Dart Trainer PRO und Contra

  • Würde es Eurer Meinung nach Sinn machen wenn im Dart , egal ob Steel oder E-Dart, Trainer vorhanden wären.

    Im Jugendbereich gibt es die ja schon, wo allerdings der Trainings Schwerpunkt liegt weiß ich nicht.

    Wo läge sinnvollerweise der Schwerpunkt in einem von einem Trainer geführten Training, oder ist ein solches Training

    überflüssig ?

  • Für mich entstehen da jede Menge Fragen

    1. Sollte der Trainer besser sein als ich (3-Dart dingens) ?
    2. Muß er Turniererfahrung haben (wegen dem Turnierdrück) ?
    3. Was hat er an Referenzen vorzuweisen ?
    4. Kann man jemanden x-Beliebigen zum Tainer ausbilden (es soll ja das Board getroffen weden) ?

  • 1. Ich weiß nicht ob ein Trainer unbedingt besser werfen muss wie ein Spieler,
    ist in vielen anderen Sportarten auch nicht unbedingt so dass die besten Spieler auch die besten Trainer sind.

    2. Kann er den Spieler Druck nehmen und auf den Wettkampf optimal einstellen wäre wichtig.

    3. Das ist natürlich interessant besonders wo es ja keine oder kaum Trainer gibt...ich kenne zumindest keinen(was nichts heißen will)

    4. Hmmm. wer bildet dann die auch aus ....

    5. Mike...er soll Dich ja dahin Trainieren dass Du auch ohne "saufen" triffst :ironie:

  • hat nicht jeder der anfängt bis er einen gewissen level hat einen oder mehrer gute spieler mit denen er trainiert sich tipp und tricks abschaut und erfrägt?

    aber im endefekt hilft nur trainieren und spielen und dazu braucht man keinen trainer denn der der den willen hat der macht das auch alleine

  • hat nicht jeder der anfängt bis er einen gewissen level hat einen oder mehrer gute spieler mit denen er trainiert sich tipp und tricks abschaut und erfrägt?

    aber im endefekt hilft nur trainieren und spielen und dazu braucht man keinen trainer denn der der den willen hat der macht das auch alleine

    Ich kenne keine ernstzunehmende Sportart wo es keinen Traininer gibt.
    Laufen kann jeder, aber trotzdem wird ein Lauftrainer sehr viel Wert auf Koordinationstraining und Laufschulung legen. Selbst als erfahrener Athlet nimmt das einen hohen Stellenwert ein.

    Wer sich LEistungsmäßig weiter entwickeln will, der muß zwingend an seiner Technik arbeiten, aber das fehlt komplett bei allen Dartern.
    Hier besteht Training eher aus Übungsaufgaben. Ich kann mit nicht erklären warum der Großteil der Darter so allergisch auf Techniktraining reagiert.

    Wenn man sowas anspricht kann es schon mal vorkommen das einem recht barsch erklärt wird das der Wurf nicht trainiert werden muß.

    Ich, und das ist meine persönliche Meinung, halte das für sehr engstirnig und kontraproduktiv was die EInstellung angeht.

    In Zukunft wird es Trainer geben und sich auf lange Sicht auch durchsetzen das Training und Übung zwei unterschiedliche Sachen sind.
    Im Golfsport, Schießsport usw gibt es auch Trainer und diese haben Ihren Sport auf eine andere Ebene geführt.

    Beim Schiessen mit dem Luftgewehr könnte man auch der Meinung sein das es keinen Trainer braucht. Aber wer sich mit der Materie auseinandersetzt, der erfährt das deren Training sehr Technikbetont ist.

    Aber wie schon gesagt, ein Großteil der Darter ist noch nicht so weit um das Potential zu erkennen und zu würdigen, was ein vernünftiges Training bewirken könnte,

  • Dem kann ich zustimmen.eine fähige Person an meiner Seite beim spielen/trainieren die einem auch mal sagen kann worauf man achten sollte würde ich mir ab und zu wünschen.da würde sich bei mir vielleicht der ein oder andere Fehler erst gar nicht einschleichen :S
    Zumindest mal so lange bis man sich selbst "analysieren" kann.

