DSAB - versteckter Gewinn Sportförderpreisgelder ???

  • @ ulitier: Vollkommen richtig.


    @ the coach


    Ojeoje - es gibt sehr viele e.V. im E-Dart (und die meisten davon sogar gemeinnützig aus steurlichen Gründen)! Ist leider noch nicht vorgeschrieben im Dartsport/Steeldart/DDV ein e.V. zu sein - wäre aber im Zuge der Mitgliedschaft im DOSB sehr wünschenswert!


    Also wenn das als "Einnahmen" beim e.V. zu verbuchen ist dann könnte es auch steuerpflichtig werden/sein (dann ist es aber auch für alle anderen also auch die "Interessengemeinschaft anteilig der Mitglieder" als Einnahme zu betrachten!!)


    Also die Handlungsvollmachtsfrage des Captain ist für mich damit noch nicht beantwortet; was einen "Auszahlungsplan" betrifft so sind die "Sportförderpreise" regional sehr unterschiedlich und somit auch nicht allgemein verfügbar!


    Jetzt stellt sich für mich hier die Gretchenfrage: Welche Handhabe (ausser Prügel ;) oder so ) haben denn die anderen aus der "Interessengemeinschaft" Ihrem Captain gegenüber, wenn der denen nicht Ihren Anteil gibt sondern selbst alles auf den Kopp haut, wenn das nicht bei der E-Dartunternehmung rechtlich fixiert ist? Dann hätten die anderen wohl erst einmal einen Erfüllungsanspruch der E-Dartunternehmung gegenüber Ihres Anteils des "Sportfördergeldes" gegenüber?


    VG M.

    Wer zuletzt wirft hat gewonnen! (Markus Scheck)

    Was heißt/ist DSAB(?) = Deutscher SportAkrobatik Bund oder doch DartSpielerAbzockBande oder vielleicht DartSpielenAufBezahlbasis oder da wo Die Spieler Alles Bezahlen ...


  • Ich denke mal die einzig richtige Handhabe ist das Zivilrecht!Die Ligaleitung hat den Bewies das der T.C. den Scheck erhalten hat und aus der Ligaanmeldung gehen eindeutig die Vereinsmitglieder hervor.
    Problem ist nur dann gegeben wenn beim T.C. nix zu holen ist!Aber auch dann ist Haue nicht der richtige Weg.Gewalt ist keine Lösung ,auch wenn sie in so einem Fall unglaublich erleichtert.........duckuweg.gif

  • Hm also ich sehe das so: die Mehrwertsteuer wird so genannt, weil sie die Besteuerung für einen erzielten Mehrwert darstellt. Im Ergebnis hat jeder Produzent oder Lieferant bis zum Verkauf an den Endverbraucher seinen erzielten Mehrwert zu versteuern (Umsatzsteuer).
    Da es hier aber keinen Mehrwert gibt, wird die MwSt. in voller Höhe abgeführt. Einen Gewinn kann man so nicht erzielen.
    Und wir wollen ja hier wirklich nicht anfangen zu spekulieren.

    P.S. die Vereinsmitglieder haften in de Regel gesamtschuldnerisch. Ich kann mir also im Prinzip den rauspicken, der solvent ist!

  • Barnes, dann nenne mir doch bitte einen gemeinnützigen E-Dart- Verein. Ich kenne keinen. Ich kann mir das auch nicht vorstellen, denn das hieße ja, dass man die Preisgelder für gemeinnützige Zwecke ausgeben muss.
    Und das nachzuweisen ist schon nicht so ganz einfach. M.E. würde sich das auch überhaupt nicht lohnen, weil man ja auch so idR für einen Idealverein keine Steuern zu zahlen hat. Zumindest in den Presigeldregionen, in denen sich 99% der Darter bewegen!

  • Ich möchte auch darauf hinweisen, dass der eingetragene Verein stets ein Idealverein ist. Und der Unterschied vom eingetragenen zum nicht eingetragenen in erster Linie haftungsrechtlich. Der e.V. haftet mit dem Vereinsvermögen, der nicht eingetragene idR gesamtschuldnerisch auch mit dem Privatvermögen der Mitglieder.

    Aber bei dem ganzen rechtlichen Firlefanz sollte man nicht vergessen, dass sich hier Menschen mit gleichen Interessen und Zielen zusammenfinden, die diese auch gemeinsam verfolgen sollten. Wenn man schon Angst hat, dass einer mit dem Vereinsvermögen durchbrennt, fehlt da wohl etwas die Basis..

