Beiträge von Bodo Wermke

    Hallo Eisi,

    hast Du shcon mal ein DDV-RLT selbst ausgerichtet?

    Wir haben in Gelsenkirchen 2 Jahre [2004 + 2005] hintereinander jeweils ein DDV-RLT von unserem Verein ohne irgendwelche Sponsoren ausgerichtet. Warum wir es nicht weiter gemacht haben? Also an der Beteiligung lag es mit Sicherheit nicht, der Kostenfaktor wurde uns zu unsicher. Wir haben nicht in eienr Turnhalle sondern in einer denkmalgeschützen Veranstaltungshalle das Turnier ausgerichtet. Wenn dann die Betreibergesellschaft wechselt, die Miete 100% steigt, man Probleme hat ausreichend zuverlässige Helfer zu finden (unser Verein hatte damals ~20Mitglieder), plötzliche zusätzliche mit Kosten verbundene Auflagen zu erfüllen sind, wir beide Turniere lediglich ohne Verlust beendeten, dann überlegt man es sich, ob man weiter als Ausrichter zur Verfügung steht. Unsere Entscheidung war damals, dass wir uns nicht weiter um die Ausrichtung eines DDV-RLT bewerben.

    Vielleicht solltest Du mal selbst Dich um die Ausrichtung eines DDV-RLT bewerben, der Termin für die Saison 2011/2012 der Marler ist ja noch vakant, dann können wir uns gerne danach darüber weiter unterhalten.

    Gruß

    Bodo

    Hallo zusammen,

    mal zum Thema Kaderbildung. Der DDV hat den LVs doch schon letztes Jahr vorgegeben, dass unter den Bundeskadern in den LVs eigene Kader zu bilden sind.

    Wenn man sich z.B. die Richtlinien zur Förderung im Leistungssport des LSB NRW ansieht, findet man sehr schnell, dass z.B. Kadermitglieder (egal ob im Senioren- oder Jugendbereich) persönliche Förderung erhalten. Ihnen werden Fahrtkosten, Übernachtungskosten und Tagegeld gezahlt, wenn sie an nationalen Vergleichskämpfen und Kadertreffen teilnehmen. Hier liegt es nun in der Pflicht des jeweiligen LV mit dem zuständigen LSB abzuklären, welche Vorraussetzungen erfüllt werden müssen, damit die Spieler/innen hier abrechnen können. Solche Abrechnungen erfolgen grundsätzlich immer über den LV, hier kommt also ein nicht unerheblicher Verwaltungsaufwand auf die LVs. Sicherlich eine Menge Arbeit für den LV, aber die Spieler/innen profitieren direkt davon, denn bisher gab es als Breitensport im jeweiligen Landesverband keine individuelle finanzielle Förderung der Spieler/innen.

    Ich weiß von anderen Sportarten, die auch Mitglied im DOSB sind, wo die Spitzensportler (Kadermitglieder und Nationalspieler) ebenfalls direkte finanzielle Unterstützung durch den DOSB über ihren Bundesverband erhalten: Fahrtkosten zu nationalen Vergleichen, teilweise auch zu internationalen Vergleichen, Fahrtkosten für Kader-/Nationalteamtreffen, Trainingslagern, direkte mtl. Zahlungen weil Nationalspieler
    -> Hier ist es nun Aufgabe unsere DDV-Präsidiums entsprechend mit dem DOSB zusammen zu arbeiten und alle Möglichkeiten für die zukünftigen DDV-Kaderspieler/innen auszuschöpfen. Sicherlich wird dies mit einem großen Verwaltungsaufwand verbunden sein, aber im Interesse unserer Spieler/innen ist dies eine Arbeit, welche geleistet werden muss.

    Wenn hier DDV und LV in den nächsten Monaten ihre Hausarbeiten gut machen, sind demnächst neben den National-/Kaderspielern des DDV auch die Kaderspieler der LV fast geschlossen auf allen DDV-RLT, so dass hier auch das sportliche Niveau entsprechend erhöht wird.

    Attraktivität der DDV-RLT?
    Auch hier sollte das neue Präsidium sich diesbzgl. mal mit dem DOSB kurzschließen, welche Möglichkeiten es von deren Seite gibt. Vielleicht auch die Vermittlung an einen der Partner des DOSB als zusätzlichen Sposor, dass man z.B. vom Turnhallenimage weg kommt. Vielleicht klappt es ja auch, dass der DDV die Turneire zukünftig selbst ausrichtet und dazu einen Vertrag mit einer Hotelkette abschließt, dass alle Turniere in bestimmten festgelegten Hotels der Kette duchgeführt werden. Es gibt ja eingie große Hotelketten in Deutschland, deren Hotels auch über entsprechend große Sääle verfügen um solche Veranstaltungen auszurichten. Dort macht es die PDC ja vor. Man spielte im ****+ Hotel Dolce in Bad Nauheim und wird demnächst im Maritim Düsseldorf Flughafen spielen. Eine wirklich tolle Lokation, dafür zahlt man eben den entsprechenden Preis. Ein Bier 3,60€ und Longdrinks ab 8,--€. Sollte aber vollkommen egal sein, da es ja keinen Veranstalter gibt, der über Getränkepreise seine Turnierkosten rein holen muss. Außerdem könnten solche Preis in entsprechend gehobener Ambiente vielleicht auch dazu führen, dass man vom Öffentlichkeitsbild der volltrunkenen Darter weg kommt.

    Beim Spring Cup 2005 im Gelsenkirchener Hotel Maritim gab es von den Teilnehmern auch nur Lob wegen der tollen Ambiente. Über die hohen Getränkepreise wurde kein Wort verloren.

