Beiträge von hfgon

    Jamie Hughes empfinde ich mehr und mehr als eine große Bereicherung für die PDC. Dem traue ich es auch zu mal bei einem der größeren Turniere ganz weit vorzurücken. Etwas inkonstant in seinen Leistungen, aber wie oft der sich im Bereich eines Averages von über 100 Punkten befindet ist schon sehr beeindruckend und ganz großes Kino.

    Koch und Kohnlein hatten heute eigentlich die goldenen Chancen, verlieren am Ende dennoch recht deutlich. Die HNQ sind in der Breite einfach zu schwach um anständige Gegenwehr zu leisten. Würde in meinen Augen reichen, die auf zwei Spieler einzuschränken. Finde es auch fast schon wettbewerbsverzerrend wenn Leute wie Hughes und Dolan aufeinandertreffen und anderen Gegnern dann HNQ wie Koch oder Kohnlein zugelost werden, bei allem gebührenden Respekt vor denen. Zu groß ist inzwischen der Qualitätsunterschied. Da kann am Ende der Erhalt der Tourcard oder bspw. die Direktquali für die WM oder andere große Turniere von abhängen.

    PS: Gaga und Kevin holen heute noch zwei Siege! 8o

    Starkes Spiel von Hopp. Auf dem Floor ist Gaga vielleicht sogar inzwischen die deutsche Nummer eins, auf der Bühne aber ist Hopp klar vorne und kann dort, ähnlich wie ein Van den Bergh, immer wieder seine besten Darts auspacken.

    edit: Heute ist sogar das Finale drin, sehr gute Auslosung für ihn.

    Hier wird generell wenig geschrieben. Denke den meisten ist die Premier League nicht so wichtig. Das Turnier zieht sich einfach viel zu lange meiner Meinung nach. Auch wenn es sportlich spannend ist wie schon lange nicht mehr. Immer noch 4 Spieltage bis die Play-Offs feststehen. Immer die gleichen Spieler Woche für Woche. Würde Dodo hier nicht jede Woche schreiben würde doch gar nix im Thread passieren.

    Ich kann das aus meiner persönlichen Empfindung nur bestätigen.

    Es ist schon so, dass ich weiterhin die meisten Premier League Spieltage verfolge und auch schaue, aber ich fiebere dabei selten mit, da die Ergebnisse aufgrund der vielen Spieltage erst einmal nicht die richtig große Relevanz haben. Insofern nehme ich die Ereignisse interessiert, aber relativ emotionslos zur Kenntnis. Dass es die selben Spieler sind, das stört mich dabei gar nicht so sehr.

    Müsste ich jetzt Premier League Ergebnisse von vor 3 Wochen aufzählen, so würde ich daran überwiegend scheitern (Ausnahmen sind da die Barney-Ergebnisse, eben da es dort ums theoretische Weiterkommen ging). Ergebnisse der UK Open oder teilweise auch aus Players Championship Events könnte ich da weit problemloser aufzählen.

    Finde die Rangliste inzwischen schon sehr interessant und nach 12 Events auch durchaus aussagekräftig:

    Wenn man die eingespielten Preisgelder mit den gespielten Averages vergleicht, so zeigt sich, wie wertvoll Konstanz und insbesondere das richtige Timing (bzw. auch mal Glück, dass der Gegner nicht performt) sind. Rob Cross bspw. hat bisher den höchsten Durchschnittsaverage über die gesamten 12 Events hinweg, liegt beim Preisgeld dennoch knapp außerhalb der Top 20 (wobei er glaube ich auch nur 8 von 12 Events gespielt hat). In Relation zu seinen Averages sind die Resultate aber doch eher ernüchternd. MVG hat bei seinen Auftritten mit schlechteren Averages 20% mehr seiner Partien gewonnen (91 zu 71%). Auch bspw. ein Peter Wright, mit dem neunthöchsten Average, gewinnt dennoch nur 57% seiner Partien und liegt gerade so an 32 der PC-Order.

