Ich glaube nicht, dass die vor Ort auf Sport1 warten. Rechne mit dem Finale gegen 22:20 Uhr und Sport1 wird im TV ab 22:45 Uhr den Abend noch mal aufrollen.
Beiträge von Kevin Barth
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Ob ich jetzt ein Interview mit Clemens oder Schindler geführt habe oder nicht, ist nicht der Punkt. Ich sehe es so: Profidartspieler wollen von ihrem Sport leben und sind froh über die Möglichkeiten, die ihnen die PDC bietet. Sie haben es auch gerne, wenn über sie großflächig im TV und in anderen Medien berichtet wird, denn dadurch bekommen sie aufmerksamkeit, es kommen Anfragen von Sponsoren und so weiter. Dass zu so einem Profi-Privileg auch Dinge gehören, die nicht immer angenehm sind, ist dann wiederum einigen Spielern ein Dorn im Auge. Ich empfinde das als Doppelmoral und nicht gerade weitsichtig. Und dadurch, dass von der PDC auch keine Verpflichtung für Interviews bei Niederlagen besteht, kann so eine Haltung natürlich noch wachsen.
Der Dartsport ist immer noch eine Randerscheinung, die in den meisten Medien nur bei WM oder EM funktioniert. Da wäre es umso wichtiger, dass sich die Beteiligten offen für Medientermine zeigen, weil sie damit auch nachhaltig etwas für den Sport und damit auch wieder für sich selbst tun können. Dass die Arbeit mit Medien ein Geben und Nehmen ist, hat bei weitem noch nicht jeder Dartprofi verstanden. So waren bei der vergangenen WM zum Beispiel mehrere Journalisten extra angereist, um über die noch verbliebenen vier Deutschen in der dritten Runde zu berichten. Zwei Spieler haben sich nach ihren Niederlagen diesen Medienvertretern in einer eigenen Pressekonferenz gestellt, das waren Martin Schindler und Ricardo Pietreczko. Zwei haben lediglich ein Sport1-Interview gegeben und nicht mit den übrigen Journalisten gesprochen, das waren Gabriel Clemens und Florian Hempel. Hier wurde also von diesen beiden Spielern ein unterschied zwischen den verschiedenen Medienvertretern gemacht: beim übertragenden Live-TV kann ich es mir nicht leisten, das Interview zu verweigern, aber bei den anderen Journalisten ist es mir egal. Dass diese Journalisten das dann entweder in ihrer Berichterstattung, oder gegenüber ihrer Redaktion erwähnen, ist nur logisch. Am Ende kann das dazu führen, dass gewisse Medienunternehmen zukünftig weniger berichten oder eben keine Journalisten mehr vor Ort platzieren.Ja, ich finde diesen Umgang einiger Spieler auch bezogen auf die eigene Berichterstattung schade. Aber ob jetzt unsere Webseite ein Interview mehr oder weniger hat, ist nicht ganz so relevant, weil wir ja ohnehin permanent berichten.
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Sie hätten gedurft, sie haben das auch im letzten Jahr bei der EDC getan. Wir haben vor oder während jedem deutschen Spiel unser Interesse für ein Interview hinterlegt, auch im Falle einer Niederlage. Bei den Niederlagen von Martin und Gaga wurde auch jeweils für uns nachgefragt. Gaga war fünf Minuten nach dem Spiel bereits weg und Martin hat abgelehnt (aufgrund gesundheitlicher Probleme irgendwie nachvollziehbar). Dass die Spieler mit Nachdruck darauf hingewiesen werden, dass Interviews trotz Niederlage sinnvoll sein könnten, habe ich in letzter Zeit nicht erlebt. In der Mail mit den Vorab-Infos für Pressevertreter heißt es im Übrigen: "wir können nicht garantieren, dass Spieler nach einer Niederlage für eine Pressekonferenz zur Verfügung stehen." Am Finaltag der EDC war nur noch ein Interview mit dem Turniersieger gestattet, die Sieger der Viertelfinals stehen da nicht zur Verfügung.
Auf der European Tour haben wir uns schon länger nicht mehr akkreditiert, auch weil dort irgendwann grundsätzlich die Verlierer nicht mehr zu Interviews kamen. Herr van Gerwen hat mich vor ein paar Jahren auch mal als Titelträger einfach stehen lassen. Wenn man den ganzen Sonntag vor Ort ist, um auf ein Siegerinterview zu warten, ist das ziemlich frustrierend.
