Beiträge von Teddy75

    Wades Niederlage finde ich schade, ansonsten war der erste Tag in meinen Augen durchaus relativ gut. Huybrechts brauche ich persönlich jetzt auch nicht unbedingt, allerdings zolle ich ihm für die Leistung, insbesondere aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit, größten Respekt.

    Heute würde ich mir natürlich zwei Deutsche Siege wünschen. Bei der aktuellen Form der beiden, würde mich aber leider bereits ein Sieg sehr überraschen. Außerdem finde ich Irland ein cooles Land ;)


    Zum Thema Medien habe ich auch eine klare Meinung. Jeder Spieler darf natürlich selber entscheiden, ob er Interviews gibt oder nicht. Und ich verstehe auch jeden Spieler, der nach einer blöden Niederlage MAL abrauscht ohne den Mund aufzumachen. Auch der Boykott von einzelnen Reportern, deren Berichterstattung in ihrer Negativität über ein fachliches und sachliches Maß hinaus geht, kann ich nachvollziehen.

    Grundsätzlich sind die Medien aber auch ein wesentlicher Faktor für das Einkommen der Spieler. Ohne Fernsehübertragung keine Gelder durch das Fernsehen, weniger und schlechter bezahlende Sponsoren, weniger Live-Zuschauer usw. Insofern steht für mich bei jedem Profisportler der Punkt "Medien- und Öffentlichkeitsarbeit", wozu auch Interviews in weniger schönen Situationen gehören, ziemlich weit oben in der Berufsbeschreibung. Wenn ich Geld mit Sport verdienen will und das auch mache, dann akzeptiere ich diesen Punkt automatisch auch. Wie gesagt, das gilt für vernünftige, sachliche Berichterstattung. Niemand, natürlich auch kein Sportler, muss sich öffentlich beleidigen oder diffamieren lassen.

    Belastungssteuerung ist schon wichtig. Und sich auch mal eine Auszeit aus persönlichen Gründen zu nehmen, halte ich für legitim. Darts ist aber kein körperlich wirklich fordernder Sport. Und da muss ich dann auch einfach mal sagen, dass man (ohne PL und den ganzen Verpflichtungen für die World Series; beides haben die Deutschen Spieler bislang nicht ) mit den freien Wochen im Jahr hinkommen sollte. Mir müssen auch 6 Wochen Urlaub im Jahr reichen und mein Job ist, wie bei vielen anderen auch, sicherlich genauso fordernd.

    Michael Phelps hat in einen Interview mal gesagt, dass er in der Zeitspanne zwischen zwei Olympischen Spielen genau 5 Tage auf Schwimmtraining verzichtet hat. Selbst im Urlaub ging es zumindest kurz ins Wasser zum Trainieren. Das ist nicht jedermanns Sache und ganz bestimmt auch nicht für jeden Typen Sportler sinnvoll, aber genau so wird man dann halt der Beste 1.D Bei Olympia sogar sportartenübergreifend.

    Und bei der Masse an Turnieren ist es doch total kontraproduktiv ALLES spielen zu müssen. Die Spieler brauchen auch Auszeiten. Beim Golf, Tennis etc. werden die Spieler auch nicht zur Teilnahme verpflichtet.

    Verpflichtet nicht. Aber beim Golf ist es z.B. so, dass ein Spieler zum Jahresende nur in derr Rangliste der Tour geführt wird, wenn er eine bestimmte Anzahl an Turnieren der Tour auch gespielt hat. Ansonsten wird er mit allen Konsequenzen (kein Bonuspreisgeld, Tourcard-Erhalt etc.) nicht gelistet

    Schindler wirkt irgendwie unkonzentriert. Seine Anzahl an 5ern ist für einen Profi eigentlich inakzeptabel. Und wenn es darauf ankommt, macht er dumme Fehler. Schon gegen Nijman versaut er sich das Spiel mit einem unnötigen Fehlwurf, weil er dadurch keinen Darts auf Doppel bekommt. Und heute auch wieder. Trifft einmal die 5 statt der S20 und beim Madhouse-Rennen der beiden das Doppel statt des Singles. Das sind einfach Fehler, die in dieser Häufigkeit bei einem Profi nicht vorkommen dürfen.

