Berechnung des 3-Dart-Avarage (501)?

  • Seit der PDC hat mich Dart son bissl gepackt und habe ne alte Scheibe mal aufgehangen.
    Zum Training spiele ich diverse Trainingsspiele und auch 501, ab nun fast jeden Freitag in nem Dart-Keller.

    Da kommt mir natürlich die Frage in den Sinn, wie genau das 3-Dart-Avarage berechnet wird?

    Ich mache mal ein Beispiel eines Legs:

    1.1 Spieler 1: Wirft 180, Rest 501-180=321
    2.1 Spieler 2: Wirft auch 180 -> Rest 321
    1.2 Spieler 1: T20,T20,T18 sind 174, 321-174 ist Rest 147
    2.2 Spieler 2: T5,5,T20 -> 80, Rest also 241

    Jetzt wirds interessant und evtl. komplizierter...

    1.3 Spieler 1: Könnte auswerfen....wirft T19,T18,18 (129) und hat noch 18 Rest, da er 18 verfehlt hat.
    2.3 Spieler 2: Wirft T20, 20, 7 also 87 Punkte und hat noch 154 Rest
    1.4 Spieler 1: Hat noch die D9 zu werfen, verfehlt aber und landet auf D14 untendrunter -> Überworfen Rest 18 (geworfen 0)
    2.4 Spieler 2: T20,T18,20 (134), Rest 20, hat also Tops (D20) nicht getroffen!
    1.5 Spieler 1: Wirft neben der 9 und hat jetzt noch immer Rest 18, trifft nun D9 und ist hat das Leg gewonnen. (18 mit 2 Darts)

    Hat der Spieler 1 jetzt einen 14 Darter geworfen oder nen 12 Darter, da er in 1.4 überworfen hat?
    Ich würde mal auf 2 Fehlwürfe beim Überwerfen tippen oder?
    Wenn dies der Fall ist, hat er ja 501/14=35,79 ; Mal 3: Also ein 3-Dart-Avarage von 107,36

    Jetzt zum Spieler 2, der ja nicht ausgeworfen hat!
    Rest 10 hat er noch, also 501-20=481 schon geworfen mit 12 Darts.
    Das ist dann 481/12 = 40,08 -> 3*40,08=120,25.

    Ist das so richtig oder nicht?
    Ich möchte es nur wissen, da ich gerne auch mal Buch führen will, wenn dann schon richtig :!D .

    Danke im Vorraus, ReLaX!

    Darts: 23g
    Begonnen mit dem Darten: Anfang 2010
    Board: Winmau Pro SFB
    Scores: 3*180
    Shortleg 501: 22 Darts (05.03.2010)
    Shortleg 301 DIDO: 13 Darts (03.07.2012)
    Highest Finishes (2+3 Darts): 126 (T19, 19, Eye) | 102 (T20, 10, D16)

    2 Mal editiert, zuletzt von ReLaX (17. Januar 2010 um 18:12)

  • Jetzt zum Spieler 2, der ja nicht ausgeworfen hat!
    Rest 12 hat er noch, also 501-12=489 schon geworfen mit 12 Darts.
    Das ist dann 489/12 = 40,74 -> 3*40,74=122,25.

    Spieler 2 ist meines erachtens richtig bitte berichtigt mich wenn es nicht so ist.
    Der Average bleibt dann bestehen zum Beispiel würde es bei einen Spiel Best of 3 Legs und Spieler 1 gewinnt 2-0 mit 2 9 Dartern und Spieler 2 würde immer eine 140 werfen hätte er mit einen 140 Average verloren.

  • Es kommt mir eigentlich eher auf Spieler 1 an, werden die Darts, die man nicht werfen kann, da man überworfen hat mitgezählt oder nicht?
    Physikalisch wirft derjenige ja nur 12 Pfeile und keine 14.

    Darts: 23g
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  • zu 1.2: T20, T20, T18 =174

    zu 2.3: Shanghai 20 (T20, S20, D20)= 120 :!D :streichel:

  • Es kommt mir eigentlich eher auf Spieler 1 an, werden die Darts, die man nicht werfen kann, da man überworfen hat mitgezählt oder nicht?
    Physikalisch wirft derjenige ja nur 12 Pfeile und keine 14.

