Beiträge von hfgon

    Irgendwie wäre das genau so ein Spiel, bei dem sich MVG die letzten Jahre häufiger bei der WM verabschiedet hat. Ein solider Gegner, gegen den er einfach nicht sein Spiel ans Board bekommt. Bin nicht sein größter Fan, aber für das Turnier fände ich es schade, wenn MVG sich früh verabschieden würde. An guten Tagen kann er noch immer jeden Gegner schlagen.

    Dieser peinliche Schrei Richtung Williams-Ecke nach dem Matchdart war mal wieder der nächste Grund dafür, warum den Mann außerhalb Deutschlands (und selbst da sinds ja nicht soviele) kein Mensch leiden kann.

    Sein Verhalten hatte definitiv mehr Niveau als deines. In der Anonymität des Internets, ohne jegliche Kenntnis des Geschehens, gegen einen Menschen zu schießen, den man wahrscheinlich nie persönlich getroffen hat. Ganz starke Vorstellung.

    Eigentlich immer gefährlich, wenn man nach 2:0 Satzführung den 3ten Satz verliert, umso mehr wenn das mit Break geschieht. Wenn der Gegner dann den Flow mitnimmt, nutzt, dass es keine Pause gibt und seine Anwürfe durchbringt, dann steht es schnell 2:2 in den Sätzen. Umso beeindruckender die Antwort von Pikachu.

    Ich bin mir bewusst woher es kommt, es war eher so gemeint das man rein vom Gefühl eher dachte er spielt keine gute Saison.:)

    Man darf halt auch nicht vergessen, dass auch 2023 von Pikachu kein durchgängig starkes Jahr war. Die erste Saisonhälfte war da überwiegend noch durchwachsen und die Steigerung in seinen Leistungen fand, hoffe ich habe es richtig in Erinnerung, erst in der zweiten Saisonhälfte statt.

    Dazu kommt halt wie von meinem Vorposter geschrieben, dass die bessere Position in den Ranglisten natürlich auch die Möglichkeiten erhöht um weitere Preisgelder einzuspielen. Letztlich war das sicher keine überragende Saison von Pietreczko, aber er hatte halt doch ein paar Highlights dabei, bei denen er dann ganz gutes Preisgeld eingespielt hat. Unterm Strich liegt er year-to-date in den Top 32 und hat damit bestätigt, dass er sich dort auch längerfristig einnisten könnte. Insbesondere nach seinem Motivationsloch zu Saisonbeginn, ist das doch sehr erfreulich zu sehen.

    Apropos deutsche Tourcardholder: Rupprecht, Klose und Krohne, der seine Tourcard abgibt, werden kommende Saison nach jetzigem Stand nicht mehr dazugehören. Niko Springer kommt hinzu. Um den Stand an Tourcardholdern zu halten, müssten sich also schon zwei Jungs über die Q-School qualifizieren.

    Ein Jahr später dürfte es dann auch für Wolters und Wenig eng werden, die dieses Jahr zu wenig Preisgeld eingespielt haben und nächstes Jahr stark unter Druck stehen werden.

    Bei der Diskussion liegt die Wahrheit meines Erachtens in der Mitte. Die PDC hat natürlich ursprünglich stark von dem Unterbau profitiert, benötigt diesen inzwischen aber immer weniger. Man hat sich mit Challenge Tour und Development bereits einen gewaltigen Unterbau geschaffen und baut zusätzlich an Serien in Asien, Nordamerika, European Tour, World Series der NextGen etc. etc.

    Aber man muss halt realistisch einordnen, dass der Dartsport noch nur in wenigen Ländern groß ist und auch das Interesse der Medienanstalten überwiegend gering ist. Selbst in einem Land wie Deutschland, wo es einen Dartboom gibt, kriegt die breite Masse abseits der WM doch fast nichts vom Sport mit. Die Lakeside-WM bspw. generiert ja auch kaum Interesse.

