruntergekommenes Lignano für Briten), ging über die viel zu kleine Location (wo die Damen spielen mussten war für mich schlicht skandalös) und endete
    mit der schlechten Informationslage im Pressebereich, wobei hier der eigentlich Beauftragte aus tragischen Gründen verhindert war.

    Sportlich aber hat so mancher hier eine flasche Vorstellung von den BDO-Spielern. Am Floor wird tw. extrem scharf gespielt, da hätten auch einige PDC-Spieler ihre Probs, es gibt zig "No-Names" die richtiggehend explodieren können...

    In der Tat sind diese Spieler und die dazugehörenden Ligen die Kronjuwelen der BDO, sicher nicht die Winmau, von der Lakeside ganz zu schweigen (wurde ja mehrfach erwähnt). Obwohl ich der PDC ganz und gar nicht unkritisch gegenüber stehe, vieles erinnert mich eher an Zirkus als an einen Sportverband hat mich der Bridlington-Lokalaugenschein auf jeden Fall überzeugt, dass die PDC der BDO in Sachen Professionalität und Vermarktung um Lichtjahre voraus ist.

    Die PDC hat auf der anderen Seite keinen Unterbau und (wie hier ebenfalls schon erwähnt) ohne Frischblutzufuhr wird der TV- wie Eventkunde sehr bald satt. Ich merke dass deutlich in meinem Arbeitsumfeld, wo bei einer Sky-Übertragung schon gesudert wird "immer die gleichen" etc. In der Tat sind nicht alle so dartverrückt wie wir. Da die Spieltiefe aber im Gegensatz zu Ballsportarten aber überschaubar ist, braucht die PDC interessante "Typen" und der PDC-Vorsitzende weiß das ganz genau. Mehr will ich einmal nicht schreiben, weil das Forum nervt
    Echse
    Die #Schrift bleibt beim Beitragschreiben nicht im Fenster- muss quasi blind schreiben. Liegt das an mir bzw. Lappie oder am Forum?
    Noch etwas: Du erwähntest die theoretische Besetzung der EDO für Olympia. Unmöglich weil bei Olympia die Briten nicht wie in Fussball, rugby und Co. 4 Nationalmannschaften stellen dürfen sondern nur eine. Dazu wäre dann wider die BDO zuständig...


    Früher dacht

    Wo ich bukowski völlig recht gebe, ist dass der Staat in Geld schwimmt. Er hat Geld wie Heu- Deutschland genauso wie Österreich. Es ist halt immer die Frage, was man mit dem Geld dann halt macht. Wenn man es beispielsweise wie ihr Deutschen im Afghanistan verpulvern müsst, dann ist das durchaus eine legitime Entscheidung, ob das die Mehrheit der Bevölkerung wirklich will eine andere Frage. Womit wir aber schon wieder bei meiner Grundfrage wären, ob diese Form der Demokratie wirklich ach so demokratisch ist, wenn sie ständig gegen den Willen des Wahlvolkes handelt.

    Daran ändert weder Rot/Grün/dunkelrot noch Schwarz/Gelb was. Die Gelben sind ja ohnehin komische Vögel, präsentieren sich als Gralshüter der Eigenverantwortung und der Freiheit, auf der anderen Seite ist es ja gerade der Neoliberalismus, der nur unter einer wahren Reglementierungswut halbwegs funktioniert. Glühbirnen, Gurkenkrümmungen und auch Rauchverbote lassen grüßen. Dagegen wirken die alles quotieren wollenden Dunkelroten geradezu als Deregulierungskünstler. Die Ex-Mauermörder werden sich auch assimilieren, sobald sie an den Futtertöpfen sitzen, andere kommunistische Parteien in Westeuropa exerzierten es vor. In den 90iger-Jahren hatte ich noch die Hoffnung, dass gerade rechtspopulistische Parteien frische Kraft in das verbürokratisierte Demokraturunwesens Europa bringen können. Damals wünschte ich mir gerade in einem europäischen Schlüsselstaat wie Deutschland sehnlichst einen Jörg Haider herbei. Nun nicht mehr. Schwarz-Blau war in Österreich eine peinliche Kabarettnummer, garniert von peinlichen "Sanktionen" des anständigen Europas.

