Ich werde mir am Wochenende mal Zeit nehmen und alles genauestens durchlesen. Denn bislang, nach dreimaligem durchlesen habe ich noch keinen richtigen Zusammenhang festellen können.
Mein erster Eindruck ist, die Methoden, Inhalte und Mittel sind sehr verschwommen.
Dein Trainingsziel, so genau kann ich es nicht bestimmen, ist die mentale Absicherung eines Zielaverages. Die Inhalte deines Trainings weisen ja alle darauf hin, dass es nur um Imaginäre Zielstellungen geht, und die Übungen dich damit mental auf dieses Wunschergebnis vorbereiten sollen.
Also Training für die Erweiterung deiner Komfortzone. Top
Hier sehe nichts Falsches, wenn man die Ziele richtig wählt (Kann ich in diesem Fall nicht beurteilen). Jedoch sind die Trainingsinhalte dafür so gewählt, dass sie ersten viel zu aufwendig gestaltet sind und die Trainingsziele dadurch nicht wirklich unterstützen können.
Die von dir gewählten Maßnahmen können Sinnhaft sein, wenn sie gezielt und fein dosiert in Trainings eingesetzt werden, aber ein Haupttraining aus diesen Bestandteilen zu machen ist enorme Zeitverschwendung. Denn dem Gehirn ist es egal ob du es wirklich machst (und nicht mal das machst du, wenn du Darts reinsteckst) oder ob due es gedanklich durchgehst. Daher kann man sich auch vorstellen wie man in einer frei gewählten Situation seinen Wunschaverage wirft (-> Visualisierung)
Viele deiner Übungen sind zwar richtige Ansätze, aber in Ihrer Summe und Ausführung völlig überbewertet.
Das Thema Ergebnisorientiert und Prozessorientiert ist eine Sache, die sehr feinfühlig behandelt werden muss. Für Anfänger steht letzteres klar im Fokus und dient der Vorbereitung auf „höhere“ Aufgaben. Sich als Anfänger ständigem Druck durch Ziele und Zeit auszusetzen wäre auf Dauer fatal.
Nur über ein gesichertes Fundament kommt man dann in den Bereich wo die Ergebnisse eine Rolle spielen. (Vom leichten zum schweren)
Also ist der gesamte Plan eine einzige Mentaltrainingsaufgabe, die so enorme Übungszeit bindet, die man in andere, hier vernachlässigte Ziele setzen kann. Mal abgesehen von dem Miniansatz des Techniktrainings, was unbestritten sinnvoll ist, wenn auch hier die Übungen viel Variabler eingesetzt und mit mehr Zeit bedacht werden sollten. Den Rest, kann man mal machen aber viel, viel effektiver mit Sinnvollen Mentaltrainingseinheiten antrainieren.
Mein Fazit: Viel zu einseitige Zielsetzung mit Übungen die in einem Trainingsplan zwar vorkommen können, aber nicht in diesem Maße. Die Zielsetzung schießt an den realen Bedienungen eines Wettkampfes vorbei, da gerade die Dogfights mehr sind als „Ich kann das und das abrufen“. Hier sind mehr Komponenten erforderlich um ein guter Wettkämpfer zu sein.
Diese Übungen fehlen aber und Wunschergebnisse zusammenzuschmieden macht nur Sinn, wenn ich sie im Training dann auch real zeigen kann. Das fehlt hier ganz und gar. Niemand kann nur von Visualisierung leben!
Alle andern Trainingsinhalte fehlen völlig und damit ist das wie eine einseitige Ernährung, schmeckt lecker und tut unserer Seele gut. Aber macht uns auf Dauer krank.