    Dementsprechend ist sehr limitiertes Geld im Umlauf und um den Sport mehr und mehr zu professionalisieren will man mehr Spielern die Möglichkeit vom Sport zu leben und querfinanziert Events wie die Players Championship Turniere. Auf der anderen Seite will man auch in den ein oder anderen Markt investieren und Touren auf die Beine stellen. Aber so etwas entwickelt sich auch nicht von heute auf morgen. Natürlich kann man immer kritisieren, dass die Topspieler zu viel Prozent des Preisgelds einheimsen, aber mal ehrlich, in welchem Sport ist das groß anders? Das ist völlig üblich und dient gewissermaßen ja auch dem Marketing. Wenn der Weltmeister 500.000 Pfund bekommt klingt das schöner, als würde er 200.000 Pfund bekommen. Wenn er 1,7 Millionen Preisgeld in der Order of Merit stehen hat, bekommt diese Summe viel mehr Publicity als die Frage ob Platz 80 der Tour von dem Preisgeld leben kann.

    Insofern ist das keine rein einseitige Diskussion und es gibt ein Für und Wider. Abseits der PDC kann quasi niemand rein von dem Sport leben. Nehmen wir doch als Beispiel die Dutch Open oder jedes andere beliebige WDF-Turnier. Es ist ja nicht so, dass die Spieler dort wegen der Aussicht auf tolle Preisgelder spielen. Für 95% der Spieler sind die Turniere alleine durch die Anreisekosten absolute Minusgeschäfte. Insofern kann man froh sein, was die PDC bereits für die Topspieler geschaffen hat. Insgesamt geht der Trend doch auch immer mehr dahin, dass mehr und mehr Spieler rein vom Sport leben können. Also die Entwicklung geht in die richtige Richtung und eine Aufstockung der WM im nächsten Jahr könnte diese Entwicklung noch weiter vorantreiben.

    Natürlich kann die PDC sich noch mehr um den Unterbau kümmern, aber es kommt ihnen da doch sehr gelegen, dass das teilweise anderweitig übernommen wird. Jeder Cent, der in den Unterbau fließt, fehlt den Tourcardholdern und macht es diesen schwerer vom Sport zu leben. Also wieso sollten sie das noch massiver forcieren? Mit dem neuen Format fließt beim Masters schon deutlich mehr Geld als zuvor in niedere Regionen der Weltrangliste. Fakt ist, dass der Sport wächst und das ist alleine der PDC zu verdanken. Und das trotz rückläufiger Märkte wie den Niederlanden, die für den Dartsport neben der Insel hauptmaßgeblich waren. So viel kann die PDC also letztlich auch nicht falsch machen. Zumal mit dem Wachstum des Sports auch mehr Sponsorengelder fließen, die eine geringe Abhängigkeit vom Preisgeld zur Lebensunterhaltssicherung mit sich bringen.

    Damit eigentlich maximal uninteressant für Spieler von anderen Kontinenten. Da darf man gespannt sein, ob die Spieler von dort antreten werden und denen die theoretische Aussicht auf Preisgeld reicht sowie die Möglichkeit bei einem solch großen Turnier mitspielen zu dürfen. Möglicherweise kann der ein oder andere es mit einem längeren Trip inkl. Q-School etc. kombinieren, aber auch dafür braucht es erst einmal die finanziellen Mittel.

    Im Gegenteil. Diese unerträgliche Langsamkeit und das rumgehampel dürften der Hauptgrund für seinen Sieg gewesen sein.

    Oder auch einfach sein gutes Spiel, was ihn dieses Jahr schon über die gesamte Asian Tour getragen hat, die er dominiert und auf Rang 1 beendet hat.

    Wenn der Gegner mit einem langsameren Tempo nicht zurecht kommt, ist das dessen Versagen. Veenstra hat oft genug in seiner Karriere gegen langsame Gegner gespielt und wird gewusst haben was auf ihn zukommt, wenn er sich professionell vorbereitet hat.

    87er Average, kaum Doppel, auch im Scoring zu wechselhaft. Damit hat man auch in Runde 3 der WM nicht unbedingt etwas zu suchen. Robert Owen nutzt das und zeigt bislang ein gutes Spiel. Gaga wird sich steigern müssen, sonst ist die WM in 10 Minuten vorbei.

    Passt vlt nicht ganz so hier rein, aber Niko Springer wird in Teilzeit gehen und dann die ganze Tour mitnehmen. Quelle: Zitat aus der Checkout Podcast Instagram Story.

    Er wird sich auch vorübergehend aus dem Beamtenverhältnis entlassen lassen, da ansonsten ein "Nebenjob" nicht möglich gewesen wäre. Mal schauen wie er sich auf der Tour schlägt. Er hat auf jeden Fall das Potential, sich in den Top 64 zu etablieren.