Ich möchte hier auf ausdrücklichen Wunsch von einigen Mitgliedern Uffel nicht zitieren. Aber seine Aussage (oder Provokation, das sei jedem selbst überlassen), dass Littler sowieso der beste Spieler aller Zeiten wird, möchte ich doch mal als Anlass nehmen, meine Meinung hierzu zu äußern und auch zu begründen:
Ich halte das für sehr unwahrscheinlich
1. Die Erfolge eines Phil Taylors muss er erstmal erreichen. 14 WM-Titel alleine bei der PDC zu toppen wird sehr schwer. Dazu kommen ja noch 16 World Matchplay und 11 World Grand Prix sowie weitere Major und Pro Tour Turniersiege.
2. Die Breite ist viel größer geworden. Auch wenn Littler sicherlich derzeit der Beste Spieler ist, gibt es viel mehr Konkurrenz als für Taylor. Und jedes Jahr kommen neue starke Spieler, die ebenfalls nach oben drängen.
3. Nach oben kommen ist der einfachere Schritt. Ehrgeiz und Talent sowie vernünftiges Training reichen dafür oft aus. Oben bleiben ist eine ganz andere Nummer. Dafür braucht es zusätzlich auch eine gewisse Intelligenz. Intelligenz, um Probleme, Rückschläge und schwierige Lebenslagen (Krankheit / Tod von Angehörigen / Trennung(en) etc. ) und den cleveren Umgang mit dem unweigerlich auftretenden Ruhm managen zu können. Und ohne gemein sein zu wollen, da fehlt es m.E. bei Littler deutlich!
Kurz: Ich denke schon, dass er einer der herausragenden Spieler dieser Zeit sein wird und viele Erfolge feiert. Aber den besten aller Zeiten wird er, wie auch alle anderen Spieler, auf Dauer nur mit den Fernglas erkennen können.
Heute Abend werde ich sicherlich mal reinschauen, weil mich das Ergebnis interessiert. Das ganze Spiel werde ich mir nicht anschauen. Ich drücke, ohne wirklich Fan zu sein, auf jeden Fall Luke H. die Daumen, weil er für mich einfach ein sympathischer und fairer Mensch ist und mir deshalb als Sieger lieber wäre.
Insgesamt wäre eine relativ breite Verteilung der Titel sicherlich auf Dauer am Besten aber wenn jemand nunmal richtig stark ist, dann gewinnt er halt viel.
Und ja, ich gestehe auch freiwillig, Bayern-Fan zu sein. Und natürlich freue ich mich über deren Siege in der Bundesliga. Trotzdem habe ich mich über Leverkusens Titel auch sehr gefreut. Zu viel Dominanz eines Teams (oder Spielers) ist schlecht. Es wurde dringend Zeit, dass endlich mal wieder ein anderes Team den Titel holte. Und die Tatsache, dass dieses andere Team nicht der BVB war hat die "Freude" umso leichter gemacht 