    "Es gibt zwei Wörter, die dir im Leben viele Türen öffnen werden: ziehen und drücken."

  • Zumindest mal so lange bis man sich selbst "analysieren" kann.

    Ein Problem der alleinigen Selbstanalyse ist auch dass man oftmals entweder zu hart oder zu soft mit sich selbst umgeht.

    Jemand mit etwas weniger Selbstvertrauen geht womöglich hart mit sich ins Gericht und das Selbstvertrauen sinkt weiter.

    Oder aber es werden andere Faktoren für Fehlleistungen vorgeschoben, ein Selbstschutz so zu sagen.

    Sich selbst zu reflektieren und alleine die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen ist nicht immer einfach.

    Auch für Motivation kann ein Coach sorgen, loben wenn es nötig ist , kick ass wenn es nötig ist.

    Wie in vielen anderen Sportarten eben auch.

  • ich finde das auch problematisch mit der selbstanalyse,weniger wegen dem selbstvertauen sondern eher denke ich das man selber manche fehler nicht erkennt!klar ist gibt ja so grundregeln........den wurf durchziehen,beinstellung usw.aber ich hätte das gerne für mich individuell angepasst!

  • ich würde mir von einem trainer wünschen das er mich auf tuniere begleitet und mir mit rat und tat zur seite steht.

    “Gott lenkt, der Mensch denkt und der Saarländer schwenkt”

  • ich würde mir von einem trainer wünschen das er mich auf tuniere begleitet und mir mit rat und tat zur seite steht.


    Oh ja , dann will ich aber ne menge geld dafür verlangen :D Ich meine wenn ich manchmal an die DBH Turniere denke mit 8er Gruppen ... Das Turnier beginnt um 11:00 (hoffentlich) und die Gruppenphase kann schonmal erst um 19-20 Uhr vorbei sein . Dann is man ja schon so ca 1 Stunde vor dem Turnier dort um sich warm zu werfen . Ich denke es wird schwer jemanden zu finden der einen ganzen sonntag opfert. Und von den Fahrtwegen mal ganz zu schweigen . Den Menschen mit soviel Optimismus will ich mal begegnen ;)

    Paul Nicholson
    Devon Petersen
    Kim Huybrechts , Mark Webster

  • Also da kann ich vlt. etwas zu sagen. Ich habe (vornehmlich im Softdart) einige Teams aufgebaut, die quasi aus dem Nichts entstanden sind, also Leute, die zuvor nie gedartet haben. Ich suche auch immer wieder junge Leute mit Potenzial für unsere bestehenden Teams, gerade aktuell integriere ich 3 Leute, die direkt aus der Jugend kommen. Zudem habe ich (übrigens u.a. dank vieler Sachspenden aus diesem Forum) ein Jugendprojekt gestartet und dort auch mit Newbies gearbeitet. Ich bin allerdings nie für den DDV und auch nur indirekt für unseren Verband (SHDV) dbzgl aktiv gewesen. Trotzdem glaube ich, dass das als Erfahrungsgrundlage mehr als ausreicht, zumal einige Spieler mittlerweile wirklich nicht die schlechtesten sind.

    Trainer halte ich für grundsätzlich sinnvoll, auch über die Jugend hinaus. Ich bin auch davon überzeugt, dass die Geschichte mit zunehmender Popularität des Sports mehr wird. In solchen Einzelkämpfersparten haben Coaches allerdings auch eine gewisse Betreuungsfunktion, es geht nicht nur um die reine Vorgabe von Trainingseinheiten. Meiner Ansicht nach kommt es hierbei vor Allem auf Folgendes an:

    1. Betreuung: Als Coach muss man manchmal auch den Lakaien machen, damit Dein Spieler sich auf seine Darts konzentrieren kann...nicht immer, aber manchmal. Spieler anmelden, Darts hinterherschleppen, am Board für das passende Umfeld sorgen, mal ein neues Getränk hinstellen(, mal eins wegnehmen). Dafür sollte man sich nicht zu schade sein. Der Fokus ist immer der Sieg bzw. das So-gut-spielen-wie-möglich.