  • Barnes, dann nenne mir doch bitte einen gemeinnützigen E-Dart- Verein. Ich kenne keinen. Ich kann mir das auch nicht vorstellen, denn das hieße ja, dass man die Preisgelder für gemeinnützige Zwecke ausgeben muss.

    Wir sind ein gemeinnütziger E-Dart-e.V.!
    Und der gemeinnützige Zweck ist schlicht die Förderung des Dartsports.
    Nur als Randnotiz...

  • Also auf uns gemünzt: Ich kann Dir versichern, wir sind äußerst selbstlos^^

  • und die gewonnen Preisgelder im e.V. zu verbuchen ist auch kein Problem:
    einfach mit in die nächste Vereinsfeier mit eingeplant (Thema Geselligkeit)
    oder im Turnier wieder mit ausgeschüttet (Thema Förderung)
    oder als Vereinsrücklagen für spätere Aktionen verbucht (siehe DSAB)
    und schwubs kein Problem mehr mit eingangenen Preisgeldern ( auch nicht bei Gemeinützigkeit) :klugscheiss:

  • @ Bat attack / Streudienst


    Da gibt es z.B. noch den DC Filu e.V., ...


    Ich habe nie gesagt, dass es kein Problem ist die Preisgelder in einem e.V. zu verbuchen - aber dadurch gelten diese ja als "Einnahmen" und könnten eine steuerliche Relevanz haben (darum ging es doch?!). Und einige hier hatten ja behauptet es würde sich nicht um "Einnahmen/Einkünfte" handeln!


    Die Summe 530.000€ als "sinnvolle Rücklage" würde nur Sinn ergeben, wenn diese auch relevant genutzt würde (da jedoch alle laufenden Ausgaben schon gedeckt sind ist dies nicht schlüssig, da unnötig viel durch bspw. Steuer verloren geht!).

    Aber es ist doch euer Geld was dann hier sinnlos verdaddelt wird, wenn dies wirklich eine (nicht zweckgebundene) Rücklage darstellt! Ansonsten frage ich mich warum ihr "Mitglieder" nicht mal darauf drängt zu erfahren wofür diese "Rücklagen" gedacht sind bzw. auf deren "Ausschüttung" (zusätzliches Preisgeld etc.) pocht! Es ist doch schliesslich einzig und allein Eure Kohle!!!!


    VG M.

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  • @ nichtraucher


    Hi, wie weit bist du denn mit deinen Recherchen gekommen? Ich fand das Thema recht interessant, da regional bei der E-Dartunternehmung komplett anders agiert wird. Interessant sind ja auch Ligen/Teams bei denen der Wirt die "Sportförderpreise" bekommt (die muss er ja auch irgendwie "verbuchen"!).


    Zudem wäre es toll, wenn jemand mal den Rechenschaftsbericht (ist Pflicht in einem Verein!) der letzten Mitgliederversammlung der E-Dartunternehmung posten könnte - dort sollte man sehen wie die "Sportförderpreise" behandelt werden und wie sich die 530.000€ (Vereinsvermögen??/Überschüsse??) zusammensetzen.


    VG M.

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    Was heißt/ist DSAB(?) = Deutscher SportAkrobatik Bund oder doch DartSpielerAbzockBande oder vielleicht DartSpielenAufBezahlbasis oder da wo Die Spieler Alles Bezahlen ...

  • Hallo Barnes,

    ich habe eigentlich von meiner Seite gesagt was sich sagen sollte.

    Ich gehe mal davon aus, dass die 19 % komplett an Fiskus wandern.
    Lt. meinen Recherchen zahlen die Aufsteller gerne 19 % Mwst an den Verband.

    Leider habe ich auf meine Frage bez. den unteren 2 Szenarien immer noch keine Antwort erhalten.

    Würde mich schonmal interessieren wie es sich hier theoretisch steuerlich wäre.

    Zum obigen Szenario bitte ich noch um Stellungnahme von Argo, Coach und Maik L.

    Es könnte aber auch wie folgt ablaufen: Szenario 2:

    Die Aufsteller holen sich zum Saisonende die bezahlten Sportförderpreise mit Rechnung zurück. Dadurch hebt sich Mwst auf.
    Dann werden die Preise direkt an Teams zum Saisonende vom Aufsteller ausgeschüttet.
    Auch hier würden wie in Szenario 1 19 % "gespart".