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Die PDC soll den Dartsport voranbringen (habe ich hier irgendwo gelesen): ich habe selten so gelacht. Wie hier auch schon geschrieben wurde: das ist ein Unternehmen und nicht die Wohlfahrt oder ein Sportverband. Wenn diejenigen außerhalb der top 32 so unzufrieden sind, könnten sie ja mal gemeinsam einen Streik organisieren, wenn sie wirklich etwas verändern wollten, das ist aber auch noch nie passiert. Die PDC kann es sich sogar als meines wissens einziger Profisport erlauben, dass Verlierer von Spielen bei großen Turnieren keine Interviews geben müssen. Gerade wenn es sich um Spieler dreht, die vor heimischem Publikum spielen und dadurch auch ein entsprechendes Medieninteresse hervorrufen, ist das absurd und eigentlich auch nicht im Sinne einer größeren Vermarktung des Sports. Aber dennoch macht es die PDC so und hat dadurch keinen sichtbaren Schaden genommen.
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Ich glaube auch nicht an eine baldige Erhöhung der Tourkrten. Auch hier kann man nämlich wieder das Argument anführen, dass ja noch nicht mal die aktuellen 128 alle davon leben können. Und ich sehe durchaus die Möglichkeit, dass 96 Tourcardholder für eine zukünftige WM mit 128 Teilnehmenden startberechtigt sind. Gerade bei diesem Turnier gibt es so viele Gelegenheitszuschauer und von denen hinterfragt niemand, warum Spieler X jetzt dabei ist.
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Hedi Die PDC möchte mehr Karten verkaufen, mehr Geld verdienen und eine Vergrößerung der WM wird mindestens vier weitere Tage vor Weihnachten, oder eine Verlängerung in den Januar hinein bedeuten (letzteres eher unwahrscheinlich). Das bedeutet aber auch ein Spiel mehr für alle, also möglicherweise auch kürzere Pausen. Wenn der Titelverteidiger zum Beispiel am 11. Dezember erstmals spielt, wäre ein Zweitrundenspiel am 20. Dezember möglich (vorausgesetzt man schließt die erste Runde zunächst komplett ab). Wenn die zweite Runde komplett vor Weihnachten durchgezogen wird, was bei vier Spielen pro Session möglich wäre, hätte der Titelverteidiger auch zwischen zweitem und drittem Spiel nur sieben Tage Pause und nicht mehr zwölf wie in der aktuellen Situation.
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Gibt halt zwei Faktoren in dieser Rechnung: Der eine ist, dass die PDC gerne ihre besten schützt (siehe neue European Tour). Dafür würde sprechen, dass die top 32 erst in Runde Drei einsteigen. Aber die Tatsache, dass man auch an den ersten Tagen die Halle vollbekommen muss, spielt sicher auch mit rein. Wenn alle in der ersten Runde einsteigen, könnte natürlich der Titelverteidiger am ersten Abend spielen. Andererseits kann man auch die Frage stellen, wie egal es dem Partypublikum vor Ort ist, wer da tatsächlich spielt.
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Es spricht doch laut einigen Interview-Aussagen vieles dafür, dass man in der West Hall des Ally Pally bleibt. Mit 128 WM-Teilnehmern könnte man (egal ob mit allen von Anfang an oder einem Einstieg der Spieler nach und nach) 32 Spiele mehr haben. Das wären acht Sessions, also über 25.000 mehr verkaufte Tickets auch ohne Hallenwechsel. Außerdem mindestens vier Turniertage mehr und damit auch teurere TV-Rechte.
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Ich zieh mir den Schuh mit Max gerne an, da ich regelmäßig (auch in Podcasts) kritisiere, dass er seine Prioritäten falsch setzt. 24 Challenge-Tour-Turniere bedeuten gerade mal 6 Wochenenden kompetitiven Dartsport im Jahr. Dann rechnen wir mal noch die Q-School, die Super League, ein paar ET Qualifier und seinen Auftritt auf der Bühne in Hildesheim dazu, macht für mich insgesamt etwa 40 Tage. Mehr als 300 Tage im Jahr gibt es also keinen Wettkampf, sondern Exhibitions im Robinson Club, oder sonst wo und natürlich Auftritte als Co-Kommentator oder Botschafter für Dartschuhe oder ähnliches. Max kann das so machen, wie er will, er wählt halt einen Weg des recht geringen Wiederstandes, des sicheren Einkommens und möchte keinen "richtigen" Job machen. Wenn ich sehe, wie sich andere Spieler aus Deutschland den Allerwertesten aufreißen (Gotthardt, Rötzsch, teilweise auch Eidams), die Next Gen mitspielen, auch an kleineren Turnieren teilnehmen, die keinem Verband zuzuordnen sind, finde ich das deutlich anerkennenswerter. Oder Jelle Klaasen: wie der nach dem Verlust der Tourcard bei allen möglichen WDF-Turnieren aufgetaucht ist und damit gezeigt hat, dass er wirklich alles tut, um wieder nach oben zu kommen. Rusty-Jake Rodriguez hat nach dem Verlust der Karte bewusst eine alles andere als bequeme Arbeit angetreten, um einfach mal was anderes zu machen und vom Trott der Tour runterzukommen. Auch davor habe ich Respekt, weil er sich nicht an Dinge klammert, die mal waren. Max lebt von der guten Zeit, die er zwischen 2012 und 2020 hatte und das mit gerade mal 28 Jahren. Deshalb gönne ich einem anderen engagierteren Spieler und damit fast allen Teilnehmern der aktuellen Super League den WM-Startplatz deutlich mehr.
