Beiträge von hfgon

    Gaga damit nach aktuellem Stand wieder für ET5 und ET6 gesetzt. Das Weiterkommen von Dolan, Woodhouse und De Decker macht ihm aber das Leben schwer. Die beiden letztgenannten könnten ihn mit einem weiteren Sieg wieder aus den Qualirängen verdrängen, oder auch ein Littler mit einem Turniersieg. Neben ET1 zählen nur noch die nächsten beiden PC-Events für die Quali für ET5 und ET6.

    Starkes Match von Heta. Etwas Glück hinten heraus, dass Littler drei Darts zum 9:9 auslässt, über 18 Legs hinweg aber eine zweifelsfrei famose Leistung.

    Wie schätze ich die Entwicklung der deutschen Spieler ein:

    Gabriel Clemens: Scheint derzeit ein wenig im no man's land gefangen. Er zeigt zu wenig um in die Top 16 vorzustoßen, gleichzeitig aber genug um in den Top 32 zu bleiben. Angesichts dessen, dass bei der WM ein dicker Batzen Preisgeld wegfällt, kämpft er derzeit für mich eher darum die Top 32 zu halten (Platz 28 im Tourcardrace). Das zeigt sich auch im European Tour Race, wo er Stand jetzt in den kommenden ET-Turnieren in die harte Quali müsste. Er braucht dringend mal wieder ein paar gute Ergebnisse auf der ProTour. Von hinten drücken Spieler wie Littler, Gary Anderson oder Van Veen. Über ihm in der Weltrangliste sehe ich Gilding langsam wieder die Ränge runterpurzeln, ansonsten scheint da der Weg ziemlich versperrt. Hält er sich die nächsten Jahre in den Top 32 und sammelt auch mal irgendwo einen Titel ein, dann wäre das aus meiner Sicht eine klasse Leistung.

    Martin Schindler: Bei ihm sehe ich die Situation etwas positiver als bei Gaga, weil ich bei ihm ständige Entwicklungsschritte sehe. Zwar hat er es gerade gegen Littler nicht durchziehen können, aber gerade auf den großen Bühnen wird er immer konstanter. Seit seinem kurzzeitigen Tourcardverlust geht es für mich bei ihm in die richtige Richtung. Nichtsdestotrotz gilt ein wenig was für Gaga gilt: Der Weg weiter nach oben in der Rangliste scheint hart, die Top 16 sind schon nochmal ein anderes Level. Auf der jetzigen Position etablieren wird hart genug.

    Ricardo Pietreczko: Senkrechtstarter der letzten Saison mit seinem ET-Sieg. Der sichert ihm dieses Jahr quasi alle ET-Teilnahmen, was sich ranglistentechnisch positiv auswirken sollte. Im Tourcardrace auf Rang 30, von demher scheint der nächste Step offensichtlich zu sein. Es muss das Ziel sein nach der Saison in den Top 32 zu stehen. Danach wird die Luft wie bei den beiden o.g. aber natürlich sehr dünn. Die ersten Auftritte in der neuen Saison waren auf mich noch nicht vollends überzeugend, ich sehe aber noch absolut keinen Grund zur Sorge.

    Florian Hempel: Letztes Jahr Tourcarderhalt auf dem allerletzten Drücker mit WM-Qualifier und Siegen bei der WM. Die ersten Wochen der neuen Saison machen auf jeden Fall einen besseren Eindruck als letztes Jahr. Wenn er das Niveau halbwegs hält, sollte ihm der Tourcarderhalt sicher sein. Derzeit hat er im Tourcardrace 22k Vorsprung. Das ist eine sehr gute Basis um erstmals die Tourcard etwas entspannter zu halten, ohne bei der WM auftrumpfen zu müssen. Das muss dann auch sein Ziel sein dieses Jahr.

