Schönen guten Tag,
ich habe eine Frage, worüber bei mir etwas Verwirrung herrscht. Mir ist selbstredend bewusst, dass ihr aus der Entfernung wenig genaues sagen könnt und eine präzise Analyse schlecht möglich ist, aber dennoch muss ich es euch einfach fragen. Ich habe bisher viele unterschiedliche Darts getestet und damit ebenso unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. Diese möchte ich euch jetzt näher bringen, denn ich bin mir sicher, dass ich kurz davor bin, MEINE Darts zu finden, bei denen ich weiß: Jetzt bin ich da, hier bin ich richtig, damit kann ich immer werfen. Zuerst ein kleiner Überblick über die Darts/Formen, die ich schon so geworfen habe.
James Wade Darts, 24 Gramm: Meine ersten "richtigen" Darts quasi. Ich hatte mir von denen unendlich viel erhofft, extremer Grip und der ganze bla bla, aber ganz ehrlich: Nein. Sie waren absolut gar nichts für mich. Egal in welcher Variation oder was auch immer, meist kamen sie ins Schludern, unsauber ins Board oder einfach meilenweit daneben. Irgendwie bin ich damit gar nicht klar gekommen, es hat einfach nicht sein sollen.
John Lowe, 26 Gramm: Diese Darts waren irgendwie eine kleine Offenbarung. Sie fühlten sich positiv schwer an, flogen meist sicher und gekonnt. Damit habe ich bis zu dem Zeitpunkt meiner Entwicklung wirklich sehr gute Erfahrungen gemacht. Besonders die Doubles und die T19 liefen damit wie am Schnürrchen. Doch dennoch, ich hatte stets das Gefühl: Da geht noch mehr, und es war nicht das Gefühl, was man immer und normal hat, sondern ein sehr Pfeilbeogenes, denn alles war auch nicht perfekt, manchmal zeigten sich da einfach Schwächen...
John Part, 27 Gramm: Ich versuchte es also noch einmal lang und dieses mal besonders schwer. Und, was soll ich sagen... es war echt noch schrecklicher als mit den Wade Darts. Ein einziger Grauen wie ich damit geworfen habe und damit nahm ich sogar an nem Probetag bei einem Dartverein teil... wirklich peinlich, ein Wunder, dass ich bei dem Miniturnier, was wir spielten Vorletzter wurde. Also mit den Darts ging echt gar nichts. Ich brachte die kein einziges Mal gerade aufs Board... ganz ganz schlimm. Mein Vater wurf komischerweise perfekt damit, aber nun ja, ich eben nicht.
Dennies Priestley, 17 Gramm: Abermals eine neue Erfahrung, völlig neuer Barrel eben. Und ich muss sagen: Es lief erstaunlich gut. Die Darts flogen wie eine Eins und landeten sicher und fest im Board. Ich war lange Zeit wirklich ziemlich zufrieden damit und wäre es heute sicher soweit auch noch, aber dennoch, vielleicht ob des Gewichtes und mangelnder Erfahrung, aber öfter mal verabschiedeten die sich ganz schön vom Board und ich wusste, dass es besser gehen würde...
Phil Taylor Phase 5, 26 Gramm: So, da musste ich jetzt einfach mal die Darts des Übermenschen versuchen, zumal sie den Lowe-Darts sehr ähnlich sein sollten. Was ich sagen kann: Sie flogen gut, kamen fest an usw. Aber trotzdem hatte ich ironischerweise stets das Gefühl, dass mir die Lowe viel besser taten. Das wunderte mich schon sehr. Wo kann da der große Unterschied sein? Also mit denen liefs medium, mit den Lowes deutlich besser. Interessant.
Andy Hamilton, 25 Gramm: Schöne Darts, schönes Aussehen, gute Flugeigenschaften, aber dennoch überhaupt nicht mein Fall. Kamen schlecht an und ich hatte nur Probleme damit.
Peter Manley, 21 Gramm: Nochmal eine andere, äußerst kurze Form, die eigentlich denen von Lowe und Taylor ähnlich sein sollte, aber... oh Hilfe. Die waren wirklich mehr als schrecklich. Welcher Mensch kann damit werfen? Ich fand sie schrecklich und es lief wenig.
Mervyn King, 26 Gramm: Nochmal was ganz spezielles und anderes. Und was soll ich sagen? am Anfang waren sie zwar auch viel am trudeln und gingen stets weit daneben, aber nachdem ich jetzt gezwungen war die ne ganze Weile lang zu nehmen, gehts eigentlich recht gut, aber dennoch sind die mit Sicherheit nicht das, was meine Standard-Darts werden sollen.
Anastasia, 24 Gramm: Waren glaube ich irgendwelche Silver Stars oder wie die Dinger heißen, also die etwas günstigeren mit 80 Prozent Tungsten, aber wirklich und ganz ehrlich, was längere Darts angeht, hab ich noch mit keinen anderen Pfeilen so gut geworfen, wie mit denen. Wirklich schön waren die. Hatte kurze Schäfte und gewohnt Standard Flights drauf und viel Spaß damit.
Nun, wie ihr euch sicher denken könnt, werde ich aus alledem einfach nicht schlau, mal passt die eine Form, dann eine ganz andere und dann wieder doch nicht. Man kann einfach nicht schlau daraus werden, obgleich wohl immer gilt, dass je öfter man selbst mit einer für einen weniger schönen Form wirft, desto besser und zielsicherer wird man, aber nun ja, so solls ja nicht sein. Ich bin definitiv kein blutiger Anfänger mehr, treffe, was ich will, recht gut und weiß, dass ich mit kurzen Schäften und Standardflights generell am besten fahre. Jetzt überlege ich, können mir meine Erfahrungen aus der Vergangenheit irgendwas sagen? Könnt ihr mir vielleicht helfen? Ich überlege nämlich gerade, was ich mir mal genauer ansehen sollte. Ich hatte nämlich auch mal glatte handmade Darts und die waren gar nicht so übel und ungrippig wie man meint ;). Deshalb interessiere ich mich im Moment stark für diese Darts: Simon Whitlock, Dave Chisnall, Terry Jenkins und Ted Hankey. Könnt ihr dazu vllt irgendwas sagen?
Es wäre wirklich nett und hilfreich, wenn ihr irgendwie auf das alles eingehen könntet und mir ein paar schöne Antworten gebt. Das einfach ausprobieren das beste ist, ist mir klar, aber wie ihr sieht, tat ich das ja schon ausgiebig, daher könnt ihr denke ich auch bei so einer gestellten Frage etwas dazu sagen. Vielen Dank! ![]()