    Ganz extrem ist der Fall von Jamie Hughes, der bislang den fünfthöchsten Average (zwei Positionen vor James Wade) über die 12 Events vorzuweisen hat. Seine Matchbilanz mit 9 Siegen und 10 Niederlagen spricht Bände, weshalb er auch kaum Preisgeld eingespielt hat. Da war schon viel Pech dabei, was aber natürlich auch der nicht vorhandenen Setzposition und dadurch dem frühen Aufeinandertreffen mit starken Gegnern geschuldet ist. Umso höher sind für mich die Leistungen von Glen Durrant zu bewerten, der ohne Setzposition bis dato das fünfthöchste Preisgeld einspielen konnte.

    Im Rahmen dessen möchte ich auch noch kurz etwas zur "Mär" sagen, dass Gabriel Clemens ständig auf besonders hohe Averages treffen würde. Zumindest im Durchschnitt der gegnerischen Leistungen bestätigt sich dies nicht (auch wenn er beim Opponent Average immerhin an 16ter Stelle liegt). Dass er mit dem 24st besten Average an 12 der PC-Order liegt, lässt eher auf etwas Glück bzw. gutes Tming schließen. Das ist zwar der Extremvergleich, aber der beim Average unmittelbar vor ihm liegende William O'Connor steht bei einer Bilanz von 6 Siegen zu 12 Niederlagen (der arme Junge hat auch den höchsten Gegneraverage vorzuweisen).

    Aus deutscher Sicht nach 12 Events:

    Gabriel Clemens: 24ster beim Average (94,27), 27ster bei gewonnenen Matches (60%), 12ter beim Preisgeld (15.000) und 16ter beim Opponent Average (93,5 - allerdings auch teilweise weit vorgestoßen, wo für gewöhnlich höhere Averages gespielt werden)
    Max Hopp: 19ter beim Average (94,69), 25ster bei gewonnenen Matches (61%), 41ster beim Preisgeld (7.000, allerdings nur 9 von 12 Events gespielt) und 22ster beim Opponent Average (93,2)
    Robert Marijanovic: 85ster beim Average (89,49), 84ster bei gewonnenen Matches (40%), 70ster beim Preisgeld (4.000) und 79ster beim Opponent Average (91,1)
    Christian Bunse: 77ster beim Average (90,01), 93ster bei gewonnenen Matches (37%), 84ster beim Preisgeld (3.500) und 78ster beim Opponent Average (91,2)
    Martin Schindler: 47ster beim Average (92,51), 100ster bei gewonnenen Matches (33%), 93ster beim Preisgeld (3.000) und 30ster beim Opponent Average (92,9)

    Bei Hopp, Marijanovic und Bunse passen die Averages relativ gut zu den gewonnenen Matches und schlussendlich auch dem eingespielten Preisgeld (sofern man bei Hopp auf 12 teilgenommene Events hochrechnet). Da würde ich bislang weder sagen, dass sie außerordentlich viel Pech noch Glück hatten. Insbesondere bei Bunse wäre mein Eindruck da durchaus anders gewesen, dass er auch relativ viel Pech hatte. Clemens und Schindler hingegen sehe ich als zwei kleine Ausreißer. Gaga überperformt ein klein wenig beim gewonnenen Preisgeld und profitiert von seinen beiden Finalteilnahmen bzw. seinen beiden richtig guten Tagen. Ein sehr guter Tag und ein schlechter Tag bringen am Ende eben mehr Preisgeld als zwei ganz gute Tage. Martin Schindler hingegen hat bis dato wirklich Pech bzw. überhaupt kein Timing. Beim Average gerade so in den Top 50, beim Preisgeld hingegen nur knapp in den Top 100. Das läuft bis dato überhaupt nicht, ist aber auch durchaus gut aufgelegten Gegnern geschuldet. Insofern kann man vielleicht hoffen, dass er in den kommenden Events etwas besser abschneidet und die Regression zur Mitte einsetzt.