    Angenommen man hätte 12 Darts geworfen der 13 geht nicht in die D10 sondern D15 dann hat man sich überworfen.
    So der 14 aber geht rein dann hat man menschlich gesehen nur 14 gebraucht.
    Da du aber überworfen hast müsstest du dann für den Average ein 16 Darter zählen. :daumen:

  • Wenn man sich überwirft, werden immer 3 Darts für diese Aufnahme berechnet! Egal ob man mit dem ersten Dart schon überworfen hat!


    Nun zu Deinem Beispiel:

    1.1 - 180=321 Rest

    2.1 - 180=321 Rest

    1.2 - 174=147 Rest

    2.2 - 80=241 Rest

    1.3 - 129 (T20-T17-S18)=18 Rest

    2.3 - 120=121 Rest

    1.4 - Bust= 18 Rest

    2.4 - 103 (T20 - 25 - S18)=18 Rest

    1.5 D9 mit dem 2. Dart


    Ave. Spieler 1: 501/14Darts= 35,785

    Ave. Spieler 2: 501-18=483/12 Darts= 40,25

  • Habe das Beispiel oben mal aktuallisiert!

    Also ist das doch ein 14 Darter gewesen?

    Und somit würden die Berechnungen auch stimmen (Spieler 1 & 2)?

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    • Offizieller Beitrag

    Hallo, die Average Berechnung ist ganz einfach: Anzahl der geworfenen Punkte geteilt durch die Anzahl der geworfenen Darts. Wenn man sich überworfen hat werden 3 Darts für diese Aufnahme gezählt. Sowohl für den Average als auch für das Shortgame...

    Habe das Beispiel oben mal aktuallisiert!


    Erst nochmal Willkommen im Forum, ich habe dann eben mal deine Signatur aktuallisiert! Schriftgröße 36 in der Signatur macht das lesen echt anstrengend !!!

    "Leisten wir uns den Luxus, eine eigene Meinung zu haben" - Otto von Bismark


  • Okay, dann eben kleiner, danke trotzdem!

    Darts: 23g
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  • Es ist nun mal völlig egal, ob ein Spieler innerhalb einer Runde mit dem ersten oder dem letzten Dart trifft. So oder so ändert es nichts an der Anzahl von Darts, die seinem Gegner für dessen eigenes Spiel zur Verfügung stehen. Da hilft keine Diskussion, das ist so. Trotzdem wird unterschieden: 3 x 16 Darts = 48 Darts = 93,94 (gut) und 3 x 18 Darts = 54 Darts = 83,5 (schlecht). Eine Aussage über die benötigte Rundenzahl wäre vielleicht besser. (Problematisch hierbei ist, dass im Falle eines Whitewashs keine Zahl ermittelbar wäre.)

    Nun könnte man argumentieren, dass es psychologisch stärker auf den Gegner einwirkt, wenn man früh checkt, sprich, wenn man eine hohe Doppelquote pro Dart spielt.
    Dagegen könnte man sagen, dass es möglicherweise noch frustrierender ist, wenn ein Spieler jedes mal mit dem letzten zur Verfügung stehenden Dart ausmacht, also keinen möglichen Leg-Gewinn auslässt. Beispiel: 16 Darts möglich, 18 gespielt = 33 % pro Dart, aber 100 % für die Runde. 18 Darts möglich, 19 gespielt = 50 % pro Dart, aber nur 50 % für die Runde. Was ist für den Gegner unangenehmer?

    :ironie: Diese möglicherweise unterschiedliche Rezeption des Gegners zu beurteilen sollte man nicht dem Zufall überlassen: Ich will die B-Note! Ein Gremium von Experten analysiert fortlaufend die "weichen" Elemente des Spiels. Walk-on-Musik, Körpersprache, Jubel-Posen (180 und Game-Shot) und Zuschauer-Verhalten. Das wirkt auch alles irgendwie ganzheitlich auf den Gegner ein, sollte also erfasst werden.

    Spaß beiseite. Der einzige Grund, der mir für die dauernde Betonung von geschöntem 3-Dart-Average und absoluter Doppel-Prozentquote ersichtlich ist, ist ihre einfache Berechnung und Darstellung. Wenn man mit Hilfe von Zahlen etwas über ein Spiel aussagen möchte, müsste man cleverer rechnen. Nur wie? :compi: Ich habe auch keine einfache Lösung parat. Es kann ja nicht sein, dass jetzt im TV noch viel mehr Zahlen eingeblendet werden, das wäre kontraproduktiv, da es jeden Zuschauer überfordern würde. Als Kennzahl zur annähernden Beschreibung des Spielverlaufs würde ich mir jedoch etwas wünschen, dass die Gliederung des Spiels in Runden berücksichtigt.