    Reibach bei Ausrichtern von DDV-RLT?
    Wenn man hier liest, dass es den Ausrichtern von DDV-RLT wohl eher um den reibach als um die Spieler geht, dann bekomme ich einen richtig dicken Hals. Jeder sollte mal so ein Turnier ausrichten und dann weiß er sehr gut, was dabei unterm Strich rumkommt. Selbst wenn man seine Hausaufgaben sehr gut macht, es bleibt immer ein finanzielles Risiko. Nimmt man keine kostenlose (oder preisgünstige) Turnhalle als Veranstaltungsort, wird es schon schwierig eine entsprechende Lokation zu finden. Es entstehen im Vorfeld Kosten, welche man selbst vorfinanzieren muss. Es kann nciht abgesehen werden, wie hoch die Teilnehmerzahl und wie groß der Umsatz (Speisen + Getränke) sein wird. sein wird, so dass man am Ende erst einmal froh ist, wenn man + ./. 0 dabei rauskommt.

    Gruß

    Bodo

    Hallo zusammen,


    eine nette Diskussion aber m.E. wird ein ganz wichtiger Aspekt in Bezug auf rückgängige Teilnehmerzahlen bei DDV-Turnieren vergessen
    -> das GELD !!!


    Egal in welchem Modus und mit welchem Rahmenprogramm man versucht die DDV-Turniere wieder attraktiver zu gestalten, es wird bei nicht wenigen Dartern auch zukünftig an der Finanzierung der Teilnahmen scheitern.


    Ich selbst habe Ende der 90er Jahre sämtliche DDV-Turniere (außer Berlin, passte nie in die persönliche Urlaubsplanung) gespielt, dazu auch noch die RLT in meinem Landesverband und Ligaspiele.

    Aber überlegt doch einmal wie es heute bei Vielen finanziell aussieht:

    Arbeitslosigkeit ist für nicht Wenige ein Thema. Dazu müssen heute viel mehr Leute samstags arbeiten, als es früher noch der Fall gewesen ist. Immer Urlaub oder anders frei machen, geht auch nicht. 1996 zahlte man im Durchschnitt 1,50DM für den Liter Benzin, heute sind es ~1,50€ Mieten durch gestiegene Nebenkosten machen heute durchschnittlich 1/3 des Nettolohnes aus. Lebenshaltungskosten sind gestiegen. Wenn sich mein Gehalt in den letzten gut 10 Jahren ähnlich gesteigert hätte, wie der Benzinpreis wäre ich sicherlich glücklich. Früher war ich auf DDV-Turnieren, da kostete der Pott Kaffe 1,50 – 2,--DM, heute zahlt man 1,50 – 2,--€ Die Preisentwicklung auf den DDV-RLT widerspricht ja nicht einmal dem allgemeinen Trend der Preisentwicklung, aber Viele können oder wollen diese Entwicklung nicht mehr mitmachen.

    Nimmt man jetzt mal den normalen „kleinen“ Dartspieler. Er spielt in seinem Landesverband 18 Ligaspieltage, dazu vielleicht noch das eine oder andere RLT in seinem LV. Ein nicht geringer Zeit- und Kostenaufwand. Da spart man sich die anderen Wochenenden mit weiten Fahrten zu DDV-RLT dann auch mal gerne ein.


    Viele Dartspieler sind im Laufe der Jahre zudem auch älter geworden. Dann oft verbunden mit Familie + Kindern evtl. auch anderen beruflichen Aufgaben, da wird dann das Dartspielen an bestimmten Stellen zurückgestellt. Ligaspielen mit 18 Spieltagen im LV, dann vielleicht noch 2 oder 3 RLT im eigenen LV = 20/21 Samstage durch Dart geblockt, dies alles in einem Zeitraum von September bis Mai des Folgejahres. Da kommt dann auch schnell die Entscheidung, dass man z.B. weiter entfernt gelegene DDV-RLT aus Zeit- / Kosten- familiären Gründen aus dem eigenen Terminkalender streicht. Die gestiegenen Startgelder bei einem WDF-/DDV-Turnier sind m.E. da sicherlich nicht der Grund allein.


    Wir hatten mit unserem Verein auch 2 DDV-RLT ausgerichtet. Da es aber immer schwieriger wurde einen passenden Spielort zu einem akzeptablen Preis zu bekommen, dazu ausreichend Leute die bereit waren kostenlos die Arbeiten zu erledigen, hatten wir uns nicht wieder beworben, obwohl die Teilnehmerzahlen damals sehr gut waren. Man sollte deshalb nicht zu viele Mutmaßungen anstellen, warum sich Jemand nicht mehr um die Ausrichtung eines DDV-Turnieres bewirbt.


    Rückläufige Teilnehmerzahlen nur auf einen Vulkanausbruch zu schieben, finde ich auch sehr einfach, nicht jedes Jahr bricht ein Vulkan aus. Wenn Lüdenscheid jetzt mal wieder deutscher Meister werden sollte und dies zeitgleich mit dem WDF-/DDV-Turnier fällt, dann soll hinterher Keiner sagen, dass die Teilnehmer wegen fehlender Hotelbetten ausgeblieben sind. Die meisten Darter, welche am Spielort übernachten, buchen sehr früh ihre Unterkunft, da wird mit Sicherheit noch niemand an eine lüdenscheider Meisterschaft gedacht haben. Außerdem gibt es in den angrenzenden Städten ausreichende freie preisgünstige Hotelbetten.

    Mit dartsportlichen Grüßen

    Bodo

    Es sollte der Förderung des Dartsports dienlich sein, alle dazugehörigen LV sowie E-Dart Vereinigungen ins Boot holen. Genauso gehören Gespräche mit der PDC-Europe dazu, sich einem gemeinsamen Weg zu stellen. Den jetzt anerkannten Dartsport vom Rand in eine gute Mitte zu stellen.

