Die Schlüsselbewegung beim Dart

  • Jeder der bei diesem Threadtitel ein paar Gedanken zur Wurfbewegung zu lesen mag sich gleich enttäuscht abwenden. Auch wenn beim Abwurf noch genug Fehler gemacht werden können, dieser Teil des Ganzen wird nach einiger Übung eigentlich von allen besseren Hobbyspielern eigentlich ausreichend gut gut beherrscht.

    Der komplizierteste Teil der Bewegung liegt schon davor: Die Vorbereitung auf den eigentlichen Abwurf, also das Befördern des Darts vom Greifen bis zur richtigen Ausgangshaltung zum jeweiligen Ziel. Stimmt diese Ausgangshaltung wird mein Dart in mindestens 90% der Fälle auch das Ziel finden. Ich bin sogar der Überzeugung dass das Geheimnis der Spitzenspieler zu einem guten Teil im Meistern dieser Bewegung besteht.
    Auf den ersten Blick erscheint die Bewegung vom Griff bis zur Ausgangshaltung trivial, sogar blutige Anfänger finden intuitiv eine schnelle Lösung, meistens indem sie den Arm einfach vorgebeugt mti einer Schulterdrehung nach rechts oben ziehen. In der Praxis zeigt sich dann aber schnell wie schwer es ist, das konstant und entspannt durchzuhalten.

    Warum kann das so teuflisch schwer sein? Im Wesentlichen sehe ich 3 Gründe:

    • Erstens deshalb weil in Wirklichkeit sehr viele Muskeln und Gelenkachsen mit ins Spiel kommen: Schulter, Oberarm, Unterarm, Handgelenk und Finger sind mindestens im Spiel, bei den meisten Spielern kommen noch kleinere Bewegungen des Restkörpers dazu.
    • Zweitens weil sich beim 2. und 3. Dart durch den vorherigen Wurf eine Muskelspannung im Arm aufgebaut hat, die mit dieser Bewegung kollidiert.
    • Drittens weil das Zurückführen des Arms in die Wurfachse ein völlig anderes Bewegungsmuster als der eigentliche Wurf ist und sich das Muskelgedächtnis Wurf vs. Vorbereitung ständig in die Quere kommen.


    Gegen den ersten Punkt hilft (ausser evtl. Vereinfachung) eigentlich nur Übung, auch komplizierte Bewegungen lassen sich lernen.

    Gegen Punkt 2, die Muskelspannung im Arm lässt sich schon eher etwas unternehmen, nämlich im Training immer wieder darauf konzentrieren nach dem Follow Through den Arm bewusst zu entspannen.

    Tückisch ist Punkt 3. Lösungsansätze um das Problem anzugehen finden sich reichlich, von einem Innehalten mit (halb) ausgestreckten Arm, Vorwippen aller Art um die Wurfachse einzunorden bis zu extrem exotischen Lösungsansätzen wie das Dartübergabe vom Hinterkopf aus (kein Witz).

    Den effektivsten Ansatz scheinen mir die neuen Rhythmusspieler gefunden zu haben: Nach dem Greifen möglich frühzeitig (aber gleichzeitig flüssig) wieder die Wurfachse zu kommen und dann in der Vorbereitungsbewegung nur mehr in einer Achse hochzielen, also einer Art gespiegelter Wurfbewegung. Dadurch harmoniert der grösste Teil der Bewegung mit dem Muskelgedächtnis Abwurf, das erleichtert die Sache gewaltig.

    Michael van Gerwen hat diese Kunst zur absoluten Meisterschaft gebracht, er ist aber beileibe nicht der einzige. Im Prinzip gilt das sogar für Phil Taylor, da sieht das wegen seinem Unterarmwinkel etwas anders aus aber auch er ist sehr frühzeitg wieder in seiner Wurfachse (man sehe sich z.B. mal Taylors Wurf von 1997 an, in der Phase wirkte er schon fast wie ein Rhythmusspieler).

    Leider ist auch diese Bewegung nicht trivial, zumindest für Grobmotoriker wie mich stellt sich ein flüssiger und sicherer Übergang vom Greifen in die beabsichtigte Wurfachse recht schwierig dar. Aber ich stelle fest dass auch das mit etwas Geduld und Übung erlernbar ist. Sehr wirkungsvoll kann es sein bestimmte Bewegungselemente in Zeitlupe wie ein Schattenboxer einzustuderen.

