Beiträge von dartblog

    damit muss ein Profi umgehen können und darf Anderson nicht die Sicherung durchbrennen und nicht wegschieben oder sonst was - Gegner hat man nicht anzugreifen !!!


    Ein Profi ist genauso ein Mensch wie jeder andere, also auch mit Stärken und Schwächen. Das man nicht immer volle Kontrolle über seine mentalen Kapazitäten hat, ist bei einem "Sport" wie Dart natürlich.
    Die arbeiten mental an ihren Grenzen, haben aber keine Möglichkeit wie in anderen Sporarten den Stress mit sportlicher Aktivität rauszukämpfen.

    Da kann sich etwas aufstauen was schwer zu kontrollieren ist, dass ist dann wie mit einem Dampfkochtopf. Wenn der Druck zu groß wird, knalllt es.

    Das man als Profi daran arbeiten sollte, wenn man erkennt das etwas schief läuft ist richtig. Aber man kann nicht voraussetzen das man alle Situationen beherrscht, die mental am Limit sind.

    Hier mal eine Beispiel wie es im Training, in diesem Fall ungewollt, zu einer Situation kommen kann die einen wie im realen stresst.

    Gestern wollte ich mit 3 anderen Spielern auf WDA ein bissl zocken, alles locker ohne Druck und mit Spaß. Einwerfen lief hervorragend.
    Dann geht das Spiel los, bei uns im Wohnzimmer, meine Madame war darüber genervt und hat dann 30 cm neben mit Wäsche aufgehangen, Blumen gegossen und ein wenig künstlichen Krach erzeugt.

    Das war natürllich Absicht, ich habe gemerkt das ich wütend wurde und musste mich extrem runterfahren. Der Arm wurde immer verkrampfter und ich habe alle Register gezogen, trotzdem ich alle meine Spiele gewonnen habe, war das alles andere als gute Leistung. Spielerisch ein Trauerspiel, aber ein gutes Training, da es nichts anderes war als das was man im Wettkampf immer wieder erlebt. Situationen die einen stressen und wo man nur mit sich arbeiten kann um das unter Kontrolle zu bekommen.

    An dieser Stelle einen Dank an meine liebevolle Partnerin, die auch in Ihrer Wut nur an meinen Trainingseffekt denkt.

    Sehr gute Maßnahmen für Stress im Training ist es, einen Livestream zu machen, egal ob da eine oder 100 Personen zuschauen. Der Druck, den der Zuschauer erezugt ist enorm. und es zeigt, dass es an unserer Einstellung liegt, die darauf ausgelegt sich nicht zu blamieren. Das ist der wahre Stressauslöser.

    Die Antwort gibst du dir im Grunde selber. Ändere dein Training.

    Deine Mannschaftskameraden wirst du schwer ändern können, bzw. hast du da kaum Kontrolle drüber. Wenn der Gegner merkt das du in Sachen Ruhe, sehr anfällig bist, dann gibt es einige die darauf eingehen und dich aus dem Konzept bringen.

    Also solltest du an deinem Training arbeiten und ab und an mit Störquellen arbeiten. Etwas leise eingestellte Radiosender mit unterschiedlichen Sprachen. Gerade so an der Hörschwelle, damit wirst du gute Konzentrationsarebit leisten müssen.
    Gute Übungen sind auch zwischen den Fokusbereichen hin und her schalten. Also mal auf dein Ziel fokussieren, dann wieder auf das Radio etc.

    Das ist natürlich wie mit einem Muskel, den muss man auch langsam trainieren und dann findet ein Wachstum statt, er braucht ab auch seine Pausen.

    Da gibt es unzählige Methoden und Wege das zu trainieren.

    Man muss aber auch unterscheiden was jetzt gerade in einem passiert, ist der Druck, den ich mir selber mache gerade Verantwortlich das ich nervös bin (Dann hört man alles um sich herum). Hier muss ich erstmal die Nervosität in Griff bekommen, dass geht dann gut mit Atemtechniken. Und dem Fakt ob ich von meiner Konzentrationsfähigkeit überhaupt in der Lage bin den richtigen Fokus zu setzen um abzuschalten, wenn nicht muss ich hier erstmal die Grundlagen legen.

    Ich bin ja ein Freund von systematischem Training. Aber keiner davon, Probleme zu suchen wo keine sind.
    Wenn der Dart optimal fliegt und gut steckt, ist es doch richtig!


    Wenn sie flattern wie besoffene Feldermäuse, dann könnte man ja darüber nachdenken, aber nicht wenn alles ok ist.

    Vielleicht habe ich auch den Sinn der frage nicht verstanden.

    Ich glaube du verlangst zu viel von dir. Scahu dir mal deinen Wurf an und die Gruppierung dazu. Das ist ein riesen Schritt, wenn man sich die Videos im Vergleich dazu anschaut, die du damals gemacht hast.
    Alleine die Gruppierung ist ja schon herrvorragend.

    Das mit den Schuhen würde ich mal als Kopfsache abtun. Der Stand ist jetzt nicht so gravierend, dass man aufgrund von Schuhen Grütze wirft.
    Zuhause spiele ich auch Barfuß und man hat natürlich einen festeren Stand, aber selbst auf einem Balance Pad kriege ich gute Werte hin.

    Früher habe ich geglaubt, wenn man nicht mit den Schuhen spielt, mit denen man trainiert, dann kann das auschlaggebend für die Leistung sein -> Unsinn!

    Zu deinen Problemen wirst du hier hunderte Beiträge finden. Ich denke generell sollte man sich bewusst machen, dass "sportliche" Leistung keine unendliche linear ansteigende Funktion hat.
    Es wird immer wieder downs geben, wenn man hier den Schalter umelgen kann und einen Gang zurück schaltet, wird der nächste Anstieg wieder kommen.