    Hallo Eisi,

    aber nur dann wenn die E-Dart Vereinigungen auch nichtkommerziell und gemeinnützig sind! Der DDV ist gemeinnützig und zudem als anerkannte Sportart Mitglied im DOSB, was E-Dart nie erreichen kann (zumindest die Mitgliedschaft im DOSB)

    Gleiches gilt auch bei einer möglichen Zusammenarbeit mit der PDC-Europe, diese darf nicht dazu führen, dass der DDV seine Gemeinnützigkeit riskiert.

    Gruß

    Bodo

    Wenn man die Bundesliga so spielt, wie sie momentan aus Kostengründen abläuft, dann gebe ich Dir recht. Wenn ich aber die Bundesliga mit einem Team mitspielen würde, dann würde ich zusehen, dass man Freitags gegen Abend z.B. in einem 9-Sitzer-Bus anreist, zusammen ißt, etwas trainiert und dann im Hotel schläft. Samstags gäbe es dann ein gemeinsames Frühstück und die Fahrt zum Spielort. Nach einem schönen Frühstück würde man sonntags gemeinsam wieder die Heimreise antreten. Wenn ich das Abenteuer Bundesliga genau so abhandeln würde, dann kommen auf ein Team Kosten zu, die kein Mensch tragen kann.

    Hallo Gordon,

    den Traum, dass man so BuLispielt, haben jawohl Viele.

    So etwas ließe sich aber nur mit einem großen Sponsor finanzieren.

    Traumhafte Zukunft der BuLi: "Der DDV verkauft z.B. die Namensrechte an einen großen Energydrinkhersteller aus Österreich und die BuLi führt dann den Namen R.. B.... BuLi, dafür bekäme der DDV dann 500.000,--€/Saison. Dann könnte der DDV mit einer höherklassigen Hotelkette (z.B. Kempinski, Maritim, Steigenberger, Hilton ...) einen Vertrag abschließen, dass man im Norden 4 Hotels und im Süden 4 Hotels als feste Spielorte für die BuLi nimmt. Alle anreisenden Teams bekommen dann von Freitag - Sonntag je 6 Doppelzimmer zur Verfügung gestellt + 1 Zimmer für den Schiedsrichter. Fürs BuLi-Finale nimmt man dann einen zentralen Spielort (z.B. Frankfurt) und stellt dort allen Teams entsprechend auch die 6 Zimmer zur Verfügung. Verhandelt man gut mit den Hotels (und dies ist ja gut möglich), bleibt sicherlich noch Geld übrig um den Teams Fahrtkosten zu gewähren."

    Und so wäre man auch ganz weg vom Kneipenimage, braucht nicht mehr in irgendwelchen Kneipen oder Vereinsheimen spielen, sondern nur noch in gehobener Ambiente.


    Die Realität eines DDV-Bundesligaspieltages sieht aber leider etwas anders aus. Da wird u.a. samstags um 4 oder 5 Uhr die Reise gestartet und am gleichen Tag geht es nach dem Spiel nachts mit reichlich Atue auf die Autobahn! Und genau dazu habe ich keine Lust... Entweder mache ich etwas richtig, oder ich lasse es bleiben!

    Was willst Du damit sagen? Weil Traum und Realität so weit voneinander abweichen, die BuLi wieder auflösen??? Oder sich so zu verhalten, wie UH, dass man einfach auf den Aufstieg verzichtet?

    Die BuLi attraktiver zu machen, wird keine leichte Aufgabe für das neue DDV-Präsidium sein.

    Gruß

    Bodo

    Ja ich weiß und meine Frage ist halt, ob das jetzt für immer und ewig so bleiben muss? Natürlich hat der DDV Angst um seine Teilnehmerzahlen aber würde sich das nicht irgendwann, zumindest nach einer gewissen Übergangszeit, regulieren?

    Hallo Thorsten,

    also ich sehe es nicht als förderlich für den Dartsport in Deutschland an, wenn DDV und LVs mit gegenseitigen Veranstaltungen am selben Tag Konkurenz machen.

    Nimm mal die DM in Marl, wenn da jetzt am selben Termin auch der NDV und/oder HDV ein RLT, sowie der NWDV einen Ligaspieltag terminieren, wäre dies für den Ausrichter sicherlich extrem contraproduktiv.

    Gruß

    Bodo

    P.S.: Wenn´s in Friedberg nicht zu lange dauert, das Wetter auch eine rechtzeitige Rückkehr ermöglicht, werde ich am 22.01. sicherlich nachkommen. Der TC muss doch den Spielbericht unterschreiben :thumbup: Eine Verlegung nach § 24 (6) LSO ziehe ich nicht in Erwägung

    Hallo Bodo,

    hier stimme ich Dir zu! Dies bedeutet aber im Umkehrschluss, dass die Bundesliga unter den gegebenen Umständen sofort abgeschafft werden müsste, oder? Schließlich ist sie für alle Teilnehmer der größte Kostenfaktor!

    Gruß Gordon


    Hallo Gordon,

    da muss ich Dir erneut widersprechen.

    BuLi-spielen stellt oft einen erheblich niedrigeren Kostenfaktor dar, als das Spielen in einer Liga im LV.

    BuLi = 5 Auswärts- + 3 Heimspiele Zeitaufwand ohne An-/Abfahrt 6-1/2 - 7 Stunden Stelle ich diesem Aufwand den Aufwand bei Ligaspielen im LV gegenüber -> 9 Auswärts- + 9 Heimspiele dabei ohne An-/Abfahrt Zeitaufwand auch 5 - 6 Stunden (hat Hamski ja so schön beschrieben) Je nachdem in welcher Liga man im LV spielt, sind da mehr km zu fahren als beim Spielen in einem BuLi-Team. Der Verzehr vor Ort hält sich auch etwa gleich, da der Zeitaufwand vor Ort fast identisch ist. BuLi = 8x Verzehr vor Ort -> Liga im LV = 18x Verzehr vor Ort

    Ich kann es dehslab sehr gut verstehen, wenn ein Spitzenspieler aus seinem Verein in die BuLi wechselt, nicht nur um sich mit den Besten zu messen, sondern weil es für ihn auch weniger Ausgaben und mehr Freizeit bedeutet.

