Beiträge von biopio26

    Ich kann verstehen, dass es da immer zu Mißverständnissen kommt, was auch daran liegt, dass der DSAB hier nicht in der Lage ist, eine ordentliche Regel zu formulieren und stattdessen, soweit ich mich erinnere, einen Beschluss einer Jahressitzung hier mehr oder weniger per Copy&Paste eingefügt hat, ohne einen ordentlichen Satz daraus zu machen.

    Vorher stand da mal recht eindeutig:
    Das Maximalgewicht beträgt 18 g (Produktionsbedingte Toleranzen von
    max. 5 % sind gestattet).

    "Inklusive der Toleranzgrenze" kann nämlich auch bedeuten, dass die Toleranzgrenze aus der älteren Regel weiterhin gelten soll (weil da ja auch steht: "der Toleranzgrenze" und nicht "einer Toleranzgrenze"). Man kann sich ja auch die Frage stellen, warum man überhaupt eine 5%-Toleranzgrenze nennt, wenn es sie faktisch nicht gibt? Wenn maximal 21 Gramm gemeint sind, könnte man einfach schreiben: ohne Toleranz (oder man schreibt einfach nur maximal 21 Gramm). Oder man meint: max. 20 Gramm mit einer maximal 5%igen (produktionsbedingten) Toleranz (=21 Gramm).

    Dass das mißverständlich ist, erkennt man daran, dass diese Diskussion auch hier im Forum schon mehrmals geführt wurde und wenn Du googelst, findet man auch immer mal wieder die Zahl 22,05 Gramm, auch z.T. auf Seiten von Dartvereinen (von KIs will ich gar nicht reden).

    Ich habe ja schon letztes Jahr nicht verstanden, warum Littler und damals van Veen an der Word Youth Championship teilnehmen dürfen (und einige Podcast-Experten wussten es ja wohl auch nicht). Also, welches Regelwerk, welche Regel regelt das?

    OK, dann hat sich das erledigt. Ich kenne eine Dartsoftware, die den League-Modus hat, aber da kann man keine Daten manuell eingeben, sondern die Daten werden direkt vom Board übernommen (i.d.R. smarte e-Dartboards). Es sei denn, Du benutzt Autodarts oder Machine Darts (bestimmte Darterkennungssysteme für Steeldart), dann würde das gehen.

    Ich habe die Quellenangabe zu einer Studie gefunden, die genau das belegt:
    Ryan J. Tibshirani: "Where to aim on a dartboard"
    Sie zeigt genau das: Gute Spieler zeigen eine klare Gaußkurve um das Ziel herum. Schlechte Spieler haben eine Trefferwolke, die im inneren Bereich flach und fast gleichmäßig verteilt ist. Erst am Rand dünnt es aus. In einem realistischen Bot sollte man das also im unteren Niveaubereich berücksichtigen.

    Die Studie selbst habe ich noch nicht gefunden.
    Ich hoffe die KI hat die Quelle nicht einfach erfunden. :/:D

    Ist eventuell hier verlinkt: https://www.stat.cmu.edu/~ryantibs/darts/ (müsste es eigentlich sein)

    Der Vergleich mit der Lottozahlentrommel hinkt aber. Ich simuliere ja nicht den Flug des Darts, sondern lasse auch nur einen Zufallsgenerator laufen. Nur ist das hier halt nicht gleichverteilt.

    Nein, Du simulierst natürlich nicht den Flug des Darts, aber Du simulierst das Trefferbild unter der Annahme einer Gleichverteilung mit einer bestimmten Standardabweichung.

    Wenn man ein einigermaßen realistisches Verhalten simulieren will, dann muss man schon einen etwas differenzierteren Ansatz wählen, als nur zu würfeln.

    Was ich beschrieben habe, ist nicht "nur würfeln" (ich hatte übrigens mal eine e-Dartscheibe, die hat das tatsächlich gemacht, da kam dann sowas wie T15-D12-S1 raus...). Wenn Du Deinen Bot mit einer bestimmten Einstellung lange genug auf die Felder werfen lässt, kannst Du hinterher sagen: Mit den Einstellungen trifft er ein Tripple zu x%, ein Single zu y% und ein Doppel zu z%. Und genau solche prozentualen Wahrscheinlichkeiten nutzen viele Dartbots (ich kenne drei, die mehr oder weniger den gleichen Algorithmus mit den gleichen Prozentwerten für bestimmte Stufen verwenden. Ich bin mir nicht sicher, ob Du solch einen Bot in Bezug auf eine "natürliche Simulation" von Deinem Bot unterscheiden könntest. Es ist halt nur viel einfacher, da Du keine Position berechnen musst und auf das Board mappen.

    Aber mein hauptsächliches Ziel ist es ja auch nicht, einen tollen, noch nie dagewesenen Bot zu konstruieren, sondern einfach nur Spaß an der Sache und am coden. :S

    Den sollst Du haben und das ist auch mein Antrieb, selbst hobbymäßig an einer Dartssoftware zu programmieren. Und deswegen finde ich solche Diskussionen und Überlegungen auch spannend.

    Es müsste hier auch schon einen älteren Thread zu Dartbots geben, fyi.