    Ich habe Martin total die Daumen gedrückt :thumbup: aber bei den oben geschilderten Auswüchsen hat er es dann einfach auch nicht verdient beim Grand Prix dabei zu sein=O

    Wenn ich PDC-Präsident wäre, würde Littler automatisch direkt für die PCF qualifiziert sein. Nach meinen Kriterien würde ein Weltmeistertitel im Januar für eine direkte Teilnahme an der PCF ausreichen. Das war’s.

    Das wäre genauso logisch, wie wenn der Deutsche Fußball-Meister automatisch ins DFB-Pokalfinale des folgenden Jahres gesetzt wird. Außer der gleichen Sportart und eines teilweise identischen Teilnehmerfeldes haben die nämlich nichts miteinander zu tun.....


    Ich würde sogar eine Regel einführen, dass mindestens 1/3 der Turniere der jeweiligen Turnierserie auch gespielt werden müssen, um beim Endturnier dabei zu sein. Gelte dann für PC- und ET-Turniere. Teilnahme an einem Qualifier ohne Qualifikation für das Hauptturnier gilt als Teilnahme.


    Grundsätzlich hast Du ja sogar recht! Für viele (zumindest für mich) ist auch nicht die Dominanz das alles entscheidende Kriterium. Davon gab es einige in der Vergangenheit und ja, auch längere. Ein wesentlicher Faktor ist auch die Persönlichkeit des jeweilgen SPieler. Und da waren m.E. halt quasi alle, MvG etwas ausgenommen, deutlich sympatischer als Littler. Selbst ein Taylor, der ja auch mal gewisse "Anfälle" hatte hat sich insgesamt deutlich besser gegeben als Littler. Letzterer wirkt auf mich (Achtung, rein subjektive Meinung!!) wie ein verzogener Bengel, der sehr arrogant rüberkommt und den Kopf nur hat, damit es beim englischen Wetter nicht permanent reinregnet. Und Arroganz ist ein Charakterzug, den ich auf den Tod nicht ausstehen kann. Und schon gar nicht bei einem halben Kind, das außer ein paar Pfeile zu werfen noch nichts geleistet hat.

    Dennoch möchte ich deutlich machen, dass ich Littlers sportliche Dominanz anerkenne und er derzeit sicherlich der mit weitem Abstand beste Spieler ist.

    Ich denke, heute Abend gewinnt er zu 9 oder zu 10. Auch wenn ich es (das dürfte deutlich geworden sein :vic:) mit einen anderen Sieger wünschen würde

    mit 41 Opa? =O

    Krass! Ich bin mit 42 erstmalig1.D, zweitmalig2.D und sicher auch letztmalig 8o Papa geworden.


    Ansonsten habe ich gestern nichts sehen können. Für Gary, der außerhalb der deutschen Spieler ein großer Favorit von mir ist, freut es mich sehr. Littler brauche ich überhaupt nicht aber ich sehe leider kaum Chancen, dass er das Turnier nicht gewinnen wird :huh:

    Vielleicht schaffe ich heute mal ein oder zwei Spiele zu schauen.

    Zu der Pikachu/Springer Thematik auch nochmal ein anderer Punkt (ich habe ihn hier zumindest nicht deutlich gelesen. Falls doch schon geschrieben: Entschuldigung!):

    Dartspieler in der Region von Pikachu (ungefähr Platz 30 - 40) sind auch rein finanziell nicht so gebettet, wie Tennis- oder Golfspieler. Der WorldCup bedeutet auch in dieser Hinsicht eine garantierte Einnahme, die bei einem nicht ganz schlechten Land wie dem unsrigen ja auch durch überstehen der ersten und/oder zweiten Runde relativ gut gesteigert werden kann. Darauf wegen "leichter" Probleme oder wegen besserer Chancen des Teams verzichten...... Kann man machen, muss man aber sicherlich nicht.

    Siege von Schindler und Springer wären schön. M.E. ist es für ein Turnier gut, wenn am Sonntag auch noch mindestens ein Spieler der gastgebenden Nation vertreten ist. Und sofern beide gewinnen müsste es ja so sein, dass sie dann im Achtelfinale gegeneinander spielen. Damit wäre sogar einer am Sonntag Abend vertreten.