    Gruß

    Bodo

    Sicherlich hat es bestimmt auch etwas mit der allgemeinen finanziellen Lage vieler Menschen zu tun, aber ich denke, dass man für unser Hobby keine Unsummen investieren muss.

    Hallo Gordon,

    da muss ich Dir mal widersprechen.

    Recht hast Du mit der Äußerung nur in soweit, dass man für die Ausrüstung keine Unsumme investieren muss. Ein Satz Darts, dazu etwas Zubehör und das war es. Dafür muss man tatsächlich nicht viel investieren.

    Die Nebenkosten, welche so anfallen, die fallen schon eher richtig ins Gewicht. Sieh Dir mal die Spritpreise an (wenn Jemand regelmäßig zum Training, RLT, Ligaspielen etc. fährt und dann vielleicht noch bei einem auswärtigem Verein spielt), dazu die mittlerweile vielerorts extrem hohen Preise für Verzehr (musste letztens mal 2,50€ für einen Kaffee bezahlen) und bei Fahrten zu RLT kommen dann auch oft noch Übernachtungskosten (sieh Dir an wo die DDV-RLT sind und überlege dann mal wo Jemand wohnt und welche Strecken zu fahren sind) hinzu.

    Wenn man dann intensiv unserem Hobby Dart nachgeht, kann es schon ein recht kostenintensives Hobby werden und dafür haben in unserer heutigen wirtschaftlichen Lage in Deutschland nicht mehr so Viele das Geld.

    Gruß

    Bodo

    Wenn das denn so bedauerlich ist, sollte man vielleicht mal andere Überlegungen anstellen, wie man Spieler da heranführt. Warum dürfen z.B. die DDV-Ranglistenturniere und die NWDV-Ranglistenturniere nicht am selben Tag ausgeführt werden? Es ist doch den guten Spielern der Landesverbände zuzumuten sich für eine Hochzeit zu entscheiden. Warum müssen die Besten im NWDV beide Ranglisten dominieren? Ich bin mir sicher, dass sich die Teilnehmerzahl der NWDV-Ranglistenturniere deutlich erhöhen würde. Ein weiterer Effekt wäre, dass man so noch mehr Spieler an die Spitze führen könnte.

    Hallo Thorsten,

    dies läßt sich ganz einfach erklären.

    Jeder LV erkennt mit Beitritt zum DDV dessen Satzung und Ordnungen an. Nach DDV Regelwerk ist es den LVs untersagt, dass sie am selben Tag der DDV-Veranstaltung einen Konkurenzwettbewerb durchführen. Somit ergibt es sich automatisch, dass an den Wochenenden wo z.B. DDV-RLT sind, keine RLT oder Ligaspieltage im LV angesetzt werden können. An anderer Stelle hatte ich schon mal geschrieben, welche Probleme sich dann in einem LV ergeben, wenn man seinen Rahmenterminplan erstellt, da der DDV ja schon einige Wochenenden blockiert, durch Festsetzung von BuLi-Auf-/Endrunde oder DDV-Pokal die LVs gezwungen sind, ihre Wettbewerbe rechtzeitg darauf abgestimmt zu haben.

    In den anderen Punkten könnte man stundenlange Diskussionen führen, wer den 1. Schritt machen soll / muss: DDV oder LV

    Am 22.01. werden wir uns beim Ligaspiel wohl nicht sehen, da ist Sitzung in Friedberg, man weiß ja nicht wann man von da zurück kommt.

    Gruß

    Bodo

    Die Regel in unserem E-Dartverband lautet 4 bis 8 Spieler in einer Mannschaft zu haben. Bei 18 Spielen (2 Doppel/16 Einzel) darf jeder aus unserer Manschaft 5 Spiele zu bestreiten, da wir zumeist mit 4 Leuten aufschlagen.

    Im Schnitt verbringen wir ca. 4,5h mit den Spielen. Für mich als Nichtraucher und Wenigtrinker ist es eine lange Zeit in der Kneipe und wenn ich mir nun vorstelle, dass ich wie beim Steeldart die meiste Zeit davon rumsitze mit lediglich 2 Einsätzen am Abend würde ich das Spielen vermutlich drangeben. Mit Freunden kann ich mich auch an angenehmeren Orten treffen und darten kann ich im Zweifel auch zuhause.

    Vlt. wäre die Verringerung der Manschaftsgrösse im Steeldart von 8 auf 4 ab BZ eine Möglichkeit die Attraktivität etwas zu steigern. Ggf. nimmt auch die Zahl der Mannschaften zu, zumindest wo die starre 8-Mann-Regel gilt, weil sich Mannschaften aufteilen. Gut für Turniere bringt das nichts, aber vlt. profitiert der Ligabetrieb von einer höheren Mannschaftsdichte.

    Gruss
    Rotznase

    Hallo Rotznase,

    die Verringerung der Mannschaftsgrösse im Steeldart wäre dann in den LVs auch ein absolutes Thema, wenn der DDV die Mannschaftsstärke in der BuLi verringert und dort dann auch den Spielmodus ändert.

    Es bringt reichlich wenig, wenn im LV auf allen / eingien Ebenen mit 4er-Teams und speziellem Modus gespielt würde, in der Bundesliga dann aber 8er-Teams spielen. Schon bei der BuLi-Aufstiegsrunde müsste der jeweilige Landesmeister mit einem 8er-Team antreten.