    Kontraproduktiv sind: Erzwingen wollen, ständiges Ändern seine Technik (vorausgesetzt man hat eine gute), keine Pausen machen, Gedanken nur noch auf das darten ausrichten etc.

    Aber wie gesagt, schau mal in die SuFU, da wirst du schon fündig.

    Die Fragen wurde ja schon beantwortet, aber eine Sache wurde noch nicht erwähnt, dein Trainingspensum ist ja enorm.

    Bei 3 Woche und 30k Aufnahmen, musst du schon mehr als 8 Stunden pro Tag spielen um diese Größenordnung hinzubekommen. Wenn dann wirklich alle noch klacken, dann hast du meinen absoluten Respekt.

    Aber wie gesagt, leicht daher geredet. Ich weiss das es einen Menge Training bedeutet bis man sowas unter Kontrolle hat. Aber es ist trainierbar!
    Also ich aus meiner Erfahrung kann sagen, dass das bei mir persönlich nicht schwer ist. Denn bei mir haben starke Gegner immer schon den Gedanken ausgelöst: "du brauchst dein bestes Spiel gegen den um dich nicht zu blamieren"...|

    Der größte Stressfaktor im mentalen Bereich, ist die Selbstwahrnehmung und das eigene Anspruchsdenken. Gerade Aussagen, die darauf hinauslaufen das ein Versagen zu einem Ansehensverlust führt, rufen massiv Stress hervor und sind ein Nährboden für das Versagen (Flight or Fight)

    Wenn man die Anforderung so herunterbricht, dass wir gedanklich erkennen, dass wir zu keinem Zeitpunkt Gefahr laufen unser Ansehen zu verlieren, können wir oft unser max. Potezial abrufen.

    Das es bei Dir anders ist... vielleicht hast du ein riesiges Selbstvertrauen.

    Zu verschwinden wird das Problem ja nicht lösen.

    Klar kann man leicht sagen "mach deinen Kopf frei" und ich halte nicht all zu viel von solchen Floskeln, aber darauf wird es hinauslaufen.
    Die persönliche Herangehensweise ist hier suboptimal, versuche jeden Gegner als eine Herausforderung zu sehen. Eine Aufgabe oder Problem was es zu lösen gilt.

    Anstatt zusammen zuzucken, wenn ein vermeintlich "großer" Name fällt, sollte es dann einen Reflex auslösen der auf "Jetzt zeige ich was in mir steckt" ausgelegt ist.
    Denn die Spiele wo es nichts zu verlieren gibt, sollten die sein, wo man befreit aufspielen kann.

    Aber wie gesagt, leicht daher geredet. Ich weiss das es einen Menge Training bedeutet bis man sowas unter Kontrolle hat. Aber es ist trainierbar!

    Das ist richtig, aus diesem Grund sollte man Übungen suchen die Stress auslösen. Sie dienen dann als Indikator für deine Mentalstrategien. Also den Stress erst gar nicht zu stark aufkommen zu lassen.
    Sich völllig runterzufahren ist aber auch nicht sinnvoll, da totale Entspannung nicht leistungsfördernd ist.

    Daher ist es eine gute Maßnahme Spiele oder Übungen zu finden die dich stressen und du mit dem Stresslevel spielen kannst.

    Na ein Training was ich in Bezug auf Drucksituationen wirklich gut finde sind solche Varianten wo man bei Gelingen des Treffers weiterkommt und bei Nicht-Gelingen zurückfällt.

    Das ist eine gute Idee, aber man muss beachten, dass nur das Auslösen von Stress das Problem nicht lösen wird. Es ist wichtig sich zu hinterfragen warum es zu einer Trainigns-Wettkampfdiskrepanz kommt und dieses dann mittels mentaler Strategien lösen.

    Denn die Stressituation darf erst gar nicht so stark aufkommen das sie schon überhand genommen hat, dann hilft nichts mehr, sondern du musst im Vorfeld gegensteuern wenn du merkst das es aus dem Ruder läuft.
    Dazu helfen Strategien zur Gedankenkontrolle, Atemtechniken, Stoppscodes usw.

    Erst das macht dann ein Training mit Stress sinnvoll. Also Strategien entwickeln und in den Trainingsablauf einarbeiten, Stressauslösende Spiele machen und anwenden. Der Sprung ins Wettkampfleben wird dann nochmal eine Hürde darstellen, die aber mit der Vorbereitung besser zu beherrschen sein wird.

    Ist dir klar wieso es zu diesen Auswirkungen kommt? Also mit der Flight or Fight Reaktion vertraut?

    Wenn nein, würde ich mich an deiner Stelle damit beschäftigen, im Grunde beruht das alles auf deine eigenen Gedanken. Diese lösen in bestimmten Situationen die oben genannte Reaktion aus, was bei vielen dann zu einem Zusammenbruch des motorischen Systems führt.

    Anders herum gesagt, wenn du das mental auf die Reihe bekommst nur positiv zu denken und keine Verlust, - Versagensängste an Dich heran lässt, dann bist du da schon auf dem richtigen Weg.

    Ich würde es mit einer Mischung aus mentalem Training und Übungen die darauf ausgelegt sind dich in "do or die" Sitautionen zu bringen. Aber das Thema ist schon sehr kompley um es in drei bis vier Sätzen abzuhandeln.

    Aus meiner Erfahrung sehe ich das genauso wie Neindarter.

    Mit einem aktuellen Video, wo man sehen kann wie du wirfst und wie die Darts stecken, kann man weg von den spekulativen Meinungen und dir eventeull weiterhelfen.
    Die Möglichkeit an Fehlerquellen ist sehr groß. Um sowas anzugehen, sollte man sich einen Gesamteindruck machen und dann gezielt auf das Problem zugreifen.