    Und nachdem ich das jetzt so schön geschrieben habe, steigt die Wahrscheinlichkeit für zwei Deutsche Niederlagen ins Unendliche =O8o


    Ansonsten fände ich es bei der Auslosung recht toll, wenn morgen außer GvV kein Niederländer mehr dabei wäre. Außer Dimi sind mir die Gegner deutlich sympathischer. Sollte erwartungsgemäß kein Deutscher den Turniersieg schaffen, wären Searle, Wade oder Ratajski nette Sieger. Sedlacek dürfte meinetwegen auch siegen, aber den halte ich leider nicht für realistisch

    Grundsätzlich finde ich das System bei der PDC gar nicht so schlecht. Aber die folgenden Änderungen wären m.E. sinnvoll.

    1. Andere Verteilung des Preisgeldes: Derzeit sind die Sieger eines Turniers einfach zu stark bevorteilt. Insbesondere gilt das natürlich für den Sieger der WM. Evtl. wäre für die Rangliste ein Punktesystem fairer, um den Spielern nicht einiges ihres Preisgeldes zu nehmen.

    2. Mindestanzahl an Turnieren: Nur wer ungefähr 1/3 der Turniere gespielt hat, kann am Ende in der entsprechenden Rangliste auftauchen. Also müssten. z.B. diese Saison 5 ET-Turniere gespielt werden, um in der Rangliste zu bleiben und an den EC teilnehmen zu können. Teilnahme am Qualifier ohne Quali für das Hauptturnier gilt natürlich als Teilnahme. Gleiches gilt dann für die PC. (also 11 oder 12 Pflichtturniere). Diese m.E. gute Methode mit der Mindestturnierzahl habe ich mir übrigens beim Golfsport ausgeliehen, wo das seit Jahrzehnten erfolgreich praktiziert wird.

    Ausnahmen für langfristig erkrankte Spieler gibt es natürlich.

    3. Setzung nach jeweils vorhandener Rangliste ohne freie Runden: Bei einem Turnier muss m.E. jeder gleich viele Spiele bestreiten, um zu gewinnen. Wer für eine ET qualifiziert ist und teilnehmen möchte, gleichzeitig aber PL spielt, kann natürlich am Freitag Abend angesetzt werden. Hier müsste dann überlegt werden, ob das Turnier mit 32 oder 64 Spieler stattfindet. Außerdem haben wir die ET-Rangliste. Dann sollte diese auch für die Setzliste und damit für die vorqualifizierten Spieler herangezogen werden.

    4. Bei einer Erhöhung der ET-Turniere auf 64 Spieler wären viel mehr Qualiplätze vorhanden, was m.E. Preisgeld für Qualirunden unnötig erscheinen lässt.

    Der Tag, an dem ich mir Gedanken um Teddy75 machen muss, wird mein letzter Tag im Forum sein.

    Bei meinen Fähigkeiten im Darts sollte das für jeden hier gelten :vic:


    Ich denke aber auch, dass solche Reaktionen eines Superstars der Szene, und das ist MvG trotz derzeit eher überschaubarer Leistung ja weiterhin, gegenüber einem Teilzeitprofi schon etwas über ihn aussagen. Da scheint schon etwas bei MvG (vielleicht spielt da das Private natürlich auch rein) nicht mehr richtig zu passen.


    Heute Nachmittag sind m.E. beide Deutsche eher Außenseiter aber sicherlich auch beide nicht völlig chancenlos. Bei einem guten Start traue ich es tatsächlich aber eher Niko zu, gegen Noppert einen Sieg zu holen. Ein Lokalmatador in der Abendsession wäre sicherlich schon nicht verkehrt.

    Wäre mal interessant wie ich das wahrnehme wenn Gezzy an der Position wäre aber das werd ich nie erfahren ^^^^^^ Seine (großen) Titel waren nicht ganz so am Fließband...