    P.S.: Ich weiß jetzt nicht, ob es noch jemandem aufgefallen ist: Die Sache bewegt sich natürlich ganz klar im Bereich der Grundlagenforschung und interessiert niemanden außerhalb eines kleinen Kreises von Esoterikern und Klugscheißern, das ist klar. Und natürlich sagt der Average in Verbindung mit der Doppelquote annähernd das gleiche aus und bei den langen Distanzen der Profis mittelt sich viel aus. Aber trotzdem und vielleicht genau deswegen macht es Spaß mal darüber nachzudenken! 8o

  • Oh prima, Klugscheißen mit Statistik, that´s me...

    Grundlegend ist das "quantisieren" von Averages auf die Aufnahme/Runde angemessen, aber auch technisch gesehen nun nicht wirklich anders, als die analoge Form. Es ergeben sich ja schlicht einfach Average-Bänder, was aber sofort zur Frage führt, WO in dem Band sich jemand denn meistens aufhält. Insbesondere deswegen, weil z.B. zwischen dem Oberen und dem Unteren Rand eines Bandes erheblich Unterschiede liegen können, die sich erst mit höheren Dartanzahlen - und damit uninteressanteren AVS ausnivellieren:

    Darts AVE

    9.....167,00
    -----------------
    10....150,30
    11....136,64
    12....125,25 (Delta 25 )
    ---------------------------------
    13....115,62
    14....107,36
    15....100,20 (Delta 15 )
    -------------------------------
    16.....93,94
    17.....88,41
    18.....83,50 (Delta 10)
    ------------------------------
    19.....79,11
    20.....75,15
    21.....71,57 (Delta 8)
    -----------------------------

    Viel Interessanter, als die Einteilung der AVS finde ich die BASIS. Für Analysen erscheint es mir viel angemessener, AVS für die unterschiedlichen Phasen ein einem Leg zu ermitteln, anstatt das ganze Leg einfach über einen Kamm zu scheren. Zum Beispiel könnte ich mir 3 Aves vorstellen, einen für die reine Score-Phase (z.B. AV der ersten 9 Darts) dann einen für die Stellphase (z.B. 150 < X <230 Rest) und dann die eigentliche Finish-Phase. Das müßte man wahrscheinlich mal in Ruhe drüber nachdenken, was eigentlich hilfreich wäre, um Erkenntnisse bzgl. relativer Stärken und Schwächen zu ziehen.

    Der one-size-fits-all Average ist da m.E. nur bedingt hilfreich.

    (Piaf: wg. Typos)

    Einmal editiert, zuletzt von KaiPfei (21. Januar 2010 um 23:54)

  • Das Hauptproblem ist, dass heutzutage nur mit Müh und Not von den Bühnenspielen oder so mal Averages errechnet werden. Da stehen zig Spieler rum aber niemand notiert was mit - auch nicht unter befreundeten Dartspielern.

    Zum Beispiel könnte ich mir 3 Aves vorstellen, einen für die reine Score-Phase (z.B. AV der ersten 9 Darts)


    Wird in großen Turnieren ja gemacht, aber nur an den großen. Kenne es von meinem System auch, aber ist recht stressig und mach da auch nichts mehr.

    dann einen für die Stellphase (z.B. 150 < X <230 Rest)


    Hier wird das Problem schon anfangen wo die Stellphase ist, Beim Topspieler fängt Sie bei 340 an und beim Anfänger bei ca. 100

    und dann die eigentliche Finish-Phase.


    jo, das wird ja gemacht.


    Letztendlich, selbst wenn dies irgendwie gemacht werden könnte und wenn man eine Linie finden würde wäre das Motto:

    Du musst in Phase 1, Phase 2 und Phase 3 gut sein dann wirst du ein guter Dartspieler.

    Ausserdem merkt man im Leg zumindestens wo es geklemmt hat. Schlechte Scores, Stellblödheit oder Checkschwäche . . .

  • Für mich als Anfänger ist der 3-Dart-Avarage wichtig und auch in Ordnung, da er das Scorewerfen und ebenso das Auswerfen mitberücksichtigt.
    Habe mir eure ellenlangen Texte auch nicht durchgelesen, ging mir hier nur um die Berechnung.