    Wie auch immer die individuelle Lösung aussehen mag, ein gewisser Fokus auf eine saubere Vorbereitungsbewegung wird sicher jedem Dartspieler guttun.

  • Ich verstehe nicht, was du mit "Wurfachse" meinst. Kannst du das vielleicht aufzeichnen oder genauer erklären? Meinst du vielleicht eine (mehr oder weniger vertikal stehende) Ebene?

  • @Dos Sorry, ist wohl etwas unklar formuliert. Was ich meine ist, das ab einem besitmmten Moment der Ober- und Unterarm nur mehr nach oben bzw. rückwärts gezogen wird, ohne irgeneine Seitenkorrektur. Da Taylors Unterarm beim Wurf nicht im 90 Grad Winkel zur Horizontale steht, sieht das bei ihm anders aus, es wirkt etwas krumm. Trotzdem ist die Bewegeung in sich rund, d.h. auch er zieht einfach nur zurück ohne seitlich mehr zu korrigieren.
    Hoffe es halbwegs verständlich in Worte gefasst zu haben ...

  • Was ich meine ist, das ab einem besitmmten Moment der Ober- und Unterarm nur mehr nach oben bzw. rückwärts gezogen wird, ohne irgeneine Seitenkorrektur.

    Das bedeutet aber, dass sie sich in einer Ebene bewegen. Eine Ebene ist zweidimensional. Der Arm bewegt sich also innerhalb einer (senkrechten) Ebene, nicht auf einer Achse. Und ich stimme dir zu, dass er das tun sollte. Wenigstens der Unterarm. Bei der Übergabe des Darts von der linken zur rechten Hand bleibt einem nichts anderes übrig, als diese Ebene mit dem Wurfarm zu verlassen. Das kann es erschweren, ihn wieder in die Ebene hineinzubewegen. Außerdem kann es den Follow-Through stören, wenn man nach dem Wurf zu schnell nach dem nächsten Dart greift. Das hattest du in einem anderen Beitrag -- vor ein paar Tagen -- auch mal geschrieben, glaub ich. Um die Ebene beim Einspielen zu finden, ist es meiner Meinung nach ganz hilfreich, nach der Übergabe des Darts von linker zu rechter Hand, den Arm erst mal einfach nur auf die rechte Seite des Körpers zu bewegen, dort hängen zu lassen und ihn dann nach oben zu ziehen. Um den Arm aus dieser Position bis zum Abwurf in einer Ebene bewegen zu können, muss man im richtigen Winkel zum Board bzw. an der richtigen Position an der Abwurflinie stehen. Wie und wo genau scheint mir sehr abhängig vom Körperbau des Spielers zu sein. Übrigens auch vom Gesundheitszustand. Ein verschlissenes Schultergelenk, verkürzte Sehnen, vielleicht sogar stark ausgeprägte Muskeln, können die Bewegungsfreiheit einschränken. Etwas mehr Bewegungsfreiheit kann man dem Arm aber durch Vorbeugen des Oberkörpers verschaffen. Macht van Gerwen das nicht sogar? (Ich guck mir eher selten Dart an.)

    Ich finde, du beobachtest recht genau und kannst die Beobachtungen auch meist gut beschreiben.

  • @Dos mit der Ebene hast du völlig Recht, Taylor bewegt sich konsequent ausserhalb einer "perfekten" Ebene, innerhalb seines Wurfstils bleibt es aber konstant, er bleibt also biomechanisch genau innerhalb seiner "Ebene". Ob das jetzt der ultimative Stil ist möchte ich auch bezweifeln, trotzdem funktioniert es bei ihm beängstigend gut.
    MvG beugt sich un der Tat sehr stark vor, meine (unbestätigte) Vermutung ist, dass esi ihn bei dieser Bewegung insoweit hilft, weil im ersten Teil die natürliche Schwerkraft des Armes so eher einen Teil der Arbeit abnimmt. Aber das ist wahtrscheinlich Kaffeesatzleseriei, MvGs Vorbeugen wird wahrscheinlich irgendwann eher zu körperlichen Problemen führen, weil es doch ein wenig over the Top ist.