    2. Sensibilität: Ein Coach sollte wissen, wann welcher Ton für das Erreichen des Zieles sinnvoll ist, und zwar generell und individuell für Deinen Spieler! Z.B. redet man meistens paradox zu dem, wie es tatsächlich läuft: Läuft es schlecht, pusht man und redet gut zu, läuft es gut, schützt man vor Euphorie und mahnt zur Konzentration bzw. sagt, dass es noch besser geht. Der Trainer muss ein Verständnis dafür haben, was er wann und wie macht. Das geht einher mit...

    3. Kenne Deinen Spieler: Ohne dies ist Punkt 2 unmöglich. Du musst Dich mit Deinen Leuten beschäftigen. Du musst wissen, auf was der Spieler wie reagiert und was ihn beim Darten beeinflusst. Das ist oft ein Lernprozess und klappt nicht immer auf Anhieb. Darts-Coaching ist eine sehr individuelle Sache, einen Standardweg gibt es nicht wirklich.

    4. Vertrauensbasis/Respekt: Das persönliche Miteinander ist, wie in den meisten wenn nicht allen Einzelwettkämpfen, wichtig. Das muss passen. Außerdem muss der Spieler sagen: "Ja, es tut mir gut, wenn der Typ hinter mir steht." Er muss das Vertrauen darauf haben, dass der Coach die richtigen Dinge tut, sagt und ggf vorgibt. Auch der Coach muss das Gefühl haben, seinem Spieler helfen zu können. Es gibt viele Darter, die sich auf diesen Punkt generell nicht einlassen können...die kannst Du auch kaum coachen. Leider sehen sie aber auch nicht, dass dies eben ein Manko ist, auch wenn sie schon Topleute sind.

    5. Kontinuität: Ritualsmäßige Abläufe geben Sicherheit, und man kann sich besser auf die bevorstehenden Aufgaben konzentrieren. Folglich sind sie im Bereich Darts eine gute Sache. Eine gewisse Eingespieltheit des Teams Spieler-Coach wäre da wirklich gut, schließlich soll der Coach den Spieler nicht ablenken, sondern seine Leistung bestmöglich fördern.

    Nimmt man diese Eigenschaften als Basis, lassen sich daraus eigtl alle weiteren Fragen ableiten, z.B. der kleine aber (wie ich finde) feine Fragenkatalog des Kollegen "Polar Bear".

    Für mich entstehen da jede Menge Fragen

    1. Sollte der Trainer besser sein als ich (3-Dart dingens) ?
    2. Muß er Turniererfahrung haben (wegen dem Turnierdrück) ?
    3. Was hat er an Referenzen vorzuweisen ?
    4. Kann man jemanden x-Beliebigen zum Tainer ausbilden (es soll ja das Board getroffen weden) ?

    zu 1.) Zumindest muss er nicht. Entscheidend ist, dass er die Leistung des Spielers fördert. Wichtig ist, dass der entsprechende gegenseitige Respekt da ist. Da der Coach aber ganze andere Aufgaben zu erfüllen hat, als der Spieler, muss dieser Respekt nicht zwangsläufig aus der Qualität des Dartens heraus kommen. Trainingstechnisch kann es Vorteile bringen, wenn der Coach ebenbürtig oder evtl besser ist, da man die Drucksimulation über das Spielen gegeneinander ohne Zutun von außen gut hinbekommt. Zwangsläufig nötig ist das aber nicht.

    zu 2.) Kenntnis von der Materie sind von großem Vorteil. Ein Coach, der selbst Erfahrungen gesammelt hat, kann z.B. Schlüsselszenen in einem Spiel erkennen und ggf darauf einwirken, ein Coach völlig ohne Erfahrung wird es da schwer haben.

    zu 3.) Referenzen sind natürlich schwierig, da es im Darts zumindest bei uns so gut wie keine echten Coaches gibt. Auch Referenzen wie "XY Turniere gewonnen oder einen Average von XY" sind schwierig, weil man das Erfolgsmodell des Einen beim Darten einfach nicht 1:1 auf einen Anderen übertragen kann. Interessant wäre höchstens, ob ein Coach sich in dem Millieu auskennt und evtl ob er schon Trainingsfunktionen gemeistert hat. Ansonsten ist dies auch eine sehr deutsche-typische Frage. Im Grunde genommen interessiert uns als Darter doch gar nicht, was der Coach bisher geleistet hat, sondern ob er uns in unseren Zielen weiterbringt. Hier gibt der persönliche Kontakt die wichtigsten Hinweise, nicht die Referenzen.

