Beiträge von hfgon

    Gute Einstellung.

    Und er wird ja wahrscheinlich trotzdem oft die Möglichkeit haben zu spielen. Gerade bei den European Tour Qualifiern rechne ich ihm guten Chancen aus

    Wobei die Q-School selbst jemandem auf seinem Niveau nie eine Tourcard garantiert. Insofern wäre es vielleicht eine Überlegung wert schon dieses Jahr auf die Tourcard zu gehen und nur ausgewählte Events zu spielen. Wäre dann sicherlich eine Hypothek für das zweite Jahr, dort könnte er dann aber die volle Tour mitnehmen und mindestens wichtige Erfahrungen sammeln, vielleicht sogar noch die Tourcard halten. Andernfalls spielt er kommendes Jahr weiterhin überwiegend kleinere Turniere und wenn er Pech hat, scheitert er im Jahr darauf in der Q-School.

    Pankow "mogelt" sich bisher durch. Mit Averages von 60, 77, 74 und 79 das Viertelfinale zu erreichen ist auch eine Leistung. Sollte er sich von dort an jedoch nicht massiv steigern, dürfte sehr schnell einzig Max Hopp aus deutscher Sicht verbleiben. Dennoch natürlich sehr beachtlich von Pankow, in 4 Matches auch lediglich 6 Legs verloren.

    Ich verstehe schon, dass die Entscheidung pro Sherrock Kritik hervorruft, gleichzeitig finde ich aber nicht, dass sie es sportlich absolut nicht verdient hätte. Hätte man die Women Series und die World Series nicht zeitgleich angesetzt, so hätte sie sich ziemlich sicher über die Women Series qualifiziert. Von demher finde ich es schon nachvollziehbar, sie jetzt infolge dessen nicht schlechter zu stellen.

    Generell finde ich da die ganzen lokalen Qualifier viel kritischer, solange diese Tourcardspielern zur Verfügung stehen. Anstelle bspw. eines Scott Mitchell, der um den Erhalt der Tourcard kämpft, fände ich es nicht sonderlich pralle wenn zeitgleich Spieler wie Flo Hempel über Qualifier zur WM kommen, die ihm nicht zur Verfügung stehen, und massig Preisgeld einsacken. Sherrock bei der WM wird ihn wenig tangieren, da sie zu 99,9% nach der WM wieder genullt wird, bei Spielern wie Hempel ist das jedoch nicht der Fall.

    Solche Qualifier können Spieler die Tourcard kosten oder teilweise auch mal den Unterschied machen, ob man sich als Top 32 Spieler für ein Turnier qualifiziert oder nicht. Da hängt wahnsinnig viel dran für die Spieler. Aber ob Sherrock dabei ist oder nicht, das wird mir in Relation viel zu heiß gekocht.

    Warum nicht gleich 15.000 an den Sieger?

    Das ist schon sehr "the Winner takes all", da ist es schwer einen verpassten Turniersieg auszugleichen.

    Verstehe die Kritk nicht. Wenn ich das richtig überblicke ist das Gesamtpreisgeld um circa 5.000 Pfund aufgestockt worden. Davon gehen lediglich 10% an den Sieger und insbesondere die früheren Runden sind deutlich aufgestockt worden. Bei den "Letzten 32" hat sich das Preisgeld verdoppelt, beim Sieger kamen lediglich 25% oben drauf.

    Generell hat der Sieger zuvor rund 20% des Preisgeldes bekommen. Von der Aufstockung sind es jetzt nur 10% und somit insgesamt nur noch 16,67%. Man kann die Verteilung sicher kritisieren, insgesamt ist das aber doch ein positiver Schritt. Sowohl, dass generell die Challenge und Development Tour eine massive Aufstockung des Preisgeldes bekommt, als auch dass die früheren Runden davon deutlich profitieren.

    7 der 8 Viertelfinalisten stehen fest:

    Sedlak (bisher Averages von 91, 78 und 86) gegen Steyer (76,76,81)

    Krassen (80,74,78,85) gg Goedl (84,83,92,84)

    Bialecki (92,85,90,94) gg Masek (83,82,85,82)

    Grbavac (75,81,80) gg Ljubic (76,81,90) oder Rusty (90,93,74)

    Nach den bisherigen Leistungen Bialecki, Rusty und Goedl mit guten Chancen. Krassen und Grbavac hatte ich zuvor überhaupt gar nicht auf dem Zettel.

    Sehr schade, dass das Finale jetzt nicht nur rein sportlich Beachtung findet. Beide haben ein fantastisches Turnier gespielt und hatten die Aktionen im Finale nicht nötig. Letztlich muss man da aber auch beide einfach mal ein wenig in Schutz nehmen. Das war für Springer wahrscheinlich das wichtigste Match seiner Karriere und auch für Hempel das wichtigste Spiel dieser Saison. Da ist der Druck einfach sehr hoch und dementsprechend auch die Anspannung und die Reizschwelle. Denke, dass das zwischen den beiden im Anschluss schnell ausgeräumt wurde.

    Insgesamt ein sehr schönes Turnier und Format, bei dem man mal abseits der PDC-Tour etwas mehr von den deutschen Spielern mitbekommt. Hempel und Pietreczko haben gezeigt weshalb sie Tourcardholder sind, Horvat und Eidams haben ihre Erfahrung und ihr konstant hohes Niveau gezeigt. Springer und Wenig haben gezeigt, dass die Möglichkeit besteht den Sport definitiv auch professioneller auf PDC-Ebene zu betreiben. Rötzsch und Klose auch mit guten Leistungen und Schlichting hat sich als Aufkömmling sehr stark präsentiert.

    Enttäuschungen des Turniers waren für mich lediglich Bunse und Hopp. Bei Bunse war nichts mehr zu sehen von dem Spieler, der vor einem Jahr noch eine Tourcard hatte und sich dort auch nicht schlecht präsentierte. Tja, und Max Hopp weit weg von dem Level, das man als Profi mit Tourcard präsentieren sollte. Nachdem Gaga und Schindler bereits qualifiziert waren nun die Viertelfinals deutlich zu verpassen... Damit nicht einmal Top 10 Deutschlands. Ist jetzt nicht so lange her, dass er die unumstrittene Nr. 1 des Landes war. Der Abstieg ist schon enorm.

    Nicht ganz vergessen sollte man auch Münch, Siepmann oder Unterbuchner, die gar nicht erst am Start standen und auch auf dem Level agieren können. Die Breite ist in Darts-Deutschland auf jeden Fall vorhanden. Wäre schön, wenn wir vielleicht noch 2-3 Spieler auf das nächsthöhere Niveau bekommen.

    Durch das Aus von Pietreczko nur einer von 3 Tourcardholdern im Halbfinale. Spricht für das Niveau der gesamten Veranstaltung. Aus neutralen Gesichtspunkten etwas schade, da gerade die Tourcardholder die WM-Quali gut gebrauchen können um die Tourcard am Ende auch wirklich halten zu können. Aber zwei Chancen bleiben mit dem West European Qualifier und dem PDPA Qualifier ja noch, ganz abgesehen davon, dass Flo Hempel ja eh noch im Rennen ist.

    Springer hat das hinten heraus aber einfach sehr sehr souverän gemacht. Ab dem 4:4 hat er Pietreczko bei seinen Anwurflegs kaum mal schnuppern lassen, einzig die verpassten Matchdarts haben hinten heraus noch den 15-Darter und das 123er Finish als Möglichkeit gelassen. Insgesamt aber einfach ein starker Auftritt und den Vorteil des Anwurfes hat er sich über die letzten beiden Tage verdient.