  • Ich glaube, mit den 90 Grad ist der Winkel vom Oberarm zum Körper gemeint, nicht zum Unterarm.

    1.D Whitlock 2.D Taylor 3.D Lewis... 7144628982 Wade (genau Zahl ändert sich je nach Weltbevölkerung :whistling: )

  • Wirf wie es für dich am bequemsten und natürlichsten ist.
    Was fastdrin beschreibt ist das Optimum. Machen geschätzte 90% der Darter nicht.

  • Wirf wie es für dich am bequemsten und natürlichsten ist.

    er [Taylor] bleibt also biomechanisch genau innerhalb seiner "Ebene"

    Offenbar gibt es die persönliche Wurfebene, in die man nach der Übergabe des Darts von linker zu rechter Hand wieder hineinfinden muss. Man könnte also Filter über die Fotos der Spieler (Beitrag #6) bzw. über Zeiltlupen der Wurfbewegungen legen, die die Ebenen so korrigieren, dass sie Ebenen im geometrischen Sinne entsprechen. Dann würde vermutlich sichtbar, dass sie umso genauer treffen, je weniger sie von ihren individuell normierten Ebenen abweichen.

    Auffällig ist übrigens, dass keiner der Spieler auf seinen Arm schaut, sondern nur auf das Ziel. Die kennen alle ihre individuellen Ebenen und wissen, wie sie sie nach der Übergabe des Darts wieder auffinden.

    Edit:

    Eine geometrisch korrekte, senkrechte Wurfebene senkt aber die Wahrscheinlichkeit einer seitlichen Abweichung des Darts im Ziel, oder? D. h., wird der Dart zu früh oder zu spät losgelassen, trifft er vielleicht nicht mehr die T20, aber immerhin noch die Single 20. Steht die Ebene schräg und wird der Dart zu früh oder zu spät losgelassen, landet er eher in der 5 oder 1.

    3 Mal editiert, zuletzt von D-O-S (27. Juni 2015 um 11:56)

  • Eine geometrisch korrekte, senkrechte Wurfebene senkt aber die Wahrscheinlichkeit einer seitlichen Abweichung des Darts im Ziel, oder?

    Ja, so ist es.

    Ich glaube die "unkorrekte" Wurfebene hat auch viel mit dem Auge zu tun da eine theoretisch perfekte Ebene relativ zur Schulter ausgeht und die Schulter immer mehr oder weniger seitlich vom Auge ist. Trotzem habe ich den Eindruck dass junge Spitzenspieler häufiger diesen Weg gehen und saubere Winkel anstreben auch wenn dann der Wurf am Auge vorbeigeht. Das ist jetzt aber ein sehr subjektiv gefühlter Trend.

  • Ich glaube, mit den 90 Grad ist der Winkel vom Oberarm zum Körper gemeint, nicht zum Unterarm.


    Ja, aber für den anderen Winkel scheint es keine "Vorgaben" zu geben. Zielen die da irgendwie ? Also wie Kimme und Korn und nehmen da irgendwie einen Punkt am Dartflight als Orientierung ? Oder das irgendein Teil der Finger auf einen immer gleich Punkt zeigen ? Mir ist das alles ein Rätsel das man immer so konstant werfen kann, auch wenn viel Training dahinter steckt

  • Zielen die da irgendwie ? Also wie Kimme und Korn und nehmen da irgendwie einen Punkt am Dartflight als Orientierung ?

    Die interessante Frage sollte man den Top Pros tatsächlich mal stellen. Ich verwette aber den Propheten meiner Grossmutter dass sie es selber nicht genau sagen können, wie sie nun eigentlich so genau zielen können. Klingt esoterisch, aber der Arm weiss dann einfach, dass er im Ziel ist.

    Von der Kimme und Korn Vorstellung solltest du dich meiner Meinung nach verabschieden, das funktioniert beim Darten nicht.