    zu 4.) Das kann man sicherlich nicht, zumindest nicht zu einem guten. Auf die Basis beschränkt ist Darten nichts anderes als möglichst regelmäßig immer das Gleiche zu tun. Potenziell kann das Jeder. Die Faktoren, weshalb das bei uns Allen nicht immer klappt, sind aber immens viele, bei Jedem andere und noch dazu betreffen sie meistens im eigentlichen Sinne ja gar nicht das "Handwerkszeug". Wer hier vom Grundsatz her keine Sensibilität und keine Situationsaffinität besitzt, der kann auch nie ein wirklich guter Coach sein, auch wenn er selbst einen 100er Average hat und damit Topspieler ist. Aber genau das ist, was mich sowohl beim Darten als auch beim Coachen so fasziniert: Du kannst häufig keine allgemein gültigen Algorithmen finden, obwohl gerade Darts an und für sich eine sehr logische, matheorientierte Sache ist.

    Ich gebe mal ein Beispiel: Du hast 3 Spieler, die sich alle in der gleichen Situation befinden: Sie bestreiten ein Match und werfen ein Frühstück (eine Aufnahme mit 26 Punkten). Was machst Du als Coach?

    Spieler 1 rufst Du kurz zu: "Come on da jetzt, Du kannst das!" (In der Praxis ist das eben polemisch.) Vlt. rufst Du auch noch die Mannschaftskollegen dazu, die beim Pushen helfen sollen. Der Spieler denkt sich: "Die glauben an mich, ich kann das offenbar." Man gibt ihm das fehlende Selbstbewusstsein. Nächste Aufnahme klappt, alles wunderbar.

    Spieler 2 würde Dir für sowas direkt erstmal eine in die Fresse hauen. Er ist vlt. etwas erfahrener, erkennt an seinem Wurfbild das Problem und versucht, entsprechend seinen Rhythmus zu finden. Also versuchst Du hinten den Ruhepol zu geben, bleibst entsprechend ruhig und sagst direkt mal nix! Nächster Wurf Tonne (100), alles gut.

    Spieler 3 ist vlt. der Typ, der sich vor Aufregung fast in die Hose pinkelt. Wenn Du dem nichts sagst, kriegt er nen Herzkasper, weil er denkt, er würde nun gehasst werden, da er dieses dramatisch wichtige Spiel vergeigt. Pushst Du den noch mehr, wird er zum Vibrator (im Allgemeinen lässt es sich als Vibrator schlecht darten). Also musst Du ihn irgendwie auflockern. Du machst einen auf Ironie und sagst ihm:"Jo, wieder Zweistellig, alles gut!" Du hast die Hoffnung, den Spieler damit in seiner Anspannung etwas runterzufahren. Wenn die übernächste Aufnahme dann ne 60 ist, hast Du es richtig gemacht.

    Mit anderen Worten: Du musst versuchen, individuelle Algorithmen zwischen Coach-Spieler zu finden und diese situationsbedingt umzusetzen. Das kann zum Glück nicht Jeder. ^^

  • super Beitrag , Dartliner

    Aber eins musst du noch machen!

    geschrieben vom Dartliner:

    Ich habe (vornehmlich im Softdart) einige Teams aufgebaut, die quasi aus dem Nichts entstanden sind, also Leute, die zuvor nie gedartet haben.

    Du musst jetzt den Leuten beibringen wie man mit richtigen Darts auf richtigen Boards wirft :D

    Einmal editiert, zuletzt von Polar Bear (2. September 2013 um 16:10)

  • Glaube schon, das ein Trainer einen Weiterbringen kann. Aber er sollte schon vorher mit der Sportart Darts vertraut sein. Damit meine ich, so wie einige Caller auch, Darts selber gespielt haben. Weil reine Theoretiker bringen einen nicht weiter.
    Vertrauen und Fingerspitzengefühl sind auch wichtig.

    It´s Time to play the Game

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