    Ob der Steeldart wirklich attraktiver würde, wenn man mit 4er-Teams in der BuLi spielt und die entsprechende Mannschaftsstärke dann auch in den LVs einführt, kann man wohl kaum wissen.

    Gleiches gilt aber auch für den DDV-Pokal/-Verbandspokal, denn hier wird auch mit 8er-Teams gespielt.

    Sollte der DDV die Mannschaftsstärke von 8 auf 4 senken, werden wahrscheinlich wohl auch einige LVs ihren Spielmodus entsprechend anpassen.

    Aber bringt eine Verringerung der Mannschaftstärke eine Steigerung der Attraktivität der BuLi und des DDV-Pokal ???

    Gruß

    Bodo

    Zitat von »Bodo Wermke«
    "Da muss ich Dir vehement widersprechen. Die Teilnehmerzahl an den Jugend-RLT liegt bei ~50% der Anzahl aller gemeldten Jugendlichen und eine solche Quote finde ich schon beachtlich..."

    Mein lieber Bodo, bei einer Einwohneranzahl von ungefähr 17 Millionen in NRW kann ich ca. 100 gemeldete Jugendliche nicht als Erfolg bezeichnen. Ich möchte aber in keinster Weise die Jugendarbeit in Frage stellen. Das liegt mir wirklich fern....

    Hallo Thorsten,

    Dart ist eben (auch wenn jetzt beim LSB NRW nicht mehr Breitensport sondern nach der Aufnahme des DDV in den DOSB Spitzensport) immer noch eine Randsportart.

    Der DDV ist jetzt Mitglied im DOSB und da sollte sich das zukünftige DDV-Präsidum Gedanken machen, wie man den Jugendbereich attraktiver gestaltet und mehr Jugendliche an den Dartsport heranführt.

    Sieh Dir die Teilnehmerzahlen bei DDV-JRLT im Verhältnis zu den gemeldten Jugendlichen einmal an. Nur ein Bruchteil spiel da JRLT.

    Oder auch im Erwachsenenbereich. Bei ~10.000 aktiven Spieler/innen wie verschwindend gering ist da der %-Satz der Turnierteilnehmer. Hier muss für die Zukunft Einiges getan werden, dass die Turniere attraktiver werden und auch aus dem "Kneipensportimmage" wegkommen.

    Hatte an andere Stelle da ja den Vorschlag gemacht, dass man ja versuchen könne mit einer bundesweiten Hotelkette einen Vertrag zu schließen, dort die RLT dann in Eigenregie durchführt (würde ja für den DDV dann auch entsprechende Einnahmen bringen). Man spielt nicht mehr in irgendwelchen Turnhallen sondern in gehobener Ambiente. Um ganz weg vom Image des saufenden Dartspielers zu kommen, wäre auch in einer solchen Ambiente ein Akoholverbot.

    Gruß

    Bodo

    Hallo Bodo,

    die beiden Argumente kann ich nur zum Teil nachvollziehen..........
    an wem liegt es denn, das der Samstag als Spieltag vorgeschrieben ist?????
    nicht an den Spielern, denn die meisten hätten es auch lieber, mit dem Spieltag variabler zu sein.


    Gruß
    hipperlaender

    Hallo hipperlaender,

    die Spieler wählen ihren TC. Der wählt auf der TC-Sitzung den Ligaleiter und die Ligaleiter wählen den Bereichsleiter. Dieser Bereichsleiter ist der Vertreter der Spieler im Gesamtvorstand und dieser entscheidet über Änderungen der Ligaspielordnung (also auch auf Änderung der Festlegung des Samstages als Regelspieltag). Im Gesamtvorstand sind die Bereichsleiter sogar in der Stimmenmehrheit, können jeden Antrag des Präsidiums ablehnen und eigene Anträge gegen das Präsidium durchsetzen. Das ist Demokratie, dann müsst ihr eure Vertreter also die Bereichsleiter dazu anhalten, diese Änderung durchzusetzen. So eben auf kleiner Ebene eines Landesverbandes. Das ist Demokratie!

    Im Landesverband wählen die Mitglieder ein Präsidium und die Mitglieder des Präsidiums vertreten die Interessen ihrer Mitglieder (also der Mitgliedsvereine im LV) beim DDV. Das Präsidium des DDV kann viele Vorstellungen, Ziele, Wünsche und/oder Visionen haben. Gegen den Willen der Mitglieder, somit der LVs, ist Vieles nicht durchsetzbar, denn dazu gibt es die entsprechenden Ausschüsse im DDV, welche die Zielrichtung vorgeben und/oder zustimmen müssen.

    Das DDV-Präsidum kann noch so viele Pläne und Visonen haben, sollten diese ohne eine Beitragserhöhung nicht realisierbar sein, entscheiden die Mitglieder (also die LVs) über eine Beitragserhöhung. Habe an anderer Stelle schon dazu geschrieben, warum dies erst das letzte Mittel sein kann und es nicht einfach würde, die LVs dazu zu bewegen einer Beitragserhöhung zuzustimmen.

    Gruß

    Bodo

    Und wenn ich mir dann noch die Meldezahlen vom letzten NWDV-Ligaabschluß anschaue, wo es fast mehr Pokale wie Teilnehmer gab ( aber nicht weil es so viele Pokale gab), müsste eigentlich jeder Funktionär im NWDV erkennen das sich was ändern muss.