    Oder kann hier jemand logische bzw. bestriebswirtschaftliche oder steuerliche Argumente dagegen bringen?

  • Wie sollen sich die Aufsteller die Sportförderpreise vom DSAB zurück holen? Was soll da die Anspruchsgrundlage sein? Und wie gesagt, Mwst. würde nur anfallen, wenn es sich um ein steuerbares Geschäft handeln würde (Aufsteller vermietet Automaten an DSAB z.B.). Sehe da keine großartigen Möglichkeiten und keinen Sinn. Denn: Wenn der Aufsteller dann de Gelder an die Spieler oder Teams ausschüttet, fällt keine Mwst. an. Der Aufsteller wird diese Ausgaben auch nicht steuerlich geltend machen, da es sich um keine Spende oä. handelt. Eventuell kann er diese noch als Werbekosten geltend machen, dürfte aber eine äußerst aufwendige Buchführung darstellen. Und welcher Aufsteller zahlt an welches Team? Wenn er aber den Betrag an den DSAB zahlt, kann er die Summe wahrscheinlich vollständig ohne weiteres als Werbekosten steuerlich geltend machen. Für den Aufsteller rechnet es sich also, an den DSAB zu zahlen. Für die Teams spielt es keine Rolle, von wem das Geld kommt.

    Noch was: wenn der Aufsteller keine Mwst. zahlt, bedeutet dies nicht, dass 19 % mehr im Topf wären. Der Aufsteller zahlt diese 19 % sowieso nicht. Er verrechnet sie mit der Mwst., die er anderen Unternehmen in Rechnung stellt. Hätte der Aufsteller keine anderen Mwst.-pflichtigen Einnahmen, müsste er die 19% wohl tatsächlich an das Finanzamt zahlen. Der Aufsteller, bei dem das der Fall ist, wird aber ganz schnell aus dem VfS aussteigen.

  • Wen interessiert es eigentlich ernsthaft, ob anteilig oder komplett Gelder ausgeschüttet werden?
    Fakt ist, dass die Preise feststehen und jeder mündige Bürger entscheiden kann, ob er sich dem Turnierstress stellt und entsprechend Punkte sammelt.
    Von daher schafft der DSAB klare Fakten und ist transparent.
    Vor dem Hintergrund der Komplexität des Verbandes, Vereins und seiner Mitglieder und Gruppierungen, kann ich persönlich sagen, dass aus meiner Sicht korrekt gehandelt wird.
    Abschliessend möchte ich nur sagen, dass ich weder PRO noch KONTRA gegenüber dem DSAB bin, sondern (lediglich) ein ehemaliger Spieler, der halt immer noch interessiert ist.

    score is honey, check is money !! :box:

  • Wen interessiert es eigentlich ernsthaft, ob anteilig oder komplett Gelder ausgeschüttet werden?

    Also in dem Tread geht es in erster Linie um die Abrechnung und Vorgehenswweise mit den Startgeldern der Liga. Faszinierend was hier (nicht nur bei Dir) in den Topf geworfen wird.

    Fakt ist, dass die Preise feststehen und jeder mündige Bürger entscheiden kann, ob er sich dem Turnierstress stellt und entsprechend Punkte sammelt.
    Von daher schafft der DSAB klare Fakten und ist transparent.

    Transparent?
    Ein Verband, der seine Mitglieder nicht ordentlich schriftlich einlädt wie er es lt. Satzung müsste?
    Ein Verband, der seine eigene Satzung nichtmal den Mitgliedern rausrückt?
    Ein Verband der (mit Ausnahme eines alten) keinen aktuellen Rechenschaftsbericht zur Verfügung stellt?
    Ein Verband wo das Protokoll der Mitgliederversammlung nur in der Geschäftsstelle eingesehen werden kann?

    Und das nennst Du Transparent?

    Vor dem Hintergrund der Komplexität des Verbandes, Vereins und seiner Mitglieder und Gruppierungen, kann ich persönlich sagen, dass aus meiner Sicht korrekt gehandelt wird.

    Phrase - s.oben - es gibt immer was zu verbessern - und wo ein Wille auch ein Weg (ich weiss, auch eine Phrase)

    Noch was: wenn der Aufsteller keine Mwst. zahlt, bedeutet dies nicht, dass 19 % mehr im Topf wären. Der Aufsteller zahlt diese 19 % sowieso nicht. Er verrechnet sie mit der Mwst., die er anderen Unternehmen in Rechnung stellt. Hätte der Aufsteller keine anderen Mwst.-pflichtigen Einnahmen, müsste er die 19% wohl tatsächlich an das Finanzamt zahlen. Der Aufsteller, bei dem das der Fall ist, wird aber ganz schnell aus dem VfS aussteigen.