    Daniel Klose: Im zweiten Tourcardjahr, damit ist eigentlich schon alles gesagt. Es kann für ihn nur darum gehen irgendwie die Tourcard zu halten. Im Tourcardrace liegt er derzeit auf Rang 69, 3k hinter Platz 64 bzw. 65 (wenn man Steve Beaton rausrechnet). Ich finde, dass er sich bis heute besser auf der Tour schlägt als man das nach der Q-School hätte erwarten dürfen. Dass er so nah am Tourcarderhalt ist, ist ein gutes Zeichen. Wenn er sich dieses Jahr weiterhin so gut entwickelt und auch mal irgendwo etwas weiter vorstößt, dann kann es reichen. Der Erhalt der Tourcard wäre meines Erachtens ein großer Erfolg.

    Pascal Rupprecht: Schwierige Personalie. Ich sehe bei ihm durchaus das spielerische Niveau um die Tourcard zu halten, letztendlich sind das aber zu viele ausgelassene Turniere bei ihm. Das hat ihm letztes Jahr vielleicht schon eine Major-Teilnahme gekostet, nun liefen die ET-Qualis auch wieder ohne ihn ab und zudem ist da noch die doppelt bitter verpasste WM-Quali im letzten Jahr. All das fällt ins Gewicht und ich habe nicht den Eindruck, dass er den Rest des Jahres nun alle Turniere mitnehmen wird. Letztlich wäre er für mich von seinem bisher gezeigten Niveau genau so ein Spieler, der am Ende zwischen Rang 60 und 70 im Tourcardrace landet. So jemand muss dann alle Turniere mitnehmen, andernfalls reicht es einfach nicht. Jetzt schon 11,75k Rückstand im Tourcardrace, keine Quali für ET 1-4. Ich sehe da schwarz, außer er macht den Hempel in Richtung WM. Die Superleague-Erweiterung auf die Schweiz und Österreich dürfte ihm das Leben aber auch nicht gerade erleichtern.

    Lukas Wenig, Paul Krohne und Tim Wolters: Hier ist es jeweils zu früh für Einschätzungen. Der erste Eindruck bei allen dreien war positiv, das sagt aber noch wenig aus. Wenig immerhin direkt mit zwei ET-Qualis, Krohne zeigt sich als "Darts-Neuling" unbekümmert ob der großen Namen und Bühnen und Wolters musste leider die ersten PC-Events und ET-Qualis auslassen, was schon ein klein wenig schmerzt. Sein erster Auftritt bei den UK Open machte aber Lust auf mehr. Schade, dass er nicht noch den Decider gepackt hat.

    Gaga bricht seit der Pause das Scoring weg. Von 6:4 auf 7:8. Hempel dagegen von 0:6 auf 7:7 und mit Anwurf. Hat es jetzt selbst in der Hand.

    edit: Selbst in der Hand um dann das 161er Finish zu kassieren und wieder das Break zu brauchen.

    Ryan Searle mit Mega-Comeback nach 2:8 zum 9:8 um dann im Decider das 100er Finish zu kassieren. Bringt seine Ergebnisse vom Floor nicht zu den Majors.

    Niclas Wierling, Niklas Fahrenholz und Tim Scholz sind mir aus deutscher Sicht in den letzten beiden Tagen auf jeden Fall positiv aufgefallen.

    Auf der anderen Seite gibt es aber auch ein paar Jungs, bei denen ich mir etwas "Sorgen" mache, die man schon besser gesehen hat. Das gilt für Nico Blum, Fabian Schmutzler aber auch David Schlichting, der vor 16 Monaten bei der Super League positiv auftrumpfen konnte, seither aber auf der Stelle tritt, bzw. leichte Rückschritte zu machen scheint.

    Insgesamt könnte ich mir vorstellen, dass es sich auf der Development Tour aus deutscher Sicht nach diesem Wochenende ähnlich darstellt wie auf der Challenge Tour. Eine gute Breite, auch einige Spieler in den Top 32, aber niemand in den Top 10.

    Nijman in Turnier 3 bockstark, mit Averages von 92, 111, 98, 94, 91, 93, 101 und 97. Dennoch im Halbfinale Schluss für ihn. Aber wenn er das Niveau noch in weiteren Turnieren ans Board bringt, dann wird er die Development Tour ganz weit vorne beenden.

    Apropos ganz vorne: Da liegt Keane Barry, der sein zweites Finale erreicht. Im Vergleich zu Nijman seine Averages heute aber nicht nennenswert. Sehr konstant im Bereich von 81-89 Punkten, aber kein einziger 90+ Average.