    Vielleicht mal die äußeren Umstände betrachten, bevor man eine solche Aussage trifft. Die Jahre zuvor war das Ligaabschlussturnier immer im Essener CinemaX und das Spielen in einem Kinopalast bringt einen gewissen Reiz mit sich, zudem konnten man die ersten Jahre kostenlos, danach verbilligt sich die Kinofilme ansehen. Das Essener CinemaxX liegt zentral in NRW und ist auch bestens mit dem ÖPNV zu erreichen. Außerdem hat das CinemaxX zusätzlich zu den zu 100% ausgeschütteten Startgeldern noch eine Preisgeldgarantie gezahlt.

    Und dieses Jahr? Ein wirklich toller Spielort, aber
    - Mönchengladbach liegt nicht zentral (für viele im NWDV eine relativ weite Anreise)
    - WM-Spiele
    - ein toller Sommertag, wo Viele sicherlich lieber ins Freibad oder an den Baggersee gehen, als ein Darturnier zu spielen.

    Und ich gebe es offen zu, ich bin nur als Vertreter des Vorstandes hingefahren (die anderen Beiden konnten nicht), sonst hätte ich bei dem Wetter auch irgendwo an einem See in der Sonne gelegen.

    Gruß

    Bodo

    Hallo Thorsten,

    Das durchschnittlich attraktive Ligaspiel im NWDV sieht ungefähr so aus:
    - Je nach Liga 30 - 90 Minuten anfahrt.
    - Spielzeit für den einzelnen Spieler ca. 30 Minuten (1 Einzel und ein Doppel)
    - Verweildauer am Spielort zwischen 2 - 4 Stunden
    - Je nach Liga 30 - 90 Minuten Rückfahrt.
    Das ist die offizielle, durch die Mitgliedsvereine des NWDV, abgesegnete Attraktivität des Ligaspielbetriebes. 3 - 7 Stunden in der Kneipe oder Vereinsheim, 30 Minuten spielen, 20 Bier und hoffentlich einer der zurück fährt. Das ist die Realität.

    Da muss ich dir leider zustimmen, die Erfahrungen habe ich in den letzten Jahren auch gemacht.

    Jeder Hinweis auf den DSAB und dessen hohe Mitgliederzahlen, obwohl die für jedes Spiel zahlen müssen, auf dessen attraktiveren Spielmodus wird im Keim erstickt durch den gemeinen Darter, der ja die Mehrheit besitzt. Und das ist zu akzeptieren. Das ist die Realität.

    Der Vergleich hinkt m.E. Er scheitert allein daran, dass der Spielbetrieb beim DSAB nicht den Samstag als festen Ligaspieltag festschreibt. Außerdem gibt es beim DSAB Geld zu gewinnen, sowie die Möglichkeit sich für ein Turneir in Übersee zu qualifizieren (Teilnahme natürlich kostenneutral)

    Macht man Vorschläge zur Verbesserung des Spielmodus bekommt man von anderen zu hören, dass sie selbst sich als TC nicht aufstellen, um den anderen die 30 Minuten zu gönnen. Aber sie es trotzdem unheimlich klasse finden, mit den eigenen Mitspielern und den Gegnern bis zu 4 Stunden an einem Tisch zu sitzen, zu klönen, zu trinken und etwas zu essen. Das ist die Realität.

    Wir haben auf den beiden letzten Delegiertenversammlungen den Antrag aus der Ersten Liga gehabt, dass man dort (und in der Zweiten Liga) genau wie in der Bundesliga Blockspieltage einführt. Beide Male wurde dieser Antrag abgelehnt, weil darüber nicht nur die Vereine der beiden obersten Ligen abstimmen, sondern alle auf der Delegierenversammlung anwesenden Mitgliedsvereine.

    Im NWDV wird es als Erfolg gepriesen, dass sage und schreibe 59 (in Worten: Neunundfünfzig) Jugendliche (männlich und weiblich zusammen) an den Ranglistenturnieren teilnehmen. Für das bevölkerungsgreichste Bundesland kann ich darin kein Erfolg erkennen. Das ist die Realität.

    Da muss ich Dir vehement widersprechen. Die Teilnehmerzahl an den Jugend-RLT liegt bei ~50% der Anzahl aller gemeldten Jugendlichen und eine solche Quote finde ich schon beachtlich, sowie ein Zeichen guter Jugendarbeit. Im Erwachsenenbereich liegt die Quote der Turnierteilnehmer zu den gemeldeten Aktiven unter 10%, überlege mal, wenn diese auch 50% wäre. Dann müsste man die Turnierspielordnung ändern und mindestens 48 Boards anstatt jetzt 16 Boards vorschreiben, ansonsten spielt man so ein RLT über 2 Tage.

    Mit mehr Geld kann man Vieles erreichen, damit stellte ich den Ligaspielbetrieb hinten an, es gibt da noch genügend Bereiche, die man attraktiver gestalten / unterstützen könnte und auch noch mehr Jugendförderung betreiben.

    Gruß

    Bodo


    Kritik ist gut. Doch wenn ich lese "Aber man muss... ohne ..." Dann sträuben sich mir persönlich die Nackenhaare. Sofern ich sie nach einem Friseurtermin noch besitze.
    Beizeiten eine Mitgliederbefragung durchführen und genau darlegen warum man was vorhat.

    Deine Begründungen hören sich häufig nach "worst case" an. Bei dir liest sich das meiste unterschwellig wie: Ich will das alles nicht.
    Und bei aller vielleicht gut gemeinten Kritik von deiner Seite: Du beschäftigst dich nur mit den möglichen Folgen aber nicht mit Chancen.
    Es ist noch nichts passiert, trotzdem wird schon geschrien "nicht machbar". Das ist nur meine persönliche Meinung, beim Lesen deiner Beiträge.

    Hallo Lokomotive,

    das siehst Du etwas falsch.

    Die von Kai genannten Ziele und Visionen habe ich grundsätzlich nicht in Frage gestellt oder irgendwie kritisiert.