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Zum Thema welcher Deutscher in einem Jahr das meiste Ranglisten-Preisgeld eingespielt hat: das müsste Gabriel Clemens 2023 mit 213.750 Pfund sein. Ist also ziemlich realistisch, dass Martin da dieses Jahr drüber kommt.
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Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Max einfach nur eine Exhibition in Klötental oder an einem sonst wie abgelegenen Ort spielt. Aber die Chance auf ein "echtes" PDC-Turnier würde er sich wohl auch nicht entgehen lassen.
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Zum Cut für die WM: den hat erst heute ein aus meiner Sicht vertrauenswürdiger User auf X zwischen 27.000 und 29.000 Pfund eingeschätzt. Demnach braucht es für Flo schon noch den ein oder anderen Sieg, aber aktuell stimmt auf jeden Fall die Tendenz.
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Vielleicht wurde Wolters auch gefragt und konnte/wollte nicht? Kann ich mir aber eher nicht vorstellen, weil ja ansonsten der Nachrück-Komplex recht schlüssig ist. Dass hier aber einer der Tourcard-Holder derart im Vergleich zu den anderen benachteiligt wird, hätte ich selbst von der PDC Europe nie erwartet.
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Die Mitteilung von Hylo macht in sich schon sehr viel Sinn: Sie sprechen von 150 Spielen auf fünf Boards in der Vorrunde. Auf diese Zahl kommt man bei fünf Sechser-Gruppen, wenn dort in Hin- und Rückrunde gespielt wird. Dafür wird es erfahrungsgemäß bereits zwei der vier anberaumten Tage (5. bis 8. November) brauchen. Und da man die Entscheidungsspiele ja im Idealfall auch zu einer vernünftigen Sendezeit und einigermaßen kompakt halten wollen wird, spricht dann viel für Achtelfinals am dritten Tag und alles ab Viertelfinale für Tag Vier. Dann wird eine zweite Gruppenphase sehr unwahrscheinlich. Diese wurde ja auch erst im letzten Jahr abgeschafft, weil es sich für diejenigen, die keine Dart-Nerds sind, wohl doch ganz schön ziehen kann.
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Ich kann zumindest folgendes sagen: es gab vor ein paar Monaten ein Interview von Philip Brzezinski mit Greek Darts News, in dem er von 30 Startern in der Super League gesprochen hat. Darauf wurde gestern auf X aufmerksam gemacht.
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Aktuell spricht laut meinen Infos viel dafür, dass die Super League nicht wie ursprünglich angekündigt mit 32 Spielern, sondern nur mit 30 Spielern stattfinden soll. Was für ein chaotischer Haufen diese PDC Europe doch ist, wenn das stimmen sollte. Was bitteschön soll denn dann in der Vorrunde für ein Modus gespielt werden? Am realistischsten wären sechs Gruppen mit je fünf Spielern, wobei die besten zwei jeder Gruppe und die besten vier Drittplatzierten ins Achtelfinale kommen. Absurd aus meiner Sicht.
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Der Kalender samt Spielorten erscheint bei der PDC (pdc.tv) auf englisch. auf dartn.de wird es zeitnah dann auch eine News auf deutsch dazu geben. Der Ticket-Link sollte dann folgender sein: https://pdc-europe.tv/tickets/
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Und über den Wechselkurs hätte man sich nicht vorher informieren können? Früher wären 337 Pfund sogar über 500 € gewesen.
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Ich empfinde es zumindest nicht als unrealistisch, dass man Bellmont als Aushängeschild der Schweiz eine Wildcard gibt. Laut meinen Infos sieht es inzwischen sehr danach aus, dass wirklich 14 Plätze über die Next Gen weggehen, dazu 15 über die Liga und Springer als ziemlich sicheren WM-Qualifikanten wegrechnen. Bleiben drei Wildcards, wovon eine an Wolters gehen sollte. Dann könnte die zweite an Bellmont gehen und die dritte...?
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Soweit ich informiert bin, stet nun für mvG direkt ein weiterer operativer Eingriff an den Zähnen an. Mal sehen, ob das zukünftig etwas an den grundsätzlichen Verhältnissen ändert, so richtig dran glauben tue ich nicht.