    Für mich aus deutscher Sicht die Neuentdeckung des ersten Tages Tim Scholz: Spielt 4 mal 80+ Average und zweimal 77+ und erntet dafür auch 200 Pfund Preisgeld ein. Kennt ihn irgendjemand? Zahlenmonster hat er bei Dir schon irgendwelche Ergebnisse stehen und wenn ja welche Bewertungszahl hatte er vor heute und welche nach heute!

    Auch sehr erfreulich, dass Niko Springer wieder richtig gut aufspielt. Krohne und Grüllich konstant sehr stark, dazu noch B&B. Bremermann und Barkausen gut dabei. Erfreulicherweise auch etliche andere Deutsche mit Preisgeld. David Schlichting, Toonders und Ufer dabei mit 200 Pfund.

    Toll auch, wie Beau Greaves im zweiten Turnier mal die Jungs so richtig aufgemischt hat, dann leider im VF im Decider 16 mit 3 Darts nicht ausgemacht.

    Tim Scholz hat 2023 bei den Swiss Open das Achtelfinale erreicht, dort auch Averages von 80, 75, 76, 80 und 95 gespielt.

    https://tv.dartconnect.com/event/swisshelvetiaopen23/matches

    edit: Ansonsten einige gute Resultate bei regionalen Turnieren in Bayern gehabt.

    Wenn man die Viertelfinalisten sieht, so sind da mit Jansen, Krohne, Perry, Rusty, Barry, Beeton, Rafferty und Roelofs wenig Überraschungen dabei.

    Für Krohne auf jeden Fall ein beachtlicher Auftakt in die Development Tour Saison. Das macht Lust auf mehr.

    Die Nichtteilnahme von Rupprecht derweil sehr bitter, wenn auch nicht unerwartet. Die Development Tour wäre eine gute Möglichkeit gewesen um die WM zu erreichen und darüber auch die Tourcard zu halten. Aber mit den derzeitigen Prioritäten und als Teilzeitspieler auf der Tour ist der Tourcarderhalt wohl eher unrealistisch. Schade, denn das spielerische Vermögen hätte er.

    Meinen Respekt, da hat die PDC doch auf die zahlreichen kritischen Stimmen bezüglich des sicheren Preisgeldes reagiert

    Erstaunlich. Das hätte ich der PDC nicht zugetraut. Nötigt auch mir Respekt ab, zeigt zugleich aber meines Erachtens auch, wie deutlich der Gegenwind aus der Riege der Tourcardspieler gewesen sein muss.

    Starke Tage von Franz Rötzsch, der sich für 3 von 4 Events qualifiziert.

    Moritz Hilger (28) packt ebenso die Quali wie Christopher Toonders (22), der ein 1:4 gegen Kovalev im entscheidenden Match dreht, und Kevin Troppmann (24), der Max Hopp im letzten Match des Tages im Decider besiegt. Hopp kriegt 196 Punkte Rest mit 12 Darts nicht aus.

    In Riesa sind folgende Spieler über den HNQ dabei:

    Michael Unterbuchner (Doppelquali heute)

    Patrick Klingelhöfer (müsste seine erste Quali sein, hier ein kleiner Artikel zu ihm: https://www.fuldaerzeitung.de/sport/lokalspo…d-92483365.html)

    Jan Dückers (müsste auch seine erste Quali sein, daher auch zu ihm ein kleiner Artikel: https://rp-online.de/nrw/staedte/mo…i_aid-101482061)

    Kai Gotthardt (gewann im Decider gegen Thomas Köhnlein, seine zweite Quali nach 2020)

    Soeben wurde das erste Pro Tour Event der neuen Saison gespielt. Jeffrey De Graaf sicherte sich den Sieg mit einem deutlichen 6:1 im Finale gegen Jani Laurila.

    Im Kampf um einen möglichen Tourcarderhalt für Jeffrey De Graaf ein mehr als dankbarer Weg zur Weltmeisterschaft, insbesondere da kein Einzelevent sondern Tickets über eine Turnierserie vergeben werden.