    Ich denke, viele Dartbots kommen von der "anderen" Seite, d.h. man nimmt einfach die Wahrscheinlichkeiten, die unter Deiner Kurve liegen, also ein Bot mit Level x trifft mit diesen und jenen Wahrscheinlichkeiten ein Single, Doppel oder Trippel. Je nach Spiel (X01, Cricket, ...), Spielstand und Level des Bots entscheidet ein Algorithmus, auf welches Feld geworfen werden soll und dann wird einfach gewürfelt. Wird das anvisierte Feld nicht getroffen, geht man einen Entscheidungsbaum runter, um zu schauen, wo der Dart gelandet ist. Das ist natürlich wesentlich einfacher, als den Wurf mit einer zweidimensionalen Gauss-Verteilung zu simulieren und zu schauen, wo der Dart auf dem Bord landet. Aber im Endeffekt wird das Ergebnis genauso "gut" sein.

    Ich vergleiche das gerne mit den Lottozahlen. Man kann versuchen, die Lottotrommel möglichst genau zu simulieren, man kann aber auch einfach einen Zufallsgenerator zwischen 1 und 49 laufen lassen.

    Ich kann mich an mindestens ein Wochenende der Women's Series in Deutschland erinnern, dass nicht stattgefunden hat, weil es zu wenige Teilnehmerinnen gab.

    Da kann ich mich auch dran erinnern, dazu sollte man aber fairerweise auch erwähnen, dass dieser Termin ziemlich in der Ferien-/Urlaubszeit lag und relativ kurzfristig angesetzt wurde. Das Ei hat sich die PDC damals selber gelegt.

    Was ich ja absolut nicht nachvollziehen kann, ist warum die austragenden Vereine die Spiele nicht live zeigen dürfen. Wie zb. das Dartzentrum Freiburg wollte die Spiele zeigen, durften aber gestern nur die Livescores zeigen, weil die PDC Europe es nicht möchte und das verstehe ich echt nicht warum. Schadet doch niemanden und ist für die Spieler eine tolle Möglichkeit mal vor Kamera zu spielen.

    Ein Erklärungsversuch: Einerseits ist da ja der Stempel "PDC Europe" drauf, andererseits hat die PDC Europe aber null Kontrolle über das, was da gestreamt würde. Da möchte man bei der PDC Europe vielleicht verhindern, mit etwas "unschönem" in Verbindung gebracht zu werden, was vielleicht mal in einem Stream vorkommen kann, z.B. alternative Wahrnehmung bestimmter Spielszenen durch die Spieler oder Verzehr von nicht-nichtalkoholischen Getränken usw. Auch eine schlechte Bild-/Tonqualität könnte von einigen der PDC Europe angelastet werden.

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort und die Erklärungen. Nach meinem Verständnis sind die Kameras laut Amazon Beschreibung bereits voroptimiert, da sie speziell auch für Autodarts konzipiert wurden. Außerdem möchte ich einen aktiven Hub mit externer Stromversorgung nutzen, dann müsste es eigentlich gehen?

    Ob die Kameras von diesem Angebot eine reduzierte Bandbreite liefern, kann ich aus dem Angebot nicht erkennen, sonst hätte ich wahrscheinlich gar nichts geschrieben. Gerade die Module mit Decxin-Chipsatz haben wohl in der Vergangenheit Probleme gemacht. Aber ich vefolge das nicht mehr aktuell.

    Laut dieser Quelle: https://dart-base.de/viewtopic.php?…c49b6bf343#p470 gibt es wohl "optimierte" Firmware-Versionen für dieses Modul (Decxin 1M-2012-v1), aber ggf. wirst Du die selber flashen müssen.

    Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, würde ich im Autodarts-Discord nachfragen.

    Was Du noch in Betracht ziehen solltest, ist die USB-Bandbreite, wichtig sind da sowohl die Kameras als auch Dein Rechner:

    1. Seit einiger Zeit gibt es für die Kameras optimierte Firmwares, die dafür sorgen, dass nicht immer die gesamte verfügbare USB-Bandbreite von der Kamera genutzt wird (einfach gesprochen). Es wäre gut, vorher zu wissen, ob diese Kameras solch eine optimierte Firmware haben oder es eine dafür gibt (am besten im Autodarts Discord mit dem Amazon-Link nachfragen oder schlau machen). Vielleicht meldet sich ja auch noch jemand hier im Forum dazu.

    2. Wenn die Kameras nicht "optimiert" sind, könnte Deine USB-Ausstattung etwas knapp sein, ggf. müsstest Du beide USB-Anschlüsse nutzen, was aber auch nicht hilft, wenn beide USB-Ports über den gleichen Controller laufen. Da würde auch der USB-Hub nicht helfen.

    Aus eigener Erfahrung: 3 "nicht optimierte" Kameras habe ich an einem Laptop nur so gerade ans Laufen gekriegt, wenn ich 3 USB-Ports genutzt habe (von 4 USB-Ports, und da gingen auch nur bestimmte Kombinationen). Mit der optimierten Firmware habe ich jetzt 3 Kameras in einem Hub, der auf nur 1 USB-Port geht (übrigens ein passiver Hub).