  • Schon klar, aber ich kann mir doch eine Markierung suchen. z.B. die linke Seite meines Flights, wenn das immer genau auf die z.B. T12, dann treff ich die T20 oder so ähnlich, wenn ich die T19 treffen will, ist der Punkt eben woanders. Mit den anderen Zahlen genauso. Die gehen doch nicht hin drehen ihren Arm um exakt 6 ° nach links und treffen D16 usw. Die Position des Anhaltspunkt am Dart bleibt ja eigentlich immer gleich, der Abstand zur Scheibe auch und die Zahlen verändern sich auch nicht :thumbup: Ist das zu simpel gedacht ? Das mit dem Muskel versteh ich ja noch wenn man sein Leben lang auf die T20 zielt, dann treff ich wahrscheinlich auch mal nach 3 Jahren 9 von 10 versuchen ;) Aber die sind ja teilweise auf allen Feldern perfekt.
    Wenn man sich alte Dartspiele aus den 70/80er anguckt, da gab es so eine Sicherheit noch nicht und angeblich wurde da ja auch schon trainiert ^^ Oder liegt es doch alles am besseren Equipment heutzutage ?

  • @ Marjun

    Du hast doch ein Foto von sechs Spielern gepostet. Sieht nicht so aus, als schaue irgend einer von denen auf den Dart.

    Schließ mal die Augen und berühr deine Nasenspitze mit dem Zeigefinger. Klappt auch, oder?

  • Nimm mal deinen Zeigefinger und richte ihn spontan ohne denken auf einen Gegenstand. Folge nun mal deinem Finger indem du versuchst über ihn hinweg zum Ziel zu schauen.
    Na?
    Du wirst instinktiv die richtige Richtung haben. Und anders läuft das beim Dart auch nicht. Deshalb ja der ausgestreckte Arm beim Wurf,nicht abgehackt wie manch einer. Der Rest ist Übung um zu wissen wann mit wieviel Schwung du für welches Feld los lässt.
    ES GIBT KEIN ZIELEN beim Dart...nich mit dem Flight,nich mit der Spitze, nix...

  • Das ist so nicht richtig, lieber Peter!

    Ja, es gibt Instinktdarter, wie ein Michael van Gerwen und viele Andere und ebenso viele Nachahmer.
    Das hat sich aber erst in den letzten Jahren so entwickelt.

    Hinter verschlossener Hand vermutet man den Umstand bei dieser Art des Spielens nicht überlegen zu müssen. Tatsächlich auch der einzige plausible Grund, so schnell und ohne Zielen zu spielen. ;)

    Wie auch beim Schießen hat man seinen Haltepunkt, was im Übrigen etwas mit Zielen zutun hat, es fehlen nur Kimme und Korn. :P
    Ich ziele im Übrigen zumeist über die Stellung des Flights (V-Stellung) und meinem Daumen zum Haltepunkt.

    So ist das bei mir, bei Anderen wieder unterschiedlich, aber es ist ein Zielen. :P

    Die meisten Profis machen das so, beobachte einfach nur was die Profis in ihrer Zwischenzone mit der Dartstellung, resp. Flightstellung anstellen und es wird Dir selber auffallen.

    Der Begriff *Zwischenzone*, damit gebe ich Euch mal eine Fleißaufgabe. :P

    Einmal editiert, zuletzt von Ghostman (1. Juli 2015 um 08:23)

  • Dann bin auch ich vG Jahre voraus. Ich hab immer so geworfen. Was du Zielen nennst,nenne ich anpeilen. Nur das ich beim Wurf mein Ziel schlicht fixiere um dann mit der antraininierten Wurfroutine entsprechend aushole und loslasse. Da ist nix mit gucken übern den Flight oder Spitze>Ziel.
    Kenne ich von einigen...Die gucken förmlich über die Spitze zum Board und nennen das zielen. Ich sage das machen die bloß aus besseren Gefühl heraus,weil sie so glauben zu zielen.
    Den Flugweg baut sich innerlich nur zwischen deinem Auge und dem Board ab. Der Dart ist keinerlei Hilfe zum Zielen.


    ...Was hab ich das vermisst...Meinungsverschiedenheit mit Ghostman. :vic:

  • Wie auch beim Schießen hat man seinen Haltepunkt, was im Übrigen etwas mit Zielen zutun hat, es fehlen nur Kimme und Korn.