    Ich garantiere Euch: Es wird sich rein gar nix ändern bei euch. Das durchaus vorhandene Geld wird "höheren Interessen" geopfert werden, der Normalverbraucher wird wie eh und jäh durch die Finger schauen und sich mit einem Zweitjob etc. abmühen um sich ein bisserl was über das Nötigste hinaus leisten zu können. Er sollte das schwarz machen- für mich ist Schwarzarbeit als breites Phänomen der effektivste Protest gegen den Status Quo.

    rennradler
    Ich meckere niemals. Du verkennst mich zudem wohl- ich bin ein politischer Mensch und gehe deshalb nicht wählen. Das war nicht immer so- nun aber stehe ich auf dem Standpunkt, dass
    1. Es in Europa außer auf kommunaler Ebene keine richtige Demokrtatie gibt.
    2. Auch die Demokratie nicht das ende der Entwicklung sein darf. Lissabon und Türkei-Beitritt lassen mit zunehmender europäischer größe auch klar die Grenzen erkennen.
    3. Will ich mit meiner Stimme verändern können, das ist
    4. in Ö und wohl auch in D nicht der Fall. In Ländern mit Mehrheitswahlrecht wie UK oder F kann man mit seiner Stimme noch eher was bewegen. Allerdings gibt es für diese Modelle auch Nachteile.
    5. Wenn ich mit meiner stimme nix ändern kann, dann ist sie umsonst und ich kann zuhause bleiben. Auch das ist eine bewusste entscheidung. Je mehr zuhause bleiben, desto größer ist zumindest langfristig die chance dass sich etwas ändert, weil sich das System dann selbst delegitimiert.

    Ja und Vergleiche mit der DDR und China und das für die demokratie vergossene Blut sind in diesem Zusammenhang viel zu verklärend, der Versuch einer Mythologisierung der Demokratie. deren Stärke ist es eben NICHT auf Mythen aufgebaut zu sein. Blut wurde auch für die VR China vergossen. Um sie zu bekämpfen, aber auch um sie zu GRÜNDEN. dasselbe gilt für die UdSSR etc.

    Wäre ich Deutscher, dann würde ich dasselbe machen wie in den letzten Jahren meistens in Österreich: Zuhause bleiben, darts oder Rugby spielen, eine wanderung unternehmen etc. etc.

    Wählen verändert auf oberen Ebenen nichts. Macht mit diesem system nur auf kommunaler Ebene Sinn.

    Den Wahlomat habe ich auch gemacht: Bei gewissen Dingen habe ich als Ösi null Tau, gewisse sachen sind auch bei uns auf der Agenda: Mir wurde die CDU empfohlen, gefolgt von sämtlichen drei Rechtsparteien. Nicht überraschend für mich auch das gute Abschneiden der Rechtsparteien. Die müssen ja genauso wenig wie ich irgendwie staatstragend sein. Gilt für die Linke dasselbe. Sobald aber an der Macht ändert sich nix. Das sah man schon bei der ach so furchtbaren FPÖ in Österreich. Kaum in der Regierung glichen die sich sofort an.

    Liebe Leute, ich sage mal Danke für eure Tipps- ich werde jeden versuchen. Mir geht es ja gar nicht darum wie gut oder schlecht ich bin, sondern ich will einfach nur locker spielen können, ohne großartig nachzudenken und/oder zielsaufen. Ein paar Bierchen mit Freunden sollen ja Spass machen und nicht wie gestern bei mir regelrecht in Arbeit ausarten. Durch den Link und ein bisserl Googeln bin ich auch draufgekommen, dass mein "Leiden" gar nicht mal so selten zu sein scheint. Ja und mein Wurfstil ähnelt tatsächlich dem von Bristow. Durchaus möglich, dass es da einen Zusammenhang gibt, ich will und kann es aber nicht verwissenschaftlichen. Habe da heute auch gelesen, dass John Lowe meint "dass mein einfacher Wurfstil ihn gegen Dartitis resistent macht". Auch ein Anhaltspunkt. Vielleicht eine Alltagshypothese, aber vielleicht ist was dran. Ich bin körperlich gesund, eher sogar durch den Rugbysport richtig fit und mir graut die Vorstellung Darts vor Rugby beenden zu müssen. Beim Rugby kenne ich eine Dartitis beim Passen übrigens nicht, die Passes kommen, wenngleich die Feinmotorik nicht vergleichbar ist.
    Eure Postings machen mir Mut- dass es doch Wege gibt, das Problem zu lösen oder zumindest das Handicap zu kontrollieren. Aufhören will ich nicht- spiele zu gerne.
    In diesem Zusammenhang gibt es auch massig soziale Probleme- wie zB dass sich jemand über mich lustig machte, als er mich beim Training im Vereinslokal beobachtete. Ja ich habe da wirklich blind auf das Board geworfen, nur die Bewegung im Auge gehabt. Wenigstens ist er auf meine Herausforderung eingegangen und ich habe ihn geschlagen. Seitdem gibt es bei mir aber ein Pretraining vor dem Eigentlichen- zuhause. Um überhaupt fit für ein Training zu sein....
    Dass das zehrt brauche ich glaube ich nicht extra erwähnen. Jedenfalls werde ich alles versuchen- unterschiedliche Gewichte, Vereinfachung des Wurfstils, klaasenlikes Werfen und und und
    Wenn ich wieder so werfe wie früher- schön. Wenn nicht, aber ich kann spielen ohne saufen zu müssen dann passt das auch völlig.

    Ich werde hier schreiben, was ich alles so versuche und mit welchem Erfolg.l