    Ziele / Visionen kann man setzen, dann versuchen diese umzusetzen. Habe selbst Beispiele genannt, was sein könnte ohne jetzt nochmals näher darauf einzugehen. Wenn ich meine Ziele nicht ohne eine Beitragserhöhung erreichen kann, dann sollte man sich fragen, ob die gesteckten Ziele wirklich verwirklicht werden müssen und warum man diese Ziele nicht mit den vorhandenen Mitteln erreichen kann. Warum hat man keine andere Möglichkeit der Finanzierung zur Umsetzung gesetzter Ziele gefunden? An der Verwirklichung der Ziele hier gescheitert?

    Ich habe an keiner Stelle geschrieben, dass Visionen nicht machbar seien, nur darauf hingewiesen, warum ich eine Beitragserhöhung als sehr zweifelhaft ansehe. Und dann würde ja auch von den LVs entschieden werden, ob die gesetzten Ziele tatsächlich in ihrem Interesse sind und sie diese als so wichtig ansehen, dass man bereit ist dafür mehr Beiträge an den DDV zu entrichten.

    Auf die von Dir angesprochene Mitgliederbefragung, diese kann der DDV 2x jährlich durchführen, denn wenn die Ausschüsse tagen, sind seine Mitglieder (die LVs) ja anwesend.

    Ich sehe es in meinem eigenen Landesverband, man könnte noch viel mehr machen, wenn mehr Geld zur Verfügung steht. Mit mehr Geld kann man Vieles erreichen. Bevor man aber eine Beitragserhöhung überhaupt in Erwägung zieht, sollte man zuerst prüfen, wo man bei Ausgaben Geld einsparen kann um es an anderer Stelle zur Verfügung zu haben.

    Gruß

    Bodo

    Hallo Kai,

    Deine Punkte 1 - 4 mit Ihren Zielen / Visionen, dazu die Jugendförderung und große Events, lesen sich ja sehr gut.

    Aber man muss da Mittel und Wege finden, diese Vorhaben auch in der Praxis umzusetzen ohne dies über Beitragsanpassungen/-erhöhungen zu finanzieren.

    Finde es schon fast typisch für dieses Forum, wenn man kritisiert und dies auch begründet, wird man unterschwellig als Buhmann hingestellt.

    Gruß

    Bodo

    Hallo Bodo,

    war der letzte Beitrag dein Wahlprogramm als möglicher DDV-Schatzmeister?

    LG
    Nobby

    Hallo Nobby,

    NEIN !!!

    Ich hatte mich im Oktober entschieden, mich wieder zur Wahl im LV zu stellen und bin wiedergewählt worden. "Auf 2 Hochzeiten tanzen" geht nicht, habe ich an anderer Stelle schon mal geschrieben.

    Aber als Schatzmeister eines LV sieht man auch mal über den Tellerrand und macht sich so seine Gedanken, was möglich ist.

    Und allein der Gedanke über eine Beitragserhöhung im DDV sollte nicht einfach so im Raum stehen.

    viele Grüße

    Bodo

    Ich denke, dass das aber auch eine Frage der Kommunikation ist.

    Bei einer Erhöhung der Beiträge wird es bestimmt einige geben, die aufschreien werden. Wenn man aber zugleich nachvollziehbare Angebote unterbreiten kann, wird sich der Sturm in Grenzen halten. Ein Beispiel: Wenn man den Vereinen über die LV oder den DDV günstigere Einkaufskonditionen vermitteln würde (Boards, Flights usw.), wären dies Vorteile, die jeder sofort nachvollziehen könnte. Bei der Masse an Material, dass der DDV abnehmen könnte (oder die einzelnen LV), müsste sich bei den Einkaufskonditionen doch was machen lassen.

    Wenn die Vereine über den DDV oder die LV günstiger an die Ausstattung kämen, wäre es leichter zu vermitteln, dass die Beiträge erhöht werden müssen. Auch ließe sich ein Vergleich zu den E-Dartern herstellen. Vergleichsrechnungen (mit Steckgeld usw.) gabs hier ja schon zuhauf.

    Natürlich wäre die Bereitschaft auch davon abhängig, dass die Leute erkennen können, wofür die Mittel eingesetzt werden.

    Eine Erhöhung der Beiträge trifft immer ALLE, davon profitieren aber nicht Alle, weder direkt noch indirekt.

    Der kleine Verein mit 8 Aktiven, welche rin der untersten Spielklasse seines LV spielt und sonst weiter keinerlei Aktivitäten im Bereich Dart vornimmt, im Jahr vielleicht 2 - 3 Boards kauft, diese aus seinen eigenen Mitgliedsbeiträgen finanziert, wie soll man dem eine Beitragserhöhung mit Vorteilen beim Einkauf von Dartzubehör klar machen?

    Bevor man überhaupt eine Beitragserhöhung für Alle in Erwägung zieht, kann man auch über spezielle Abgaben nachdenken z.B.:

    • Teamgebühr für die Bundesliga 500,--€/Team
    • Teamgebühr für DDV-Pokal/-Verbandspokal 100,--€
    • Zusatzabgabe der Teilnehmer bei DDV-RLT von 2,--€ zum Startgeld für den DDV
    • Eigenanteil der Nationalspieler an ihren Kosten


    Aber will man dies?

    Gruß

    Bodo

    wie gesagt ist das nur meine Meinung und was ich für mich akzeptabel halten würde.

    Natürlich hast du Recht damit, das dann einige in die "wilden Ligen" könnten/würden. Wenn man das umgehen kann immer her damit!! Neben dem Dartsport bin ich auch Sportschütze... Auch dort wird grad der Beitrag angehoben. Allerdings an den Landesverband wegen eines Landesleistungszentrums. Auch da kommt es zu Protesten und austritten der passiven Vereinsmitgliedern. Ist auch verständlich...