    Wenn jemand ständig gewinnt, den man nicht so gerne mag, wie es bei Dir (und auch bei mir) wohl auf Littler zutrifft, ist das natürlich um einiges Schlimmer, als wenn der persönliche Favorit in dieser Situation ist. Ein Deutscher Spieler oder auch Gary Anderson in ähnlicher Situation würde mir deutlich weniger Schmerzen bereiten. Trotzdem kann auch das irgendwann langweilig werden. Selbst als eingefleischter Bayern-Fan habe ich z.B. gejubelt, als endlich mal wieder ein anderes Team Meister geworden ist 1.D Das war für die Bundesliga dringend notwendig. Ich gebe dabei auch gerne zu, dass es für mich sehr hilfreich war, dass es sich dabei nicht um die &$%&§&! aus Dortmund gehandelt hat 8o

    Die Irland/Nordirland-Problematik ist ja sowieso nicht immer ganz durchsichtig und somit auch nicht immer verständlich. Grundsätzlich gehört Nordirland ja politisch zum UK auch wenn in einigen Bezirken Nordirlands die Befürworter einer Zugehörigkeit zur Republik Irland (deutlich) in der Überzahl sind. Somit müsste nach meinem staatlichen Verständnis jeder Nordire entweder als Nordire oder als Brite (dann Fahne also Union Jack) gelistet sein. Es gibt aber wohl sportpolitische Abmachungen, dass Sportler/innen frei entscheiden dürfen. Bei Olympia 2020 (2021) ist ja z.B. der Weltklassegolfer Rory McIllroy (Nordire) auch für die Republik Irland angetreten. Und das, obwohl er aus einer protestantisch geprägten und somit traditionell eher dem UK zugeneigten Gegend kommt.

    Insofern würde ich den Fahnen nicht zuviel Bedeutung beimessen bzw. sind sie evtl. eher ein Ausdruck der jeweiligen Einstellung der Spieler zur politischen Situation auf der irischen Insel.

    Erst einmal möchte ich Dir ein großes Lob für die Arbeit aussprechen. Du machst Dir viel Mühe und ich lese Deine Bewertungen sehr gerne!! Und als jemand, der selber durchaus auf Statistik steht, sind die Zahlen auch immer sehr interessant.

    Was die Bewertung der Spieler angeht, gibt es m.E. immer zwei mögliche Herangehensweisen. Einmal kann man natürlich, wie Du es ja auch sehr gut machst, von den Erwartungen des bzw. für den jeweiligen Spieler ausgehen. Dafür hast Du m.E. sehr gute Begründungen, die ich persönlich auch weitestgehend nachvollziehen kann. Über eine halbe Note brauchen wir da nicht diskutieren.

    Man könnte aber auch eine andere Herangehensweise wählen und einfach auf die absoluten Ergebnisse schauen. 50% in einer Klausur sind (nach IHK-Schlüssel) die Schulnote 4 (minus), 92% eine 1 (minus). Dass vielleicht Lukas Wenig mit 50% (Tourcarderhalt) mehr als zufrieden ist und Luke Humphries mit seinen 92% ("nur" Nr. 2 der Welt und "nur" ein Ranking-Major-Titel) evtl. eher nicht so gut schlafen kann, ist zwar richtig, ändert aber an den absoluten Zahlen nichts. Er hat eine gute bis sehr gute Saison gespielt, auch wenn er sich selber sicherlich mehr erhofft hatte.

    Wenn ich das nun zum Beispiel auf Martin Schindler anwende, dann kann ich mit der (Deiner) ersten Herangehensweise die von Dir vergebene Note 3 sehr gut nachvollziehen. Betrachtet man einfach nur die nackten Zahlen wäre mir eine 3 für die Nummer 13 bzw. demnächst 15 der Welt mit 2 Turniersiegen in diesem Jahr zu schlecht. Das hieße ja quasi, dass nur die Top Ten eine gute Saison gespielt haben können und das sehe ich anders.

    Wie gesagt, beides ist möglich. Für den Spieler selbst ist sicherlich die Einschätzung auf Basis seiner eigenen Erwartungshaltung am Relevantesten!

    Ansonsten wünsche ich allen Mitlesern noch ein gutes und gesundes Jahr 2026 :sg: