• Ich war heute Abend im Restaurant. Nachdem ich die Speisekarte gründlich untersucht hatte, fiel mir diese, an Rassismus nicht zu überbietende, Mahlzeit auf: Schnitzel Zigeuner Art. Ich bin aufgestanden und habe irgendwelche Straßenpunks zusammengerufen, welche diese Rassistenbude anschließend auseinandergenommen haben. X(

    Live as if you were to die tomorrow. Learn as if you were to live forever.

  • Ich war heute Abend im Restaurant. Nachdem ich die Speisekarte gründlich untersucht hatte, fiel mir diese, an Rassismus nicht zu überbietende, Mahlzeit auf: Schnitzel Zigeuner Art. Ich bin aufgestanden und habe irgendwelche Straßenpunks zusammengerufen, welche diese Rassistenbude anschließend auseinandergenommen haben. X(

    Ja hört sich angemessen an, bin stolz auf dich :daumen:

    Meine Top 5 1. Simon Whitlock 2. Ryan Searle 3. Callan Rydz 4. Alan Tabern 5. John Henderson :daumen:

  • Ich war heute Abend im Restaurant. Nachdem ich die Speisekarte gründlich untersucht hatte, fiel mir diese, an Rassismus nicht zu überbietende, Mahlzeit auf: Schnitzel Zigeuner Art. Ich bin aufgestanden und habe irgendwelche Straßenpunks zusammengerufen, welche diese Rassistenbude anschließend auseinandergenommen haben. X(

    was????? etwa mit autonomen steinewerfer???? hat sich mal jemand gedanken gemacht wie die steine sich dabei fühlen :!D

  • OK.... mein letzter Post dazu.

    Der Weg der Erkenntnis ist oft mühsam. Aber ich bin mir sicher, wenn es erst mal Klick gemacht hat, dass dann anders mit Worten umgegangen wird.

    Roma, Sinti oder die Zigani sind seit jeher schlecht gemacht worden. Man hat die Kinder rein und auch die Wäsche von der Leine ins Haus geholt, wenn es hieß, die Zigeuer kommen.
    Als fahrende Musiker, Handwerker und Händler haben Sie ihren Lebensunterhalt verdient. Doch wenn die Party vorbei, der Handel gemacht war zogen sie weiter, müssten weiterziehen.

    So ging das Zigeunerleben. Klar, dass man in Zeiten ohne legales Einkommen was zu futtern und zu trinken braucht. Anschreiben ging nicht, wer gibt einem fahrenden Volk schon auf Pump Lebensmittel oder Kleider. Also "dealt" man sich so durchs Leben.

    So ein Zigeunerleben war und ist nicht für jeden erstrebenswert. Bei den Nazis waren Sie dann gar nichts wert. Lebensunwerte Zigeuner. Weg damit. Vergasen.

    Der Begriff Zigeuner steht also bis heute für Ausgrenzung bzw. ihr gehört nicht dazu. Ein Wort nur und alles ist gesagt!

    Sogar heute noch. Wer sich jetzt als Roma, Sinti oder Zigan eine Wohnung nehmen will, kriegt fast nie eine: an Zigeuner vermietet man nicht. Also fahren Sie heute noch über Land mit dicken, starken, zugkräftigen Autos und großen Wohnwagen.
    Es dauert bis dieser Kreis durchbrochen werden kann - und er wird nicht durchbrochen, wenn man jemandem zugröhlt er sei ein Zigeuner. So werden lang überlieferte Vorurteile in den Hinterköpfen nur weiter gefestigt.

    Kleider machen Leute - heisst es. Doch das (Zigeuner-) Kleid kriegen die einfach nicht ausgezogen.

    Und wie im ersten Post erwähnt - die Roma und Sinti wollen selbst nicht mehr Zigeuner genannt werden. Alle halten sich daran sogar die Bild-Zeitung ..... nur die Darter nicht?

    2 Mal editiert, zuletzt von Lord Of Legs (21. Mai 2013 um 10:26)

  • Oh Mann muss man Probleme haben wenn man so eine Grundsatzdiskussion anfacht. :wand:
    So Sprüche nimmt doch außer Dir hier keiner Ernst oder? :blink:

    Ich kann Dich so ignorieren das Du an Deiner eigenen Existenz zweifelst.

  • Ich finde das völlig richtig, dass das auch hier thematisiert wird. Elmar mag es egal sein, aber heute ist er es, dem es egal ist, morgen ein anderer, dem es dann nicht mehr egal ist. Wie Lord of Legs schon schrieb, durch verharmlosende, vielleicht sogar gedankenlose Benutzung von Begriffen wie diesem werden lang überlieferte Vorurteile in den Hinterköpfen nur weiter gefestigt.

    Wo ist denn die Grenze, was ist erlaubt, was nicht.
    Der allzu gedankenlose Umgang mit potentiell rassistischen Begrifflichkeiten schafft auch den Nährboden für eben diesen diesen. Heute Sprüche, morgen Parolen, übermorgen? Man muss sicher nicht jedes Wort auf eine Goldwaage legen, aber auf eindeutige Begriffe sollte man auch dann verzichten, wenn der Empfänger in diesem einen Fall evtl. über den Dingen steht.

    Und so richtig schlüssig hat noch niemand erklären können, was denn der Sinn dahinter ist...

  • Lächerlich ist, das als lächerlich abzutun!

    Eine Diskussion darüber ist durchaus angebracht!

    Es kann ja jeder seine Meinung haben, aber mal über Alltagsrassismus nachdenken kann ebenso jeder.
    Leider sind viele Alltagsrassismen über Jahre antrainiert und dadurch verharmlost worden.

    Mit einem "ist doch lustig gemeint" ist es dabei leider nicht getan, auch wenn ich den Gedankengang durchaus nachvollziehen kann und dabei erstmal niemandem Rassismus unterstelle.

  • Es kann ja jeder seine Meinung haben, aber mal über Alltagsrassismus nachdenken kann ebenso jeder.
    Leider sind viele Alltagsrassismen über Jahre antrainiert und dadurch verharmlost worden.


    Kannst du diesen "Alltagsrassismus" mal näher ausführen? Vielleicht anhand ein paar Beispielen?

    "Du sollst nicht werfen Dein Sportgerät im Zorne"

  • Habe mir mal erlaubt, Lieder wie Zigeunerjunge bzw Lustig ist das Zigeunerleben nicht nur anzuhören, sondern auch die dazu geschriebenen Kommentare zu lesen.Und ich muss feststellen, daß ausnahmslos in allen Kommentaren eine Art von Fröhlichkeit bis zur Begeisterung zu lesen sind.
    Ebenso geht es mir, keine Spur von abfälliger Beurteilung.Ein Wanderleben, zum Erheitern anderer Menschen durch Vorführen div. Kunststücke, zum Handel treiben um sich etwas zu verdienen, dem kann man durchaus vieles schönes abgewinnen.In der Jugendschar haben wir immer gerne an einem Lagerfeuer gesessen, gesungen und getanzt.Fröhliches beisammen sein von Gleichgesinnten.Auch heute sitzt man noch gerne an Lagerfeuern zusammen isst,trinkt, singt und ist fröhlich.
    Kirmesbetreiber, Circusbesitzer, alles Leute welche von Stadt zu Stadt reisen um anderen Menschen Freude zu bereiten.......alles Zigeuner ??????
    Nein, hinter dem Begriff Zigeuner, so wie ich ihn kenne, steht nur ganz ganz selten etwas schlechtes.
    Wenn ich hier dann lese, was eine bestimmte Völkergruppe mitgemacht hat und wie es zu diesem Wanderleben geführt hat, ok, dann gibt es tatsächlich Dinge die man überdenken kann.Andererseits hat doch jedes Volk seine Last zu schleppen.
    Ich denke es kommt immer darauf an, in welchem Ton man so etwas rüber bringt.Ein und das selbe Wort kann oft viel mehr bedeuten als der eine oder andere es versteht.

  • Rassismus, wahrlich eine nicht zu akzeptierende Einstellung, aber alles was mit Bezeichnungen von Ausländern zutun hat, gleich als Rassisimus zu betreiben, grenzt schon an Verfolgungswahn.

    Sorry, ich bin nicht bereit weiterhin für die Verfehlungen des 2. Weltkrieges und das Verhalten einzelner Individuen verantwortlich gemacht zu werden.
    Ich habe weder den Krieg mitgemacht noch habe ich für den Aufbau der Trümmer gesorgt, geschweige denn, dass ich Jemanden ins Grab gebracht habe.

    Recht habt Ihr, es sind alles nur Menschen, aber jedes Volk hat seine Bezeichnung.
    Rassistisch?

    Bei den Ammis sind wir die Krautfresser!
    Könnte ich genauso als rassistisch ansehen, mir aber völlig egal, ich finde es sogar lustig.

    Italiener sind gerne mal die Spaghettifresser, Engländer die Inselaffen, Ostdeutsche gar die Ossis (Rassismus am eigenen Volke) was auch immer es noch für Bezeichnungen von Völkern gibt.

    Den Zigeuner gibt es seit vielen Jahrhunderten und die Bezeichnung wohl auch nicht ohne Grund.
    Wenn man sich mal den Wikipedia-Artikel annimmt, bekommt man prompt die Erklärung dafür geliefert.

    Zudem wird Zigeuner oft als Kosename für Kinder verwendet, was sicherlich kaum einen rassistischen Hintergrund haben dürfte.

    Was sollen wir jetzt machen?
    Alle scherzhaft gemeinten Kosenamen verbannen?