    Darts: 23g
    Begonnen mit dem Darten: Anfang 2010
    Board: Winmau Pro SFB
    Scores: 3*180
    Shortleg 501: 22 Darts (05.03.2010)
    Shortleg 301 DIDO: 13 Darts (03.07.2012)
    Highest Finishes (2+3 Darts): 126 (T19, 19, Eye) | 102 (T20, 10, D16)

  • :s?:


    Ich dachte, das wäre offensichtlich gewesen. Delta = Spannbreite des Averagebandes aus der kleinen Tabelle =
    (10 Darts) 150,30 -125,25 (12 Darts) = 25,05 = Delta von 25 Punkten innerhalb der 4. Aufnahme/Runde.

  • :danke: Jetzt verstehe ich was du meinst.
    (Wobei dies wohl ein krasses Beispiel ist)

    Allerdings wäre dies dann ja noch zusätzlich zu deinen 3 Phasen Averages und damit noch komplizierter.

    Was erwartest Du bez. Training von dieser Delta Analyse?

    P.S.
    Also zu mir hat man ja schon gesagt, dass ich ein Statistik-Fan bin (allerdings am abklingen), aber bei Dir ist es ja noch wesentlich ausgeprägter.
    Du solltest Dich mal mit Dartos in Verbindung setzen. :duw:

  • Bin mir nicht sicher, ob bei nem Überwurf wirklich quasi 3 mal null gewertet wird.
    Ist der 3-Dart-Average nicht einfach der 1-Dart Average mal 3. In den 1-Dart Average geht das sicherlich nicht ein.

    In der Wikipedia (zB hier http://en.wikipedia.org/wiki/2010_PDC_…ionship#Last_64 ) steht immer drunter: Scores after player's names are three-dart averages (total points scored divided by darts thrown and multiplied by 3)

    Und die decken sich ja mit den Averages auf den offiziellen Seiten auch.

  • Was erwartest Du bez. Training von dieser Delta Analyse?


    NIX. Die Aufstellung hab ich nur gemacht, um zu verdeutlichen, dass Holgers Idee von einem AV auf Rundenbasis zwar grundlegend "funktioniert" aber eben nicht sinnvoll ist, weil zuviel Informationen verloren geht.

    AVEs ist ein (fast) beliebig diskutierbares Thema. Vor 20 Jahren bin ich noch "angepampt" worden, weil ich einen 3-Dart Average in meinem Programmen ausgebe, denn in Lakeside, wurde damals noch 1-Dart Avs angegeben. Mein Hinweis, das zwar kaum jemand nur 1-Dart einer Aufnahme wirft, daher die Info sowieso im Kopf immer x3 genommen werden würde, war damals "Dumm-Zeuch".

    In einem Versuch, mal mehr "analytisches Licht" in eine Dartpartie zu bekommen, lasse ich die Dartmachine 5 Averages berechnen:

    1) den Normalen-AVE über alle Würfe
    2) einen Score-AVE, in den nur Würfe eingehen, die bei einem Rest >201 gestartet sind (die Zahl ist konfigurierbar)
    3) einen Stellen + Check-AVE, für die Würfe auf Restpunktzahlen < 201
    4) einen Perfekten-AVE, der so tut, als hätte der Spieler in jedem Leg, wenn er das erste mal auf ein Finish kommt, dieses dann sofort mit der minimalen Anzahl Darts ausgemacht
    5) einen realistischen-AVE, ähnlich wie 4) nur wird da nicht die minimale, sondern eine frei vorgebbare Anzahl Darts (nach Bändern) in Ansatz gebracht

    Ist schon ganz nett, aber schafft es z.B. überhaupt gar nicht, die Dynamik innerhalb einer Partie einzufangen. Wer ist grad im kommen? Wer bricht grad ein? etc. Solche Betrachtungen verkomplizieren das ganze dann nochmal weiter. Was in diesem Zusammenhang wirklich sinnvoll ist, also ein Signal tatsächlich vom statistischen Rauschen trennen kann, ist glaube ich, noch nie richtig untersucht worden.

    Daten erheben und irgendwas zusammenrechnen kann man immer, nur was davon ist signifikant und was ist einfach nur "Brei" ? 8|

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