Barry Hearn hat schon vor vielen Jahren gesagt, dass es sich in die Richtung entwickeln wird, dass man nur noch Vollzeit-Dartsprofi sein kann oder eben nicht. Sehe da vor allem für die eine Schwierigkeit, die sich neu eine Tourcard erspielen und noch nicht wissen, wie es läuft, ob sie auf der Tour bestehen können, ect. Auch ein Clemens hat ja anfangs noch drei Tage die Woche gearbeitet.
Das Problem, das ich nun sehe, ist folgendes: Bei der PDC verdient man nur Geld, wenn man Spiele gewinnt, dazu kommen Reisekosten von bestimmt 20.000 bis 30.000 Euro pro Jahr. Das heißt, das Ganze kann absolutes ein Minusgeschäft sein. Wenn man jetzt als normaler Arbeitnehmer eine Tourkarte gewinnt, muss man schon sehr mutig sein, um den Job komplett aufzugeben und alles auf die Tourkarte zu setzen.
Ein Lösungsansatz, den ich schon seit Jahren gut gefunden hätte, wäre es, den Spielern für die Players-Championship-Turniere schon ein Preisgeld für die Teilnahme zu zahlen – sagen wir 300-500 Pfund. So würde niemand mit Minus aus England wieder zurück auf das europäische Festland fahren. Statt 750 und 1250 Pfund für die ersten zwei Siege könnte man 300 Pfund für die Teilnahme, 600 Pfund für die zweite und 900 Pfund für die dritte Runde ausloben. So wären die Reiskosten auch bei zwei oder drei Erstrundenniederlagen gedeckt und schon ein oder zwei Siege würden für ein ordentliches Plus sorgen.
Und mit dieser Aufteilung würde die PDC sogar weniger Preisgeld ausschütten als bisher.