Ich glaube die Aussage des Vorposters ist nicht, dass man auch ohne Talent ein Finale auf der DT erreicht, sondern dass so etwas nicht automatisch dazu führt auf der Pro Tour Fuß zu fassen und dort dann in Richtung Top32 oder höherem vor zu stoßen.
Zu Springer selbst: Ich bin immer noch der Meinung, dass man mit seinem aktuellen Stand durchaus zufrieden sein kann. Er spielt ziemlich konstant, gewinnt in der Regel sein erstes Spiel bei den PC, schlägt auch Topspieler. Es fehlt halt einfach nur ein tieferer Run, der wenn man sich seine Leistungen anschaut, eben durchaus drin wäre. Wenn natürlich die Erwartung war, dass er gleich bei allen Majorraces um die Quali spielt, dann muss man klar sagen, dass es dafür eben nicht reicht.
Sein bisheriges Jahr ist sehr gut vergleichbar mit Wessel Nijman vor einem Jahr (van Veen und Rock waren zum ähnlichen Zeitpunkt etwas besser postiert). Bei dem hat es auch im ersten Jahr etwas gedauert bis das erste große Ergebnis kam (war dann gleich ein Titel bei einem PC). Das heißt nicht, dass dies bei Springer auch so passieren wird, aber allzu große Unzufriedenheit ist für mich bei ihm nicht gerechtfertigt.
Zu den anderen:
Ich denke Grüllich und Pietrezcko können zufrieden sein, Boardfinale erreicht und dann trotz ordentlicher bis guter Leistung raus. Für Pietrezcko war der Tag natürlich unglücklich für das WMP, aber bei ihm ist wieder eine viel größere Konstanz in den Leistungen und das macht mir Hoffnung, auch wenn es vielleicht niht für die großen Majors 8WMP und WGP) reicht dieses Jahr.
Hopp mit zumindest einem Sieg auch wenn die Leistung nicht so berauschend war. Bei Hempel, Weber, Gotthardt und Wenig kann man schon von enttäuschenden Spielen sprechen. Weiß nicht ob ein Weber direkt nach einem DT-Wochenende vielleicht etwas überspielt ist, aber so ist er nicht konkurrenzfähig.
Clemens hat ein fast schon typisches Clemensspiel, diesmal halt nur in runde 2.
Czerwinski hat nur ein Leg mit Checkdarts, vergibt dort dann wsl mind. 5 davon und ist im Rest chancenlos gegen einen gut aufgelegten gegner.
Schindler mogelt sich in die dritte Runde und scheitert dann noch knapp gegen einen guten Dom Taylor. Hier sind die Erwartungen natürlich auch größer, aber für mich zeigt das, dass Schindler auch immer öfters schwächere Tage mit seinem B oder C-Game ziehen kann. Wo früher wahrscheinlich in der ersten runde Schluss war (und das hätte gestern gegen Veenstra auch sein können) holt er sich jetzt noch ein zwei Siege. Gegen Taylor war das Glück dann aber auch aufgebraucht.