    Bis dahin dachte ich, ich hätte verstanden, was du mit Haltepunkt meinst, nämlich die Nullstellung vor der Ausholbewegung.

    Ich ziele im Übrigen zumeist über die Stellung des Flights (V-Stellung) und meinem Daumen zum Haltepunkt.

    Aber das klingt eher so, als bezöge sich der Begriff "Haltepunkt" auf die Stellen, an denen du den Dart berührst. Das wäre dann quasi die Kimme. Und das Korn das V des Flights.

    Der Begriff *Zwischenzone*, damit gebe ich Euch mal eine Fleißaufgabe.

    Los, erklär's.

    Was du Zielen nennst,nenne ich anpeilen. Nur das ich beim Wurf mein Ziel schlicht fixiere um dann mit der antraininierten Wurfroutine entsprechend aushole und loslasse.

    Was peilt man denn normalerweise so an, Peter? Doch wohl Ziele, oder? Wenn man es genau nimmt, zielt man beim Darten tatsächlich. Schon alleine dadurch, dass man sich nicht beliebig an die Abwurflinie stellt. Im Unterschied zu Schießsportarten, beschleunigt man beim Darten das Geschoss, also den Dart, aber mit dem eigenen Körper. Man zielt ja auch mit dem Gewehr, nicht mit der Kugel.

    Vielleicht sollte man das eher mit klassischem Bogenschießen vergleichen? Da zielt man immerhin über das Geschoss, also den Pfeil, nicht über den Bogen. (Bei modernen Sportbögen mag das anders sein. Da gibt es, glaub ich, noch Hilfsmittel zum Zielen. Oder?)

    Ich finde, dass der wesentliche Unterschied zwischen dem "Zielen" beim Dart und dem beim Gewehr folgender ist: Wenn das Gewehr fixiert ist, dann reicht genaues Zielen aus, um auch zu treffen, zumindest bei Entfernungen, bei denen man Windgeschwindigkeit, Luftwiderstand, Windrichtung nicht berücksichtigen muss. Beim Darten hingegen nützt das genaueste Zielen gar nichts, wenn der Ablauf der Wurfbewegung gestört ist. Wenn der Bewegungsablauf nicht reproduzierbar ist, nützt Zielen also nichts. Bei einem Gewehr entspricht dieser Bewegungsablauf der Mechanik. Auch mit einem Gewehr trifft man nicht, wenn es die Kugeln nicht immer auf die gleiche Weise beschleunigt, weil es z. B. defekt ist.

    3 Mal editiert, zuletzt von D-O-S (1. Juli 2015 um 13:13)

  • Hast du wieder en Duden verschluckt?
    Peilen ist eine Schätzung und Zielen eine immer wieder reproduzierbare Genauigkeit.
    Da mein Arm aber naturgemäß nicht exakt den gleichen Ablauf ständig wiederholt,sehe ich kein Zielen. Ich bringe durch üben meinem Arm bei MÖGLICHST oft das angepeilte Ziel zu treffen.
    Aber die Frage zielt ja darauf ab Zielhilfen zu bekommen. Und die gibt es nunmal im Dart wie man es von anderen Schießsportarten kennt nicht. Ich erlerne das Gefühl zu wissen wann ich den Dart loslasse oder ich werfe halt daneben.
    Man nordet für sich selbst durchs Training den Arm ein.

  • Zielen eine immer wieder reproduzierbare Genauigkeit.

    Nur der Versuch. Sonst würde ja jeder, der z. B. mit einem Gewehr, das auf einem Stativ fixiert ist, auch treffen. Er trifft aber nur, wenn er gut gezielt hat. Und Peilen ist nicht unbedingt eine Schätzung. Den Mond oder die Venus kannst du z. B. mit Radiowellen anpeilen. Entweder du empfängst dann ein Echo oder du empfängst keins.

    Ich glaube, hier geht es eher um ein begriffliches Problem. Man kann zwar auch beim Darten zielen, aber halt nicht so wie beim Schießen mit einem Gewehr. Meiner Meinung nach kann man beim Darten nicht gut zielen. Und wie gesagt: Gut zu zielen, bedeutet beim Dart eh nicht, auch gut zu treffen.

    Einmal editiert, zuletzt von D-O-S (1. Juli 2015 um 16:12)

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