    Wenn man schon die Zeit zum Diskutieren aufbringen möchte, dann doch bitte um Themen, die nicht von eigentlichen Problemen der Gesellschaft ablenken und wirkliche Probleme ansprechen.

    Man, diese 5 Minuten Tipparbeit hätte ich wieder am Oche verbringen können. Wie die Zeit für Unsinn doch vergehen kann. :)

  • durch verharmlosende, vielleicht sogar gedankenlose Benutzung von Begriffen


    Wer jetzt nicht begreift das es sich hier nicht um Rassismus handelt, der sollte sich Gedaqnken machen wie er auf solch einen kommt.
    Ich finde es schlimmer das sich Fußballanhänger beim Dart Prügeln, als das unsinnige Lieder gesungen werden.

    Eisi

    Man lernt nie aus oder kriegt immer wieder einen mit :daumen: Und der Horizont ist Weit :lol:

  • Sorry, ich bin nicht bereit weiterhin für die Verfehlungen des 2. Weltkrieges

    ... aber ich. Ich lag damals vor Stalingrad ... und habe nix gegen den Wahnsinn untenommen :rolleyes:

  • NOCHMAL zum LESEN und VERSTEHEN:
    Zigeuner - dieser Name hat sich im Lauf des 15. Jahrhunderts im deutschen Sprachraum weitgehend durchgesetzt und ist seit den Reichstagsbeschlüssen von 1498, in denen die „Zigeuner“ als Spione der Türken verurteilt und für vogelfrei erklärt wurden, zu einer lebensbedrohlichen Kennzeichnung geworden.

    Danach, von etwa 1520 bis 1782, wurden die damaligen „Zigeuner“ überwiegend nicht mehr als ein „fremdes Volk“, sondern als ein aus Deutschland und den Nachbarländern „zusammengerottetes diebisches Gesindel“ angesehen, bis schließlich an der Verwandtschaft ihrer Sprache, des Romanes, ihre Herkunft aus Nordindien nachgewiesen wurde. Im 17. Jahrhundert kamen auch die vulgären Etymologien auf, „Zigeuner“ bedeute „Zig oder ziehe einher“ oder „Zieh-Gauner“, die nicht zutreffen, da da dieses Wort auf griechisch „Athinganoi“ zurückgeht, die aber bis heute im Umlauf sind.

    In den Medien: in Literatur, Malerei, Operetten oder Musicals, Spiel- und Dokumentarfilmen und Illustriertenreportagen werden sie jedoch nach wie vor als „Zigeuner“ oder Fahrende vorgeführt und allein schon dadurch diskriminiert.

    Denn „Zigeuner“ wird eindeutig als Schimpfwort benutzt. Dies zeigt sich besonders deutlich an den ‚schmückenden’ Beiwörtern, den Wortzusammensetzungen und den Synonymen, die für „Zigeuner“ in der wissenschaftlichen und der schönen Literatur verwendet wurden und dann als ‚gesichertes Wissen’ in viele Lexika eingingen. Die Angehörigen der Ethnie werden als „faule“, „dreckige“ oder „diebische Zigeuner“ bezeichnet. Eine alte Frau ist eine „Zigeunerhexe“, eine Familie ein „Zigeunerclan“, und eine Gruppe ist eine „Zigeunerbande“, ein „Zigeunergesindel“ oder ein „Zigeunerpack“. Als „Synonyme werden „Tagedieb“, „Gauner“ und „Drecksack“ angegeben (Pfälzisches Wörterbuch).
    Das alles schwingt mit wenn Elmar Paulke als Zigeuner besungen wird. In Euren Köpfen schwingt das vielleicht nicht mit, weil Ihr das "Zigeunerleben" als lustig anseht - aber in den Köpfen von Roma und Sinti schwingen die Beschreibungen mit, immer und ständig und das schon seit Jahrhunderten.

    Um den „Antiziganismus" zu überwinden, wäre es ein Zeichen des Respekts, dieses Wort nicht zu nutzen.
    Hier noch zwei Hinweise:
    http://www.sintiundroma.de/
    http://www.zigeuner.de/01_zigeuner-geschichte.htm
    http://www.sinti-roma-bayern.de/Warum-die-Sint…nd_index100.htm
    Dann noch einige Bemerkungen für Ghostman:
    Es geht im 2. Weltkrieg nicht um eine Verfehlung sondern um das SCHLIMMSTE was jemals passiert ist - nämlich die industrielle Tötung von Juden, Sinti und Roma, Schwulen, polit. Andersdenkenden etc.. Die wurden in KZs wie in einer Fabrik umgebracht. Das darf nicht in Vergessenheit geraten und gerade wir Deutschen sollten alles dafür tun, das es sich nicht, egal wo, wiederholt. Das ist unsere Verantwortung!!! Auch Deine "GHOSTMAN" - denn Du bist ein Deutscher!!!

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