    So langsam bist Du beim springenden Punkt. Du gibts also zu, wenn die Aufsteller direkt die Prämien bezahlen, würde man sich die 19 % und mind. 800.000 EUR an Fiskus sparen.
    Wer das spart ist doch unwichtig, aber es würde z.B. bei Einzahlung auf ein Treuhandkonto, welchses die Ligaleitung verwaltet gespart werden.
    Und die Dummen sind die letzten in der Kette, die zahlen nämlich letztendlich diese 19 %.

  • ich glaube, du verstehst was falsch. Die Mwst., die der Aufsteller an den DSAB/VfS zahlt, verrechnet er mit dem Finanzamt mit der Mwst., die er selbst einnimmt. Er zahlt sie zwar an den DSAB, zieht sie aber von der von ihm an das Finanzamt abzuführenden Mwst. ab. Unterm Strich zahlt er sie also an den DSAB und nicht an das Finanzamt. Würde er keine Mwst. an den DSAB zahlen, könnte er diesen Betrag gegenüber dem Finanzamt nicht abziehen und hätte unterm Strich mehr an das Finanzamt zu zahlen (bzw. weniger zu verrechnen). Diese Summe würde ihm also tatsächlich fehlen, wenn er die Gelder direkt an die Teams ausschütten würde.

    Es kann also keine Rede davon sein, dass man die Mwst.-Beträge ja auf ein Treuhandkonto oä. anlegen könnte. Wenn die Ausschüttung vom Aufsteller direkt an die Teams geschehen würde, würde keine Mwst. anfallen. Der Aufsteller hätte nur mehr Aufwand und es gäbe Verteilungsprobleme. Eventuell bestehen auch Probleme für den Aufsteller, diese Zahlungen steuerlich voll geltend zu machen.

    Aber nochmal: Gespart wird nach deiner Argumentation nichts! Es handelt sich nicht um Geld, das der Aufsteller am Ende des Monats mehr in der Tasche hätte.

  • Stimmt wir reden aneinander vorbei. Ich hab doch nie behauptet, dass die Mwst auf ein Treuhandkonto soll.

    MIr geht es darum, dass letztendlich die 19 % Mwst irgendjemand bezahlt -> letztendlich wenn man es genaunimmt der Darter.

    Würde das Geld direkt über die Aufsteller fließen (also ohne Umweg DSAB) würden diese 19 % gespart.

    Letztendlich sind es die Darter denen klar sein muss, dass Sie im Jahr mind 800.000 EUR zum Fenster rauswerfen.

    Ich habe fertigl.

  • Nein, nochmals: Wenn der Aufsteller keine Mwst. ausweisen kann, würde er den Teams weniger zahlen. Beispiel: Beitrag an DSAB 100 Euro + Mwst. Aufsteller sagt sich: ist ok, die Mwst. ist ein Durchlaufposten, 100 Euro sind in Ordnung, dafür kann ich meine Geräte aufstellen und die werden auch bespielt. Vielleicht kann ich die Beiträge ja sogar als Werbungskosten oder Aufwendungen geltend machen.

    Variante: Aufsteller zahlt direkt an die Teams. Wie soll ich hier verteilen? Wer spielt denn an meinen Geräten und nicht beim Konkurrenten? Kann ich die Ausgaben als Werbungskosten geltend machen? Da ich keine Mwst. zahle, kann ich jedenfalls nichts gegenrechnen. Ergo: Wenn er will, wird er 100 Euro zahlen. Wahrscheinlich aber eher nicht, da die Verteilung und Buchführung zu aufwendig ist.

    Was an deiner Aussage stimmt: Die Mehrwertsteuer zahlt meistens der Verbraucher, weil er regelmäßig der letzte in der Erwerbskette ist. So auch der Darter.

  • Der Beitrag ist zwar schon sehr alt, aber nachdem ich den Ausgangspost gelesen hatte, musste ich einfach weiter lesen.
    Nach mittlerweile 34 Jahren als Ligasekretär einer DSAB Liga muss ich sagen, interessante Beiträge mit unheimlich viel gefährlichem Halbwissen.

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