    Nur weil ich 2-3 Euro bezahlen würde heisst es ja nicht das es so kommen muss.

    Hallo Sascha,

    ich sehe die Sache aus dem Blickwinkel des Schatzmeisters eines LV.

    Die Erhöhung der DDV-Beiträge sehe ich als en großes Problem für die Landesverbände an. Natürlich würde der DDV davon profitieren, aber die Landesverbände?

    Wir haben seit mehr als 10 Jahren einen konstanten Mitgliedsbeitrag von 15,--€/Jahr. Ich würde es als Schatzmeister sehr begrüßen, wenn man diesen nach so vielen Jahren auf 20,--€/Jahr erhöhen würde, da dies dem Verband dann finanziell ein ganz anderer Handlungsspielraum geben würde.

    Aber machbar?

    In der heutigen Zeit, mit hoher Arbeitslosigkeit (oder besser Nichtbeschäftigtenquote) sind es nicht Wenige, die diese Erhöhung nicht mittragen würden. Das Argument, es seien ja nur 5,--€ im Jahr also gerade mal eine Schachtel Zigaretten oder über´s Jahr verteilt ein paar Bierchen weniger, zählt da gar nichts. Man verliert somit Mitglieder. Wieviele? Nicht absehbar, könnte aber auch dazu führen, dass man nach einer Beitragserhöhung keine Mehreinnahmen aufgrund des Mitgliederverlustes hat.

    Außerdem muss man seinen Mitgliedern auch klar machen, wofür eine solche Beitragserhöhung benötigt und verwendet wird. Ein nciht einfaches Unterfangen. Denn Zahlen sprechen auch für sich. Sehe ich mir die absolute Zahl unserer Mitgliedsvereine und ihrer aktiven Spieler an, stelle dem gegenüber die Beteiligung an Wettbewerben neben dem Ligaspielbetrieb (RLT und Pokalwettbewerb) zeigt dies, dass die Masse der Aktiven lediglich am Ligaspielbetrieb teilnimmt. Sie gehen für sich einem Hobby nach, nämlich Dartspielen und Spaß haben. Ihnen eine Beitragserhöhung zu "verkaufen" ist das Schwierige und dann wenn man sich durchbekommt keine Aktiven zu verlieren.

    Diese Probleme sehe ich auch bei einer möglichen Beitragserhöhung im DDV. Wofür will man diese verwenden, wenn es nicht nur eine kleine Gruppe von Aktiven davon provitiert?

    • Bundesliga? Einige LVs sind dort mit Teams überhaupt nicht vertreten.
    • Jugendarbeit? Bei einigen LVs kaum öffentlich zu sehen.
    • Nationalmannschaft? Betrifft nur einen begrenzen Spieler-/innenkreis


    Bevor man eine Beitragserhöhung überhaupt in Erwägung zieht, sollten man erst einmal prüfen, wo man Kosten einsparen kann.

    Sieht man keine Möglichkeiten Kosten einzusparen, sollten man erst einmal prüfen, wie komme ich ohne eine Beitragserhöhung an weitere Einnahmen?

    Da kann ich mir unterschiedliche Möglichkeiten gerade nach Aufnahme des DDV in den DOSB vorstellen z.B.:

    • Sponsoring
    • DDV-RLT -> man könnte mit einer bundsweiten Hotelkette einen Vetrag schließen, die Turniere dort dann in Eigenregie austragen und käme gleichzeitig von dem "Kneipenimmage" weg, man spielt ja dann auch in einer ganz anderen Ambiente
    • Bundesliga? -> Gleiches wie bei den RLT


    Beitragserhöhungen müssen immer das letzte Mittel sein, einen Haushalt zu retten oder zu stabilisieren, denn wie sagt man so schön? "Der Schuss kann nach hinten losgehen"

    Gruß

    Bodo

    @ hipperlaender

    da bin ich genau deiner Meinung. Naja obs gleich 8,40€ sein müssen... Aber 0,84€ im Monat ist viel zu wenig. 2-3 Euro monatlich wäre für mich realistisch und annehmbar. Aber ist nur meine Meinung...

    @ Zaza,

    montlicher DDV-Beitrag von 2,--€ ???

    Dies würde eine Beitragserhöhung von 140% bedeuten. Bei ~10.000 Aktiven wäre dies eine Einnahmesteigerung von 100.000,--€ auf 240.000,--€. Aber diese Rechung geht m.E. so auf keinen Fall auf,denn die LVs würden eine erhebliche Anzahl von Aktiven verlieren.

    Der einzelne Darter würde sich nämlich fragen, was er davon hat, wenn er jährlich 24,--€ an den DDV abführen muss. Es gibt viele Spieler/innen, die nie an DDV-Turnieren teilnehmen und die sollten dann z.B. im NWDV statt derzeit 25,--€ (einschließlich DDV-Beitrag von 10,--€) dann 39,--€ zahlen? Da werden nicht Wenige in die "wilden" Ligen "abwandern. Warum soll man denn, wenn man auschließlich Liga spielt und dies auch nur will, einen solchen Beitrag zahlen? Es gibt gerade hier in NRW einige (und nicht nur kleine) regionale und Stadtligen. Man will Liga spielen, dabei seinen Spaß haben und das war es. Also spielt man dann in diesen freien nicht dem LV angeschlossenen Ligen und dies für wenig Geld.

    Ich gehe davon aus, dass in der Summe die Einnahmen des DDV bei einer solchen Erhöhung auch eine Steigerung bringen würde, aber die LVs träfe es durch den Verlust von Mitgliedern erheblich. Ob die LVs dann ihren derzeitigen sportlichen Betrieb mit weniger Mitgliedern aufrecht erhaltne können, vermag ich zu bezweifeln.

    Gruss

    Bodo