Beiträge von John le Fucker

    Auf die Gefahr hin mich hier im Forum unbeliebt zu machen:

    Aber das World Series Turnier in Bahrain (vor allem ab Viertelfinale, wenn die schwachen Spieler schon ausgeschieden sind) schaue ich mir wesentlich lieber an, als wenn sich auf der European Tour z.B. Mansell gegen einen belgischen Qualifikanten mit 80er-Averages zermürben und für die maximal 11 Legs 45 Minuten brauchen...

    Da bin ich tatsächlich komplett anderer Meinung. Gerade bei den World Series Events schaue ich nur den ersten Abend, weil man auch Spieler sieht, die nicht jeden Donnerstag in der PL zu sehen sind. Aber es ist doch schön, dass so jeder auf seine Kosten kommt.

    Aber die World Series sind in meinen Augen einfach komplett künstlich aufgesetzt, noch schlimmer als die PL. Denke bei den WS Evrnts irgendwie immer unweigerlich an die Showmatches von Federer und Nadal auf einem Court auf irgendeinem Wolkenkratzer in Dubai.

    Ich sehe es aktuell als ziemlich unrealistisch an, Ranglistenturniere auf der ganzen Welt verteilt auszutragen. (Auch wenn mir das auch deutlich lieber wäre.) Also bleiben nur Show Events, damit auch die Dartfans in den USA oder Ozeanien die Top Stars mal live sehen können. Und es wird ja niemandem etwas weggenommen. Wie oben schon geschrieben, ob die Niederlande jetzt wirklich der perfekte Ort, für ein World Series Event sind, kann man diskutieren. Aber wenn die Fans vor Ort Interesse haben, warum nicht?

    Bei den WS würde mir da eigentlich nur Heta einfallen.

    Hätte Heta ohne den Erfolg auf der World Series den Sprung auf die Profi-Tour gewagt? Mutmaßlich nicht, zumindest so die Aussage in einigen Interviews. Jetzt ist er Top-10-Spieler. Alleine damit hat sich die World Series schon gerechtfertigt.

    Ich habe mit einem Q-School-Teilnehmer gesprochen. Laut seiner Aussage (und er hat explizit bei der Turnierleitung nachgefragt), dürfen die Spieler, die sich über die First für die Final Stage qualifiziert haben, aber dort nicht angetreten sind, nicht Challenge Tour oder Host Nation Qualifier spielen.

    Ich möchte jetzt nicht den ganzen Q-School-Thread durchsuchen, aber dort war zwischenzeitlich Gegenteiliges zu lesen.

    Bei Majorturnieren, die mehr als das Finale in der Abendsession haben, sollte eine längere Pause (mindestens 45 Minuten) vor dem Finale stattfinden

    Zustimmung. Aber ich würde noch weiter gehen: Kein Major sollte Halbfinale und Finale in einer Session spielen.

    Dass das zeitlich schwierig bis unmöglich ist, gerade bei denen die an einem Wochenende durchgeprügelt werden, ist klar. Sollte aber meiner Meinung nach langfristig das Ziel sein.

    Man stelle sich ein World-Series Turnier in Benidorm vor. Das ist doch sowas von ausverkauft und wahrscheinlich dank der Briten auch viel Stimmung. Hallen gibt es da ausreichend. Der ESC Vorentscheid ist in Benidorm + Handball & Basketballvereine in der 1-2. Spanischen Liga.


    Auf Mallorca so ein Turnier? Malaga / Marbella? Die Buden bekommt man da sowas von voll.

    Das ist halt genau das Gegenteil der Strategie der PDC. Sie sind ja extra aus Las Vegas weggegangen, um eben nicht nur Touris abzumelken, sondern sich eine Szene von Einheimischen aufzubauen.

    Keiner braucht World Series Turniere in bereits gut aufgestellten Ländern.

    Wie schon gesagt. Die Fans vor Ort scheinbar schon. Sonst würde die böse PDC dort ja nicht hingehen.

    Klar hätte ich auch lieber ein ET-Event mehr. Wenn die Wahl aber ist, WS oder nichts, dann natürlich lieber WS. Es wird doch niemandem etwas weggenommen, wenn ein World Series Event stattfindet.

    Naja, es ist nicht schlimm da zu spielen

    Eben.

    Also klar, im Idealfall gehe ich in ein "neues" Land, trage dort eine paar Jahre ein WS-Event aus und schon habe ich einen profitablen Markt. Die reale Welt ist aber wohl nicht so einfach. Warum also nicht ein Event austragen auch wenn es nicht zu einhundert Prozent in das Anforderungsprofil passt? Ich sehe den Witz irgendwie nicht.

    Viel gespannter bin ich, ob die PDC zukünftig weiterhin die Karten nach den Meldezahlen auf EU/UK verteilt.

    Sportlich fair wäre eine gemeinsame Final Stage. Wie schon von anderen vorgeschlagen, gerne im Wechsel zwischen EU und UK. Nachteil ist natürlich der erhöhte Reiseaufwand für die Qualifikanten aus der First Stage, die in dem Jahr zum anderen Austragungsort müssen.

    Im Zuge dessen würde ich auch für deutlich mehr vorqualifizierte Spieler (aus den Secondary und Affiliate Tours) plädieren.

    Meine Idee:

    - Eine Final Stage mit 256 Teilnehmern (jährlicher Wechsel zwischen EU und UK).

    - Die Tagesfinalisten erhalten eine Tourcard.

    - Es gibt Nachrücker, um täglich auf 256 Spieler zu kommen und Punkte ab der ersten Runde zu vergeben. (Dass es Spieler geben würde, die nur am letzten Tag spielen, ist natürlich ein Nachteil. Ich denke aber, dass sich trotzdem Leute finden würden.)

    - Mehr Plätze in der Final Stage für Secondary Tours (z.B. je 32 für CT und DT) sowie Affiliate Tours (z.B. je 8 für CDC, PDC NB, PDC Asia, DPA, DPNZ; je 4 für WS, CDLC, ADG)

    - Blieben immer noch rund 50 Plätze pro First Stage (eher mehr, da sicherlich viele Plätze der internationen Touren nicht abgerufen würden), also auch genug Chancen für Newcomer.

    - Evtl. könnte man die First Stage bereits Anfang Dezember austragen, um genug Planungszeit für die Qualifikanten zu ermöglichen.

    Ist absichtliches Verlieren bei der Q-School verboten? Der gewählte Modus fördert doch solche Spielereien und ein Beweis ist ja ohnehin schwierig zu erbringen.

    Absichtliches Verlieren ist generell verboten. (Man muss jeden Dart bestmöglich nach seinen Fähigkeiten werfen). Geahndet wird es in den meisten Fällen trotzdem nicht. Siehe Horvat und Nentjes in der First Stage oder Crabtree heute.